Wenn Orang-Utans malen
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Wenn Orang-Utans malen

Zookunst |

Es gibt bekanntlich nicht wenige Künstler, die sich zum Affen machen. Affen hingegen, die Kunst machen, sind seltener. Congo etwa war im Hauptberuf Schimpanse und im Nebenberuf Maler. Mitte des letzten Jahrhunderts kritzelte er vierhundert Blätter voll. Bald war vom „Cézanne der Affenwelt“ die Rede, selbst Picasso soll sich einen Congo an die Wand gehängt haben. Die „Art Brut“ war zu jener Zeit en vogue, Werke von Außenseitern also, die – meist unfreiwillig – von der westlichen Zivilisation entkoppelt waren. Noch vor wenigen Jahren, lange Zeit nach seinem Tod, machte Congo bei einer Auktion in London so richtig Kasse: Über 20.000 Euro brachten drei seiner Bilder ein. Die von Sita und Tilda sind deutlich billiger. Nur zwischen 125 und 480 Euro kosten ihre bunten Schmierereien. Die beiden Orang-Utans aus dem Krefelder Zoo malen für ihr Leben gern. Man könnte auch sagen: aus purer Langeweile. Eine Beschäftigungstherapeutin drückte ihnen den Pinsel in die Hand. Das Deprimierende: Sita und Tilda werden nie über den Stand eines zweijährigen Menschenkindes hinauskommen. Das Gute: Mithilfe der Verkaufserlöse soll das Krefelder Affenhaus endlich ein Außengehege bekommen. MS

 
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Kommentare
Megan Fox-Smith schrieb am 12.12.2009 um 17:10
Grossartig. Das ist echte Kunst.

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