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Das Leben ist schön, manchmal auch nur schöner Schein. Wie in den Bildern des Fotografen Jürgen Nefzger. Sie zeigen Menschen, die es sich gut gehen lassen – mit der Angel am Teich, beim Baden am Strand, bei der Rast auf einer Anhöhe. Die Szenerien grenzen an Kitsch, ihre Komposition folgt romantischen Vorbildern. Doch jede der Abbildungen hat einen entscheidenden Schönheitsfehler: ein Atomkraftwerk. Im Hintergrund ragen die Kühltürme der radioaktiven Meiler in die Höhe und blasen weiße, possierlich wirkende Wattewolken in die Luft. Für den Bilderzyklus „Fluffy Clouds“ hat Nefzgers drei Jahre lang Atomkraftwerke quer durch Europa fotografiert. Die Ausstellung ist noch bis zum 27. September im Münchner Stadtmuseum zu sehen. Schon in seinen früheren Arbeiten hat der deutsche Fotograf, der seit geraumer Zeit in Frankreich lebt, Landschaften dokumentiert, die von Ökonomie und Freizeitkultur gezeichnet sind. Mit „Fluffy Clouds“ trifft er den Nerv der Gegenwart: die neu entflammte Debatte um die Atomenergie. MS
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