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Der Tanz, der Ende des 19. Jahrhunderts in Buenos Aires und in Montevideo entstanden ist, steht nun unter dem besonderen Schutz der Weltgemeinschaft, in der „Repräsentativen Liste des immateriellen Kulturerbes der Menschheit“. In alle Welt hatte er sich damals von den südamerikanischen Armenvierteln aus aufgemacht, wo viele europäische Migranten lebten. Bis nach Finnland ging seine Reise, vielleicht fand er erst dort ganz zu sich: Seines feurigen Temperaments entkleidet, tonnenschwer, tief melancholisch, nur im Grundschritt getanzt. Die Filme von Aki Kaurismäki erzählen davon. Die schönste Definition des Tangos lieferte aber ein Südamerikaner, der argentinische Komponist Enrique Santos Discépolo: „Der Tango ist ein trauriger Gedanke, den man tanzen kann.“ MS
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