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Als der Maler Günter Fruhtrunk vor vielen Jahren einmal vor seine Schüler in der Münchner Kunstakademie trat, soll er gesagt haben: „Ich habe gesündigt.“ Dann steckte er 400 Mark in die Kaffeekasse. Sein Sündenfall: Er hatte das blau-weiße Streifenmuster für die Plastiktüte von Aldi-Nord entworfen. Ab 14. September zeigt die kleine Münchner Galerie Walter Storms eine Ausstellung mit Werken des Künstlers, den heute kaum noch einer kennt. In den sechziger und siebziger Jahren aber war Günter Fruhtrunk ein wichtiger Künstler, 1968 bei der Documenta 4 vertreten. Berühmt machten ihn vor allem seine flächigen Bilder mit farbigen Diagonalen. Fruhtrunk war von Perfektion besessen, kein Pinselstrich sollte den manuellen Produktionsprozess verraten. Sein letztes Bild Sinnenfundament malte er 1982. Die sonst so akkuraten Konturen der Linien waren porös geworden. Wenig später nahm sich Fruhtrunk in seinem Atelier das Leben. Die Alditüte hat ihn bis heute überdauert. MS
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Bei Fruhtrunk geht unerwartet ordentlich zu ...
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