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Top-Managern ist in letzter Zeit das Lachen gründlich vergangen. Ihre Bilanzen sind mies, so mies wie ihr öffentlicher Ruf. In Frankreich werden sie von der Belegschaft sogar gerne mal gekidnappt. Immer häufiger geht die Wirtschaftselite also auf dem Zahnfleisch – oder gleich in den Knast. Auf der Abzocker-Agenda ist viel Platz für Einträge: Bilanzfälschung, Steuerhinterziehung oder Umweltverstöße. Eine Kölner Versicherungsgruppe hat sich nun für straffällig gewordene Führungskräfte eine Art Rundum-Sorglos-Paket überlegt: das U-Haft-Package. Dabei handelt es sich um eine erweiterte Rechtsschutzversicherung, die einem Butlerservice gleichkommt. Wovon normale Knastis nur träumen können: Sofortige Benachrichtigung der Angehörigen, Kontaktierung der Botschaft, wenn der Manager im Ausland etwas ausgefressen hat, Arzneimittelversand und ein PKW-Rückhol-Angebot. Zudem erhält der eingebuchtete Versicherungsnehmer eine Tagespauschale, wenn seine Firma fieserweise kein Gehalt mehr überweist – oder er versäumt hat, seine Abfindung rechtzeitig in Singapur zu bunkern. Vielleicht gewinnen die Top-Kräfte ja so im Gefängnis ihr Lachen wieder zurück. MS
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