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„Rettet die Alphas“ lautet die Mission der Kinder in 500 Tagesstätten und anderen Einrichtungen, die am Projekt „Frühes Lesen“ teilnehmen. Die Methode wird im französischen Sprachraum schon seit Jahren von über 40.000 Lehrkräften angewandt und wurde nun auf die deutsche Sprache übertragen. Sie wird von der UNESCO unterstützt und soll Kindern ab vier Jahren innerhalb einer Woche die Buchstaben mit den entsprechenden Lauten und das Lesen einiger Wörter beibringen. Dazu gibt es die Alphas, kleine Buchstaben-Figuren, die Kinder vor einer Hexe bewahren und ihnen spielerisch das Lesen beibringen sollen. Die Form des Buchstabens ist mit der Gestalt eines Gegenstandes verbunden, der mit dem bezeichneten Laut beginnt. Das „F“ ist zum Beispiel ein Fön, der natürlich auch ein langes „Ffff“ pustet. Frau „I“ sieht aus wie eine Pommes – vielleicht haben ja sogar Ernährungsphysiologen mitgearbeitet und dafür gesorgt, dass die fettigen Kartoffelstäbchen mit „Iiii“ assoziiert werden. Für 39,80 Euro können Eltern die passende Alpha-Box kaufen. Auch wenn einige Linguisten sagen, die Methode reiche zum vollständigen Lesenlernen nicht aus, haben diverse Versuche gezeigt, dass die meisten Kinder immerhin sehr schnell das Alphabet und nach ein paar Tagen schon erste Wörter lesen können. Das Versprechen, in acht Tagen lesen zu lernen, ist sicher zu pauschal und einfach, aber richtig eingesetzt bringen die Alphas zumindest Spaß und Ordnung in die Ur-Buchstabensuppe. DR
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