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Wer in einem coolen Plattenladen nach einer CD fragt, der wird man ziemlich schief angeguckt. Aber so etwas macht ja heute kaum mehr jemand. Man lädt sich Musik einfach als MP3 aus dem Internet. Nachdem Mitte der 90er Jahre kaum noch Schallplatten produziert wurden und die CD ihren kurzen Siegeszug antrat, haben die Verkaufszahlen von Vinyl wieder zugenommen: Über 15 Millionen werden jährlich neu gepresst. Ihr Sound, sagen einige, sei irgendwie wärmer. Sie haben diese großen Cover und machen tolle Geräusche, wenn man sie aus der Hülle zieht. Was soll man sagen? Platten erfüllen die Sehnsucht nach etwas, das man anfassen kann. Nach Anwesenheit. Geht man mal tanzen, sagen wir ins Watergate, und fragt sich: Aus welcher neuesten Technik kommt jetzt grad dieser fette Bass? Dann wedelt der DJ nach jedem Track ganz old school mit einer schwarzen Scheibe herum. Wie ein Kind, das allen die Zunge rausstreckt. Okay: Was tun? Mamas Plattenspieler aus dem Keller holen? Wäre eine Möglichkeit. Und wer dafür vor lauter CDs keinen Platz mehr im Regal hat, der zieht sich die letzte – äh – Datei vom Londoner Dubstep-Musiker Burial aus dem Netz. Da ist das Plattenknistern schon dabei.
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Genau.
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