Alltag

Koch oder Gärtner | 05.03.2011 12:00 | Jörn Kabisch

Warum macht bitter wach?

Bitter heißt giftig, meldet unser Körper. Der Koch rät dennoch zu Bitterstoffen, um die Zunge fit für den Frühling zu machen – zum Beispiel mit Chicorée-Gerichten

Diese Zahl ist kaum zu glauben. 300 Gramm Chicorée soll ein Deutscher durchschnittlich im Jahr essen, das wären zwei dieser spitz zulaufenden, hellgelben Köpfe, also gerade mal eine Por­tion. Einmal im Jahr Chicorée – so unappetitlich erscheint der vielen Menschen hierzulande also. Ich denke, da hält der Pro-Kopf-Jahresverbrauch von Zunge, Blutwurst oder Tintenfisch locker mit.

Ist Chicorée tatsächlich so eklig? Nein, aber bitter. Und da bin ich beim Thema. Denn bitter macht wach. Deshalb kommt es auf den Tisch, gerade jetzt, auch wenn meine Zunge revoltiert. Soll sie doch, das ist der Sinn.

Bitter gehört zu den fünf Grundgeschmäckern, die Menschen auf Anhieb erkennen. Die Evolution hat es aber so eingerichtet, dass wir damit vorsichtig sind. Bitter heißt giftig, meldet unser Körper. Und man sollte auf ihn hören, wenn man auf Sachen am Wegrand beißt, die man noch nie gesehen hat. Wir haben gelernt zu akzeptieren, dass Medizin bitter sein muss, vor allem Hustensaft und andere Tinkturen gegen Erkältungen. Aber im Essen? Nein danke, sagen die meisten Menschen entschieden. Gemüsezüchter versuchen deshalb, neuen Sorten die Bitter­stoffe möglichst auszutreiben. Fenchel ist so ein Fall. Der unangenehme Geschmack saß früher vor allem im Strunk, er schmeckt heute süß buttrig und hat allenfalls noch eine leichte Bitternote.

Chicorée ist immer noch bitter, aber längst nicht mehr so wie einst. Deshalb gehe ich hier nicht auf die Küchen-Tipps ein, wie man das Gemüse milder bekommt. Wem Chicorée noch immer zu bitter ist, sollte Radicchio oder Endivie verwenden. Sie stammen ebenfalls von der Zichorie ab und tragen auch den Bitterstoff Lactucopikrin in sich, allerdings in kleineren Dosen. Nördlich der Alpen sind sie eigentlich nur Salatzutaten, dabei bekommt ihnen Hitze gut.

Bitter verträgt Kontraste

Was mir bitter aufstößt, ist vor allem der in Schinken gerollte, von Bechamel umhüllte und gratinierte Chicorée, das deutsche Standardrezept, in das sicher an die 200 Gramm unseres Pro-Kopf-Jahresverbrauchs eingehen. Dieses Rezept ist eine ganz läppische Art, mit der geschmacklichen Eigenart der Zutat um­zugehen. Bechamel, diese weiße Schwitze aus Butter, Mehl und Milch, ist in der Küche das schwarze Loch, durch das alle Aromen ins dunkle Reich der Anti-Materie entsorgt werden. Wenn Ihnen was nicht schmeckt, es zu scharf geworden ist oder zu salzig, versenken Sie es in Bechamel. Sie werden nichts mehr davon schmecken, nein schlimmer, Sie schmecken nichts mehr.

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Bitter verträgt Kontraste. Ein Beispiel: Alle Welt ist heiß auf diese neuen Schokoladen mit unheimlich viel Kakao-Anteil. Früher hießen sie "Herrentafel" oder "Zartbitterschokolade" und waren Regalhüter. Seit sie aber "72 %" oder "86 %" heißen, haben sie eine Liebe zu bitter-süß entfacht. Das funktioniert auch mit bitterem Gemüse: Karamellisierter Chicorée etwa oder mit reifen Birnen geschmorter Radicchio – eine Wucht. Noch besser aber: salzig. Suchen Sie sich irgendein Rezept mit Chicorée und Anchovis, also Sardellen. Ja, gleich zwei Zutaten, die nicht so viele Menschen mögen. Aber in der Kombination sind sie köstlich. Vielleicht sogar, weil unsere Zunge unter der geballten Ladung von bitter, salzig und umami kapituliert. In dem eingesalzenen Fisch steckt viel natürliches Glutamat.

Warum gerade jetzt bitter? Bitterstoffe regen nicht nur die Zunge an, sondern auch den Magen. Es ist wie ein Adrenalinstoß für unser Verdauungssystem, wer bitter isst, kann Fett besser verdauen, weil der Stoffwechsel besser arbeitet. Und ich mache so meine Zunge fit für den Frühling und all die neuen Genüsse. Ein warmer Chicorée-Salat als Vorspeise, und man kann richtig eintauchen in die Aromen der nächsten Gänge.

 
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Artikelaktionen
Kommentare
Jörg Augsburg schrieb am 05.03.2011 um 13:40
Es gehört übrigens zu den kulinarisch-historischen Randnotizen der Ossi-Wendeerfahrug, dass der "West"-Chicoree damals deutlich weniger bitter - genau genommen: praktisch charakterlos – war, als der bis dahin gewohnte. (IDer über den Großhandel erhältliche, versteht sich.)
weinsztein schrieb am 06.03.2011 um 01:22
Dann ließ man den Chicorée zu DDR-Zeiten also nicht so lange im Dunklen?

wikipedia zum Chicorée:
"die Wurzeln werden in Kunststoffkisten aufrecht eingelegt und diese auf Paletten in absolut lichtdichten Räumen aufgestellt. Bei völliger Dunkelheit und regelmäßiger Zufuhr von Nährstofflösung und Wasser in einem geschlossenen System treibt der nicht mit Erde bedeckte Chicorée in 20 bis 25 Tagen bei gleichmäßiger Temperatur aus. Die Dunkelheit verhindert die Ausbildung des Chlorophylls sowie des nicht erwünschten Bitterstoffs Lactucopikrin in den Blättern, die hierdurch die erwünschte blaßgelbe Farbe entwickeln."
dame.von.welt schrieb am 06.03.2011 um 14:29
Dieser Blog bildet ungemein. Ich hatte mich nämlich immer schon gefragt, wie es sich mit der Zichorie verhält und siehe da - aus der Wurzel wird der Muckefuck, der Sproß ist lecker Chicorée und die Blüte die Wegwarte. preview.tinyurl.com/5sxyfmd
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Jörg Augsburg schrieb am 07.03.2011 um 16:59
Ich fühle mich fast zu einem Kalauer bezüglich der garantiert nicht mangelnden Dunkelheit in der DDR genötigt. ;-)

Ich kenne allerdings die Ursache nicht, vermute aber eher eine Sorten-Differenz. (Bei den Tomaten und Brötchen war's ja ähnlich.)
dame.von.welt schrieb am 05.03.2011 um 14:11
Traurig ist, daß allen leckeren bitteren Lebensmitteln der Geschmack weggezüchtet wurde. Egal, ob das Endivien, Radicchio, Fenchel, Grapefruits, Artischocken oder Chicorée ist.

Wem was zu bitter ist, möge es in warmem Wasser mit etwas Zucker und Salz waschen. Und mir bitte mein Faible für bitteres Essen lassen.

Chicorée verschnabuliere ich derzeit in rauhen Mengen als Salat und zwar in einer milden cremigen Sherryvinaigrette mit ein bißchen Mayo oder Joghurt und sonst allem, was sich finden läßt, Senf- oder Rettich-Sprossen, Walnüsse, Flußkrebsen, Kapern, kleingeschnibbelte Oliven, Champignons, Bündnerfleisch etc.etc. Eine sehr glückliche Verbindung ist auch Chicorée und Parmesan. Oder Chicorée und milder Blauschimmelkäse.

Lecker ist Chicorée auch als süßer und bitterer Salat mit einer Sauce aus Joghurt und Honig, im Salat verschiedene Nüsse, fein geschnittene getrocknete Aprikosen und Filets von Orangen und Grapefruits.

Ein sehr netter erster Gang besteht aus Chicorée mit festen kleinen braunen Champignons und halbierten Sherrytomaten, alles zusammen bei moderater Hitze in Olivenöl kurz gedünstet und mit frischem Salbei, Salz und Pfeffer gewürzt. (was mit Anchovis wird ausprobiert, danke für den Tip)

Warum aber wird Chicorée eigentlich meistens in geschlossenen Kisten angeboten? Oft ist er zusätzlich noch in schwarzes Papier eingeschlagen. Verändert sich die Farbe bei Helligkeit? Oder der Geschmack?

Vielleicht übersieht ihn der durchschnittliche, 300g/Jahr verspeisende Bundesbürger auch einfach?
Rene Artois schrieb am 06.03.2011 um 00:21
Hatte letztens beim E-Center (jawoll!) einen famos-bitteren Endiviensalat im Körbchen.
Eine Handvoll Kartoffeln geschält, gewürfelt und in Salzwasser 15 bis 20 Minuten gekocht;
derweilen die Endivien gewaschen, trockengeschleudert und in gabeliges Format geschnitten; dann ein gutes Stück fetten Speck gewürfelt;
Eine Salatsoße aus Öl, Essig, Salz, Pfeffer und Zucker angerührt – soll so schmecken wie Mutters von früher;
eine kleinst geschnittene Zwiebel darein;
die Endivien dazu und gut durchgemischt;
kurz vor der Kartoffeln Koch-Ende den Speck in einer Pfanne knusprig auslassen;
Kartoffeln in die Salatscüssel, gut durchmischen;
Speck dazu!
Schmeckt für sich allein überwältigend vor allem wegen der Bittere von den Endivien.
Völlereisüchtige wie ich haben parallel ein paar Scheiben Blutwurst, Rohpolnische oder dergleichen Veganerschrecke gebrutzelt und ... Hmmm ...
weinsztein schrieb am 06.03.2011 um 00:56
Nennt sich "Krefelder Spies", sehr lecker.
Ken DasNetzInDir schrieb am 05.03.2011 um 19:52
Der Chinakohl aus meinen Lieblingsbioläden schmeckt immer frisch und leicht süß, warum sollte man sich da verbittern lassen?

"Bitter ist giftig" so seh ich das auch!
Rene Artois schrieb am 06.03.2011 um 00:51
Na, dann sind Sie eben ein Produkt der Zucker-Marketinggesellschaft. Das sollten Sie aber in Gegenwart von Menschen, die sich um ihr Essen noch zwei bis elf Gedanken machen, nicht so raushängen lassen ;-)
weinsztein schrieb am 06.03.2011 um 01:15
Belgier verspeisen im Schnitt acht Kilo Chicorée pro Jahr, am liebsten gekocht. Bravo! Auch ich mag es bitter. Furchtbar, diese vielen Rezept-Empfehlungen, man möge den bitteren Kern heraus schneiden. Das sind Aufrufe zur Kastration. Ich esse dieses Charaktergemüse am liebsten als Salat.

Zum Chicorée passt am besten - finde ich - ein leicht süßes, fruchtiges Dressing. Meins geht so:

Eine dicke Birne würfeln, dazu ein halber Becher Sahne, der Saft einer Orange, je ein halber Teelöffel Senf, Zucker und Salz, etwas weißer Pfeffer, ein kleiner Schuss Weißweinessig. Alles pürieren.
Die Chicorée-Stangen längs vierteln und in fingerdicke Stücke schneiden. Mit dem Dressing vermischen und einige gehackte Walnusskerne darüber streuen.

Zwiebeln oder Knoblauch passen nicht zum Chicorée, zumindest nicht für mich. Aber die Birne bringt's! (Klappt auch mit einem Apfel.)
Ehemaliger Nutzer schrieb am 12.03.2011 um 02:15
wenn du auf die süße Variante stehst, probier doch mal Mandarine, evtl. ein wenig Speckwürfel dazu,...,perfekt
Ehemaliger Nutzer schrieb am 12.03.2011 um 02:17
wenn du auf eine süße Variante stehst:
versuch´s mal mit Mandarine! Dazu evtl. wenig krosse Speckwürfel,....., perfekt
weinsztein schrieb am 13.03.2011 um 01:16
Mandarine im Chicoréeesalat ist seit den 60-er Jahren der Rezeptestandard. Man empfahl, eine kleine Dose Mandarinen samt Sirup in den Salat zu kippen, vermutlich, um die Bitterstoffe zu überdecken.

Ich bleibe bei der Birne, die schmeichelt dem Chicorée. Bitte unbedingt ausprobieren.

Krosse Speckwürfel mag ich an Feldsalat oder Rapunzeln. Ins Dressing gebe ich dann eine grob zerquetschte gekochte Kartoffel.
Ehemaliger Nutzer schrieb am 13.03.2011 um 01:23
Mandarine ja, aber doch nicht aus der Dose,
Feldsalat=Rapunzel=Mauseöhrchen=Vogerlsalat, und die Variante mit Kartoffel im Dressing= klassisch UND lecker,dann aber ohne Speck,
und die Birne, ist sie naturbelassen oder leicht karamellisiert, ebenso die Walnüsse leicht karamellisiert oder mit/ohne Haut,
je später der Abend umso größer die Kreativität,....
oder der Appetit...
Jörn Kabisch schrieb am 06.03.2011 um 12:50
Ich vergaß, noch hinzuzufügen:

1. Bitteres Gemüse und bitterwarme Salate passen ausgezeichnet zu fettigen Gerichten, mit etwas Backpflaumen geschmorter Radicchio zur Entenbrust etwa ist ein Muss. Auch zu Taube passt es prima, wenn man eine solche mal im freien Handel auftreiben könnte (ich kann es nicht).

2. Mehr zu lesen über die Endivie, Endivien dore-in oder Krefelder Spieß gibt es auf freitag.de hier und hier, das Zwiegespräch zwischen Columbus und weinsztein war mir eine Inspiration.
Calvin schrieb am 06.03.2011 um 13:41
Probieren Sie es beim Taubenzüchtervereins ihres Vertrauens. Wenn Sie in einer größeren Siedlung wohnen,
sollte es auch nicht so schwer sein, einer dieser Ratten der Lüfte habhaft zu werden. Die Stadtverwaltung wird es ihnen danken.
Rene Artois schrieb am 06.03.2011 um 15:02
Eine freifliegende Stadttaube? Warum essen sie nicht gleich Straßenkot mit Milben?
Zum Glück haben wir einen Tauben haltenden Bauern in der Familie. Da ist der Nachschub an gesund aufgezogenen Vögeln gesichert. Und vor allem: An denen ist richtig was dran ;-)
weinsztein schrieb am 10.03.2011 um 15:33
Die Tauben vom Markusplatz sollen sehr empfehlenswert sein, aber die frisst der gemeine Venezianer leider selbst. Arrosto di Colombe, lecker verpackt in Pancetta.

Köstliche Masttäubchen kann man im guten Feinkostgeschäft bestellen, leider nicht ganz billig.
aufkleber schrieb am 06.03.2011 um 19:54
Für Bitter-Weicheier eignet sich auch die Artischocke, die als Fettverdauungsförderer zudem als Kapsel angeboten wird.
multikulinaria schrieb am 06.03.2011 um 20:16
Habe festgestellt, dass gedünsteter Chicorée sich auch gut mit Erbsen paaren lässt. Radicchio habe ich neulich zum ersten Mal gegessen. Gegrillt. Mit etwas Salz und Olivenöl. Ein Traum in zartbitter...
weinsztein schrieb am 10.03.2011 um 15:10
Interessant. Grillen Sie auch Kopfsalat?
Jörn Kabisch schrieb am 10.03.2011 um 23:26
Wäre einen Versuch wert. Radicchio auf den Grill zu legen ist nämlich tatsächlich eine hervorragende Empfehlung.
weinsztein schrieb am 11.03.2011 um 00:57
Echt Radicchio einfach so auf den Grill legen?
Oder wird der in Alufolie verpackt, aber dann wäre es kein Grillen mehr.
weinsztein schrieb am 07.03.2011 um 00:35
Gekocht mag ich Chicorée recht simpel zubereitet, um den Eigengeschmack zu erhalten. Ich koche die Rüben (so heißen die Stauden oder Stangen wirklich) eine Viertelstunde in wenig Wasser. In einem zweiten Topf lasse ich etwas Zucker hellbraun karamellisieren, lösche ihn mit einem Glas Orangensaft ab und gebe dann den Chicorée und etwas Butter dazu, um ihn rund fünf Minuten fertig zu garen, bis er weich und glasig ist. Nur salzen.
Ganz entzückend zu gebratenem Fleisch, auch zu Lammbraten. Es müssen nicht ewig grüne Bohnen sein.

In Frankreich heißt Endivie übrigens chicorée, Chicorée heißt endive.
Karl Kraus schrieb am 07.03.2011 um 15:41
"In Frankreich heißt Endivie übrigens chicorée, Chicorée heißt endive." – wenn's denn so einfach und geradeaus wäre ;-)
weinsztein schrieb am 11.03.2011 um 02:51
Bei Chicorée und Endivie isses so.
Karl Kraus schrieb am 12.03.2011 um 01:19
Matth. 5,3 ...
weinsztein schrieb am 12.03.2011 um 02:08
Matthäus 5.3:
"Selig sind die geistig Armen; denn ihrer ist das Reich der Himmel."

Sie schenken mir Trost, Karl Kraus, seien Sie sich meiner Dankbarkeit bewusst.

Μακάριοι οἱ πτωχοὶ τῷ πνεύματι, ὅτι αὐτῶν ἐστιν ἡ βασιλεία τῶν οὐρανῶν.
(Makarioi hoi ptōchoi tō pneumati, hoti autōn estin hē basileia tōn ouranōn.)
„Selig die Armen im Geiste, denn ihrer ist das Himmelreich.“
Rene Artois schrieb am 11.03.2011 um 01:10
@Meister Kabisch: Wer verbietet Ihnen eigentlich, ein Bechamel so zu würzen, daß es seine Umgebung in höchste Höhen hebt, anstatt sie ins Schwarze Loch zu versenken? Ich empfehle Ihnen für eine ruhige Viertelstunde einen Besuch auf den Websites www.marmiton.org bzw. www.lesfoodies.com. Ich garantiere Ihnen: Aus 15 werden mindestens 150 Minuten.
weinsztein schrieb am 11.03.2011 um 02:44
Hier ein von mir deutlich vereinfachtes Rezept für geschmorten Chicorée. Das Original stammt von Pascal Barbot vom Pariser "L'Astrance", dessen Küche 2007 mit dem dritten Michelin-Stern ausgezeichnet wurde. Barbot kochte dieses Gericht vor vier Jahren vor den Meisterschülern der ESCF.

Karamellisierter Chicorée mit Spekulatiusbutter und Banane
Vier Chicorée-Stangen längs halbieren. Einen Esslöffel Butter in einer Pfanne schmelzen lassen, einen Teelöffel Zucker dazu geben, kurz schwenken. Jetzt den Chicorée mit der Schnittfläche nach unten hinein legen, dazu einen Zweig Thymian und den Saft von zwei Orangen. Alles mit den dünnen Scheiben einer Zitrone bedecken. Bei kleinster Hitze mit Deckel (!) mindestens 30 Minuten schmoren, besser eine Stunde. Aufpassen, dass nichts anbrennt; Bei Bedarf ganz wenig Wasser zufügen. Es entsteht ein köstlicher Karamell.

Für die Spekulatiusbutter unterdessen 50 g Butter, je eine Prise gemahlenen Zimt, Gewürznelke und einen Löffel Rohrzucker in einen Topf geben, langsam erhitzen.

Den geschmorten Chicorée aus der Pfanne nehmen und anrichten. Per Muskatreibe ein wenig Zimtstange darüber reiben, einige Thymianblättchen, Salz und frisch geriebene Orangen-, Zitronen- und Limettenschale darueber geben. Zwei Bananen in Scheiben schneiden, mit denen den Chicorée umgeben. Alles mit der heißen Spekulatiusbutter beträufeln.
Rene Artois schrieb am 29.03.2011 um 22:47
Gerade gefunden: DAS Grundrezept für "Endives à vapeur":

"Endives à vapeur

Nettoyez les endives sans les laver, en retirant les feuilles flétries, en rognant les bords noircis. Coupez leur base et avec un petit couteau. Fendez les endives en deux dans la longueur. Ôtez leur cœur, dur et amer. Essuyez les endives avec soin.

Déposez les endives dans un panier vapeur, au dessus de 5 cm d’eau bouillante, et laissez-les cuire 15 minutes, jusqu’à ce qu’elles soient tendres, mais pas molles : il ne faut pas trop les cuire. Égouttez.

Elles sont si bonnes que vous pouvez les servir ainsi, nature, en légume d’accompagnement. Vous pouvez aussi les sauter, les braiser ou les incorporer à d’autres recettes, telles que le fameux gratin d’endives roulées au jambon. Dans ce cas, mieux vaut cuire les endives la veille et les laisser égoutter toute une nuit.
Conseil du chef

Certains préconisent d’ajouter un sucre, ou du jus de citron, à l’eau de cuisson pour atténuer l’amertume de l’endive. Quel gâchis de saveur ! Il suffit de retirer le trognon qui contient toute l’amertume..."


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