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Dass die Web 2.0-Internetangebote, die vor allem von der Aktivität ihrer Nutzer leben, mehr können, als die Privatsphäre zu vernichten und Narzissten ein Forum zu sein, haben die Brüder Christopher und Daniel Mikkelsen aus Dänemark gezeigt. Über ihr Portal refunite.org sollen Flüchtlinge, die ihre Angehörigen auf der Flucht verloren haben, wieder zueinander finden. Physische Zusammenkunft kann das Netzwerk nicht garantieren, aber immerhin einen Kontakt herstellen. Über Merkmale, die nur engen Vertrauten bekannt sind, sollen sich Versprengte, die zusammengehören, wiederfinden: Narben, Muttermale oder den Namen des ersten Haustieres. Niemand soll mehr verraten als er möchte, Anonymität gegenüber Fremden soll gewahrt bleiben. Die Zahl der Flüchtlinge, die Refugees United nutzen können, ist natürlich begrenzt, in Flüchtlingslagern gibt es selten Internet. Die Mikkelsen-Brüder setzen ihre Hoffnung aber in die technische Zukunft, schließlich haben sie schon Mails aus Zelten in der Wüste bekommen. Unterstützen kann man das Projekt durch den Kauf einer Designer-Uhr oder einfaches Plakatekleben, um es bekannt zu machen. „Zehn Minuten sind uns lieber als zehn Dollar“, sagt Christopher Mikkelsen. FL
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