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Der Loser Earl Hickey ist der Alptraum jedes politisch Korrekten. Earl lebt in einem Trailer-Park, klaut, pflegt homophobe Vorurteile und ernährt sich von Dosenbier und Chips. Auch die anderen Figuren der NBC-Serie stammen aus dem White Trash. Da gibt es Earls Bruder Randy, hervorstechende Eigenschaft: „Er lebt auf der Couch.“ Und Ex-Frau Joy, eine Sonnenstudio-Blondine mit spitzer Zunge. Earl wäre aber kein echter Amerikaner, wenn er nicht an eine zweite Chance glauben würde. Nachdem er von einem Auto angefahren wurde, hört er erstmals von Karma: „Tue gute Dinge und dir werden gute Dinge widerfahren.“ Er macht eine Liste mit Missetaten aus seiner Vergangenheit, die es zu korrigieren gilt. Hier will jemand ein guter Mensch werden – und wir sehen ihm beim Scheitern zu. Mit jedem Eingriff ins Leben seiner früheren Opfer setzt Earl eine unheilvolle Dynamik in Gang, die alles nur schlimmer macht. Am Ende hat er alle Hände voll zu tun, den Status Quo wieder herzustellen. Das Lachen darüber erleichtert uns, die wir gar nicht erst versuchen, Fehler zu korrigieren. Und zugleich bewundern wir Earl für seinen festen Glauben, dass man sich neu erfinden kann. Jan Pfaff
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Kult.
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