Technischer Fortschritt geht oft Hand in Hand mit ästhetischem Rückschritt. Anderes lässt sich leider auch über Londons neue Busse nicht sagen. Zwar tragen sie das gleiche Rot wie die tollen bauchigen Urmodelle, an jene kommen die neuen Zweistöcker von Volvo trotzdem nicht ran. Aber sie sollen ja auch keinen Design-Preise gewinnen, sondern dafür sorgen, dass Londons Luft sauberer wird, oder, vorsichtiger ausgedrückt: Londons Luft ein bisschen weniger verdrecken. Die ersten sechs Modelle des Volvo B5L, die unlängst ausgeliefert wurden, fahren mit Parallel-Hybrid-Technologie. Das heißt, sie können je nach Bedarf auf den Dieselmotor, auf den Elektromotor, oder auf beide zugleich zurückgreifen. Laut Hersteller ermöglicht das Treibstoffeinsparungen von bis zu 30 Prozent und eine Reduzierung der Emissionen von 40 bis 50 Prozent. Den größten Gefallen tat Bürgermeister Ken Livingstone dem städtischen Klima aber schon vor sechs Jahren: Durch die Einführung der Citymaut gewannen Londons Bewohner insgesamt 1888 Jahre Lebenszeit dazu, errechneten Forscher am King’s College. Wie viel Lebenszeit die neuen Busse schenken, ist noch nicht bekannt. ES
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