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Die Krebsforschung sucht die Unterstützung von Facebook-Nutzern. Diese können in Zukunft dabei die Wissenschaft voranbringen, indem sie ihre Computer für sie rechnen lassen. Das Prinzip wurde vor einiger Zeit aus einer Not heraus entwickelt: Nicht jede Universität und jedes Labor haben die Super-Computer, die sie bräuchten. Deshalb dauern in der Forschung gerade Rechnungen oft unnötig lange. Nun können sich Facebook-Nutzer eine Software herunterladen, die den lustigen Namen BOINC trägt, und ihren Computer immer dann nebenbei Daten analysieren lässt, wenn der Prozessor nicht ausgelastet ist: Zum Beispiel während sie surfen, E-Mails schreiben – oder eben bei Facebook ihre Kontakte pflegen. Wer teilnehmen will, kann zwischen drei verschiedenen Forschungsprojekten wählen: Rosetta@home analysiert die Strukturen von Proteinen, um besser Krankheiten wie HIV, Krebs oder Alzheimer bekämpfen zu können, Climateprediction.net sagt das Klima voraus, und Africa@home, berechnet die Effekte von Malaria-Medizin. Die aktuellen Forschungsergebnisse sollen die Nutzer allerdings nicht einsehen können, das Programm arbeitet vollständig versteckt auf den Computern. Umgekehrt sollen die privaten Daten der Nutzer vor dem Programm gut geschützt sein. Trotzdem dürfte es für viele eine Hemmschwelle sein, den fremden Zugriff auf den Computer zu erlauben. Vielleicht werben die Projekte ja deshalb gerade bei Facebook um neue Freiwillige. Denn wer gesteigerten Wert auf Datenschutz legt, darf sich dort wohl eher nicht registrieren lassen. IH
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