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31 Tage lang hat sich der irakische Aktionskünstler Wafaa Bilal freiwillig beschießen lassen. Teilnehmer des interaktiven Kunstprojekts Domestic Tension konnten in dieser Zeit rund um die Uhr Paintball-Projektile auf ihn abfeuern. Bilal hatte im letzten Jahr einen kleinen Raum in einer Chicagoer Galerie bezogen- ausgestattet mit Webcams und einem Gewehr mit gelben Farbpatronen. Das Publikum der Galerie und Besucher seiner Website wafaabilal.com konnten die Waffen aktivieren und den Künstler beschießen. Nur zum Schlafen schützte sich Bilal mit einer Plexiglasscheibe. Nachdem sein Bruder im Irak ums Leben gekommen sei, habe er das Leid durch Gewalt und Krieg in seiner Heimat künstlerisch aufbereiten wollen, sagt er. Über 60.000 Menschen zielten während der Aktion „Shoot an Iraqi“ auf ihn. Ob die Paintball-Schützen durch die Kunst-Aktion sensibilisiert wurden, bleibt fraglich. Denn obwohl der Künstler alternativ für Gespräche und Chats zur Verfügung stand, war es für die User und Besucher der Galerie offenbar spannender, ihn als lebendes Moorhuhn zu betrachten. Nun gibt es das Buch „Shoot an Iraqi“ , in dem Wafaa Bilal beschreibt, wie er selbst Domestic Tension erlebt hat. Eingebettet ist dieser Bericht in seine eigene dramatische Biografie. „Shoot an Iraqui“ erzählt von einer Kindheit unter Sadam Husseins Regime als Teil einer schiitischen Familie, von zwei Kriegen, Verfolgung und Flüchtlingslagern. Und davon, wie es Wafaa Bilal schließlich vor 17 Jahren geschafft hat, in den USA eine Existenz als Künstler aufzubauen. IH
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Was ist nur aus dem guten alten Tomatenwerfen geworden?
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