Entengang ist der Horror aller Orthopäden. Trotzdem sehen viele Gesundheitslatschen aus, als hätte man Schwimmhäute zwischen den vorne verbreiterten Füßen. Platt-, Spreiz- und Senkfüßler teilen sich so zwangsläufig in jene, die sich gegen das Leiden und zur Fußgesundheit bekennen und Aussehen zweitrangig finden, und jenen, die wie Modeltrainer und Stylingberater Bruce Darnell hohe Absätze und schmale Pumps für "der Wahrheit" halten. Ein Glück, dass die Hersteller von Gesundheitsschuhen mittlerweile bequemen und gesunden Schuhen ein halbwegs zivilisationstaugliches Aussehen geben. Etwa die klassische Scholl-Schlappe, die jüngst ihr 50. Jubiläum feierte und deren Hersteller die Kollektionen von diversen Designern gestalten ließ. Die Scholl-Schlappen gehen auf die Geschäftsidee von William Scholl aus Illinois/USA zurück. Er lebte am Anfang des 20. Jahrhunderts und wollte sichergehen, dass seine Patienten die verschriebenen Treter auch tragen. Scholl entwickelte die "Komforttechnologie": ein normaler Schuh, verbunden mit einer Gesundheitssohle. Diese war zu Beginn aus Gummi oder Kork. Seit zehn Jahren gibt es das "gelaktive Fußbett", das aus weichen, stützende Gel-Kissen besteht, die den Druck verteilen und jeden einzelnen Schritt dämpfen. Dazu Stützstrümpfe und Massageeinlagen. Bei diesem Vokabular ist es wirklich erstaunlich, dass die Schuhe auch noch gut aussehen. CK
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