Plötzlich fällt der Groschen. Davon hatte man schon gelesen, aber wo? Scheinbar Vergessenes taucht in Augenblicken wieder auf, wo man es mitunter nicht erwartet. Wenn wir neue Informationen aufnehmen, erweitert das Gehirn sein Netz aus Nervenverbindungen. Forscher des Max-Planck-Instituts für Neurobiologie in München wiesen nun nach, das die für den Informationsaustausch notwendigen Kontaktstellen auch längere Phasen von „Informationsarmut“ überstehen: Lange nicht benötigte Informationen werden quasi zwischengelagert, um sie zum geeigneten Zeitpunkt wieder zu reaktivieren. Dadurch fällt es leichter, sich an bereits einmal Erlerntes zu erinnern als Neues dazuzulernen. Allerdings macht wohl jeder die Erfahrung, dass der Abruf einer ganz bestimmten Information nicht immer auf Anhieb funktioniert. Liebe Nervenzellen, wacht aus dem Dornröschenschlaf auf und kommuniziert. Schnell, woher weiß ich das bloß?
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