In Galerien und Museen erfreuen sich unter den Besuchern immer wieder zwei Sätze hämischer Beliebtheit: „So etwas könnt’ ich ja auch!“ oder „Das soll Kunst sein?“. Das Kunstgeschäft wird von Außenstehenden traditionell kritisch betrachtet, denn wodurch lässt sich tatsächlich ein Wert von mehreren Millionen Euro für ein Stück Plastik oder eine bemalte Leinwand rechtfertigen? Der belgische Künstler Wim Delvoye leistet mit der von ihm erbauten Maschine „Cloaca No. 5“ seinen ganz persönlichen Beitrag zur Kunst-, aber auch Konsumkritik. Die Maschine stellt den Verdauungstrakt des Menschen nach und kann – tada! – ein von menschlichen Exkrementen kaum zu unterscheidendes großes Geschäft verrichten. Delvoye: „Ich wollte etwas erschaffen, das absolut unnötig ist.“ Als Statement gegen den Konsumwahn taugt die Gerätschaft allemal.
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