Alltag

Koch oder Gärtner | 23.04.2011 09:00 | Jörn Kabisch

Isst man Spargel mit Butter oder mit Sauce Hollandaise?

Obwohl er Butter-Anhänger ist, gibt der Koch diesmal Nachhilfe in Fragen "echte" Hollandaise. Er schaut sich auf YouTube an, wie man sie noch raffinierter zubereiten kann

Ein Tipp an Valérie Favre und die anderen Anderen, die uns die Augen für seltsame deutsche Gewohnheiten geöffnet haben: Wenn Sie zum Essen mit dem lapidaren Nachsatz „Es gibt Spargel“ ein­geladen werden, dann sollten Sie wissen: Kredenzt werden weißer Spargel, neue Kartoffeln, Schinken und meist eine kleine Enzyklika, von der es hierzulande nur zwei Varianten gibt. Denn das eigent­liche deutsche Schisma heißt: zerlassene Butter oder ­Sauce Hollandaise. Bitte pflichten Sie dem Gastgeber unbedingt bei. Sie könnten ihm sonst ganz fürchterlich den Appetit verleiden.

Interessant dabei: Die Konfessionsgrenzen folgen keinen geo­grafischen Gegebenheiten, noch niemals hat man von einem Hollandaise-Äquator gehört, der sich in die Deutschland-Karte einzeichnen ließe. Die Differenzen werden zudem selten öffentlich ausgetragen, aber es ist trotzdem so: Das Spargelessen folgt festen familiären Traditionen, und wenn die Ururgroßmutter einst festgelegt hatte, dass die langen weißen Stangen mit Butter gegessen werden, dann bleibt es dabei. Standardargument dieser Schule ist übrigens, dass die Hollandaise den Spargelgeschmack überdecke, während die Gegenseite befindet, die Hollandaise harmoniere mit dem leicht bitteren, süßen Gemüse viel besser.

Ähnlich engagierte Plädoyers kann man erleben, wenn es um die Frage geht, wie der Spargel gekocht sein muss – weich oder bissfest –, wo der beste herkommt, und ob gekochter oder roher Schinken dazu gereicht wird. Oder sogar beides. Eigentlich handelt es sich um ein einfaches Essen, und doch gibt es so viele Fronten. Doch ich finde, das schadet nichts, im Gegenteil. Die Diskussion sollte noch lange und endlich auch öffentlich geführt werden, denn sie ist vor allem Zeichen für eins: eine wirklich große Esskultur.

Wozu gibt es Internet-Fernsehen?

Ich bin ein Butter-Anhänger, selbstverständlich aus familiären Gründen, leiste mir aber – so ist das mit Glaubensfragen – von Zeit zu Zeit Perioden des Zweifels. Mein Eifer für die Butter wächst darüber nur – und zugleich die Sorge, dass mir die Gegenseite abhanden kommt. Denn das wäre wirklich schade. Oder um es mal mit einfachen Worten zu sagen: Liebe Hollandaise-Fans, wer soll Euch denn noch ernst nehmen?

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Was ich damit meine? Na, die Stapel mit fertiger Sauce Hollandaise im Tetra-Pack natürlich. Sie werden immer höher. Das hat doch mit Kultur nichts mehr zu tun. Es handelt sich dabei meist um ein Gemisch aus Pflanzenöl, dem Butteraroma Diacetyl, Emulgatoren und Farbstoffen. Das, was aus der Butter die Hollandaise macht, nämlich das Eigelb, kommt kaum noch vor. Eine echte Hollandaise schmeckt anders.

Und das Original ist auch nicht so kompliziert herzustellen, dass man zur Fertigsauce greifen müsste. Das Basisrezept besteht aus drei Zutaten: 250 Gramm geschmolzener Butter, 3 Eigelben und ein paar Spritzern Zitronensaft. Dann brauchen Sie nur noch einen Topf und ein weiteres, gewölbtes Gefäß, das sich darauf gut aufsetzen lässt. Darin werden dann die Dotter mit einem Teelöffel warmen Wassers nicht in, sondern über siedendem Wasser aufgeschlagen, bis in der Masse die Spuren des Schneebesens zu sehen sind. Anschließend wird die Butter in dünnem Strahl eingearbeitet. Abgeschmeckt wird mit Salz und Zitronensaft. Die Hollandaise können Sie übrigens schon vorbereiten, bevor der Spargel aufgesetzt wird. Sie muss nur leicht erhitzt werden, mit ein paar Spritzern von dem heißen Spargelsud schmeckt sie wieder wie neu. Das ist nicht schwer. Wenn Sie mir nicht glauben, sehen Sie sich auf YouTube an, wie es geht. Wozu gibt es Internet-Fernsehen?

Merci!

Denn, liebe Hollandaise-Freunde, es steht da wirklich etwas auf dem Spiel. Auf den Speisekarten steht immer so schön „Spargel mit zerlassener Butter oder klassisch mit Sauce Hollandaise.“ Falls sie es noch nicht wussten, es ist tatsächlich ein Klassiker: Die Kombination taucht als erstes 1651 in dem Kochbuch von Francois Pierre de La Varenne auf. Ja, ein Franzose. Zu ihrem Namen kam die Hollandaise im 1. Weltkrieg, als in Frankreich die Butter knapp wurde und aus Holland importiert werden musste. Die Franzosen blieben dem Namen in großer Dankbarkeit treu.

Soweit ist es nun schon: Jemand, der von der Butter kommt, muss Nachhilfe geben. Ich hoffe, ich konnte helfen.

 
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Artikelaktionen
Kommentare
Calvani schrieb am 23.04.2011 um 17:25
Lieber Jörn,

ich gestehe: diese Kochabteilung, die Sie hier buchstäblich "beschreiben", habe ich lange gemieden. Überall wird heute glamourös gekocht und dazu noch snobistisch philosophiert, im Fernsehen, im Radio, beim Freitag.
Nun muss ich mich eines Besseren belehren lassen: Sie schreiben mit subtilem Humor und wohltemperiert, kurz: einfach lesenswert!
Von Familientradition schreiben Sie auch. Und dass die Ururgroßmutter vermutlich die Determinante der Frage Butter oder Sauce Hollandaise ist. Aha. Warum eigentlich nicht der Ururgroßvater?
Ich kann Ihren Unmut verstehen. Da wollen Sie einfach ein bisschen schöngeistig über Spargel schreiben und schon kommt die Calvani angedackelt mit ihren großen Kinderaugen und diesem blöden Gender-Ding!
Aber ich kann Sie beruhigen. Ab nächster Woche habe ich nicht mehr so viel Zeit, Ihnen hier auf die Nerven zu gehen - deshalb muss ich die mir verbleibende nutzen um Sie zu fragen: Sind Sie auch im Alltag der Koch? Im Alltagsstress? Jeden Tag? Oder sind Sie das Pendant zum Sonntagsvater, dem die schönen Seiten vorbehalten bleiben, sprich ein Sonntagskoch?

Calvani

P.S.: Ich ziehe übrigens Hollandaise vor, aber nicht wegen meiner Großmutter...
Sarah Rudolph schrieb am 23.04.2011 um 18:30
Liebe Calvani,

nur falls es nutzt: ich mache jetzt Hefezopf. Mit meinem Sohn. Dass es blos nichts anderes sein darf zum Osterkaffee, das ist der Urgroßvater schuld.Der hat den mit mir gebacken, da war ich noch kleiner, als das Minimonster jetzt.

Zu der heute Mittag in der Hektik geronnenen Hollondaise äußere ich mich lieber ein andermal, wenn mein Stolz wiederhergestellt ist. Geronnen. Und das mir! Autsch.

Liebe Grüße
leelah
Calvani schrieb am 24.04.2011 um 16:17
Liebe leelah,

backender Großvater zu Ostern - das ist ein erster Schritt in Richtung Männerküche, klingt aber nach einem (Oster-)Sonntagsbäcker, also doch nur dann in der Küche stehen, wenn's grad' passt? - Nix gegen Ihren Großvater!

Von misslungenen Saucen kann ich leider mehr als ein Liedchen singen, da sind Sie nicht allein!

Trotzdem oder gerade deshalb: Frohe Ostern!

LG
Calvani
Sarah Rudolph schrieb am 25.04.2011 um 13:05
Nein, liebe Calvani,

von einem Sonn- oder Festtags-Bäcker war mein Opa weit entfernt. Er war nicht nur - neben noch gefühlten 3 anderen Lehrberufen Konditor, sondern dass auch noch von Herzen. Er hat sich also nicht nur in die Küche gestellt, um einmal in ein paar Wochen was ganz Besonderes zu machen, bzw zu zeigen, was er da Tolles kann. Nein, er hat das geliebt und mit soviel Selbstverständlichkeit und Liebe gemacht, dass mir schon der Gedanke, für einen Hefeteig einfach alle Zutaten in die Küchenmaschine zu werfen, die Tränen in die Augen treibt. das war auch einfach ... normal. Und er hat es so weitergegeben, dass sein Sohn, mein Onkel, seine eigene Hochzeitstorte (!), einen göttlichen, dreistöckigen Buttercremetraum, selber gebacken hat.

Puh, Familienehre gerettet ;).
...und as mit den misslungenen Soßen beruhigt mich natürlich ungemein!

Ich wünsche noch einen wunderschönen Osterrest!

Liebe Grüße
leelah
Sarah Rudolph schrieb am 25.04.2011 um 13:07
...und dieses eine s da im zweiten Satz sammele ich wieder ein und spende dem Letzten dafür noch ein d.
Calvani schrieb am 25.04.2011 um 13:31
Liebe leelah,

um Himmels Willen! Ihre Familienehre war und ist hier sicher nicht in Gefahr!
Ich will nur wissen, wie Jörn Kabisch es im Alltag mit der Kochmütze so hält.

Und gestern ist mir nicht nur die Sauce misslungen - zu viel geriebener Käse, sondern wie ich unten schon schrieb, auch noch der Rosenkohl angebrannt. Alles das Bloggen schuld...dabei ist Bloggen doch eine typische Männerdomäne, oder?

LG
Calvani
Sarah Rudolph schrieb am 25.04.2011 um 14:23
Liebe Calvani, das mit der Familienehre war - das solle dieses Smilieding andeuten - naürlich ein Scherz.
Ich werde gleich einen Haufen Spina die Pfanne werfen, der darf auf keinen Fall anbrennen! Aber das - auch wegen des Bloggens, nein wegend es Kommetierens - ist mir erst vor kurzem mit dem Kohlrabi passiert. Und das schlimme ist: ich hatte vorher schon probiert und nicht nur das Gemüse auch die Sauce war wirklich lecker. Leider blieb nicht allzuviel verwendbares übrig. Dabei war ich so sicher, die Herdplatte ausgeschaltet zu haben. Das mit der Männedomäne bloggen hab ich jetzt aber überlesen ;).

LG
leeelah
Manrodyl schrieb am 25.04.2011 um 19:41
Sosse Hollandaise? Igitt igitt.
Wer will mir da den Geschmack verderben?
Der Holsteiner Spargel, noch n bisschen bissfest gekocht,
entweder dazu Kräterbutter oder leicht gesalzene.
Neue Kartoffeln,leicht mit frischer Petersilie bestreut.
Dazu entweder gebratene Schweinelendchen,oder ein nicht zu magerer Hosteiner geräucherter Katenschinken.
Dazu n schönes Flensburger Pils,aus der Flasche mit dem neuem Plopgeräusch. Herz was willst du mehr??
TheRuss schrieb am 26.04.2011 um 16:00
Jever Pils.
lisi stein schrieb am 28.04.2011 um 19:00
... und genau in dieser Sendung wird nur gekocht ohne Gequatsche - empfehlenswert.

tv.orf.at/program/orf1/20110421/545575701/314380/
chrislow schrieb am 23.04.2011 um 20:31
Semmelmehl, grob und in der Pfanne gebräunt... und dazu Butter hinein...

Bei Hollondaise lockt mich wenig.
GeroSteiner schrieb am 24.04.2011 um 16:42
Das mit der Hollandaise wird überbewertet - aber Spargel "mit" schmeckt einfach besser. Da geht der Riss sogar mitten durch die fünfköpfige Familie...

Die wahre und wirkliche Hollandaise wird auch nicht mit 3 sondern mit 4 Eigelben, einem Hauch Salz, einer Ahnung Zucker, 3 Esslöffel Weißwein, Geduld, einem guten Rührgerät, viel untergeschlagener Luft - und nicht flüssiger, sondern in Flocken zugesetzter Butter (175 Gramm), die bitteschön erst dann Flocke um Flocke zugesetzt wird, wenn das Eigelb mit den zu einer dicklichen blassgelben Masse mit vier-fünffachem Volumen gerührt wurde. Schön langsam. Das Abschmecken mit dem Zitronensaft einer frisch aufgeschnittenen Zitrone rundet das Ergebnis ab. Die Hollandaise wird nicht wärmer als 50°C, da das Eigelb schon bei 42°C gerinnt.

Das Ergebnis ist mit dem käuflichen Tetrapack-Futter nicht vergleichbar, und diese Kombination mit Spargel bleibt unerreicht.
Calvani schrieb am 24.04.2011 um 16:58
Lieber GeroSteiner,

d'accord, d'accord - bis auf die Temperatur:

"Die Hollandaise wird nicht wärmer als 50°C, da das Eigelb schon bei 42°C gerinnt."

Dann gerinnt das Eigelb eben doch, oder?
dame.von.welt schrieb am 24.04.2011 um 17:04
Lieber Gero, war's nicht das Eiweiß, das bei 42°C gerinnt? Weswegen Fieber in solcher Höhe keine so gute Idee ist? Eigelb kann m.M.n. ein bißchen mehr Temperatur ab, bloß kochen darf es auf gar keinen Fall.
dame.von.welt schrieb am 24.04.2011 um 17:14
Die Antwort ist in diesem Fall mal nicht 42, sondern 60°C für's Eiweiß und 68°C für's Eigelb.
wissenschaft.marcus-haas.de/sonstiges/kochen.html
KalleWirsch schrieb am 24.04.2011 um 17:19
42 ist doch auch schon der Sinn des Lebens.

Und Spargel schmeckt am besten auf Rauke, unter gehobeltem Pecorino und in einer Balsamico/Öl/Honig Vinedingsbums.
Calvani schrieb am 24.04.2011 um 17:31
@ KalleWirsch

Ich widerspreche entschieden!

Wenn die Frage lautet Butter oder Hollandaise, nehme ich die Hollandaise.

Da meinen Geschmacksnerven aber feuilletonistisches Getue völlig egal ist, esse ich Spargel am liebsten mit der guten alten Mehlschwitze, mit Meersalz, süßer Sahne und Muskat abgeschmeckt...mhm!

So, und weil ich hier wieder blogge, statt am Herd zu stehen, ist mein Rosenkohl gerade rabenschwarz angebrannt. Na toll!
GeroSteiner schrieb am 24.04.2011 um 22:26
@dame.von.welt
"war's nicht das Eiweiß, das bei 42°C gerinnt?"
Ja, Mist, erwischt!
:-)

Natürlich gerinnt ab 42°C Eiweiß - aber das Eigelb besteht zum größeren Teil ja aus Eiweiß oder eher aus Proteinen als das Eiklar oder Eiweiß... Die vorsichtige Denaturierung durch langsames Erwärmen des Eigelbs führt zu dieser leichten Verfestigung der Masse, die das Einrühren der Butter und das Emulgieren des Butterfettes mit Hilfe des Cholesterins aus dem Eigelb erleichtert. Durch das Cholesterin im Eigelb kann es eine etwas höhere Temperatur als 42°C ab, aber Eiklar gerinnt tatsächlich ziemlich genau bei 42°C.

Wenn ich bedenke, dass ich die Hollandaise mit dem Finger statt mit Hilfe eines Löffels abgeschmeckt habe... dann war die Temperatur sogar noch unter 50°C. Aber geschmeckt hat sie - phantastisch...
TheRuss schrieb am 26.04.2011 um 16:02
Dies kann man nur lesen, wenn man satt ist mit Sauce Hollandaise oder Butter... Seitenlang über so leckere Sachen zu schreiben, gehört verboten.
Jörn Kabisch schrieb am 08.05.2011 um 18:28
Lieber GeroSteiner,
ich habe gestern abend die Hollandaise nach Ihrem Verfahren zubereitet, also die Butter in Flocken hinzugesetzt. Funktioniert einwandfrei, sogar wenn man mit der Hand schlägt. Danke für den Tipp.
Ihr JK
GeroSteiner schrieb am 09.05.2011 um 00:08
:-)
Gern geschehen.
dame.von.welt schrieb am 24.04.2011 um 17:01
Entweder Butter oder Hollandaise?
Och nö, ich mag viel lieber Aioli* zu Spargel. Auch lieber gar keinen Schinken, sondern entweder nur neue kleine Pellkartoffeln oder noch ein paar Gambas oder ein bißchen gebratenen Fisch dazu. Die Stangen müssen für mich auch nicht weiß, sondern lieber grün sein, was nicht nur daran liegt, daß ich zum Schälen zu faul bin, ich mag grünen Spargel einfach lieber.

Das kommt ein bißchen auch vom oft gesammelten wilden Spargel in Spanien, der im Winter nach jedem Regenschauer sprießt und bei dem man in Konkurrenz zu den Ziegen tritt, die ihn auch sehr lecker finden. Das Gewächs dazu sieht eher aus (und fühlt sich auch so an) wie eine wehrhafte Konifere als wie das hiesige puschelige Spargelkraut. Bei genauer Betrachtung sieht man aber, daß es nur viel gröber ist img.fotocommunity.com/photos/8770743.jpg . Der Spargel selbst wächst oberirdisch als Trieb aus der Pflanze, ist allerhöchstens bleistiftdick, schmeckt ein bißchen bitter, nussig, grün und wild - sehr gut als Salat oder gebraten.

*Eigelbe und ein bißchen Senf verrühren, in dünnem Strahl gutes Olivenöl einrühren (dazu ist hilfreich so ein Gastro-Dings für Schnapsflaschen), bis die Masse sich vom Gefäß zu lösen beginnt. Mit Salz zerquetschter Knoblauch, ein bißchen frisch gemahlener schwarzer Pfeffer und eine Prise Zucker dazu - gut zu Spargel/Fisch finde ich auch abgeriebene Zitronenschale.

Vorher gibt's die Essenz des Kochwassers vom letzten Festmahl (in dem die Spargelabschnitte und -schalen ausgekocht und das danach auf eine Minimenge reduziert wurde), mit eiskalten Butterwürfeln aufgeschäumt und danach Erdbeeren bis zum Abwinken...
Ehemaliger Nutzer schrieb am 24.04.2011 um 17:40
Naja, also versucht hab ich's zwar, das mit dem heissen Wasser, den Eiern darüber zerrühren und so. Als dann die Butter dazu kam war alles ein einziger Matsch...
Ist schon schwer genug einen guten zarten geräucherten Schinken zu organisieren der nicht zu salzig ist. Also mit etwas Butter und frischer Petersilie ging's dann auch.
weinsztein schrieb am 25.04.2011 um 04:06
Lieber Jörn Kabisch,
sehr geehrte Laiinnen und Laien,

wer Spargel kocht, frevelt. Egal, ob er die Stangen später in Butter oder in einer Hollandaise ertränkt. Gekochter Spargel würzt das Wasser mit Mineralien und Vitaminen und raubt ihm jene Aromen, die Louis den 14. veranlassten, der erotisierenden Düfte wegen seinen Maitressen den Genuss von Spargel zu verordnen, statt wie bis dahin zu Hofe üblich eine kleine Gabe von Terpentin.
Vermeiden Sie unbedingt Terpentin, verehrte Damen. Mein Rat an Sie alle:

GEBRATENER SPARGEL MIT ZITRONENSAHNE
500 g Spargel schälen, die Enden entfernen (zwei, drei Stangen vom Spargel zurück halten), die Stangen schräg in ca. ein Zentimeter lange Stücke schneiden, mit einem Teelöffel Zucker in ein wenig gutem Öl drei Minuten anbraten, mit Salz, weißem Pfeffer und dem Saft einer halben Bio-Zitrone würzen. Mit einem Becher Sahne ablöschen. Weitere fünf Minuten sanft köcheln lassen (Bissprobe).
Ein Medaillon vom Schweinefilet passt sehr gut dazu, muss aber nicht sein.
.

SPARGELCREMESUPPE
Die abgeschnittenen Spargelenden und die Schalen in 1/2 Liter Wasser 20 Minuten kochen, zusammen mit der Schale obiger Bio-Zitrone, Salz und weißem Pfeffer. Diesen Sud durch ein feines Sieb passieren, den Saft einer Orange hinzu fügen. Aufkochen und die fein geschnibbelten Spargelstangen dazu geben. Unterdessen einen Becher Sahne mit einem Eigelb und wenig Speisestärke verquirlen. Nach Geschmack mit wenig Muskat verfeinern. Topf vom Herd ziehen und die Sahne-Ei-Mischung reinrühren.
Anrichten!
Calvani schrieb am 25.04.2011 um 04:31
@ weinsztein

Ich bin Spargel-Koch-Amateurin und das werde ich wohl auch bleiben. Aber erzählen Sie doch noch ein bisschen von den erotisierenden Düften! Wieviel Spargel muss ich wie zubereitet zu mir nehmen, damit ich den gewünschten Effekt erzielen kann?
weinsztein schrieb am 26.04.2011 um 00:10
Sehr geehrte Frau Calvani,

als Spargelköchin sollten Sie sich unbedingt weiterbilden, es lohnt sehr, denn Spargel ist so köstlich wie gesund.

Ihre Nachfrage zu erotisierenden Spargeldüften bringt mich ein wenig in Verlegenheit, weil ich ein schüchterner Mensch bin und nicht Louis XIV, dessen spezielles Aphrodisiakum qua Spargel nicht vollends teile. Ihm ging es um den Duft des Urins seiner Damen, der bekanntlich das gesamte Milieu des Ausscheidens aromatisiert.
Stellen Sie sich nun bitte kurz die Hygienebedingungen um das Jahr 1700 vor, da war Louis bereits 62. Er soll furchtbar gerochen haben aus allen Leibesöffnungen, vermutlich auch die Menschen in seiner Ümgebung.
Es war die erste hohe Zeit der Parfumeure, die Körperdüfte camouflierten, auch den der Damen an bestimmter Stelle. Das herkömmliches Mittel war Terpentin, das sich mit seinem Duft sehr stark durchsetzt. Ich befürchte, dass dessen Genuss nicht sehr gesund ist.
Irgendwann kam Spargel an den Hof Louis' XIV, den der Regent gleich zu schätzen wusste, auch weil er sehr rasch merkte, dass Aromen verdauten Spargels sich ähnlich intensiv im Pipi mitteilen wie das herkömmliche Terpentin, aber viel köstlicher waren.

Endlich zu Ihrer Frage: damit Sie die erhofften Effekte bei Ihrem Louis erzielen, sollten Sie etwa 500 Gramm Spargel verzehren - und dann hoffen.

Ergoogelt speziell für Sie habe ich die Anwendung von Spargel in der Naturheilkunde:

Blasen- und Nierenbeschwerden
Blutreinigung
Entwässerung und Entsäuerung
Erhöhung der Wasserausscheidung
Förderung der Blutbildung
Gedächtnisschwäche
Gelbsucht
Gicht
Leber- und Milzleiden
Herzklopfen
Nierenentzündung
Rheuma
Sehschwäche
Stärkung der Abwehrkräfte
Verdauungsstörungen und Verstopfungen

Weiterhin galt der Spargel schon seit den alten Griechen als aphrodisierend, potenzsteigernd, empfängnisverhütend und außerdem sollte er die Monatsblutung von Frauen fördern...

Unter den zahlreich nachgewiesenen Aromastoffen dominieren Schwefel-haltige Verbindungen, z. B. 1,2-Dithiol und 1,2-Dithiolan-4-carbonsäuremethylester mit ausgesprochenem Spargelaroma. Mengenmäßig überwiegen der Ester sowie die zugehörige 1,2-Dithiolan-4-carbonsäure. Letztere heißt auch Asparagussäure. Daher kommt vielleicht die falsche Meinung in vielen populär-wissenschaftlichen Darstellungen, der Aromastoff des Spargels sei das Asparagin.

Der nach dem Verzehr von Spargel eintretende typische Geruch des Urins ist auf Abbauprodukte wie S-Methyl-thioacrylat sowie auf dessen Methanthiol-Additionsprodukt S-Methyl-3-(methylthio)thioproponiat zurückzuführen.

Spargel als Arzneimittel

Wie bei so vielen Kräutern und Gemüsesorten begann ihre Karriere oft als Heilmittel und wurde erst im Laufe der Zeit als Genussmittel in der Küche entdeckt. Manchmal überlebte so manches Kraut nach ihrem kulinarischen Niedergang auch nur durch seiner nachgesagten Heilwirkung in Klostergärten, um dann von Köchen oder Feinschmeckern wiederentdeckt zu werden. Ein gutes Beispiel dafür ist auch der Spargel.

Vermutlich schon von den Ägyptern, aber auf jeden Fall von den alten Griechen als Heilmittel geschätzt, wurde es von den Römern als schmackhaftes Gemüse begehrt. Nach dem Zerfall des Römischen Reiches vergessen und in den Klostergärten gehütet kam es spätestens Anfang des 17. Jahrhunderts wieder langsam in Mode.

Ernährungsphysiologisch ist Spargel auf jeden Fall aber auch nicht zu verachten. Er hat einen sehr niedrigen Energiegehalt, aber einen hohen Ballaststoffgehalt und Folsäuregehalt, sowie einen hohen Gehalt an Vitaminen wie Vitamin C, E, B1 und B2. Dazu kommen noch hohe Werte von Kalium, Kalzium, Kupfer, Magnesium, Eisen. Des Weiteren Asparaginsäure, Pantothensäure, ätherische Öle sowie weitere bioaktive Substanzen, die z. B. vor Krebs schützen sollen. Und ganz nebenbei, was aber niemand abschrecken sollte Spargel zu essen: Spargel enthält auch minimale Spuren von Arsen. Allerdings sollte nicht zu viel Spargel verspeist werden, wenn man an Nierensteinen leidet oder sich erhöhte Harnsäurewerte im Blut befinden. Spargel kann in diesem Fall die Krankheitssymptome verstärken. Ein Gespräch mit dem Hausarzt schafft hier Aufklärung.
Calvani schrieb am 28.04.2011 um 18:06
Lieber weinsztein,

...äh...Pipi? Ach so. Ich dachte mehr an Pheromone oder Ähnliches...

Schade!

Naja, trotzdem vielen Dank für die ausführliche Antwort!

Calvani
weinsztein schrieb am 29.04.2011 um 01:09
Liebe Calvani,

genau um Pheromone geht es. Zum Beispiel haben Experten für Besamungstechnik immer eine Dose mit Eberduft dabei, wenn sie einer Sau zu Nachwuchs verhelfen wollen.
Quelle: www.3sat.de/page/?source=/nano/bstuecke/96949/index.html
Bei Louis XIV. allerdings half kein Eberduft sondern eine Spur Terpentin im Urin seiner Mätressen. Bis der Spargel bei Hofe entdeckt wurde, der die Milieus verfeinerte.

Seien Sie also unverzagt, aber: Hände weg von Terpentin!
Aristipp schrieb am 26.04.2011 um 16:04
Seltsamme Alternative Vor allem aber irgendwie ein wenig fantasielos.
Spargel isst man am besten sowieso erstmal "grün", dann gebraten. Mit ein wenig Entenbrust vielleicht. Andere Fleischsorten wären allerdings auch verwendbar.
Wenn es dann schon der helle Spargel sein muss - Spargelgratin ist recht lecker, ein Ragou (mit Lachs und gründen Nudeln) ganz bestimmt nicht zu verachten. Als Nachspeise dann ein schöner Salat aus weißen und grünen Spargel mit Tomaten, italienisch abgeschmeckt, wäre auch nicht zu verachten.
Gerade beim Spargel lohnen sich Experimente eigentlich immer.
claudia schrieb am 27.04.2011 um 14:54
>>Standardargument dieser Schule ist übrigens, dass die Hollandaise den Spargelgeschmack überdecke,...<<
Da ist was dran.
aus der Zeit, als ich mir noch Spargel leisten konnte, erinnere ich, dass ich Spargel mit etwas Butter sehr lecker fand. Er steht dann im Mittelpunkt.
Andererseits: Wenn man dazu neue Kartoffeln hat (und die gehörten für mich dazu) dann werden die Kartoffeln mit Hollandaise zu einer wahren Delikatesse.
Der Kompromiss bestand darin, dass die Kartoffeln die Hauptmenge der Hollandaise abbekamen und der Spargel nur leicht von ihr benetzt wurde.

---
>>Gerade beim Spargel lohnen sich Experimente eigentlich immer.<<
Das ja. Aber Experimente lieber mit grünem Spargel...
Jörn Kabisch schrieb am 27.04.2011 um 16:36
Vielen Dank für die vielen Kommentare. Ich stelle eine größere Vorliebe für grünen Spargel fest, als ich erwartet habe. Erwartet habe ich nämlich gar keine.

Es ist aber mein liebster Spargel, man muss ihn nicht schälen und schlecht geschälter weißer Spargel ist, darüber wird hier wohl Einigkeit herrschen, eine ganz unappetitliche Sache.

Mein Alltagsrezept ist

Spargel-Panzanella (4 Personen)

- 500 gr grünen Spargel, die Enden abgebrochen, schräg in dünne Scheiben geschnitten (wie von weinsztein beschrieben, nur dünner)
- Pesto oder frischer Basilikum,
- gehobelter Parmesan,
- etwas Gemüse- oder Hühner-Brühe,
- altbackenes Weißbrot (in Würfeln) oder Brotchips aus dem Supermarkt
Senf, Essig, Öl, Salz, Pfeffer

1. Aus Senf, Essig, Öl, Salz, Pfeffer und gegebenenfalls Pesto eine Vinaigrette herstellen, mit der Brühe strecken (Bei 4 El Essig und Öl können noch einmal 4 EL Brühe dazu). Eine große Menge an Vinaigrette ist bei diesem Salat vonnöten, weil das Brot richtig durstig nach der Salatsauce ist.

2. Spargelscheiben mit etwas Zucker kurz anbraten, sie sollten noch etwas Biss haben, dann etwas abkühlen lassen.

3. Spargel, Brot, Parmesan vermengen, kurz vor dem Servieren mit der Vinaigrette vermengen (und gegebenfalls noch gerupftem frischen Basilikum)

Tipps: Wenn ich nur frisches Brot zur Hand habe, röste ich Croutons in der Pfanne trocken, goldbraun. Für eine edle Variante dieser Vorspeise streue ich außerdem noch etwas Zitronen- oder Limonenabrieb über den Salat. Der Abrieb von einer Zitrone reicht für die obigen Mengen.

Wer will, kann auch noch geviertelte Cherry-Tomaten dazugeben, Pinienkerne passen auch, wie ich einer Variante des Rezepts von Vincent Klink entnehme.

Schöne Grüße, JK
EnidanH schrieb am 27.04.2011 um 16:52
Das weibliche Pendant zu Spargeltarzan ist übrigens die Bohnenstange, kam mir gerade in den Sinn.
Rene Artois schrieb am 27.04.2011 um 21:05
Eine ganz eigene Antwort auf die Frage "Butter oder Hollandaise" gibt dieses Rezept aus Frankreich: "Weder noch, sondern – Spargelcreme!"
"Asperges à la crème d'asperge gratinée
Ingrédients (pour 4 personnes) :
- 1,2 kg d'asperges blanches
- 1 échalote
- 20 cl de vin blanc d'alsace du style sylvaner ou pinot blanc
- 15 cl de crème liquide
- 2 cuillères à soupe d'huile d'olive
- 60 g de fromage râpé
- curry, sel, poivre

Préparation :

Peler consciencieusement les asperges, les faire cuire dans de l'eau bouillante salée de 10 à 20 minutes selon leur grosseur.

Pendant ce temps, émincer finement l'échalote, la faire revenir quelques minutes dans 1 cuillère à soupe d'huile d'olive, rajouter le vin blanc et laisser sur le feu jusqu'à évaporation complète du liquide.

Les asperges cuites, les égoutter et prelever un quart de la queue de chacune. Mixer ces bouts d'asperges avec la crème fraiche, le sel, le poivre, 1 cuillère à soupe d'huile d'olivre et du curry à votre convenance, jusqu'à obtenir un velouté onctueux.

Dans un plat allant au four, disposer les asperges (amputées de leur base). Verser dessus la crème d'asperge et saupoudrer de fromage râpé.

Passer 2 minutes sous le grill assez chaud (220°C) pour faire gratiner le plat."

(von www.marmiton.org – tolle Website!)
Rene Artois schrieb am 27.04.2011 um 21:09
Im übrigen erinnern wir uns zur Spargelsaison immer gern an die Zeit, da wir – es war Ende der 1970er Jahre – nahe Erlangen aus dem Küchenfenster sowohl auf ein Erdbeer- als auch auf ein Spargelfeld des benachbarten Bauern blickten: Der Spargel frisch vom Feld, so gegen 5.00 Uhr morgens zu einem Spottpreis geholt, hatte gar keine Chance auf eine irgendwie geartete kulinarische Behandlung. Er duftete und schmeckte so himmlisch, daß er zumeist komplett und auf der Stelle so wie er war verschmaust wurde ...
weinsztein schrieb am 28.04.2011 um 03:16
Frittierter Spargel mit asiatischen Aromen
Sesam-Eiern und Kreuzkümmelkartoffeln

1.) 1,5 kg weißer Spargel, Salz, 2 TL Zucker, Schale von 1 Limette oder Zitrone, 500 ml Wasser oder hauseigener Gemüsefond, 10 bis 20 Petersilien- oder Korianderstängel, etwas Schale von der Ingwerknolle.

Spargelstangen schälen, die holzigen Enden abbrechen. Wasser oder Gemüsefond mit Salz, Zucker, Limetten- und Ingwerschale und den Stängeln aufkochen. Darin den Spargel je nach Dicke der Stangen 7 bis 10 Minuten kochen. Dann den Spargel entnehmen und abtropfen lassen (etwa auf Küchenkrepp).

2.) 3 Eigelb, 1 TL Senf, Saft von 1 Limette oder Zitrone, 250 ml ÖL (nicht von der Olive, eher neutrales ÖL), 4 EL fein geschnittene glatte Petersilie oder frischer Koriander, 2 sehr fein gewürfelte Knoblauchzehen, 1 cm geschälte Ingwerknolle (sehr fein gerieben), Salz, weißer Pfeffer, 2 EL helle Sojasauce.

Eigelbe mit Limettensaft, Senf, Pfeffer und Salz in eine Schüssel geben mit per Schneebesen gut verrühren. In dünnem Strahl das Öl einschlagen, es entsteht eine gute Mayonnaise, die nach ihrer Ersteifung mit den restlichen Zutaten auf quasi asiatische Weise verfeinert wird. Kühlstellen.

3.) 100 g Mehl, 2 Eier und ½ Becher Sahne, frische Weißbrotbrösel (evtl. selbst gemacht, bzw. fein gerieben). Außerdem 1 Liter Öl, vorerhitzt in einem Topf oder in der Fritteuse, auf 150 Grad.

Nun brauchen Sie drei tiefe Teller. In einen geben Sie das Mehl, im nächsten verquirlen Sie Ei mit Sahne, in den dritten Teller kommen die Weißbrotbrösel.

Jede vorgegarte Spargelstange wälzen sie in dieser Reihenfolge durch Mehl, Eier/Sahne und die Brösel.
Diese Stangen portionsweise im heißen Öl 3 bis 5 Minuten frittieren, bis sie gülden sind.

4.)
Auf den Tellern dekorieren mit Petersilien– und/oder Korianderblättchen und hauchdünnen Scheiben einer frischen Chilischote. Die Mayonnaise separat in Schälchen dazu reichen.

5.) Ergänzungen: kleine junge Pellkartoffeln kurz in Butter braten, gewürzt mit wenig Kreuzkümmel (oder herkömmlichem Kümmel) und Chili-Flocken (türkischer Laden: Pul Biber) und am Ende mit etwas Salz. Außerdem pro Portion 1 weichgekochtes Ei vorsichtig schälen, mit Butter bestreichen und durch helle Sesamkörnchen wälzen. Kurz in einer Pfanne mit Butter sanft schwenkend erwärmen.

Diesem Rezept liegen einige Ideen der Spitzenköche Dirk Brendel und Johann Lafer zugrunde, außerdem Anregungen von mir.
weinsztein schrieb am 28.04.2011 um 03:29
Leider vergaß ich oben zu erwähnen, dass nicht nur die Ideen zweier Spitzenköche mich zu diesem Rezept inspirierten sondern auch eine Spitzenköchin: Dame.von.Welt. Sie möge mir verzeihen.

Das Rezept habe ich für vier Personen kalkuliert.

Als Dessert empfehle ich Dames Erdbeeren, kombiniert mit einem Rhabarberkompott und Schlagsahne.
Karl Kraus schrieb am 29.04.2011 um 11:52
weinsztein schrieb am 25.04.2011 um 04:06:
"wer Spargel kocht, frevelt."

weinsztein schrieb am 28.04.2011 um 03:16:
"Darin den Spargel je nach Dicke der Stangen 7 bis 10 Minuten kochen."

Ist weinsztein ein Frevler?
weinsztein schrieb am 30.04.2011 um 01:45
Diese Frage beantwortet sich doch ganz von selbst, oder?
luggi schrieb am 29.04.2011 um 20:35
Quatsch, spargel soll man mit Fingern essen.
So, und jetzt ein Tipp für alle Feinköstler. Man suche irgendein verlassenes Spargelbeet zu der Zeit auf, wenn der Asparagus die Erdoberfläche durchstößt. Mit einer Länge von gut 10 cm ist er dann in der besten Situation abgebrochen und roh verspeist zu werden ... kein Aufwand und keine geistige Verschwendung von Gedanken zu Soßen und Gesums ist notwendig ... einfach köstlich.

Natur ist fein und braucht nicht verfeinert werden.
Rene Artois schrieb am 29.04.2011 um 22:51
Da haben Sie vollkommen recht (siehe oben!).
weinsztein schrieb am 30.04.2011 um 01:49
Danke luggi,

werde ich probieren.
weinsztein schrieb am 30.04.2011 um 01:53
Andererseits, lieber Luggi, und nicht, dass ich Dich ärgern wollte: aber Gänseleber ist von ihrer Natur her sehr fein, aber mit ein paar drüber gehobelten Scheibchen Trüffel schmeckt sie manchem noch viel feiner.
opalkatze schrieb am 08.05.2011 um 12:24
Ich nehme gerne Süßrahmbutter (nicht nur für Spargel).


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