Alltag

Porträt | 02.12.2011 12:40 | Maxi Leinkauf

Na, und?

Marie Biermann ist die Tochter eines berühmten Vaters und steht nun mit seinen Liedern auf der Bühne. Warum macht sie das?

 

Sie nennt ihn „Wolf“ oder „Papa“.

Im April dieses Jahres hat Marie Biermann zu ihrem „ersten eigenen Liederabend“ in die Berliner „Bar jeder Vernunft“ eingeladen. Auf der Bühne erschien ein blonder Vamp. Im engen schwarzen Hosenanzug, mit wallenden Haaren und laszivem Blick stand sie da. Selbstbewusst, seltsam reif für 31, und doch unroutiniert.

Sie werde die wunderbaren Lieder ihres Vaters interpretieren, sagte sie. Nicht die politischen Balladen, an die man bei dem Namen Biermann sofort denkt, sondern Kneipenlieder, vom Kiez. Sie handeln von Streunern und Huren, von Schiffen und dem Hafen, Verflossenen, Sehnsucht, und Liebesleid. Wolf Biermann hat sie in den Sechzigern für Eva Maria Hagen geschrieben. „Min Jung, min Jung“ oder „Das mit den Männern und den Frau’n“: Ich kriegs nicht raus, in diesem Leben nicht, das wie man leben soll ...

Wer ist diese Marie Biermann? Und wa­rum will sie in die Fußstapfen ihres Vaters treten? Ziemlich große Fußstapfen.

Der Thron war schon besetzt

Sie sitzt auf der Holzbank vor ihrem vietnamesischen Stammimbiss in einer Straße, die Schulterblatt heißt, mitten im Hamburger Schanzenviertel. Sie trägt einen beigefarbenen Trenchcoat und einen grellbunten Schal, es ist kalt. Sie bestellt eine Pho, die Köchin fragt: „Wie gehts Dir?“, man kennt sich auf dem Kiez. Während sie isst, schwärmt sie von der Suppe: Mit Sternanis, Zimt und Ingwer ergebe sie eine liebliche Brühe, die an gute deutsche Rinderkraftsuppe erinnere, „für Hamburger Verhältnisse allererste Sahne“.

Sie erzählt von einem Abend mit „Siggi“, ihrem Pianisten, der auch Vorlesungen über französische Therapeuten hält. Sie kennt ihn, seit sie vier Jahre alt ist. Siegfried Gerlich hat als 18-Jähriger schon Eva-Maria Hagen begleitet, die mal eine große Liebe ihres Vaters war. „Und dann kam irgendwann ich“, sagt Marie Biermann.

Sie schaut einem Typen mit Dreitagebart hinterher, „oh, ein Seemann, toll. Ich bin allein, so allein...“, ruft sie ihm nach. Er dreht sich um, lächelt, zieht an der Kippe, muss weiter. „Komm zurück, Junge“, versucht sie es noch. Und zuckt mit den Schultern.

Marie Biermann ist das fünfte BiermannKind, es kamen noch fünf weitere. Warum singt sie die Lieder des Vaters?

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Natürlich sei es gewagt, sich als Erste seines Werkes anzunehmen, antwortet sie nüchtern. „Das ist so wie ein BWLer, der plötzlich in den Vorstand seines Vaters drängt und die Firma übernehmen will.“ Sie sagt es mit entwaffnender Offenheit. Sie habe schon früh davon geträumt, auf der Bühne zu stehen, erzählt sie. „Aber ich war getrieben von Zweifeln und Ängsten, einer unsichtbaren Kraft, die mich davon abgehalten hat, einen Thron zu erklimmen.“ Da saß schon jemand. Und es sei schwierig, „den erfolgreichen, genialen, perfekten Vater zu übertrumpfen“. Perfekt? Sie überlegt. „Ich sehe ihn als starke Persönlichkeit, aber nicht als Gottheit oder Propheten,“ relativiert sie.

Dass sie Neugier erregen würde, wenn sie als Tochter Biermanns seine Lieder singt, liegt nahe. Macht sie es sich leicht? Wäre es nicht mutiger gewesen, mit eigenen Stücken aufzutreten? Oder vielleicht schwerer?

Sie habe lange mit sich gehadert. Eva Maria Hagen habe sie ermutigt, „sie hat mich da reingepuscht“. Ihre Mutter ruft auf dem Handy an, „hallo Mama“, die beiden verabreden sich für Eva Maria Hagens Geburtstagsparty. Die Mutter von Nina Hagen war in der DDR ein Schauspielstar, die Liaison mit Biermann hatte für sie berufliche Folgen. Sie siedelte nach dessen Ausbürgerung nach Hamburg über, gehörte zur großen Biermann-Familie, war aber nicht so nahe an Maries Leben dran. „Und sie ist eben nicht DER VATER“, sagt sie und wirft die Hände theatralisch Richtung Himmel. Wolf sei ihr Mentor gewesen, ein Regisseur, der mit ihr am Flügel saß und sie antrieb: „Los, mach schon“.

Aber von Eva-Maria konnte sie sich tragen lassen. Sie war eine Komplizin. Und eine Frau. „Das war auch so ein Gender-Ding“. Die beiden ähneln sich auch äußerlich, allerdings sind Marie Biermanns Haare blond gefärbt.

Mit Tussi-Gen

Sie zahlt und möchte ihr Viertel zeigen. Sie betritt ein Zoo-Geschäft: „Herr Dabelstein, können Sie sich noch an mich erinnern? Bei Ihnen habe ich meine erste Wüstenrennmaus gekauft!“ Der Mann im grauen Kittel schüttelt den Kopf. „Tschüss“, sagt Marie und ist schon wieder draußen.

Neben den alteingesessenen hätten auf dem Schulterblatt, der Straße, die zur Schanze führt, lauter neue Geschäfte aufgemacht, Goertz und Mac, eine Beauty-Kette. Da wurden mehrmals Scheiben eingeschmissen, mit den Läden zieht der Kommerz in das Viertel ein.

Marie Biermann sieht das pragmatisch. Sie hebt ein Bein, „guck mal, meine Lederstiefel, hab ich hier gekauft, und manchmal nehme ich auch zehn Lippenstifte auf einmal. Ich trage ein Tussi-Gen in mir.“ Als wolle sie beweisen, dass eine Biermann auch Girlie sein kann, eine wie alle anderen. Ein Mädchen aus St. Pauli.

Vor der Roten Flora, dem Wohnzimmer der Hamburger autonomen Szene, fallen ihr nicht Räumungen ein, sondern alte Humphrey-Bogart-Filme, die sie dort gesehen hat, als es noch ein Kino war.

Marie Biermann wurde 1980 in Hamburg geboren. Ihre Mutter, Tine Raben, traf den „Wolf“ bei einer Party in Ostberlin, 1973, da war sie 19. Als er nachts zur Gitarre griff, verliebte sie sich in den Mann mit dem Schnurrbart, der so gefährlich war, ein Sänger, der in der DDR Berufsverbot hatte. Biermann hofierte sie, und sie ging bald ein und aus in seiner Wohnung in der Chausseestraße, in der Ost- und Westlinke diskutierten, feierten, liebten. Sie hatte Wolf selten für sich allein, und irgendwann verließ sie ihn.

1974 hat Wolf Biermann ein Lied veröffentlicht, in dem er Tine Rabens Vater, einen Berliner Architekten, beschuldigt, an dem Bruch mit seiner Liebsten schuld zu sein. Weil die Stasi das verlangt habe. Der Vater bestritt das, die beiden Männer sind bis heute unversöhnt. Maries Mutter kehrte zu Biermann zurück und folgte ihm – ein Jahr nach seiner Ausbürgerung 1976 – nach Hamburg, in ein offenes Haus, in dem Eva Maria Hagen und Sibylle Havemann mit ihren Kindern lebten, die auch Biermanns waren.

Als Marie und ihr Zwillingsbruder Til drei Jahre alt waren, trennten sich die Eltern. Sie lebte eine Weile bei ihrem Vater, in einer Patchwork-Familie, immer zwischen zwei Haushalten. Wenn sie von ihren Geschwistern erzählt, den gemeinsamen Ausflügen, hört es sich so gelungen an. Kann das sein?

„Es gibt viele abgebrochene Äste und Wunden, die nie verheilen werden“, sagt Marie Biermann leise, aber sie habe in diesem „Zirkus“ ihre eigenen Beziehungen gepflegt, gelernt, Konflikte auszutragen, zu streiten und sich durchzusetzen, auch gegen Wolf, der so „wortgewaltig und schonungslos“ sein konnte. Das helfe ihr heute in ihren eigenen Beziehungen. Ihr Vater habe ihr beigebracht, zu kämpfen. „Wehr dich, sei stark, lass dir nicht von deinen Brüdern den Futterneid gefallen.“ Und er hat ihr gezeigt, wie man ein verstopftes Abflussrohr wechselt: „Fass da rein, Marie“. Seither habe sie kein Problem, „sich in Pfützen zu suhlen“. Im feinen Café Stenzel fläzt sich Marie auf dem Ledersofa, ignoriert die Blicke der älteren Damen, die am Tisch sitzen. Sie nimmt sich sowas raus.

Als Teenager wurde ihr der Biermann-Kosmos zu eng, die Leute aus der Kulturszene, die Patina. Sie zog zu ihrer Mutter nach St. Pauli, trug Buffalos, hörte nicht Bob Dylan, sondern ging auf Take-That-Konzerte. Raus aus dem Dunstkreis, „in dem jedes Wort auf die Waagschale gelegt wird“, der Tiefe entkommen, „diesem Deutschland-Deutschland, Ost-West, Nazizeit“. Den Geschichten, mit denen sie aufgewachsen ist. Wolf habe ihr schon als Achtjährige versucht nahezubringen, wie es im Osten war und dass ihr jüdischer Großvater in Auschwitz ermordet wurde. Sie wollte einfach nur Bravo lesen.

Hat sie sich mal mit der Familiengeschichte beschäftigt? „Seine Ost-West-Vergangenheit sitzt mir auf den Schultern, sie ist allgegenwärtig. Ich bin ja das Produkt einer Liebe, die in diesen Zeiten gewachsen ist“, sagt Marie Biermann, und es klingt ein bisschen stolz.

Fotos vom Treppenhaus

Vor ein paar Wochen sei sie in das Treppenhaus der Wohnung in der Chausseestraße gegangen, in der diese Liebe begann. „Ich habe Fotos gemacht und sie Papa geschickt: Hier, Protokoll, bitte!“ Es sei ein schwerer Gang gewesen, „weil das eine Zeit beschreibt, die ich nicht miterlebt habe. Da bin ich das erste Mal, ganz unpolitisch betrachtet, in die Heimat meiner Eltern spaziert.“ Sie klingt weicher, wenn sie von dem Geruch redet, dem Blick auf den Innenhof, den Pflastersteinen vor dem Haus, die sie sich „eingeimpft“ habe und „auf denen damals die Stasi-Leute Patrouille geschoben haben“. Sie sagt es sachlich, nicht so verbittert, wie das bei Biermann klingt. Die Wohnungstür war verschlossen, der Knauf an der Haustür, den der Vater immer betätigt hat, war noch dran.

Marie Biermann berührt das, so nähert sie sich ihrer Familiengeschichte, aber sie brauchte erst Abstand. Sie ist keine normale 31-Jährige, sie hat dieses Erbe. Was verbindet sie mit ihrer Generation?

„We are lost!“, ruft sie, aber warum auf Englisch? Sie besuche oft Freunde in Los Angeles. Diese Strandstädte! Sie könne da so herrlich bedeutungslos sein. Sie wechselt ihre Rollen: das Showgirl, die vom Kiez, die Liedermachertochter, Kalifornien. Und vielleicht ist sie das ja alles.

Sieht sie sich als politischen Menschen? „In der DDR gab es Drachen zu töten, aber ich muss das nicht mehr, obwohl ich es mir manchmal wünsche.“ Aber welche Drachen sollten das sein. Banken? Politiker? „Nicht mein Thema.“ Mit Bewegungen wie Occupy oder Anti-Gentrifizierern kann sie wenig anfangen. Sie sitze gern mit einem Schwaben beim Vietnamesen. „Ich bin doch kein Gettokind. Mein Lebensgefühl ist das Liebeslied.“

Wir wandern durch St. Pauli, an Spätverkäufen, Nuttenhotels, früherem Transenstrich vorbei. Marie Biermann lebt seit den Neunzigern hier, wird unterwegs von Nachbarn gegrüßt. Sie wirft einen Blick ins Na und?, die Kneipe ist nachmittags noch leer, und die Wirtin bekommt einen Hustenanfall. „Kehlkopfkrebs“, sagt Biermann trocken, von 30 Jahren im Qualm sitzen.

Am Hamburger Berg, den sie „Absturzstraße“ nennt, fallen ihr Zeilen aus einem Biermann-Lied ein: Die Sonne frisst das Kerzenlicht, ich auch, ich krieg den Hals nie voll, Ich, lebensgeil, und lebensmüd, seh ich den Wald vor Bäumen nicht ... Hat sie das Maßlose geerbt? Die Gefährdung? Den Wunsch nach Rausch, sich tief fallen zu lassen, den kenne sie. „Aber ich bin zu eitel, um mich darin zu verlieren, zu lebenshungrig“.

Wenn sie "Welke Blätter" vorträgt, einen alten Jacques-Prévert-Song, den ihr Vater übersetzt hat, spürt man, dass sie den Schmerz nicht nur spielt, sondern ihn mit auf die Bühne nimmt. Du, ich wollt, du würdest dich erinnern, aneinander haben wir uns gefreut ... Dieses Lied sei nur für einen, „es wird nie ein Platzhalter sein“, sagt Marie Biermann. Es erzählt eine universelle Geschichte – die von einem Mann und einer Frau. Und ihre Geschichte.

 
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Artikelaktionen
Kommentare
Matto schrieb am 04.12.2011 um 21:06
Wenn ich diese Dame reden höre, wundere ich mich doch sehr. Sie singt die Lieder von ihrem Vater, obwohl sie die DDR überhaupt nicht richtig erlebt hat. Wie wäre es, wenn sie selbst einmal Lieder über ihre eigene erlebte Welt im Westen singt? Die Gene müßten doch vorhanden sein oder?
Ich kann verstehen, dass sie von dem Erfolg ihres Vater noch etwas profitieren möchte, aber damit wird sie kein Erfolg haben. Eigene Ansichten und eigene Werke sind gefragt, heute denn je.
Maxi Leinkauf schrieb am 05.12.2011 um 11:03
In den Liedern, die Marie Biermann singt, geht es nicht um die DDR, steht ja im Text, dass sie die politischen Chansons bewusst ausgelassen hat...
Der Kiez, St.Pauli, haben schon etwas mit ihrem Leben zu tun, es ist ihr Viertel.
antares56 schrieb am 05.12.2011 um 11:10
Ich sehe das ähnlich. Soll sie doch erst mal selbst etwas bringen - am besten sogar unter anderem Namen oder ohne Bezug zum Vater. So wird sie von mir nur als Frau gesehen, die mit Vaters Namen und Liedern hausieren geht. Selbst hat sie nichts geleistet, was es wert wäre, irgendwie kommentiert zu werden! Und in armen Verhältnissen ist sie ja wohl auch nicht gerade aufgewachsen.
Reicher Leute Kind, dass mit Vaters Namen und Liedern noch ein bischen mehr Geld verdienen möchte - und der "Freitag" unterstützt sie dabei!
Rapanui schrieb am 05.12.2011 um 11:13
>>>Sie betritt ein Zoo-Geschäft: „Herr Dabelstein, können Sie sich noch an mich erinnern? ....Der Mann im grauen Kittel schüttelt den Kopf. <<<

Genau beobachtet. Aber warum haben Sie dann noch weiter an dem Artikel gearbeitet?
Phineas Freek schrieb am 05.12.2011 um 11:43
...muß wohl bei den Biermännern- und Frauen so eine Art "Familengen" sein, ständig zu "krakeelen, zu ningeln, sich zu blähen und zu spreizen".

"...Nur einer ist noch nicht ermüdet und entnervt vom Eitelpickel Biermann: der Penetrator persönlich. In sich selbst hat er einen unermüdlich begeisterten Zuhörer. Ergriffen lauscht er sich, wenn er ergriffen spricht, zu seinem einen Thema: Wolf Biermann, sein Leben und seine große Bedeutung..."

www.taz.de/1/archiv/archiv/?dig=2006/11/16/a0253

Grüsse
Phineas
Rapanui schrieb am 05.12.2011 um 12:42
Danke Phineas.

Wiglaf Droste ist wirklich gut.

Wolf Biermann der "Klassenkampfkasper" - fein!
Rapanui schrieb am 05.12.2011 um 11:30
>>>auf denen damals die Stasi-Leute Patrouille geschoben haben (Pflastersteine in der Chaussestraße)<<<

Und auf denen jetzt die BND-Leute einen gigantischen Spitzel-Komplex errichtet haben, gegen den die Stasi-Patrouillen geradezu persönlich und anteilnehmend wirken.

>>>„In der DDR gab es Drachen zu töten, aber ich muss das nicht mehr, obwohl ich es mir manchmal wünsche.“<<<

Nein, das ist der Job Ihres Vaters, der immer und immer wieder den längst erlegten Drachen tötet und sich eitel in der Pose des Helden gefällt. Warum aber wünscht sich Frau Biermann, diesen selbstgefälligen Job zu erledigen?

Frau Leinkauf hat das Porträt einer Frau gezeichnet, die, bar einer künstlerischen Idee, durch Hamburg streunt und das singt, was sie am billigsten bekommen kann. Von den gesparten GEMA-Gebühren kann sie sich dann ein paar neue Stiefel kaufen.
Rahab schrieb am 05.12.2011 um 11:41
futterneid?
Rapanui schrieb am 05.12.2011 um 12:26
@ Rahab

Nein, in "Trenchcoat, grellbuntem Schal und Lederstiefeln" würde ich beschi... aussehen.
Rahab schrieb am 05.12.2011 um 12:33
das, Rapanui, würd ich ja gern mal überprüfen.
vielleicht sähe es danach mit der karriere als chansonier doch nicht mehr so düster aus.
Maxi Leinkauf schrieb am 05.12.2011 um 12:40
Mir schien hinter dem Drachen-Satz eher die Sehnsucht nach klarerern Feindbildern zu stecken, politisch greifbareren Themen...
Ist es in Ländern wie der DDR in gewisser Weise nicht einfacher gewesen, "gegen das System" zu sein? Weil, wer wollte, genau wusste was da gut und böse ist?
Rapanui schrieb am 05.12.2011 um 12:55
@ Maxi Leinkauf schrieb am 05.12.2011 um 12:40

Die Marie hat Sehnsucht >>>nach klarerern Feindbildern, politisch greifbareren Themen<<< ?

Also ich habe die Marie so verstanden, dass sie vor allem Sehnsucht nach Beachtung hat.

>>>Ist es in Ländern wie der DDR in gewisser Weise nicht einfacher gewesen, "gegen das System" zu sein? Weil, wer wollte, genau wusste was da gut und böse ist?<<<

Ja, das war sehr viel einfacher. Es war viel einfacher gegen das kapitalistische System zu sein als heute.
Rapanui schrieb am 05.12.2011 um 13:08
@ Rahab schrieb am 05.12.2011 um 12:33

Sind Sie auch in so 'ner Jury, wie der berühmte Herr Bohlen? Sie würden mich echt ganz groß rausbringen?

Wenn ich dann aber Pech habe und bei den Mädchen gewinnt die Marie. Muss ich gemeinsam mit ihr einen Biermann-Song in der Siegergala grölen? - dann lieber doch keine Karriere als Chansonier.
Rahab schrieb am 05.12.2011 um 16:44
okok Rapanui,
chansonier muß ja nicht unbedingt sein, oder?
zu "Trenchcoat, grellbuntem Schal und Lederstiefeln" lassen sich auch noch andere verwendungsmöglichkeiten finden.
Rapanui schrieb am 05.12.2011 um 17:08
@Rahab schrieb am 05.12.2011 um 16:44

>>>zu "Trenchcoat, grellbuntem Schal und Lederstiefeln" lassen sich auch noch andere verwendungsmöglichkeiten finden<<<

Vielleicht Parteivorsitzender bei den Piraten? Oder doch lieber eine eigene Talkshow im Spätprogramm beim SWR?
Ullrich Läntzsch schrieb am 05.12.2011 um 13:20
Liebe Maxi Leinkauf,

Danke für den Hinweis auf Marie Biermann, auch wenn mir gereicht hätte zu sagen, die Frau kann was.

Zum Überzeugen:


Allerbeste

ps
Nichts gegen blonde Frauen, blond ist toll, aber Marie Biermann sieht blond nicht halb so gut aus!
Rapanui schrieb am 05.12.2011 um 14:51
@ Ullrich Läntzsch schrieb am 05.12.2011 um 13:20

"Nichts gegen blonde Frauen, blond ist toll, aber Marie Biermann sieht blond nicht halb so gut aus!"

Und für wen würden Sie sich hier entscheiden?

Ullrich Läntzsch schrieb am 05.12.2011 um 16:11
Lieber Rapanui,

ob blond ob braun,
wir solln uns fragen traun

Klar!

Sie konnten nur leider nicht ahnen, daß für mich das Hören von nur 3 Sekunden Hofmann Sisters als astreine Körperverletzung empfunden werden, und ich wirklich nicht wüßte warum ich mir deren Clip zwecks Antwort stumm antun sollte.

Bei Marie Biermann viel es mir nur extrem auf.

Grüße
Rapanui schrieb am 05.12.2011 um 16:51
>>>Sie konnten nur leider nicht ahnen, daß für mich das Hören von nur 3 Sekunden Hofmann Sisters als astreine Körperverletzung empfunden werden,...<<<

Doch, ich wusste es und tat es genau deshalb.

Mir ging es aber ebenso, als ich in der weiblichen Überformung durch die Marie den großen und wichtigen Drachentöter Biermann wiedererkennen musste. Es ist also noch nicht vorbei.

Besonders widerwärtig ist es, wenn die Marie ihren Vorfahr nachahmend, die Kinnlade ausrenkt und die gutturalen Rotzlaute aus der Magengrube emporholt. Körperverletzung.

Ob blond oder braun. Das ist für mich wie bei den Hofmann Sisters. Das Kleid von der Marie ist zwar hübscher, aber bei den Sisters schaut der jeweilige Oberschenkel so schön aus dem goldenen Kleid hervor. Ich bin noch unsicher, für wen ich mich entscheide.

Sehen Sie Ullrich Läntzsch, so haben wir uns doch mal richtig über Biermanns Mariechen austauschen können.
Ullrich Läntzsch schrieb am 05.12.2011 um 18:19
Nun, ich ging einfach primär vom Talent aus, und als Regisseur von der Projektion, was sie mit den Songs, die es wirklich wert wären sich dafür Mühe zu machen, was man dann mit ihr machen könnte ...

Gebe zu megaspekulativ.

Ihr Vater ist mir in diesem Zusammenhang einfach Wurst.

Grüße
Rapanui schrieb am 05.12.2011 um 18:36
@ Ullrich Läntzsch schrieb am 05.12.2011 um 18:19

>>>Ihr Vater ist mir in diesem Zusammenhang einfach Wurst<<<

Nicht aber den Regisseuren der von Ihnen verlinkten Mariechen Mitsing-Sendung. Die blenden nämlich dauernd den gerührten mitsingenden sabbernden Drachentöter ein.

Das unterscheidet sich in Nichts von der süßlichen Sentimentalität der Hofmann Sisters. Eine die als eine Künstlerin verstanden werden will und kein Empfinden für diese Peinlilchkeit hat, verdient nur ätzenden Spott.
Ullrich Läntzsch schrieb am 05.12.2011 um 18:59
Lieber Rapanui,

das ein Töchterlein bei 70ten des Herrn Papa auf kleiner Bühne singt und ihr der Alte dabei zu sieht finde ich jetzt nicht so fürchterlich daneben. Ihre/seine Songs sind auch nicht wirklich mein Ding. Aber echt nach 3 Sekunden der H. Sisters suchte ich hektisch mit der Maus die Stoptaste.

Marie hat Talent, und mal ganz ketzerisch gefragt, würde sie - was ich ihr auch dringend empfehlen würde, die die Tochter von Manfred Krug, oder der Sohn von Francis Ford Coppola - sich einen Künstlernamen gewählt haben, würden Sie dann immer noch so reagieren? Die blonden Haare und mangelnder Mut - nun gut - das können wir ihr vorwerfen, für den Vater kann sie nichts.

Allerbeste
Rapanui schrieb am 05.12.2011 um 19:31
Lieber Ullrich Läntzsch,

ich reagiere so, weil Drachen- und Nerventöter Biermann nach seinem lang zurückliegenden künstlerischen Tod zum künstlichen Fronleichnam des NDR gemacht wird.

Wenn die Marie eine Künsterlerin wäre, dann würde sie über diese künstlerisch unergiebige Situation nachdenken und einen eigenen Weg suchen. Sie aber reiht sich in die Prozession ein und will von den milden Gaben leben, die durch die Nähe zur Relique immer noch eingebracht werden.

Dieses Getu stößt mich übrigens genauso ab wie das von Kiki Bohemia, der Tocher des von mir so überaus geschätzten Hans-Eckardt Wenzel. Wenn Marie die der Kerlsfantasie Biermanns entsprungenen Hurenlieder singt, widert mich das genauso an, wie wenn Kiki singt: "Das Wasser ab im Becken schlag ich...."

Ullrich Läntzsch schrieb am 06.12.2011 um 12:24
Lieber Rapanui,

Dank auch für diesen Clip, den ich mir bis 2:03 ansehen konnte, und dann auch nur beendete, weil ich Ihnen antworten wollte, und die gute Karla mir jetzt durch dieses Stück nicht wirklich etwas sagen konnte.

Als Regisseur habe ich nun mal ein großes HErz für Künstler und habe mir dazu ein Motto von Tennessee Williams zu eigen gemacht, es gibt nur eines, was ich nicht nicht verzeihen kann, es sei denn jemand tut absichtsvoll Böses.
Schwächen und Fehler von Künstler sind für mich immer läßliche Sünden, die es mir auch leichtfällt zu ignorieren. Als Ratgeber würde ich jedem Kind allzu bekannter Eltern empfehlen, sich, zumindest am Beginn einer Karriere sich einen eigenen Namen zu machen. Dazu gehört allerdings eine größere Portion Mut und Stärke. Dies nicht zu haben ist immer schade, aber kein Charakterfehler. Und in der Kritik sollte man immer ein wenig aufpassen, nicht falsch verstanden zu werden, man würde jemanden in Sippenhaft nehmen.

Allerbeste

PS
Eine Frage, kennen Sie einen Sänger, Typ Rampensau, der Englisch wie ein Muttersprachler beherrscht?
Kunibert Hurtig schrieb am 06.12.2011 um 15:28
Ullrich Läntzsch schrieb am 06.12.2011 um 12:24

Lieber Ulrich,
gehe ich recht in der Annahme, dass Sie, als Regisseur, dem Fotographen Enver Hirsch beim Arrangement des Fotos (oben) beraten haben?

Es erweckt den Eindruck, als wäre jemand für eine Erhängungsszene in Position gebracht worden ... allein der Mund ist geschlossen, was ja, wie ich mit klammer Freude den Dialogen hier entnehmen konnte, manchem für die Dame eigentlich die richtige Pose scheint.
Gruß
Peter Grün schrieb am 05.12.2011 um 23:57
Ich habe diese Kommentare gelesen und mich leicht geekelt. Mir scheint, dass einige verbitterte Alt-68er hier ihren Hass auf Wolf Biermann auf seine Tochter abwiegeln. Weil Biermann nicht weiter blind einer Ideologie gefolgt ist, die er nicht als Paradies auf Erden, sondern als Hölle auf Erden erkannt hat.
Dass die Tochter jetzt nicht gegen Ungerechtigkeiten kämpft, die es in unserer überaus reichen und offenen Gesellschaft kaum gibt, sondern die witzigen, derben Hafenlieder ihres Vater singt, die vorher noch nicht vertont erhältlich waren, dafür sollte man sie nicht kritisieren.
Was, die Herren oder Damen Alt-68er, sollte sie denn für Texte schreiben? Etwas gegen die böse Atomkraft? Oder vielleicht doch etwas gegen den "großen Satan", Amerika?
Pah...
Peter Grün schrieb am 06.12.2011 um 00:03
Und Herr "Rapanui": Ihre Kommentare fand ich besonders aufschlussreich. Ein Klick auf Ihr Profil und was sehe ich da: "Kommunismus als globaler Frieden". Eine überaus geistreiche und treffende Analyse! Ich glaube, ihr Talent wird hier nicht richtig geachtet in diesem Unrechtssystem Deutschland. Sie sollten nach Nordkorea gehen, dort haben die Genossen und Genossinnen in ihrem blühendem Staatswesen gezeigt, dass der Kommunismus die Lösung ist!
Rapanui schrieb am 06.12.2011 um 00:30
@ Peter Grün

Weder stimmen Ihre Vermutungen über meinen biografischen Kontext, noch ist "abwiegeln" das treffende Wort. Sie haben meinen Text zum "Kommunismus" nicht gelesen und Sie verstehen nicht den Gegenstand meiner Kritk an der Ästhetik Marie Biermanns.

Es geht überaupt nicht darum, ob Wolf Biermanns Lieder etwas taugten oder nicht. Es geht darum, dass er sich seit Jahrzehnten als Künstler nicht entwickelte, sondern den Tanzbären mit den immer gleichen Nummern gibt.

Das nicht bemerken zu wollen und diesen Tanzbären im Habitus verstärkt durch genetische Ähnlichkeiten noch nachzuäffen, damit hat sich Frau Biermann eine Kunstkritik redlich verdient.
goedzak schrieb am 06.12.2011 um 01:05
"Ein Klick auf Ihr Profil..." - 'Peter Grün', nome de guerre eines sniper, muss aber noch treffen lernen...
Peter Grün schrieb am 06.12.2011 um 00:43
Ach, Herr "Ratatui". Machen Sie es doch gleich wie Horst Mahler. Einen ideologisch versierten Mann mit Hang zu Stammtisch-Kalauern können die noch gebrauchen.
Rapanui schrieb am 06.12.2011 um 00:55
@ Peter Grün

In diesem Thread haben wir ausschließlich über den künstlerischen Wert des Auftritts von Frau Biermann diskutiert. Zur Inszenierung von Frau Biermann gehört wesentlich der Bezug auf die Biografie Ihres Vaters.

Wer gibt Ihnen Anlass in einem wüsten Durcheinander "Nordkorea", die "Atomkraft", den "Kommunismus", "Satan Amerika", "Horst Mahler" in die Diskussion zu werfen?

Könnten Sie sich bitte konzentrieren und beim Thema bleiben. Oder fehlt es Ihnen an Kompetenz, die ästhetische Dimension von Frau Biermanns Versuch als Künstlerin zu diskutieren?
Peter Grün schrieb am 06.12.2011 um 01:06
Sie haben nicht den "künstlerischen Wert des Auftritts von Frau Biermann diskutiert" oder die "ästhetische Dimension", sondern größtenteils in Stammtischmanier auf ihr und ihrem Vater, gegen den Sie offensichtlich eine große Abneigung verspüren, rumgehackt.
Für mich ist es lediglich erhellend, was sich in diesem Millieu so an Gedankentrash tummelt.
Rapanui schrieb am 06.12.2011 um 01:32
@ Peter Grün schrieb am 06.12.2011 um 01:06

>>>Sie haben nicht den "künstlerischen Wert des Auftritts von Frau Biermann diskutiert" oder die "ästhetische Dimension", sondern größtenteils in Stammtischmanier auf ihr und ihrem Vater, gegen den Sie offensichtlich eine große Abneigung verspüren, rumgehackt.<<<

Das sind doch endlich mal ein paar diskussionswürdige Gedanken und nicht so ein Unfug, wie Sie ihn mit "Horst Mahler", "Nordkorea",... usw. von sich gaben.

Auf Wolf Biermann in Stammtischmanier zu reagieren ist legitim. So poltert auch er herum und so verkippt er sein Bier auf dem Kneipentisch. Keine Gnade!

Ich verspüre eine große Abneigung gegen die Musik von Biermann, das haben Sie richtig erkannt. Auch das ist legitim. Sicher kennen Sie "The Commitments" dort wird ganz herzerfrischend beinahe jede Rockband zur Sau gemacht, bis auf ein paar Soulbands, die dem Gründer der Band ins aktuelle Konzept passen. Biermann ist laut, Biermann ist vulgär, das Gitarrenspiel ist grob. Dem darf ich einfach eine Abfahrt geben, so geht der Rock'n Roll.

Als der Biermann ausgebürgert wurde, kannte ich die Musik nicht, ich war zu jung dafür. Ich dachte immer wunder was das für Musik sei. Als ich dann nach der Wende einige Lieder hörte, war ich bitter enttäuscht - dieser proletarische Sprech-Gesang war so eine politische Auseinandersetzung wert?

Die Penetranz mit der Biermann als eine Monstranz des Antikommunismus immer und immer wieder herumgereicht wurde, seine Entscheidung bei der "Welt" einzusteigen, bei gleichzeitiger künstlerischer Stagnation, das alles steigerte meinen Widerwillen.

Wenn eine junge Frau heute Hafenlieder singt interessiert das keine Sau, außer vielleicht in irgendeiner volkstümelnden Musikantenscheune. Wenn mir nun so etwas hier im Freitag angedient wird, muss ich den Klabautermann rauslassen.
Maxi Leinkauf schrieb am 06.12.2011 um 16:47
Ich wundere mich über das Wort "angedient"... Was meinen Sie denn damit konkret? Und warum darf das nicht im "Freitag" stehen?
Die Kommentare in der Community zeigen, dass Biermann offenbar ein Reizthema zu sein scheint, das ist legitim und widerspricht der Aussage, dass dieses Thema "keine Sau" interessiert (wie kommen Sie eigentlich darauf, von sich auf andere zu schließen?).
Die eigene Abneigung gegen ihn, seine politischen Ansichten, sein Verhalten, nun unreflektiert auf die Tochter zu übertragen, scheint mir doch etwas zu einfach und undifferenziert.
Rapanui schrieb am 06.12.2011 um 21:23
>>>Ich wundere mich über das Wort "angedient"... Was meinen Sie denn damit konkret?<<<

Vielleicht nicht ganz korrekt - vor allem Ihnen gegenüber nicht - Entschuldigung bitte. Ich war gerade so in Fahrt. Die Frau hatte einfach nichts zu sagen und ich fragte mich, warum dann dieser Artikel. Je mehr ich den Artikel las, desto mehr stieß mir der Gedanke auf, dass schon Biermann vorallem sich selbst präsentierte und nun mit Marie eine neue Form der Selbstdarstellung gefunden hat.

Ich hatte oben geschrieben, dass das Nachahmen dieser kehligen Magenlaute Biermanns durch Marie mich zutiefst ekelte.

>>>Und warum darf das nicht im "Freitag" stehen?<<<

Wer sagt das?

>>>und widerspricht der Aussage, dass dieses Thema "keine Sau" interessiert<<<

Ich schrieb, dass außerhalb einer Musikantenscheune keine Sau Hafenlieder einer jungen Frau interessieren. Wenn Marie durch den NDR dem mitklatschenden Publikum nicht weiterhin aus was weiß ich für Gründen aufgedrängt wird, sollten die Absatzzahlen ihrer CD der anschauliche Beweis für meine These sein.

>>>wie kommen Sie eigentlich darauf, von sich auf andere zu schließen?<<<

Das ich hier polemisch argumentiere und das durchaus adäquat zu Biermann derben Plattheiten erlaubt mein Nölen.

>>>Die eigene Abneigung gegen ihn, ..., nun unreflektiert auf die Tochter zu übertragen, scheint mir doch etwas zu einfach und undifferenziert.<<<

Aus ganzem Herzen: Ja, genau so soll es sein einfach und undifferenziert! Genauso einfach wie die Tochter unreflektiert und billig versucht ins Geschäft zu kommen.
Peter Grün schrieb am 06.12.2011 um 01:39
Ja, ich gebe mich geschlagen. Ihren Argumenten kann ich nichts mehr entgegensetzen: "Ich dachte immer wunder was das für Musik sei", schreiben Sie. Ach so, na dann… lassen Sie mal weiter ihren "Klabautermann" raus.
In diesem Sinne,
Peter Grün
Rapanui schrieb am 06.12.2011 um 02:41
Ich kann künstlerisch gar nichts. Es ist ungerecht mich über jemanden, der das hohe persönliche Risiko einer künstlerischen Existenz eingeht, so herzumachen.

Aber ohne meine emotionale Bereitschaft mich auf ein Kunstwerk einzulassen und dies ggf. mit aller Vehemenz zurückzuweisen geht es auch nicht.

Ich bin insofern nur ein Zufall, der eben lieber Wenzel, Gundermann und Degenhardt hört.
Maike Hank schrieb am 07.12.2011 um 10:53
Hallo Rapanui,
Kritik ist wie immer gerne gewünscht, jedoch auf einer Ebene, die andere Menschen nicht beleidigt und gar Ihr Äußeres angreift.
Bitte finden Sie in Zukunft zu einer sachlichen Ausdrucksform zurück.
Dankeschön.
Rapanui schrieb am 07.12.2011 um 17:33
Hallo Frau Hank,

ich verteidige mein Recht im Zuschauerraum ganz laut "Buuuh" zu rufen, wenn mir der Vortrag der Entertainerin nicht gefällt.

Sie haben aber insofern Recht, als dass man dann auch den Zuschauerraum verlässt und dem Vortrag keine weitere Aufmerksamkeit schenkt.

Wieviel Zuschauer sind jetzt noch im Raum?
Uwe Theel schrieb am 07.12.2011 um 17:45
@ Rapanui schrieb am 07.12.2011 um 17:33

"Wieviel Zuschauer sind jetzt noch im Raum?"

nun, ich bekenne, mir die Vorstellung hier aus der letzten Reihe angesehen zu haben, und zolle Ihnen jetzt Beifall.

Während fast alle hier nur den Promifaktor und daran angeblich zu knüpfende Formen von Verhalten oder Mißverhalten des Publikums diskutierten, insistierten sie m.E. als Einziger darauf die Kunst der Darbietenden Eva Biermann zu diskutieren.

Meinem Eindruck nach singt Eva Biermann allenfalls durchschnittlich, die Interpretation der Lieder ist nicht inspiriert, weder vom Vater her noch sonst wovon.

Solche Sängerinnen gibt es zu Dutzenden, was nicht gegen sie spricht, aber wenig Aufhebens im Feuilleton einer Zeitung wert ist.

Jetzt gehe ich an den Plattenspieler und höre Joan Baez.

LG
ut


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