Zuerst folgt die Kühlung auf minus 190 Grad Celsius. Bei dieser Temperatur lassen sich organische Stoffe leicht in hunderte Teilchen zerbrechen. Die kleinen Teile werden anschließend mithilfe eines Vakuums von Flüssigkeitsresten befreit. Der verbleibende feine pinke Staub wird in die Erde gesetzt und darauf ein Bäumchen gepflanzt. Wer nun denkt, dies sei die Produktionsbeschreibung für einen neuen Superdünger gewesen, der irrt. Der Prozess beschreibt eine neue Methode der Beisetzung, nämlich die buchstäbliche Rückkehr des Verstorbenen in den ewigen Kreislauf der Natur. Das Vorgehen wird im Englischen „Promession“ genannt und wurde von einem schwedischen Wissenschaftler in Jönköping entwickelt. Bald soll es die „umweltangepasste Beerdigungsform“ auch in Deutschland geben. Dann kann also die Urgroßmutter in eigenem Garten buchstäblich aus der Erde sprießen. Ob dieser Gedanke hierzulande auf großes Interesse stoßen wird? AG
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