Fußball und soziale Verantwortung
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Fußball und soziale Verantwortung

Schulobst |

Rote oder dicke Backen? Seit längerem schon streiten sich die Bundesregierung und der Bundesrat ums Schulobst. Es geht um die Mitfinanzierung eines Programms der EU, die an Schulkinder kostenlos Obst und Gemüse verteilen und sie so zu gesünderen Essgewohnheiten erziehen will. Der Hintergrund: Rund 22 Millionen Kinder und Jugendliche in Europa haben Übergewicht. Doch wie das immer so ist: Die Regierung hält die Angelegenheit für Ländersache, der Bundesrat für nationale Pflicht. Dem Dortmunder Fußballfanclub wurde das föderale Hickhack nun zu bunt. Der BVB International hat einen Spendenaufruf gestartet und will die 12,5 Millionen Euro, die Gratis-Schulobst für alle kosten würde, auf eigene Faust auftreiben. Diese bisher einmalige Aufruf richtet sich insbesondere an andere Fußballfans und soll beweisen, dass Fußball und soziale Verantwortung sehr wohl zusammengehen. Und die Rechenspiele der Initiatoren sind gar nicht so abwegig: Jedes der 6,3 Millionen DFB-Mitglieder müsste weniger als zwei Euro zahlen, jeder der geschätzten drei Millionen Sympathisanten von Borussia Dortmund knapp über vier. Dann wäre die Summe zusammen, und die Schulkinder wüssten wieder, wie ein rotbackiger Apfel schmeckt. MS
 

 
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Kommentare
Megan Fox-Smith schrieb am 12.12.2009 um 10:06
Löblich.
Ken DasNetzInDir schrieb am 22.01.2011 um 06:12
Ja und da es nur ums Geld geht, geht es am Ende um kostenlose O8/15 IndustrieÄpfel, die ihrer standarmäßigen PestizidDosis in Kinderhänden und Kindermägen verteilt.

Wenn schon den schon, dann sollte die Aktion bitte doch vorrangig regionale BioÄpfel und Bio-Birnen bereit stellen, selbst wenn die Aktion dann vielleicht 3 Millionen mehr kosten würde!

Ich zu meinen Schulzeiten hatt mit Sicherheit nie einen BioApfel oder eine BioOrange als Nachtisch zum selbstbezahlten Schulessen.

Zeit zum Umdenken!
Ehemaliger Nutzer schrieb am 23.03.2011 um 07:01
Wir haben bereits das Vergnügen in den Genuß von EU-subventioniertem Schulobst zu kommen. Von regionalen Produzenten, aber kein Bio-Obst und - sehr nett - nur im Winter bleibt es auf Äpfel und Birnen beschränkt. Im Sommer gibt's z.B. Beeren der unterschiedlichsten Sorten.
Bleibt allerdings bleibt die Frage, ob Schulobst in einer zutiefst ländlichen Gegend, wo jeder noch eigene Obstbäume hat, wirklich die tollste Sache seit der Erfindung des Scheibenbrotes ist.

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