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Im Hamburger Schanzenviertel brannten Anfang Juli einmal wieder die Barrikaden und spritzten die Wasserwerfer. In den meisten Medien war daraufhin nur von den gewalttätigen Randalierern die Rede – von den Bewohnern und Kleinhändlern des Stadtteils, die die explodierenden Mieten kaum noch bezahlen können, aber nicht. Einst galt die „Schanze“ als Sammelplatz alternativer und multikultureller Lebensformen. Doch die Gentrifizierung schreitet auch hier, wie anderswo in der Stadt, rasant voran. In- und ausländische Investoren drängen ins Viertel und verändern sein soziales und architektonisches Gesicht. Unlängst eröffnete ein amerikanisches Schnellrestaurant, das seither von der Polizei wie eine Synagoge von morgens bis abends bewacht wird. Der autonome Stadtteiltreff Centro Sociale stellt sich der zunehmenden Privatisierung und Kommerzialisierung des öffentlichen Raumes entgegen. Das spendenfinanzierte Projekt unterstützt beispielsweise Mieter, die unter Druck geraten sind, mit Rechtsbeihilfen und informiert auf seiner Website über die neuesten Entwicklungen und Protestaktionen. Doch das Centro Sociale droht selbst Opfer der Gentrifizierung zu werden. Sein Mietvertrag läuft Ende des Jahres aus und wird nach Stand der Dinge nicht verlängert. MS
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Bei der www.buko.info/ läuft auch gerade ein projekt, das sich mit gentrifizierung und das entwickeln alternativer projekte dazu beschäftigt, einfach mal reinschauen!
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Da fällt mir noch die Initiative "Es regnet Kaviar" ein, die einem das das "Abwertungs-Kit" ans Herz legt. Kniffe und Tricks, wie man das Erscheinungsbild der eignen Wohnung nach außen verschlechtern und somit die anrollende Gentrifizierung u.U. drosseln kann :)
Motto: Die Miete drück ich mir selber! www.esregnetkaviar.de/relaunch/abwertungskit.html |
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