Videowelten
Manfred Leve, 1963

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Musik wird gehört. Wenn Nam June Paik als Medienkünstler loslegt, dann kann Musik auch gesehen und gefühlt werden. Als Pionier der jungen Kunstsparte Video schuf er den Übergang von Musik zum elektronischen Bild. Wer an plastikbunte, schöne Bilder à la MTV denkt, liegt allerdings völlig falsch. Paik präparierte und manipulierte zum Beispiel in seiner Erstausstellung 1963 Klaviere sowie Fernseher, kleidete Räume mit Spiegelfolie aus und ließ den Kopf eines frisch geschlachteten Stiers am Ausstellungseingang aufhängen. Unter leichter Zugänglichkeit verstehen viele etwas anderes. Doch Paik ließ bereits als einer der wenigen seiner Zeit seine Ausstellungsbesucher aktiv ins Geschehen eingreifen, was auch die Zerstörung seiner Objekte beinhalten konnte. Das Museum für Moderne Kunst in Wien bietet vom 13. Februar bis 14. Mai 2009 in der Ausstellung „Music for all Senses“ eine Retrospektive über Nam June Paiks Schaffen. Ein Stierkopf soll diesmal nicht angebracht werden.

 
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Kommentare
Knüppel schrieb am 20.10.2009 um 14:18
"Oversexed"? Mag sein :-)

Für mich sah das Foto zunächst so aus, als würde da ein Mann einen Dildo im Mund haben ... Natürlich nicht! Der Künstler hält die Abspielnadel eines alten Grammophons (bzw. den Träger der Nadel) im Mund und "dient somit als Resonanzbogen" ... :-)))

SexPower
kopfkompass schrieb am 06.09.2011 um 20:23
Wie ich Paik verstanden habe, ist die Dildo-Assoziation durchaus gewollt. Es gäbe ja auch andere Möglichkeiten, die Nadel mit dem Körper zu halten. Und wenn sie wegen des Zahnresonanzraumes mit dem Mund gehalten werden muss hätte man sich durchaus unverfänglichere Mundstücke denken können.
Megan Fox-Smith schrieb am 12.12.2009 um 16:57
Auweia.

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