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Hagen Rether ist einer von den Guten. Das zeigt schon der Name seines Programms: "Liebe". Seit Jahren ist er damit unermüdlich auf dem Weg durch die Republik und hat sich vom Sonderling zum Shootingstar gemausert. Eitel Sonnenschein sollte man von seinen Vorstellungen jedoch trotz des harmonischen Titels nicht erwarten. Rether nimmt das Weltgeschehen bis an die Schmerzgrenze auseinander und vollführt einen mächtigen Rundumschlag von der Kirche bis ins Kanzleramt. Wohl keinem anderen Kabarettisten gelingt derzeit besser der Spagat zwischen Gesellschaftsklatsche und Entertainment. Ausreichendes Sitzfleisch sollte man jedoch mitbringen - Rethers Auftritte sind selten kürzer als drei Stunden. Informationen zur Tournee, die noch bis Anfang Juli 2009 andauert, unter
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Sein Programm "Liebe" hab ich doch schon letzes Jahr im Frühling im WDR5, dann im Sommer im Garten auf CD gehört, und davor noch Silvester beim Wachdienst vor Mitternacht. -
Ist das denn so wie bei Pispers? Immer wieder "Bis neulich"? Ach, ich guck ja auch immer wieder gern in "Die Garage" von Gerhard Polt. |
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Mir geht's da ähnlich. Dauernd das gleiche, kaum was Neues bei den Genannten und einigen anderen. Ich frag mich, wann denen das selbst mal langweilig wird.
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Richtig.
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Das mit dem Rundumschlag von der Kirche bis ins Kanzleramt stimmt, hab ich selbst so erlebt.
Ausnahme ist der Islam, den hat er ja so lieb, der bedarf ja so seiner Fürsprache. Ich mag den Hagen seither gar nicht mehr leiden! |
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Was meckern denn hier die Diskutanten? Das, was in unserer heutigen Zeit nicht in Ordnung ist, wird von diesen Herren kritisiert. Was machen Sie denn in dieser Richtung? Nichts!
Aber das ist in unserer Gesellschaft so, erst sollen es eben andere erst machen. Hier rummeckern, dazu gehört übrigens kein Mut. Arme Würstchen seit ihr! |
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Hagen Rether und Georg Schramm sind für mein Empfinden derzeit Deutschlands beste Kabarettisten. Vor allem Rethers leise, unaufdringliche Art, mit der er oft rasiermesserscharfe Gedanken transportiert, beeindruckt mich ungemein. Ferner meiden beide, Rether mehr noch als Schramm, eine allzu große Nähe zur tagesaktuellen Politik. Das bedienen schon Schreihälse wie Urban Priol zur Genüge, mal mehr, oft weniger gelungen.
Natürlich wird alles, wird jeder nach einer gewissen Anzahl des Sehens und Hörens etwas weniger spannend, aber dann muss man eben genau hinhören. Bei Rether sind es die Gedankenpausen, die fast als Fragen kommenden Andeutungen über den täglichen Wahnsinn; bei Schramm die leisen Töne oft zum Ende seiner Bühnenprogramme (es gibt sehr empfehlenswerte DVD-Mitschnitte!). Ich habe beide mittlerweile schon oft gesehen und gehört und kann nicht genug von ihnen bekommen. Es gibt eine treffende Charakterisierung eines Rezensenten bzgl. der Programme von Georg Schramm, die m.E. auch auf Hagen Rether zutrifft: Er habe dem Kabarett wieder Relevanz verschafft. Besser kann man es nicht sagen. |
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