Alltag

Eisenbahn | 27.11.2011 07:00 | Mikael Krogerus

Wie magistral ist das denn?

Bekommt Stuttgart einen neuen Bahnhof, verkürzt sich die Reise nach Bratislava um 128 Minuten. Dann fahren wir doch mal los

Es geht gleich gut los. Der Zug von Stuttgart nach München hat acht Minuten Verspätung. Das ist viel, wenn man bedenkt, dass er erst vor 40 Minuten in Karlsruhe eingesetzt wurde. Es ist sehr viel, wenn man einen Anschlusszug erreichen muss und nur 13 Minuten Zeit zum Umsteigen hat. Wenn das so weitergeht, wird die Reise nach Bratislava drei Tage dauern.

Stuttgart ­– Bratislava ist die Kernstrecke der „Magistrale für Europa“, jener visionären Eisenbahnidee, eine Hochgeschwindigkeitstrasse quer durch Europa von Westen nach Osten zu legen. Von Paris bis in die Slowakei und nach Ungarn. Stuttgart – Bratislava, das sind heute noch acht Stunden und 39 Minuten Fahrzeit. Drei Mal umsteigen. Die Strecke soll 2020, wenn der Stuttgarter Bahnhof tiefer gelegt und um 90 Grad gedreht wurde, die Bahnstrecken in Bayern um- und in Österreich ausgebaut sind und wenn man die Umsteigezeiten wegrechnet, 128 Minuten schneller sein. Die Magistrale ist eines der ehrgeizigsten Transportvorhaben der EU.

Aber all das kann auch scheitern, wenn am kommenden Sonntag in Baden-Württemberg über Stuttgart 21 abgestimmt wird. All das kann scheitern, wenn die Baden-Württemberger das Projekt ablehnen.

Stuttgart 21. Was war das nochmal? Die Kurzversion: Viele Stuttgarter wollen nicht, dass ihre Stadt einen der modernsten Bahnhöfe der Welt bekommt. Sie wollen, dass alles so bleibt wie bisher. Der Bau würde wohl ungefähr sieben Milliarden Euro oder so kosten. Die könne man, so die Gegner, anders besser einsetzen. Nach einem hochpolitischen Stress- und Wahljahr 2011 einigte man sich auf eine Volksabstimmung. Wenn nun am Sonntag mindestens ein Drittel der 7,5 Millionen Stimmberechtigten des Landes Baden-Württemberg für das S 21-Kündigungsgesetz stimmen, dann kippt die grün-rote Landesregierung den Bau. Das wäre ein Novum. Das wäre eine Sensation. Das ist nicht: unmöglich. Es ist also angezeigt, die Strecke, um die sich alles dreht, mal abzufahren.

Mit inzwischen 13-minütiger Verspätung rollt der IC 2261 aus dem Stuttgarter Hauptbahnhof. Rechter Hand sieht man durch das Zugfenster die Protestler, die ihre Zeltlager strategisch um die schützenswerten Bäume des Schlossparks aufgebaut haben und nun, eine Woche vor der Abstimmung, zu Hochform auflaufen. Es gilt als unrealistisch, dass ein Drittel der Bevölkerung dem Kündigungsgesetz zustimmen wird. Vieles deutet darauf hin, dass es auf die demokratisch absurde Situation hinauslaufen wird, dass eine Mehrheit den Bau stoppen will, aber diese Mehrheit weniger ist als ein Drittel der Bevölkerung.

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Bahnfahren als Stresstest

Eines der Hauptargumente der Befürworter: das steigende Passagieraufkommen in der Region erfordert einen Neubau. Der Großraumwagen an diesem Mittwochvormittag: zur Hälfte gefüllt. Eine kleine Umfrage unter den 47 Passagieren ergibt: 28 sind für JA, also für das S 21-Kündigungsgesetz, also gegen den Bau (wobei ein junger Mann, Typ Jura-Student, kichernd darauf hinweist, dass viele aufgrund der komplizierten Vorlage-Formulierung wahrscheinlich NEIN stimmen werden, in dem Glauben, sie hätten gegen Stuttgart 21 votiert). 13 sind dagegen. Drei sind unentschlossen, zwei sind Touristen aus Korea, einer will sich nicht äußern.

Die Stuttgart-21-Befürworter im Zug sind mehrheitlich Pendler. Ihre Haltung ist pragmatisch. Das ganze Projekt sei natürlich der Wahnsinn, aber die neue Trasse nach Ulm soll 26 Minuten bringen. Das würde heißen, man ist 26 Minuten früher zu Hause. Der Jurastudent hakt sofort ein: Noch Mitte der 1990er seien die Züge nach Ulm 18 Minuten schneller gewesen als heute, weil die Gleise in besserem Zustand waren. Hätte man nicht mit dem Geld die alten Gleise reparieren und … ein Hagel an Argumenten prasselt auf ihn nieder. Die beiden Lager, das ist sofort klar, führen solche Diskussionen nicht zum ersten Mal.

Einer der beiden Koreaner, der dem Streit offensichtlich gelauscht hatte, fragt plötzlich auf Englisch, um was es gehe. Ein Pendler erklärt ihm kurz das Projekt und sagt dann, Stuttgart 21 sei „the birth of the Rage-Bürger!“ Der Koreaner versteht nicht. „The biggest political movement since the war“, lehnt sich der Jura-Student etwas aus dem Fenster, „one of the protesters was bleeding from the eyes, police violence!“ Der Koreaner immer noch ungläubig: „Just because of a train station?“ Wir im Chor: „Yes!“

Ulm erreichen wir mit 14-minütiger Verspätung. Die Türen öffnen sich, Passagiere drängen raus, neue kommen rein, ein bisschen Stau, ein wenig Unklarheit wegen fehlender Reservierungen. Von draußen weht kalte Luft herein, aber auf der Stirn bilden sich Schweißperlen, wegen der 13 Minuten Umsteigezeit in München droht der ganze Magistrale-Trip zu scheitern.

Bahnfahren in Deutschland ist sowieso schon eine Zumutung, mit Umsteigen ist es ein Stresstest. Ständig muss man mit außerplanmäßigen Verspätungen rechnen, überlegt, hadert, nervt den Schaffner, lauscht den Ansagen. Ulm ­– Augsburg dauert heute rund 40 Minuten, in Zukunft wird das in 28 gehen. Augsburg ­– München in 18 statt 37. Das ist alles egal. Die Stuttgart-21-Vision wirkt jetzt gerade lächerlich. Als ob es darum ginge, Fahrtzeiten zu verkürzen. Es wäre dem Bahnfahrer schon viel geholfen, wenn die vorhandenen Fahrpläne pünktlich eingehalten würden. Eine ältere Frau schräg gegenüber, Typ BahnCard-100-Besitzerin, hat alles schon gesehen und den guten Tipp, sich in den vordersten Waggon zu setzen; München sei ein Kopfbahnhof, so wäre man schneller draußen und am nächsten Gleis. Sie würde gegen den Bau stimmen. Warum? „Ab einem gewissen Alter ist man gegen alles Neue“.

Kurz vor München versinkt die Welt im Nebel. Schlagartig verstummen alle Gespräche, sogar das hässliche Baby, das seit Ulm unaufhörlich geschrien hat, beruhigt sich. Zugfahren, schrieb die britische Schriftstellerin Lisa Saint Aubin de Terán, verquicke die widersprüchlichen Empfindungen von Erregung und Besänftigung. Das sei funktional und sinnlich zugleich. Sobald sie an Zugfahren denke, erinnere sie sich an ein beruhigendes Schlaflied, das Wiegen, Wispern, Schaukeln, und schon beginne der Blick sich besinnend nach innen und beobachtend nach außen zu richten.

Sie muss in einem anderen Jahrhundert gelebt haben. In einer Zeit, als Reisen noch cool war. Als man nicht umsteigen musste. Als man noch den Orient-Express nahm, um nach Budapest zu gelangen, als man im „Bordbistro“ noch von livrierten Kellern bedient wurde und als Verspätungen nicht „vorausfahrenden Zügen“ geschuldet waren, sondern Zugüberfällen. Kurz: eine Zeit, als der Weg das Ziel war. Heute ist das Eisenbahnfahren ein trostloses Gewerbe.

Plötzlich sind wir in München. Wie durch ein Wunder hat der Zug die Verspätung aufgeholt, der Schaffner grinst zufrieden, die wenigen Passagiere stolpern auf den Perron.

Umsteigen in den Rail Jet 69 der Österreichischen Bundesbahn, kurz ÖBB. Dieser neue „Premium-Zug“ ist ebenfalls Teil der Magistrale-Offensive. Die unverstellbaren Sitzlehnen im 90-Grad-Winkel laden nicht zum Verweilen ein, es könnten also protestantische fünf Stunden bis Wien werden. Der Zug: gähnend leer. Leerer noch als auf der Strecke von Stuttgart nach München. An einem Mittwoch! Für wen ist die Magistrale eigentlich da?

Im Abteil sitzen ein offensichtlich stressgeplagter deutscher Geschäftsmann und eine ältere Frau mit schönen Falten um die Augen, die sich wie Fächer spannen, wenn sie lächelt. Sie trägt eine frivole Brille und liest Jack Kerouac auf Französisch („Sur la route“). Ab und zu schaut sie auf und lächelt. In Salzburg verlässt die Dame den Zug, es waren die kürzesten anderthalb Stunden der Weltgeschichte. Bald wird der Zug für die Strecke nur noch 60 Minuten brauchen. Man sollte sie verbieten! Die Strecke verlängern! Verlangsamen!

Die nächsten vier Stunden passiert: nichts. Der Zug ist leer, der Schaffner hat keine Lust, über die Magistrale zu reden, und eine ältere Frau fragt: „Ja, haben die Stuttgarter denn keinen Bahnhof?“

Man hat viel Zeit zum Nachdenken. Über den Unsinn des Reisens. Über sich. Über Stuttgart 21. Der Plan stammt aus den 1980ern. Ursprünglich war es eine fixe Immobilienidee: wenn man Bahnhof und Gleise unter die Erde verlegt, erhält man prima Bauland in bester Lage, das man teuer verhökern kann. Die Konzeption war etwas ungenau (der Bahnhof sollte unter der Erde nur noch acht Gleise besitzen statt, wie bisher, 17), der Finanzplan war kurzsichtig wie eine alte Frau. Trotzdem sagten alle ja: Stadt, Land, Flughafen, Deutsche Bahn, EU. Das Projekt ging durch alle Gremien. Überlebte alle Einspruch-Fristen. Und dann kam der Wutbürger.

Viel Zeit zum Nachdenken

Inzwischen weiß man: den „Wutbürgern“ ging es nicht, oder nicht nur, um den Bahnhof. Sie waren wütend auf die Landesregierung, auf die Bahn, auf sich selbst. Und plötzlich hatten sie das Gefühl: Es geht noch was. Ordnung hat nur so lange Bestand, bis jemand sie ändert. Es war eine Art politisches Erwachen, wie man es in Deutschland lange nicht erlebt hatte. Aber hätten sie sich nicht für etwas anderes als einen alten Schlosspark einsetzen können? Gegen etwas anderes kämpfen können? Soziale Ungerechtigkeit? Rassismus? Sexismus?

Die Gedanken schweifen ab. Der Rhythmus des Zuges beruhigt den Strom der Bilder im Kopf. Hinter Linz ein Anflug von Langeweile. Man will rausschauen, aber draußen ist es dunkel. Das eigene Gesicht spiegelt sich im Fenster. Was 90 Minuten im Yoga-Sitz nie leisten konnten, schafft vierstündiges Verharren im ÖBB-Sessel: Die Hektik vom Morgen in Stuttgart ist fern wie ein anderes Leben. Keine Frage mehr nach dem Wohin, dem Warum, dem Wieso-immer-ich? Es wird recht ruhig und überschaubar im Kopf. Man erlebt nichts, metaphorisch und in echt: Es gibt kein Internet, kein Fernsehen, keine Menschen, mit denen man sprechen will oder muss. Aber auch kein Film rollt vor dem inneren Auge, kein Selbst begegnet einem. Und doch mochte man, als der Zug pünktlich auf die Minute in Wien einrollte, am liebsten gar nicht aufstehen, sondern ewig weiterfahren.

In Wien ist man fast am Ziel. Zuerst aber muss man die U3 bis zur Endhaltestelle Simmering nehmen. U-Bahn? Wie magistral ist das denn? Die 38 Minuten, die wir zukünftig auf der Strecke zwischen München und Wien einsparen, verliert man beim Verlaufen im U-Bahn-Schacht. Aber Wien hat sein eigenes Stuttgart 21. Es heißt „Wien Hauptbahnhof“, soll 2015 fertig sein und kostet Milliarden. Dafür erhält die Stadt einen komplexen Durchgangsbahnhof, der architektonisch ungefähr in der gleichen Liga wie Stuttgart 21 spielt, aber ebenerdig ist. Wenn jemand Wutbürger braucht, dann Wien.

Auf dem Minibahnhof Simmering warten einige Dutzend Passagiere auf den Zug nach Bratislava. Es ist die letzte Etappe, sie wird 66 Minuten dauern, bald nur noch 35. Zum ersten Mal auf dieser Magistral-Tour ist ein Zug gerammelt voll. Und die Stimmung ausgelassen. Es sind vor allem Slowaken, die in Wien arbeiten und in der Slowakei leben. Zwischen den Ländern herrscht reger Waren- und Personenverkehr. Das Magistral-Projekt, so scheint es, wäre hier ein echter Gewinn. Jemand macht ein Bier auf, ein anderer bietet Slivovica an. Die letzte Etappe vergeht wie, nun ja, im Flug.

21.32 Uhr, Bratislava hlavná stanica. Endlich! Die Magistral-Reise endet pünktlich im ost-grauen, ziemlich dreckigen Hauptbahnhof von Bratislava. Der Ort besitzt eine Schönheit, die kein Reiseprospekt kennt. Das Bier im Bahnhofs-Buffet kostet 95 Cent. Wenn es die Möglichkeit gäbe, würde man lieber in Bratislava als in Stuttgart leben. Und man würde mit der Eisenbahn hinfahren.

 
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Artikelaktionen
Kommentare
A.L.Dreyfus schrieb am 27.11.2011 um 10:56
So, Herr Krogerus, da haben Sie ja was veranstaltet!
Meine Frage an Sie: Was war DAS denn?
Sollte das ein "atmosphärisch dichter" Reisebericht sein? Wo bleibt ihr Fazit? Wollten Sie tatsächlich die Güte der Strecke testen und ihre Meinung zur Eignung einer schnelleren Verbindung kundtun, oder wollten Sie (für mich wahrscheinlicher) einfach ein bißchen süffisant mitteilen, dass sie von diesem Projekt nichts halten, sich damit halt ein bißchen opportunistisch an die S21-Gegner anbiedern? Das wird wohl Ihr Geheimnis bleiben. Der Artikel ist ein einziger großer, dichter Nebel.
Wenn Sie aber ausnahmsweise Fakten erwähnen, scheitern Sie:

"Aber all das kann auch scheitern, wenn am kommenden Sonntag in Baden-Württemberg über Stuttgart 21 abgestimmt wird. All das kann scheitern, wenn die Baden-Württemberger das Projekt ablehnen."

Herr Krogerus: wenn Sie, wie hier deutlich wird, tatsächlich immer noch nicht verstanden haben, worüber wir Stuttgarter heute abstimmen, empfehle ich Ihnen, IRGENDEINEN Artikel in IRGENDEINEM Medium zu lesen, das sich diese Woche mit dem Thema befasst hat. Heute wird eben NICHT über einen Ausstieg abgestimmt, sondern darüber, ob das Land seine finanzielle Beteiligung aufrechterhält und eventuelle, noch nicht existierende Kündigungsrechte ausüben soll! Dass jemand, der scheinbar so wenig über das Thema weiß, hier im "Freitag" einen solchen Artikel hinschmieren darf, lasse ich hier jetzt unkommentiert und denke mir meinen Teil.
Mazbln schrieb am 27.11.2011 um 13:44
Ich habe zwar wahrscheinlich eine etwas andere Meinung als A.L.Dreyfus zum Projekt S21, bin aber genauso enttäuscht, eine solchen Artikel im Freitag auf Seite 3 zu lesen. Der strotzt nur so von Fehlern und Unwissen, das es schon fast unerträglich wird. Das geht schon mit dem Teaser los, wo behauptet wird, dass sich mit dem neuen Bahnhof die Reise nach Bratislava um 128 Minuten verkürzen würde. So ein Unsinn hätte doch wenigstens einem verantwortlichen Redakteur auffallen müssen. Das Magistralprojekt, wie sinnvoll das auch immer sein mag, besteht aus vielen Teilprojekten, von denen S21 nur eins ist. Vor Jahresfrist wurde von Boris Palmer haarklein seziert, welche Effekte S 21 auf den Fahrplan hat und dass diese (neben den damit verbundenen Risiken) mit dem wesentlich billigeren K21 praktisch genauso erreicht werden könnten. Aber auch davon scheint der Autor noch nichts gehört zu haben. Stattdessen gibt er einen Reisebericht auf Stammtischniveau.
Michael Angele schrieb am 27.11.2011 um 13:59
Tolle Reportage! Allein die Idee, einfach mal in den Zug zu steigen, und nach Bratislava zu fahren, ist fabelhaft. Und die Quintessenz nach den beiden Kommentaren für mich fast zwingend.
A.L.Dreyfus schrieb am 27.11.2011 um 15:17
Na, da bin ich ja gespannt: wie sieht denn die "zwingende Quintessenz" aus? Und ist sie auch noch haltbar, wenn man, wie der Autor, Fakten verdreht und nicht informiert ist?
Der Artikel ist albern, amateurhaft und man muss froh sein, dass Stuttgarter Bürger mittlerweile sehr gut informiert sind und sich nicht von solchen Possen beeindrucken lassen.
Gute Fahrt weiterhin, Herr Krogerus. Nur ein Tipp: das mit dem Schreiben hinterher, das lassen Sie am besten sein!
Michael Angele schrieb am 27.11.2011 um 22:24
Die Quintessenz dieses Artikels sieht so aus, lieber Dreyfus, dass man Bratislava unbedingt Stuttgart vorziehen müsste!
Mühlenkamper schrieb am 27.11.2011 um 15:53
Es wäre tatsächlich ein Segen für das Land, wenn man sich auf den Fahrplan der Bahn einfach nur verlassen könnte. Es müßte gar nicht "schneller" werden, "pünktlich" und "zuverlässig" reicht doch schon. Es wäre schön, wenn bei der Bahn statt Immobilienprojekte mal echte Eisenbahnprojekte in der Investitionsplanung nach vorn rücken dürften.
Mochinho schrieb am 27.11.2011 um 20:04
Quorum bei Volksabstimmung über #s21 nicht erreicht. Was bedeutet dies für die Forderungen nach mehr direkter Demokratie sowie mehr Bürgerinnen- und Bürgerbeteiligung?
sisindi schrieb am 27.11.2011 um 22:37
Ich befürchte nur, dass die Masse (wenn man vorab die Interviews mit dem Mann/der Frau auf der Straße im Fernsehen verfolgt hat) überhaupt nicht die Frage auf dem Stimmzettel verstanden hat...war das nun seitens der Verfasser ebenfalls Dummheit oder Kalkül..ein Schelm, wer Böses dabei denkt...
weinsztein schrieb am 28.11.2011 um 01:15
Lieber Mikael Krogerus,

danke fürs Lesevergnügen!
Bitte mehr solcher Reportagen.
Mikael Krogerus schrieb am 28.11.2011 um 08:55
Hallo Dreyfus und andere: verstehe die Aufregung nicht. Natürlich haben die Stuttgarter über den Ausstieg abgestimmt. Denn Voraussetzung für einen Ausstieg aus dem Bau ist die Kündigung der finanziellen Beteiligung. Und weiter: warum ist es Unsinn, dass sich die Strecke um 128 Minuten verkürzen soll? (plus/minus, klar und Umsteigezeiten nicht eingerechnet etc). Und dass das nicht nur mit S21 zu tun hat, steht ja auch im Text. Und wie kommen Sie darauf, dass ich S21 verdamme? Nichts für ungut, Bahnfahrer: Mikael Krogerus
Tedfell schrieb am 30.11.2011 um 15:29
Habe den Reisebericht mit Vergnuegen gelesen. Angeblich schwere Kost mal etwas leichter und verdaulicher darzubieten - was ist daran so verwerflich, Herr Dreyfuss? Der Krogerus wollte doch keine Seminararbeit zum Thema S21 verfassen. Dass das Bier in Bratislava nur 95 Cent kostet, das ist schon eine Reise wert...
oplock schrieb am 01.12.2011 um 01:43
Das können aber keine sehr gut informierten Koreaner gewesen sein. Am Tag nach dem blutigen Donnerstag rief mein koreanischer Onkel aus Seoul meine Mutter an und erzählte, er habe den "Mann mit den kranken Augen" gesehen. Er fragte, ob wir sicher seien bei den in Stuttgart und ob es wirklich nur um den Bahnhof gehe. Meine Mutter klärte ihn dann auf: Wir seien sicher und Nein, es gehe nicht nur um einen Bahnhof es ginge um Korruption und ungleiche Machtverhältnisse. Das hat er dann ohne lange Erklärungen verstanden. Das versteht man auf der ganzen Welt ganz schnell. Nach der Landtagswahl hat er dann wieder angerufen und erzählt, dass er Angst habe und glaube, dass die koreanische Regierung Foukushima herunterspiele. Das haben wir dann auch ohne große Erklärungen verstanden. Meine neue Weisheit: Die Augen mögen rund oder eng sein. Die Lügen sind immer die gleichen.
memyselfandi schrieb am 01.12.2011 um 15:32
Herr Krogerus, das war womöglich kein glücklich gewähltes Beispiel, immerhin ist S21 S21. Wissen Sie, kommt ein Deutsche in die Bar... und versteht keinen Humor.

Können Sie wohl nicht wissen, weil Sie nur Bahn fahren, aber auch auf der Autobahn muss der Homo germanicus immer Recht behalten.

So, zurück zum ersten Satz, bei S21 hört die Freundschaft auf.


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