Wir sind ständig flexibel und unterwegs in der modernen Welt, aber unsere Kleidung passt nicht zu diesem Lebensstil. So sieht es die Designerin Eunsuk Hur. Ähnlich den echten Nomaden, die ihren Wohnraum als Zelt immer mit sich führen, sollen es auch die Träger ihrer Mode handhaben: Textilien der Linie Nomadic Wonderland lassen sich von Kleidung in Einrichtungsgegenstände verwandeln, sie können von Menschen und von deren Möbeln getragen werden. Nach dem Baukasten-Prinzip lassen sich dabei blumenartige Elemente aus Wolle, Leder und Holz zu immer wieder neuen Formationen zusammenbasteln, ganz nach Geschmack und Verwendungszweck. Aus dem gleichen Ausgangsmaterial wird dann ein Lampenschirm, danach vielleicht ein Rock oder Wandbehang. Endlich wirkt ein hingeworfenes Kleidungsstück nicht mehr unordentlich, sondern verschönert als Sofadecke den Raum, jedem Hotelzimmer ist schnell die persönliche Note verliehen. Andererseits wirkt gerade der Mehrfachzweck etwas irritierend – weil eben eine solche Kopfbedeckung dann doch eher an ein Kissen erinnert. IH
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