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Der neue Duden ist raus. Früher war die Veröffentlichung einer neuen Auflage der orthographischen Hohepriester aus Mannheim ein Ereignis. Inzwischen nimmt man sie angesichts des Regelchaos eher gleichgültig hin. 3.000 Neuzugänge, so die einzige Schlagzeile, sind zu vermelden: „Publikumsjoker“ steht von nun an im Duden, „TAN“ oder „Sudoku“. Damit können jetzt endlich auch Germanisten eine Million Euro gewinnen, Online-Banking betreiben und Rätsel lösen. Pikanterweise hat jüngst jedoch auch Wahrig, der ewige Konkurrent aus Gütersloh, sein Lexikon aktualisiert und damit eine neue Runde im Kampf um die korrekte Schreibweise eingeläutet. Es ist ein Duell zwischen Fundis und Realos, wie die Forschungsgruppe Deutsche Sprache mit einem Vergleich der beiden Wörterbücher belegt hat. Im Duden heißt es etwa „fett gedruckt“ und „rekeln“, bei Wahrig hingegen „fettgedruckt“ und räkeln“. Der Duden folgt den ursprünglichen Reformstatuten, Wahrig dem allgemeinen Sprachgebrauch und den Empfehlungen der Nachrichtenagentur DPA. Wehe dem also, der es genau wissen – oder Deutsch lernen muss. MS
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Wir haben ja auch keine anderen Sorgen.
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