Kraftwerk
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Wellen können einem im wahrsten Sinne des Wortes den Boden unter den Füßen wegziehen. Hat wohl jeder schon einmal erlebt, der am Meer von einer unerwarteten Strömung erfasst wurde. Die Sogkraft des Wassers überrascht aber nicht nur herumplanschende Urlauber, sondern ist auch für die Stromgewinnung gut. An der schottischen Küste Siadar soll das bisher weltweit größte Wellenkraftwerk entstehen. Mindestens 1500 Haushalte werden auf diese Weise umweltfreundlich mit Strom versorgt. Die Wellen drücken Wasser in Betonröhren, die auf 250 Metern Längen angeordnet sind. Durch die Auf- und Ab-Bewegung entsteht im Inneren der Röhren ein Luftstrom, der 36 speziell konzipierte Turbinen antreibt. Ab 2011 wird die Anlage, die etwa 300 Meter von der Küste entfernt im Meeresboden verankert ist, in Betrieb genommen. In Fachmedien veröffentlichte Studien halten allerdings den Kosten-Nutzen-Aspekt für fraglich: Ein ähnliches Wellenkraftwerk-Projekt, das bereits auf einer schottischen Insel läuft, kam auf weniger als die Hälfte der erwarteten Jahresleistung. Wenn sich das auf die Kalkulation der Stormrechnung niederschlägt, zieht es den Füßen auch ganz ohne Wellen den Boden weg.

 
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Kommentare
Dirk de Pol schrieb am 03.04.2011 um 12:54
Ob Wasser, Wind oder Sonne - ohne Umstellung auf Ökostrom wird es nicht gehen ...

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