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Triviales wie Tomatensuppe in Dosen überführte er in die Kunst. Andy Warhol, dessen Eltern aus der Slowakei immigriert waren, arbeitete zunächst als Illustrator und Werbegrafiker in den USA. Ende der 1950er Jahre schaffte er als Künstler in New York den Durchbruch. Er prägte und etablierte die Stilrichtung Pop-Art in der bildnerischen und darstellenden Kunst. Massenprodukte waren Motiv seiner meist im Siebdruck-Verfahren hergestellten Werke und wurden seriell in dem passender Weise als factory betiteltem Atelier von ihm und seinen Assistenten gefertigt. Kommerz als Kunst, Kunst als Kommerz. Warhol galt als scheu, wortkarg und schwor bei öffentlichen Auftritten auf silberne Perücke plus Sonnenbrille. Trotz oder gerade wegen der schwer greifbaren Persönlichkeit war er stark an seiner eigenen Mythosbildung beteiligt. Warhol verstarb im Jahr 1987, seine plakativen Werke sind aber bis heute prägend für die amerikanische Kunst. Das Horst-Janssen-Museum in Oldenburg liefert noch bis 3. Mai 2009 mit 45 großformatigen Siebdrucken Warhols eine Retrospektive seines künstlerischen Schaffens. Am 24. April kann die Nachbildung des damaligen Szenetreffs factory besucht und in gemeinsamen Sessions das eigene Portrait – wie das von Marilyn Monroe – in verschiedene Fassungen gebracht werden.
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