Die Sängerin niest, lacht und pfeift in den Liedern dieser CD – ohne dass es kindisch klingt. Dabei handelt es sich in der Tat um Kinderlieder. Eva Spagna und ihre Band „...e la luna?“ haben schon mehrere CDs veröffentlicht, hauptsächlich mit alten italienischen Hits in einem ganz eigenen, jazzig angehauchten, Stil. Auf der neuen CD „Stella Stellina“ aber singt die Florentinerin, die seit 1995 in Berlin lebt, von einem Hasen ohne Bremsen, der Wettrennen gegen Autos gewinnt, von einem Haus ohne Fußboden und vom Leid, das ein Schnupfen verursacht – lauter italienische Kindersongs. Dazu gehören Klassiker wie der Ringelreihen „Girotondo“, aber auch selbstkomponierte Stücke. Die Musik wird ergänzt von Bildern, denn zur CD gehört ein Buch mit allen Texten auf italienisch und deutsch. Illustriert haben es der Künstler Philip Waechter und seine Kollegen von Laborproben. Wenn Eva ein Meisterwerk namens Tomatenbrei hochleben lässt, sieht man dazu ein Bild, in dem Kinderhände in revolutionärer Geste den Esslöffel heben. Ob eine grinsende Schildkröte mit Zahnlücken oder ein Mond, der kopfsteht- die Bilder sind voller Poesie und Witz. Und die Musik klingt nicht nach zuckrigem Kinder-Trallalala, sondern nach dem, was „...e la luna?“ auch sonst machen: sanfter Kammermusik-Jazz mit Cappuccino-warmer Stimme. Generationsübergreifend kompatibel. GP
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