Politikverdrossenheit? Pah! Bundesfamilienministerin Kristina Schröder versucht auf kinder-ministerium.de Kinder von 8 bis 12 Jahren für Politik zu sensibilisieren. Funktioniert das? Imre Csébits (10) hat es sich für uns angesehen:
"Ich finde die Seite ganz gut. Es gibt ein Quiz, Videos und ein lustiges Gedächtnisspiel: Die Ministerin geht in verschiedene Zimmer und man muss sich die Reihenfolge merken. Zuerst denkt man: mein Gott, wie einfach! Aber am Ende ist es ganz schön schwer. Ich denke, das Spiel soll zeigen, dass sich Kinder vieles besser merken können als Erwachsene.
Man kann auch das Büro der Ministerin besuchen. Dort erfährt man, was sie so den ganzen Tag macht. Joggen zum Beispiel. Am lustigsten ist ein kleiner Witz: Wenn man auf die Blumen im Zimmer klickt, dann werden die gegossen, und die Ministerin sagt: 'Danke, das war dringend nötig.' Dann kann man noch mal draufdrücken, und sie sagt es wieder. Total unlogisch.
Oft muss man auf der Seite mehrfach klicken, bis was kommt. Das sollten die vielleicht noch mal verbessern. Sie sollten vielleicht auch noch schreiben, wie es Kindern früher ging, damit man merkt, wie gut wir es heute haben. Die Ministerin scheint sympathisch zu sein. Es überrascht mich überhaupt nicht, dass es eine Frau ist, die das Ministerium leitet und sich um die Kinderrechte kümmert. Viele Männer interessieren sich nur für ihr Auto. Ich denke, die Ministerin will Kindern klar machen, dass Kinder auch Rechte haben. Dass sie genauso viel zu sagen haben wie Erwachsene."
Protokoll: Mikael Krogerus
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imres antworten sind klasse - nicht nur, weil sie stimmen, sondern weil sie so herrlich geradeaus formuliert sind, wie nur kinder das können.
die seite selber ist gar nicht schlecht gemacht. wäre ich frau schröder, gäbe es mir allerdings zu denken, dass meine comicversion besser aussieht als ich "in echt". |
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Der Zehnjährige Imre hat das Zeug zu einem ganz Großen – jedenfalls Journalisten, bestenfalls Satiriker.
Denn nun (…) “erfährt man über Frau Ministerin Schröder, „was sie so den ganzen Tag macht. Joggen zum Beispiel." Ganz toll wie Imre das Frauen- und Familienbild der derzeitigen Regierung auf den Punkt bringt: „Sie sollten vielleicht auch noch schreiben, wie es Kindern früher ging, damit man merkt, wie gut wir es heute haben. Die Ministerin scheint sympathisch zu sein. Es überrascht mich überhaupt nicht, dass es eine Frau ist, die das Ministerium leitet und sich um die Kinderrechte kümmert. Viele Männer interessieren sich nur für ihr Auto. “ Was wird Imre sich wohl eimal für eine Gefährtin/Gefährten aussuchen wird – vorausgesetzt es geschieht nicht noch etwas Gravierendes z.B. dass Internetseiten versinken und sein kindliches Frauen- und Mutterbild ins Wanken bringt?: Wird er zwischen Muttertyp/Softie mit übeschaubrem Hang zur Berufstätigkeit oder gleich den Vamp wählen, zwischen Hausmannkost oder Stiefelspitze . Wir wissen es noch nicht. Was aber der kleine Imre deutlich macht, wie wenig sich am Frauenbild der letzten 50 Jahre geändert hat. Da täuscht auch die Ministerin nicht darüber hinweg - mit ihrem Internet-Gedöns. |
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Der Zehnjährige Imre hat das Zeug zu einem ganz Großen – jedenfalls Journalisten, bestenfalls Satiriker.
Denn nun (…) “erfährt man über Frau Ministerin Schröder, „was sie so den ganzen Tag macht. Joggen zum Beispiel." Ganz toll wie Imre das Frauen- und Familienbild der derzeitigen Regierung auf den Punkt bringt: „Sie sollten vielleicht auch noch schreiben, wie es Kindern früher ging, damit man merkt, wie gut wir es heute haben. Die Ministerin scheint sympathisch zu sein. Es überrascht mich überhaupt nicht, dass es eine Frau ist, die das Ministerium leitet und sich um die Kinderrechte kümmert. Viele Männer interessieren sich nur für ihr Auto. “ Was wird Imre sich wohl eimal für eine Gefährtin/Gefährten aussuchen wird – vorausgesetzt es geschieht nicht noch etwas Gravierendes z.B. dass Internetseiten versinken und sein kindliches Frauen- und Mutterbild ins Wanken bringt?: Wird er zwischen Muttertyp/Softie mit übeschaubrem Hang zur Berufstätigkeit oder gleich den Vamp wählen, zwischen Hausmannkost oder Stiefelspitze . Wir wissen es noch nicht. Was aber der kleine Imre deutlich macht, wie wenig sich am Frauenbild der letzten 50 Jahre geändert hat. Da täuscht auch die Ministerin nicht darüber hinweg - mit ihrem Internet-Gedöns. |
Ausgabe 21/2012
24.05.2012
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