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Die Casting-Manie, die weltweit immer noch alle Fernsehkanäle verstopft, begann mit zwei kleinen Zetteln. Der Guardian hat sie kürzlich veröffentlicht (tinyurl.com/yjar8x3). Auf ihnen notierte der TV-Produzent Alan Boyd 2001 das, was ihm Simon Fuller und Simon Cowell, zwei ihm bis dato unbekannte Männer, erzählt hatten. Es war nicht mehr und nicht weniger als eine Revolution der Fernsehunterhaltung. In wenigen dürren Sätzen, nur schwer leserlich, stehen dort die Skizzen des Casting-Formats, wie wir es inzwischen zur Genüge kennen: Die Show solle so groß sein wie ein Spielfilm, 50.000 Bewerber sollten sie zum größten Musik-Contest aller Zeiten machen, die Unterstützung der Boulevardmedien sei wichtig, ebenso ein gigantisches Preisgeld von einer Million Pfund, das dem Sieger ein Leben in Saus und Braus ermögliche. Pop Idol, wie die Sendung letztlich getauft wurde, avancierte zum Prototyp zahlloser Nachahmer: von American Idol in den USA und Philippine Idol auf den Philippinen über Nouvelle Star in Frankreich bis zu Deutschland sucht den Superstar. Seitdem ist der Begriff Talent wieder auf seine ursprüngliche Bedeutung reduziert: als Währungseinheit. MS
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Talent als Währungseinheit? Richtig, so stehst auch schon bei Asterix und Kleopatra ...
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