Mit kleinen Metallplättchen fing alles an, später wurden Münzen und Scheine daraus. Das Geld war gewiss nicht die heilbringendste Erfindung der Menschheit, aber um es mit Woody Allen zu sagen: „Geld ist besser als Armut – wenn auch nur aus finanziellen Gründen.“ Das Berliner Museum für Kommunikation hat eine fiktive Stadt aufgebaut, in der sich alles um den schnöden Mammon dreht. Die Ausstellung „Die Sprache des Geldes“, die noch bis Mitte Februar 2010 zu sehen ist, geht der Frage nach, warum wir wertlose Papierlappen als Zahlungsmittel akzeptieren. Eines der Objekte: Ein sündhaft teures Paar Manolo-Blahnik-Damenschuhe. In schönem Kontrast dazu: Der umstrittene Speiseplan, den Berlins ehemaliger Finanzsenator Thilo Sarrazin für Hartz-IV-Empfänger aufgestellt hatte. Wie die Schauspielerin Inge Meysel ihr Geld zusammenhielt, zeigt ihr minutiös geführtes Haushaltsbuch aus den siebziger Jahren. Wie man Kohle scheffelt, ohne zu arbeiten, ein Mini-Güterwagen. Mit dem wollte der legendäre Kaufhaus-Erpresser Dagobert 1994 eine Geldübergabe organisieren. MS
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