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Ein traumatisches Erlebnis stand am Anfang von myparfuem.com. Da traf einer der Gründer auf einer Party wieder einmal einen Typen, der genauso duftete wie er er selbst. Und weil er mit diesem Leiden an der eigenen olfaktorischen Verwechselbarkeit nicht alleine schien, war die Geschäftsidee geboren: Parfüm zum Selbermachen. Jeder Duft ein Unikat, jeder Flakon ein Werkzeug der Selbstvergewisserung – denn das Fläschchen trägt den Namenszug des jeweiligen Kreateurs. Bloß: Beate Schulz wird nicht zu Gabriela Sabatini, bloß weil ihr Name auf einem Parfüm-Flakon prangt. Dahingestellt bleibt auch, wie gut das Aroma-Bastel-Set im Internet dazu taugt, die eigene Individualität auf den Punkt zu bringen. So richtig versauen kann man es offenbar gar nicht, es gibt standardisierte Duftbasen, und man kann auch nur eine begrenzte Anzahl von Zutaten mixen. Vielen Individuen entspricht sicher eine Kreation aus Vanille oder Zedernholz, Wassermelone oder Ylang Ylang. Manch einem Charakter würde man aber mit Leberwurst mit einer Nuance Katzenklo besser gerecht werden. Solche Duftnoten sucht man vergeblich in der Liste möglicher Zutaten. Für ihr Konzept erhielten die Brüder Matti und Yannis Niebelschütz den ersten Platz des Businessplan-Wettbewerb Berlin-Brandenburg 2009. Die Software dafür haben die Gründer selbst programmiert, eine Partnerfirma mischt die Düfte zusammen. Ein Probeschnuppern im Internet ist derzeit leider noch nicht möglich. Aber immerhin bekommen die Kunden bei Nichtgefallen ihr Geld zurück. ES
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Es lebe der Prosumer ...
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