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Als Alberto Korda am 5. März 1960 auf den Auslöser seiner Kamera drückte, war ihm sicher nicht bewusst, dass ihm das wohl berühmteste Bild in der langen Geschichte der Revolutionsikonographie gelingen würde. Es zeigt Ernesto „Che“ Guevara, das Gesicht bärtig, der Blick entschlossen, auf dem Kopf ein Barett. Millionenfach ziert es T-Shirts und Buttons, Spruchbänder und Häuserfassaden. Aus dem politischen Widerstandskämpfer ist längst eine Marke geworden, die für einen diffusen Freiheitsbegriff steht. Der amerikanische Regisseur Steven Soderbergh holt die linke Ikone wieder auf den Boden der Revolution zurück. In seinem zweiteiligen Mammutwerk Che – Revolucion und Che – Guerilla zeigt er, was es bedeutet, eine Diktatur zu stürzen und einen Guerillakampf zu führen: viel Arbeit und unpopuläre Entscheidungen. Das idealisierte Bild Che Guevaras wird dem Realitätstest unterzogen. Alberto Korda, der Fotograf, wird davon nichts mehr zu sehen bekommen. Er starb 2001. Für sein weltberühmtes Foto sah er nur einmal Geld. Als ein Wodkahersteller es zu Werbezwecken nutzte, klagte Korda und erhielt 50.000 Euro Schadenersatz. Er steckte das Geld in Medikamente für kubanische Kinder. MS
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Che war cool
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Ich habe Soderberghs Filme bestimmt 5-6 mal in kurzen Zeitabständen gesehen und studiert um auf Ungereimtheiten zu kommen.
Fazit:Mir ist nichts wesentliches aufgefallen,es sei denn,das man seine zeithistorischen Sprünge bedauern mag ,und somit es für menschen die nicht näher mit der Lebensgeschichte des Ernesto Guevara de la Serna vertraut sind,schwierig werden dürfte,die sachlichen Zusammenhänge zu verstehen. Hilfreich wäre es auch gewesen,die Aufzeichnungen von Nadja Bunke (Tanias Mutter) etwas besser berücksichtigt zu haben,die ich sehr schätzte,da sie bis zu ihrem Tod -wenn nicht gerade krankheitsbedingt-immer auf der Fiesta de solidaridad in Berlin zugegen gewesen ist! |
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Jetzt neu zu empfehlen,wäre sicherlich ein jüngst erschienener Bildband über die ersten Jahre der cubanischen Revolutionsführung.
Das neue Kuba In Bildern der Nachrichtenagentur Prensa Latina 1959/1969 Rotbuch Verlag Herausgeber Harald Neuber Mit einem Essay von Michael Zeuske ISBN 978-3-86789-129-5 Preis ca.19.95 € Da das Buch schon jetzt,da eben erst erschienen,schon vom Spiegel auf dilettantische Weise zerriessen worden ist,bürgt es also für Qualität |
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