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Am 11. Februar 2008 wurde die Kultur des Lexikon-Nachschlagens in Deutschland zu Grabe getragen. Ein Sprecher des Brockhaus-Verlages hatte damals verkündet, dass die 21. Auflage der Enzyklopädie die vermutlich letzte der 200-jährigen deutschen Unternehmensgeschichte sein wird. Was folgte war ein rasanter Anstieg der bis zu diesem Zeitpunkt sinkenden Verkaufszahlen der gedruckten dreißig Lexika umfassenden Reihe. Ein letztes Aufbäumen im Sarg sozusagen. Der Verlag ließ verlauten, dass die Einstellung der Buchform doch noch mal überdacht wird. Während immer noch offen ist, wann die 22. Auflage zum stundenlangen Durchblättern erscheinen wird, setzt der Brockhaus parallel seit mehreren Jahren auf digitale Nachschlagwerke. Soeben wurde der „Brockhaus multimedial premium“ vom Berliner Institut für Bildung in der Informationsgesellschaft mit dem Bildungsmedienpreis „digita 2009“ ausgezeichnet. Die „kleine“ Multimedia-Ausgabe des Lexikons verspricht trotz mehr als 260.000 Artikeln eine rasche und verlässliche Informationssuche. Zahlreiche Videos, Audiodateien und Animationen sollen komplexe Themen zudem leichter verständlich machen. Das Bücherregal ächzt nicht mehr unter 70 Kilogramm Druckmaterial, praktisch und zeitgemäß ist die digitale Variante ja auch. Wann der endgültige „Tod“ des klassischen Buch-Lexikons einsetzte, kann höchstwahrscheinlich in ein paar Jahren online nachgeschlagen werden.
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