Wer hat nicht schon einmal zu "Papa Was a Rollin' Stone", "Stop! In the Name of Love" oder "I Heard It Through the Grapevine" getanzt? Die Liste der Nummer-Eins-Hits, die von der Plattenfirma Motown produziert wurden, ist lang. 50 Jahre wird das Label alt. 1959 in Detroit gegründet, war Motown in den 1960er Jahren geradezu ein Synonym für Soul. Natürlich gab es auch das etwas erdigere Stax-Label. Aber Motown hatte Marvin Gaye, die Supremes, Stevie Wonder, Gladys Knight, Smokey Robinson und Lionel Richie. Berry Gordy startete das Ganze in einem Einfamilienhaus, an das er ein Schild hängte: „Hitsville U.S.A.“. Das Studio A, genannt „The Snakepit“, stand von 1959 bis 1972 rund um die Uhr für Aufnahmen offen. Was hier in atemberaubender Geschwindigkeit produziert wurde, war schwarze Erfolgsmusik. Vor allem die Songwriter Brian Holland, Lamont Dozier und Eddie Holland brachten, zusammen mit Motowns Hausband „The Funk Brothers“, immer wieder diese Synthese aus klaren Stimmen, überirdischen Streichern und sexy Grooves zustande. Und dann gab es da einen Elfjährigen, der 1970 der jüngste Nummer-Eins-Sänger der Welt wurde. Der Junge hieß Michael Jackson, seine Band die Jackson 5. Und „Sir Duke“ von Stevie Wonder hat schlicht den besten Bläsersatz, der je auf ein Ohr getroffen ist. Also: Happy Birthday!
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