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Mit schöner Regelmäßigkeit kräuseln Nachrichten über explodierende Apple-Akkus die mediale Oberfläche. Kürzlich hat es den iPod Touch einer elfjährigen Engländerin erwischt, deren Vater kurioserweise in der Sicherheitselektronik arbeitet. Der ungebrochene Reiz solcher Meldungen liegt in der Konfrontation von Sakralem mit Allzumenschlichem. Apple stellt die Ikonen unserer Zeit her, auf die Präsentation eines neuen Produktes fiebern die Jünger hin wie auf eine Offenbarung. Apple-Chef Steve Jobs scheint mehr Prophet als Unternehmer. Mit umso mehr Genugtuung goutiert der Konsument die Nachricht, dass – wider jede Erwartung – auch Apple nicht perfekt ist. Das ist, als hätte man einen Blick hinter den Vorhang des Allerheiligsten erhascht, und dort eine Lasterhöhle entdeckt. Das verkohlte Herz des weißen Apfels sozusagen. Der Genuss wird dadurch noch gesteigert, dass Apple nicht etwa reumütig den zusammengeschmolzenen IPod-Klumpen gegen ein neues Gerät tauschen wollte, sondern die Zahlung von Schadenersatz an eine Schweigeverpflichtung koppelte – und im Falle des Ausplauderns gleich mit den Gerichten drohte. Ha! Die müssen ja Dreck am Stecken haben! Apple bei solchen Mauscheleien zu ertappen, ist fast so gruselig-schön, wie den Priester am Pornoregal der Videothek zu treffen. ES
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Schöner Vergleich, am Ende.
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