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Auszug aus dem öffentlichen Tagebuch des amtierenden Schweizer Kulturministers Dominik Riedo, Amtstag 309: „Am Morgen räume ich ein wenig
auf. Nachmittags fahren wir zum Sempachersee, wo ich mich wohlig im Wasser winde. Nebenher hüten wir noch unseren Neffen.“ Riedo ist Schriftsteller und seit 2007 im Amt. Sein Vorgänger war Künstlerund hieß Gartentor. Alle zwei Jahre lenkt ein anderer Kreativer die Geschicke der eidgenössischen Kulturpolitik. Es gibt möglicherweise aufreibendere Jobs. Viel Repräsentatives ist darunter, eine Ausstellungseröffnung hier, ein Künstlerstammtisch dort, ein paar eigene Projekte und manchmal halt auch nur (Amtstag 519): „Aufräumen! Aufräumen! Ich weiß kaum, wie das geht, plötzlich stapelt sich alles:
Notizen, Post, Mails etc.“ Im Mai startet der Countdown zur nächsten Amtsperiode. Ein neuer Kulturminister wird gewählt. Bewerben kann sich jeder, der in der Schweizer Kunst- und Kulturszene verankert ist. Ein Expertenrat entscheidet sich für einen Pool von Kandidaten, die dann im zweiten Wahlgang gegeneinander antreten – im „offenen Wettstreit“ wohlgemerkt. Das klingt nach einem Sängerkrieg auf Schweizerdeutsch. Aber noch ist ja der freundliche Herr Riedo im Amt. Amtstag 527: „Und sonst ist heute Sonntag.“ MS
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Gibts den noch?
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K wie "Kondom"; ein sonderfall: in diesem Dom kann nur einer stehen.
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