Im Herbst steht die Lüneburger Heide in voller Blüte. Doch was da so wildromantisch daherkommt, ist tatsächlich eine ökologische Katastrophe. Jahrhundertelange landwirtschaftliche Übernutzung haben die Böden so leer und sauer gemacht, dass auf ihnen nichts mehr wächst – außer eben Heidekraut. önnte es also einen besseren Ort geben für Kunstwerke, die kein Mensch mehr haben will? 2003 eröffnete das Künstlerduo Dragset & Elmgreen mitten in der Heide den „Park für unerwünschte Skulpturen“, ein Ableger des lokalen Kunstvereins Springhornhof. Dort stehen, wie auf einem eingezäunten Friedhof, Dinge, die in ihrem früheren Leben einmal der Stolz einer Sparkasse waren und die beim Umbau dann schnöde entsorgt wurden. Dinge, die ganz anders geworden sind, als ihre Auftraggeber sich das vorgestellt hatten, oder mit denen nach dem Ende einer Ausstellung niemand etwas anzufangen wusste. Nun bekommen sie ihr Gnadenbrot und gucken der Heide beim Blühen und Verwelken zu. MS
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