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Sich zur Begrüßung die Hand zu reichen, bedeutet: Ich komme in guter Absicht. Der Vorläufer, so vermuten Verhaltensforscher, war das Winken, was bedeutete: Ich komme ohne Waffen. Typisch deutsch ist der vertrauensvolle Händedruck zwischen Arzt und Patient. In den USA hingegen käme man nie auf die Idee. Diese Geste ist bestenfalls gebräuchlich, wenn zwei Personen einander erstmals vorgestellt werden. Doch auch hierzulande scheint es mit der traditionellen Begrüßungszeremonie bergab zu gehen – zumindest in Würzburg. Im dortigen Rathaus hängen Plakate mit der Aufschrift „Wir geben Ihnen nicht die Hand, aber wir schenken Ihnen ein Lächeln“. Damit soll die Ausbreitung der Schweinegrippe eingedämmt werden. Und in der Tat ist das Händeschütteln zwar höflich, aber wenig hygienisch. Laut einer US-Studie ist das Händeschütteln der häufigste Übertragungsweg für Infektionen. Dabei übertrügen sich deutlich mehr Krankheitserreger als über Küsschen auf die Wange. Die „Bisous“ sind seit einigen Jahren bei uns ohnehin auf dem Vormarsch und verdrängen zunehmend das gute alte Händeschütteln. Die Schweinegrippe gibt ihm scheinbar nun den Rest. MS
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