Szene 1
Ort: Am Engelbecken, es ist gefroren
Anwesend: Diverse Waghalsige, mit und ohne Schlittschuhe, die sich aufs Eis wagen
Mitgehört
Eine Frau fragt am Rande des Engelbeckens ein Mädchen mit Schlittschuhen: "Weißt du, wo die Schwäne sind - jetzt wo es gefroren ist?"
Das Mädchen zuckt gelangweilt die Schultern: "Die kommen heute nicht."
Die Frau: "Aha."
Szene 2
Ort: selber Ort
Anwesend: Noch immer dieselben
Mitgehört
Ein Mann fragt eine Frau: "Wo sind denn bloß die Schwäne und Enten?"
Die Frau: "Keine Ahnung."
Der Mann, nachdenklich: "Seltsam..."
Die Frau, beruhigend: "Mach dir keine Sorgen. In Berlin ist alles organisiert. Die hat wohl jemand evakuiert."
Szene 3
Ort: Selber Ort
Anwesend: Noch immer dieselben
Mitgehört
Ein Vater zu seiner Tochter, eindringlich: "So: Wir sehen uns jetzt das Eis an, aber du wirst da nicht draufgehen, ja?"
Das Mädchen, ungeduldig: "Ich will aber!"
Der Vater: "Aber das geht nicht."
Das Mädchen, trotzig: "Aber warum denn nicht?"
Der Vater, genervt: "Weil das Eis ganz dünn ist."
Das Mädchen: "Aber da sind ja ganz viele drauf?"
Der Vater, streng: "Ja, genau. Die werden alle einbrechen."
Die Protokolle der besten, real existierenden Dialoge finden Sie immer montags im Alltag. Zuletzt: http://www.freitag.de/alltag/1203-revolution-hin-oder-her
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Schwanensee! Sehr schön! Aber da auch der "moderne Ausdruckstanz" dabei war... sehr zeitgemäß und gelungen!
- Lange Liebe Beim Arzt im Wartezimmer. Eine Frau, so um die 50, kommt durch die Tür. "Entschuldigung, wer ist denn der Letzte?" Ein alter Mann,vielleicht 80 Jahre alt, meldet sich: "Ich." "Danke, dann komme ich nach Ihnen", sagt die 50-Jährige. "Nein, das können Sie vergessen", erwidert eine alte Dame. "Ich bin mit dem Kerl 52 Jahre verheiratet - ich werde ihn auch zum Doktor begleiten!" |
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Konvergenz
Zwei junge Mädchen bei Starbucks. "Einen kleinen Becher Caramel Frappuccino mit Kaffee und Sahne, bitte". Dreht sich das andere Mädchen um: "Ist dir das nicht zu kalt?" "Wieso - wir wollten doch danach noch zum Chicken Nuggets-Essen gehen!" |
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Bewährung
In der Wuppertaler Schwebebahn. Ein Punk, rotgelbe Irokesenfrisur, ausreichend gepierct und großflächig mit Tattoos bedacht, Bierflasche in der Hand, fragt ziemlich laut: "Wohin fährt denn das Wackelbähnchen?" Irgendein Fahrgast: "Zum Landgericht*." Darauf der Punk: "Nö, da steige ich nicht aus... ich habe noch Bewährung!" * www.schwebebahn.net/5-elberfeld/landgericht.htm |
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Kein richtiger Opa!
Opa und Enkelin. "Opa, wo warst du denn im Krieg?" "Ach, Svenja, ich bin doch erst nach dem Krieg geboren." "Dann bist du ja noch gar kein richtiger Opa!" |
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Echte Fans
Zwei kleine HSV-Fans während des Heimspiels gegen Borussia Dortmund [1:5] ins Gespräch vertieft: "Warum schiesst denn der HSV so wenig Tore?" Der andere überlegt und sagt kennerhaft: "Mein Vater meint, weil Kaltz und Hrubesch nicht mehr spielen." "Dann sollen sie die doch endlich wieder mitspielen lassen!" |
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@ Gina Bucher
Sehr schön! Halten Sie bitte weiter die Ohren offen... Werden Sie Ihre Einblicke im "Öffentlichen Raum" irgendwann einmal publizieren? Könnte sich m.E. lohnen! Als Pendler habe ich mich früher oft geärgert, kein kleines Notizbüchlein dabei gehabt zu haben. Jetz wird notiert... |
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Lieber Paul,
danke für die vielen Dialoge – freue mich immer sehr über Ergänzungen. Der Opa ist gut ! Und publizieren, ja: sobald sich ein Verlag dafür interessiert sofort. Bis zu den nächsten Notizen, Gina |
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Hammer-Verlag? 2001? Wagenbach? Suhrkamp? Diogenes? Hoffmann und Campe?
Der Leser ist doch stets auch Sucher - drum liest er gerne Gina Bucher! - Wer kennt den "passenden" Verlag? |
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Auf die Minute
Auf dem S-Bahnhof Pinneberg. "Entschuldigung, können Sie mir bitte sagen, wie spät es ist?" Der Angesprochene schaut auf seine Armbanduhr: "Viertel nach elf." Darauf der Fragende: "Das kann doch gar nicht sein!" Der Mann mit der Uhr schaut abermals nach: "Sie haben recht, es ist erst 14 Minuten nach elf!" |
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Erinnerungen
"Können Sie mir sagen, wie ich zum Steinbecker Bahnhof komme?" "Hier - immer geradeaus und bei 'Mühlenberg' rechts ab." "Was! 'Mühlenberg' gibt es noch? Dann nehme ich eine Bahn später!" |
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Kurz und knapp
An der Bushaltestelle. "Du?" "Ja?" "Ach, nichts!" "Ach so!" |
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"Enkel-Stricken"
Nach einem längeren Spaziergang setze ich mich auf eine Parkbank, um ein wenig auszuruhen. Neben mir sitzt eine ältere Dame und strickt. "Guten Tag; dass jemand noch selbst strickt, sieht man heute ja eher selten." "Hallo, ich mache das für meine Enkel." Dauert das denn lange?" "Nein, eigentlich nicht. Aber wenn ich dauernd angesprochen werde, geht es natürlich nicht ganz so schnell." Stirnrunzeln bei mir. Aber zum Glück entdecke ich ein zartes Lächeln in ihrem Gesicht. Oder ich bilde es mir zumindest ein. |
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Buletten
Irgendwo Ecke Ku'damm. Fleischer. "Guten Tag, ich hätte gerne zwei Frikadellen." "Hab'n wa nich!" "Aber da liegen doch welche." "Did sind Buletten, wa!" "Dann bitte zwei davon." "Macht dreizwanzig." "Habich nich - tschüß!" |
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Besuch der reichen Tante
"Claudia, gehste heute Abend mit ins 'Nepalino'?" "Ich kann nicht - meine Tante kommt zu Besuch. Aus Baltimore." "Na - die siehste doch noch am nächsten Tag." "Ja, aber die verteilt immer gleich am Anfang ihre Dollar-Scheine!" |
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Da!
Auf dem Spielplatz. "Du - wie alt bist du denn?" "Fünf." "Und wie heisst du?" "Marie." "Wohnst du hier?" "Ja." "Und wo?" "Da!" |
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Ja!
Umfrage in einem großen Lebensmittelmarkt. "Guten Tag, darf ich Sie mal was fragen?" "Ja." "Wissen Sie eigentlich genau, was ein sogenannter Markenartikel ist?" "Ja, also..." "Und wie steht es mit den Billigprodukten - kennen Sie da welche?" "Ja." "Welche denn zum Beispiel?" "Ja!" |
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Ja!
Umfrage in einem großen Lebensmittelmarkt. "Guten Tag, darf ich Sie mal was fragen?" "Ja." "Wissen Sie eigentlich genau, was ein sogenannter Markenartikel ist?" "Ja, also..." "Und wie steht es mit den Billigprodukten - kennen Sie da welche?" "Ja." "Welche denn zum Beispiel?" "Ja!" |
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Bittere Bilanz
Tante und Onkel zu Besuch bei uns. Meine Tante, eigentlich sportuninteressiert: "Warum gewinnt denn St. Pauli eigentlich nicht mehr?" Mein Onkel, etwas mitleidig schauend: "Weil sie in letzter Zeit so oft verlieren." |
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Immer gern gelesen, liebe Gina Bucher!
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Ausgabe 21/2012
24.05.2012
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Na, wie war's in der Schule