In Australien wird viel Methan in die Luft geblasen, allein vierzehn Prozent aller Treibhausgase gehen auf das Konto der Kühe und Schafe in Down Under. Die bräsigen Vierbeiner sollten sich ein Beispiel an den Kängurus nehmen. Die furzen auch – aber gesünder. Der australische Ökologe Athol Klieve hat sich mit seinem Team die hüpfenden Beuteltiere mal genauer von innen angesehen und im Vormagen der Kängurus eine bestimmte Bakterienart gefunden, die während der Gärung Essigsäure statt Methan produziert. Das macht die Kängurus zu den Vorzeigepupsern des Klimaschutzes und könnte den Kühen und Schafen gewaltig auf den Magen schlagen. Denn Dr. Klieve plant, diese mit den umweltfreundlichen Mikroben zu impfen und so ihren Methanausstoß um bis zu 90 Prozent zu reduzieren. Dann könnten die Wiederkäuer endlich das tun, was bislang nur den Kängurus vorbehalten ist: Mit gutem Gewissen einen fahren lassen. MS
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