Der italienische Maler Giorgio Morandi verließ so gut wie nie seine Heimat. Das deutsche Künstlerehepaar Bernd und Hilla Becher startete ihre Fotografie Anfang der 1960er Jahre im Ruhrgebiet um dann die Beneluxstaaten, die USA und Osteuropa zu bereisen. Morandi zeichnete zeitlebens Stilleben von filigranen Vasen, Dosen und Flaschen, vorzugsweise in Pastell. Die Bechers wurden mit ihren kontrastreichen, minimalen Schwarz-Weiß-Abbildungen von Wasser- und Fördertürmen, Hochöfen sowie Fabrikhallen bekannt. Mit dieser konträren Auflistung wird die Distanz, aber auch die Möglichkeit verschiedener Herangehensweise in der Kunst deutlich. Das Museo Morandi im italienischen Bologna stellt die Werke von Giorgi Morandi und Bernd und Hilla Becher gegenüber und lässt den unterschiedlichen Persönlichkeiten und Methoden ihren gleichberechtigten Raum. Gegensätze ziehen sich bekanntlich an. Für jene, die keinen Italienurlaub planen, ist im Schirmer/Mosel-Verlag soeben der dazugehörige Katalog erschienen.
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