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Zähne putzen ist in der heutigen Zeit ein ritualisierter Vorgang, über den man im seltensten Falle nachdenkt. Manche Menschen taten das aber in der Vergangenheit sehr gründlich, was die Weiterentwicklung der Zahnbürste erklärt. Bereits im alten Ägypten gab es etwa 2.600 v. Chr. kleine Stöcke, auf denen zur Zahnreinigung herumgekaut wurde. Auch andere Völker betrieben die Mundhygiene mittels Spülungen und Pasten. Das Wissen um die Pflege von Zähnen ging in Europa allerdings nach dem Untergang des Römischen Reiches in der Spätantike mehr oder weniger verloren. Zahnbürsten, die heutigen Modellen ähneln, entwickelte Mitte des 10. Jahrhunderts das Nomadenvolk der Kitan in China. Doch die Zahnbürste war ein Luxusprodukt, das quer über den Erdball den oberen Schichten vorbehalten blieb. Erst Mitte des 20. Jahrhunderts konnte das Reinigungsgerät durch den Einsatz künstlicher Fasern günstig hergestellt werden und sich auch hierzulande durchsetzen. Variantenreich verhilft heute allerlei elektrischer Schnickschnack zu noch sauberen Zähnen. Der Klang von Ultraschallwellen dröhnt aus dem Badezimmer und UV-Strahlen desinfizieren Bürstenköpfe nach jeder Reinigung. Zähneknirschen bereiten da nur komplizierte Betriebsanleitungen für eine an sich simple Erfindung.
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