Die Frage der Woche RSS

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09.06.2009 | 15.26 Meschugge

Das Internet als Dampfmaschine des 21. Jahrhunderts wird die Gesellschaft massiv verändern. Die etablierten Parteien werdennicht in der Lage sein die Fragen des 21. Jahrhunderts überhaupt zu verstehen. Die Politik zeigt mit der aufkeimenden Verbotsmentalität, aber auch durch ihren Umgang mit der Wirtschaftskrise, ihren Steuerungsverlust. Die Themen bei denen politischer Gestaltungsraum besteht, sind dagegen nicht auf dem Radar.
Die Piraten Greifen die Themen des 21.Jahrhunderts auf. Wenn die Feinde der Freiheit in Zukunft weiterhin so wüten wie in den Letzten Tagen, steuern wir auf eine repressive Gesellschaft aus Überwachung und Geistigen Eigentum. Spätestens wenn dies allzu offensichtlich wird kommt die Stunde der Piraten!

09.06.2009 | 15.51 Steffen Kraft

Ich denke, es stimmt: Wie wichtig die Piratenpartei werden wird, hängt vor allem vom Verhalten der etablierten Parteien ab.

Die Frage ist, ob sie es schaffen, dieses Wählerpotenzial an sich zu binden, wie damals SPD und Grüne beim Aufstand der so genannten Generation Praktikum.

10.06.2009 | 01.13 oneiros

@Steffen: Welche etablierte Partei sollte diese Potential denn glaubwürdig binden? Die Regierungsparteien sind bei dem Thema erwiesenermaßen unwählbar (Zensursula &
Zypries), FDP (Onlinedurchsuchung in NRW), Grüne (Otto-Kataloge) und Linke (Wikipedia zensieren) auch. Da muß ich doch Pirat werden. :-)

10.06.2009 | 09.59 deFranzi

das ist eher eine frage des alters der parteimitglieder, es gibt auch in den etablierten genug menschen mit web 2.0 kompetenz und verständnis. nur die müssen erstmal nachwachsen, bzw gehört werden. wenn das nicht passiert, wie es momentan aussieht wiederholt man die fehler der vergangenheit und drängt die jugend in noch eine andere partei.

10.06.2009 | 13.21 Meschugge

@deFranzi Natürlich gibt es genug Junge mit web 2.0 Erfahrung. Allerdings kommen bei den Etablierten größtenteils nur noch Karrieristen voran. Aber es geht Hier eben nicht nur ums Alter, sondern auch um Interessen. So beleibt die Themen immer, entweder Verhandlungssache oder gar etwas was die Politiker so gar nicht wollen.

15.12.2009 | 22.14 Megan Fox-Smith

Die "Feinde der Freiheit"? Da können nur Piraten helfen!

26.12.2009 | 17.16 Megan Fox-Smith

nein, die relevanz können wir nicht bestreiten

09.06.2009 | 16.41 dk1982

Die Piratenpartei versteht wenigstens etwas von der Thematik, die sie vertritt. Anders als die großen Parteien, die das Internet als Folge der "Obamania" nur als Wahlkampfmaschine begreifen. 0,9% sind natürlich nur ein Anfang, aber ein doch beachtlicher.

Was der Partei zur großen bundespolitischen Bedeutung fehlt, ist eine Art Großereignis, z.B. ein großen Online-Datenskandal. Die Grünen wurden ja auch erst mit Tschernobyl so richtig groß.

10.06.2009 | 13.32 klagefall

Schon eine feine Sache für Parteistrategen, so ein Super-Gau.

11.06.2009 | 19.40 ike

Nun, ich hoffe inständig, dass uns ein Super-GAU verschont bleibt. Vom Leiden anderer zu profitieren, das ist nicht mein Ding.
Auch so geben uns ja "Zensursula" und unser Innenminister haufenweise Steilvorlagen. Und was sie da alles produzieren, erzeugt langsam aber sicher immer mehr Gegenwind.

17.06.2009 | 08.05 Ravenbird

Was der Piratenpartei als 'Themenpartei' fehlt ist in meinen Augen mehr außerparlamentarische Demokratie. Sprich Volksabstimmungen die auch direkt vom Volk initiiert werden können. Denn diese würden kleinen aktiven 'Themenparteien' wie der Piratenpartei die Möglichkeit geben das Volk von ihren Standpunkten zu überzeugen und diese auch gegen den Willen der Regierungsparteien umzusetzen wenn es die Bürger so wollen.

09.06.2009 | 17.36 Boomel

Für mich ist der wichtigste Punkt der Piraten der, das dem Bürger der Staat wieder näher gebracht wird und um eine Identifikation (mehr als 40% Wahlbeteiligung) möglich zu machen ist die Umkehr vom bläsernen Bürger zum gläsernen Staat gefragt! Das gepaart mit wichtigen (digitalen) Schutzfunktionen für die Bürger ergeben ein Deutschland das wieder vorwärts kommt und attraktiv ist (und dies nicht nur in der Netzpolitik).

Aber lassen wir uns überraschen was passiert, mein persönlicher Tip sind 1,5-2 % bei den BTW09 !

apropos ich.waehlepiraten.de - danke :)

11.06.2009 | 19.41 ike

Die 1,5 bis 2% wären genial, werden aber schwierig zu erreichen sein. Wir treten ja maximal nur in 10 Bundesländern an, da die anderen Landesverbände noch in der Gründung sind.

10.06.2009 | 01.14 oneiros

Achja: In der Grafik da oben fehlt die Piratenpartei. :-)

10.06.2009 | 11.43 Jan Jasper Kosok

Richtig. Find ich auch. Aber Psst. ;)

10.06.2009 | 17.04 Wahlkampfarena

Da müssen die Piraten wohl noch ein paar Seemeilen rudern! :)
(aber es ist registriert)

19.06.2009 | 15.23 Drahflow

Wie jetzt? Da oben gibt's nur Parteien, die schon drin sind?

10.06.2009 | 11.37 Jan Jasper Kosok

Wenn man bedenkt, dass das Internet hierzulande nur gemächlich in unseren Alltag eingebunden wird, könnte man geneigt sein, die Piraten als Eintagsfliege abzustempeln.

Gerade dies aber ist ihre große Chance: Es gibt Platz zu wachsen. Die Piraten stehen momentan noch ganz am Anfang ihres Werdegangs, es ist nicht abzusehen, wohin der Weg geht. Wenn sie es aber schaffen, dieses Fleckchen Gesellschaft, das sich Internet nennt, für sich thematisch zu behaupten, sitzen sie zumindest langfristig im richtigen Sattel.

Eine Erfolgsgeschichte ähnlich den Grünen könnte möglich sein. Die Piraten müssen nur etwas machen, und davon eine Menge richtig. Die Informationsgesellschaft würde es ihnen in ein paar Jahren danken, mit Stimmen und Anerkennung.

10.06.2009 | 18.01 westerhoff

Das Parteiensystem ist stark im Umbruch, die SPD auf dem besten Weg unter die 5-Prozent-Hürde zu rutschen. Wir brauchen neue Parteien, und die Piraten scheinen mir geeignet dafür. Vielleicht ist ihr Name taktisch unklug gewählt, aber auf den Inhalten und Ideen, die sie jetzt schon bieten, kann man aufbauen.

11.06.2009 | 11.14 klara

1. Die Piratenpartei steht für eine Tendenz: hin zur Monothematik. Immer weniger Leute sind bereit, sich einer Partei und allen ihren Werten zu verschreiben, ob als Mitglied oder Wähler. Immer mehr junge, gut informierte Leute, möchten punktuell entscheiden. (

2. Die Parteiendemokratie insgesamt befindet sich im Umbruch, demontiert sich teilweise selbst, hat nicht nur ein Generationen-, sondern auch ein inhaltliches Problem. Dazu kommt ein durch Hierarchien und "Professionalisierung" von Politik verursachtes Demokratie-Defizit.

3. Wer entscheidet über "bundespolitische Relevanz"? Wer munter eine eigene "Themengruppe" bildet, um politisch Gehör zu finden, der engagiert sich doch schon in relevanter Weise?

11.06.2009 | 20.05 ike

Die Volksparteien befinden sich auf dem absteigenden Ast, schon lange bevor die Piraten erschienen.

Genauso wie es früher nur ARD und ZDF gab und später Unmengen anderer Sender hinzukamen, wird sich wohl auch das politische Gefüge verändern. Ich sehe darin keine Gefahr, sondern eine Chance.

11.06.2009 | 20.12 klara

Naja, von Gefahr hab ich zwar nicht gesprochen, aber natürlich läge auch eine Gefahr darin: wenn ein Machtvakuum entsteht.

Und das Beispiel mit ARD und ZDF ist hoffentlich nicht beispielgebend - die Qualität hat sich durch die Privaten nicht unbedingt verbessert, und auch politisch hatte die Einführung des Privatfernsehens unter Kohl den gewünschten Erfolg: Entmachtung der als zu "links" (°hüstel°) verhassten Öffentlich-Rechtlichen Alt68er...

12.06.2009 | 12.02 wohltaer

Eine Bewegung oder ein Initiative mit den Zielen der Piraten finde ich richtig gut.

Aber eine weitere Zersplitterung der Parteienlandschaft mit Mono-Themen halte ich für extrem gefährlich.

Wie soll dann jemals eine fortschrittliche Mehrheit zustandekommen gegen diejenigen, die das wählen was sie immer wählen damit es möglichst so weitergeht wie es immer ging?

Das Fernsehsender-Beispiel ist wirklich kein gutes :-)

11.06.2009 | 13.09 stubsy1979

Frage: Warum wird ständig über diese und jene Partei gehetzt um sich selber besser zu stellen? Bestimmte große Klientel Parteien, worin unterscheiden sie sich denn noch sichtbar? Die Antwort ist bitter aber für manche wohl scheinbar auch beruhigend: sie unterscheiden sich überhaupt nicht mehr. Weil alles Bestandteil unseres Systems ist. Aber wir könnten besser in eine andere Richtung laufen. Wir müssen innehalten und uns wieder auf uns selbst besinnen um zu überlegen was getan werden muss. Und nicht wieder erst nach einem Krieg.

11.06.2009 | 14.40 Metalpaule

Als ich über den Wahl-o-Mat erfuhr, dass ich angeblich am meisten mit den Grundsätzen der PIRATEN übereinstimme, habe ich mir das mal genauer angeschaut.
Die Themen, die die Piraten ansprechen, sind absolut relevant und von keiner der etablierten Parteien konsequent vertreten.

Chaoten sind das nicht. Es sind Leute, die alle aufgeschreckt sind durch den geräuschlosen Einstieg in den digitalen Überwachungsstaat.

Beim Treffen in Berlin waren 40 Neuinteressierte! Zahlen, von denen ein CSU-Ortsverein träumen kann. 5% werden schwierig. Aber es reicht, um ein klares Zeichen zu setzen, dass mit immer abwegigeren Verboten (Paintball- und Killerspielverbot, Internetzensur, Überwachung etc.) die überwiegend jungen Wähler nicht einverstanden sind.

11.06.2009 | 14.50 Nivat

Die Piratenparei hat vielleicht nicht den besten Namen, das liegt daran, dass die Piratenparteiartei in Deutschland sich den Namen nicht ausgedacht hat. Er kommt von der schwedischen Piratenpartei, welche Schweden gerade zur drittstärksten Kraft geworden ist.

Die Piraten verstehen sich mehr als Internationale Bewegung, sie bewegen sich eben in einem globalen Netz.

Die Themenarmut verzeihe ich den Piraten noch, sie sind noch eine junge Partei.

Falls sie es schaffen zu wachsen und die Genration der Computernutzer an die Urnen zu brigen, werden sie bald sechste Partei.

Wenn.

11.06.2009 | 14.52 Raffaela J.

Die Piratenpartei ist nicht die erste durchaus auch selbstironisch in die Welt blinzelnde Vereinigung bürgerschaftlichen Engagements, da waren auch bei den jüngsten Kommunal- und Europawahlen vielerlei Gruppierungen zu beobachten, unterschiedlichster Couleur, die reichlich Stimmen bekommen haben. Aber was die Piratenpartei angeht, so thematisiert sie ja nicht nur die freie Verfügbarkeit geistiger "Güter" im Netz, Datenschutz und dergleichen, sie nimmt auch die sich oft genug in Ritualen erschöpfende Parteiendemokratie spöttisch in den Blick, und das hat etwas erfrischendes. Mal sehen, wo dieses "Piratenschiff" hintreibt ...

11.06.2009 | 17.59 Philip Grassmann

Von 0,9 Prozent der Stimmen bis zur bundespolitischen Relevanz ist es ein weiter Weg. Aber die Piratenpartei wird ihn gehen. Denn sie ist ja keine Protestpartei, sondern sie ist etwas neues, etwas anderes. Das Netz wird die Kommunikation immer mehr verändern. Dem werden sich auch die politischen Parteien nicht entziehen können. Wer das, wie die Piratenpartei,möglichst früh merkt, wird schon bald ziemlich weit vorne mit dabei sein.

11.06.2009 | 18.52 insideX

Sicher sind wir auf dem Weg zur bundespolitischen Relevanz. Datenschutz, Infrastrukturmonopole, die unkontrollierte Einflussnahme der Wirtschaft auf die Politik, die (unsägliche) Killerspieldebatte, der Hackerparagraph, die BKA-Gesetzte, die Netzsperren, das vollkommen unzeitgemäße Urheberrechtsgesetz, Patene auf Software, die Frage nach freiem Wissen und wem es jetzt gehört, die Vorratsdatenspeicherung, Vergütungsmodelle für Urheber im Internet, freier Zugang zu Kunst, Kultur und Wissen .....
das sind Fragen mit denen sich die Piraten befassen und das sind Fragen von bundespolitischer Relevanz. Deshalb ... ein klare JA

11.06.2009 | 19.33 Matthias

Zu einer „richtigen“ Partei fehlt den Piraten sicher noch das breit gefächerte Programm. In wie weit sie sich dann von einer Partei wie der FDP, oder den Grünen abgrenzt, kann ich im Moment nicht erkennen. Aber wer weiß - die aktuelle Stimmung ist doch nicht ungünstig für den Erfolg der Piraten. Vielleicht erleben wir noch Koalitionen, die sich aus Themenparteien zusammen setzen. Jamaika-Piraten? :))

17.06.2009 | 08.16 Ravenbird

Eben das fehlen eines breit gefächerten Programms macht die Piraten für mich nicht wählbar. Den man kann nicht voraussehen wie sie, falls sie in den Bundestag kämen, bei Themen die nicht ihren Kernthemen entsprechen abstimmen würden.

Allerdings halte ich die Kernthemen der Piratenpartei und ihre Standpunkte dazu für absolut richtig. Aus diesem Grund hätte ich persönlich den Wunsch nach mehr direkter Demokratie. Sprich verbindliche Volksabstimmung mit der Möglichkeit das das Volk diese selbst initiieren kann. Den genau dort könnten dann Gruppen und Kleinparteien wie die Piratenpartei ansetzen und ihre an sich positiven Ziele auch ohne Einzug ins Parlament umsetzen wenn sie eine Mehrheit bei den Bürgern dafür finden.

11.06.2009 | 20.12 ike

Man muss immer eines bedenken: "bundespolitische Relevanz" ergibt sich nicht ausschließlich, wenn eine Partei im Bundestag vertreten ist, sondern wenn sie es schafft, die Bundespolitik zu beeinflussen.

Und wenn sie es schafft über Petitionen, Demonstrationen und sonstige Aktionen auf sich und die Themen aufmerksam zu machen und die Politik dadurch verändert, dann ist eine Partei in der Tat relevant.

11.06.2009 | 20.40 Stefan999

Ja, denn vor allem die großen Volksparteien haben das Internet verschlafen. Die aktuelle Debatte um die Sperrliste für Kinderpornographie beweist das. Zwar haben die kleineren Parteien Internetthemen schon aufgegriffen, aber die FDP vertritt z.B. beim Urheberrecht nach wie vor die traditionelle Sichtweise, während bei den Grünen die Gefahr besteht, dass Internetthemen bei Koalitionsverhandlingen für Zugeständnisse in der Umweltpolitik geopfert werden. Und die Linke hat in Ländern, in denen sie mitregiert (z.B. Berlin) schon gezeigt, dass sie als bürgerrechtsorientiertes Korrektiv nichts taugt.

11.06.2009 | 22.54 Leibowitz

Warum nicht? Ich (36) habe der PP bei der Europawahl meine Stimme gegeben, weil ich ansonsten ungültig gewählt hätte. Für mich sind aus verschiedenen Gründen alle gängigen Parteien unwählbar. Die PP ist die Chance auf etwas Neues und zudem beschäftigt sie sich thematisch mit Dingen die mich betreffen. Das ich da nicht alleine bin zeigt das Ergebnis von 0,8 Prozent aus dem Stand. Fall sie die Zulassung zur Bundestagswahl bekommen, gehe ich davon aus, dass es im Herbst noch mehr Stimmen werden können. Was die PP dann politisch daraus macht hängt dann von den Mitgliedern ab. Jedenfalls ist die PP seit langem die erste Partei, der ich wieder Interesse abverlangen kann.

12.06.2009 | 16.54 AndreasBaum

Die Piratenpartei hat einen grundsätzlich anderen Ansatz als andere Parteien. Es geht um die direkte Beteiligung am demokratischen Prozess.

Bei uns kann jeder (dazu muss er noch nicht einmal ein Parteimitglied sein!),

*eine Seite im Wiki erstellen,
*einen Beitrag im Forum verfassen.

Jeder Pirat

*kann einen Programmentwurf der Basis empfehlen,
*einen Satzungsänderungsantrag verfassen und einreichen,
*an jeder Vorstandssitzung teilnehmen.

Einer der wichtigsten Unterschiede ist jedoch die Möglichkeit

*das eigene Stimmrecht auf dem Bundesparteitag wahrzunehmen.

12.06.2009 | 22.23 misterL

Lieber Andreas.

Ich will weder über die Inahlte noch über die Strukturen diskutieren. Sind sind nicht Kern der Frage. Diese lautet übersetzt:

sind 230.000/25.000.000 Stimmen bundespolitisch in irgendeiner Weise relevant? Es ist ein schöner Erfolg - aber sind keinesweg relevant.

Mit kommt das was um die "Piraten" abgeht vor, wie wenn Victoria Köln in der dritten Liga angekommen davon spricht, nächstes Jahr Deutscher Meister zu werden und die Fans vom schönen Erfolg ganz betrunken dass auch noch glauben.

Realpolitsch bangen hundertausend in diesem Land um ihren Job, ihre Existenz/ihre Zukunft und bei den "Linken" feiern sich und feiert man die Piraten. Ich finde es absurd.

12.06.2009 | 22.23 Bildungswirt

Weiter so. Und zwischendurch eine Gedenkminute für euren antiken Ziehvater Heraklit einbauen. Wer kann schon auf solch eine große Tradition wie die Piraten und Flußtheoretiker zurückgreifen.

12.06.2009 | 22.34 Bildungswirt

@misterL
Unsere Kommentare haben sich zeitgleich überschnitten, deshalb Fortsetzung meines Kommentars.
Victoria Köln ist gar nicht schlecht, andere fangen in der Kreisklasse an. Deutscher Meister ist gar nicht das Ziel. "Ganz betrunken"? Na und, warum sollen sie sich nicht freuen. Bei den traditionellen Parteien wird gesoffen, dass sich die Balken biegen. In Joschka Fischers aufmüpfiger Zeit bezeichnete dieser den deutschen Bundestag als Alkoholiker-Versammlung. Also etwas mehr Milde bei den Piraten. In der Ruhe liegt die Kraft, der Hype kommt noch.

12.06.2009 | 22.38 misterL

Ich habe nix gegen feiern, aber die Piraten werden weder im September 2009 noch irgendwann auf dem Weg bis 2014 den Kanzler/die Kanzlerin stellen. Zwischendurch gibt es dann noch das eine oder andere reale Problemchen überhaupt in die Debatte zu bekommen. Von lösen will ich gar nicht schreiben.

Ach ja, und dann geht in diesem Land immer noch um linke Mehrheiten. Das geht nicht wenn jede "Separatisten-Partei" meint, sie müsse um die 1.x % bekommen.

12.06.2009 | 23.23 Bildungswirt

@misterL
"weder im September 2009 noch irgendwann auf dem Weg bis 2014 den Kanzler/die Kanzlerin stellen."
Na, da höre ich schon die Angst hervorluken oder ein Gespenst geht um in Europa. Prognose: Die Piraten stellen 2025 die Kanzlerin. Die neue Rebellen-Partei, gegründet 2011, wird Koalitionspartner und ich werde Alterspräsidentenberater für heikle außenpolitische und ökologische Fragen. Ist das nicht ein politische Perspektive. Daran wird mit Liszt und List heiter und efizient gearbeitet.

13.06.2009 | 20.33 Andreas

Was nützen mir die ganzen Beteiligungsmöglichkeiten, wenn die Mehrheit der Piratenpartei eine andere Position als ich hat?

Beteiligung ist doch kein Selbstzweck. Wenn die CDU sich so öffnen würde, wäre sie auch keine bessere Partei.

Die Piraten müssen erst noch einmal einen Konsens zu anderen wichtigen Themen entwickeln. Wenn der mit meinen Positionen übereinstimmt, könnte ich die Piraten vielleicht wählen.

12.06.2009 | 22.20 Bildungswirt

Die Digitale-Piraten-Partei-Bewegung wagt etwas NEUES.Sie setzt erst auf ein Thema, wächst im Netz und schaut sich dann nach weiterem Neuland um.Ein neuer Parteitypus kann sich mit digitaler Bewegung und flexiblem Geist vertragen (dazu sind die alten Parteien nicht fähig).
Deshalb kann man den Piraten und Rebellen nur empfehlen: Bitte kein festgezurrtes Partei(tags)programm - genau das wollen die politischen Gegner, damit sie öffentlich sezieren können - sondern immer die Standardantwort: ALLES im FLUSS, Heraklit lebt und weiter das eigene Rhizom knüpfen.
Rhizomgrüße vom Bildungswirt

12.06.2009 | 22.33 misterL

Jau.

"Die Digitale-Piraten-Partei-Bewegung wagt etwas NEUES.Sie setzt erst auf ein Thema, wächst im Netz und schaut sich dann nach weiterem Neuland..."

Möge es zwischendurch bloss keinen grossen Stromausfall geben.

12.06.2009 | 23.45 M1CK3Y

Die Piratenpartei hat m.E. dann eine Zukunft wenn sie zwei Ansätze verwirklicht, die allerdings noch genauer ausgearbeitet und konkretisiert werden sollten:

1.das betrifft das Verhältnis des Bürgers zum Staat: Hier sollte wirklich der GLÄSERNE STAAT gefordert werden, mit allen Implikationen. Den staatlichen Institutionen sollte ein grundsätzliches Misstrauen entgegengebracht werden. Eine Überwachung des Staates durch die Bürger.

2. das betrifft das Verhältnis zum Eigentum bzw. Urheberrechten. Hier sollte eine Alternativökonomie entwickelt werden, die nicht auf Eigentums/Urheberrechten basiert.

Gibts da theoretische schon theoretische Ausarbeitungen zu diesen Fragen???

13.06.2009 | 09.55 Vash

Gerade die Themen der PIRATEN sind in den anderen Parteien recht stark untergeordnete Themen. Die Wichtigkeit dieser Themen wird durch wachsende IT-Landschaften und Vernetzung von Staat und Bürger immer wichtiger. Aus dem Grund ist es wichtig, dass die PIRATEN hier Akzente setzen und sich auf ihr Programm konzentrieren.

Wenn den PIRATEN in den nächsten Jahren ein wachsender Erfolg beschieden ist, dann ist es unumgänglich, auch zu weiteren Stellung zu beziehen um an politischer Relevanz zu gewinnen. Im Moment ist das nicht so wichtig, aber wenn es die PIRATEN es zu gegebener Zeit schaffen ihr Programm sorgfältig, und nicht überstürzt, zu erweitern, dann können sie es langfristig gesehen schaffen tatsächlich in den Bundestag zu gelangen.

13.06.2009 | 11.27 insideX

Das Internet ist da, der Geist ist aus der Flasche. Das jetzt neue Parteien entstehen, trägt dieser veränderten Wirklichkeit Rechnung. Die "alten" Parteien sind, auch schon von ihrer Personalstruktur her, nicht in der Lage diese Wirklichkeit zu verstehen, sie erkennen die Potenziale nicht und verwenden ihre Kraft darauf, diese Wirklichkeit auf das zurecht zu stutzen was ihrer Auffassung von Wirklichkeit entspricht.
Damit ebnen die "alten" Parteien dieser neune Partei den Boden und ich behaupte, sie können nichts dagegen tun.

Wenn selbst Gewerkschaften die Ziele dieser neuen Bewegung für sich adaptieren ( e-government.verdi.de/oeffentliche_dienste_2.0/berliner_manifest ) dann ist diese Partei von bundespolitischer Relevanz.

13.06.2009 | 23.09 Bildungswirt

Gut gebrüllt, Löwe. Ich meine selbstverständlich PIRAT. Die Kunst der Piraten besteht darin, auch gegen den Wind segeln zu können: wendig, dynamisch, effizent.
Neue Länder, sagen wir in der politischen Landschaft SACHGEBIETE, werden von Piraten entdeckt. Kommt Zeit, kommt Rat und Pirat.

13.06.2009 | 17.46 Wahlkampfarena

Jörg Tauss erklärt auf Anfrage der Wahlkampfarena:

"Das Wahlergebnis der Piratenpartei in Schweden kommt nicht ueberraschend. Es kann auch in Deutschland und anderen europaeischen
Laendern eintreten, wenn ein Mainstream in der etablierten Rechts- und Innenpolitik, vor allem in der Union, weiterhin mit Vorratsdatenspeicherung, Datenschutzvernachlässigung, Online-
Durchsuchungen, populistischen "Killerspiele"- Debatten, Internetsperren und einem Urheberrecht aus der analaogen Welt Menschen bespitzeln,
bevormunden, informationeller Selbstbestimmung und Informationsfreiheit berauben will.

Jörg Tauss, MdB (SPD)

14.06.2009 | 14.58 jens.seipenbusch

Wer kann ernsthaft an der Relevanz einer Partei zweifeln, die sich bei stark wachsender Mitgliederzahl hauptsächlich den Themen des Informationszeitalters widmet? Gerade diejenigen, die meinen, zu den Verlierern dieser Revolution zu gehören, sollten im Börsenjargong gesprochen lieber früher Verluste realisieren, anstatt an ihren Aktien festzuhalten, bis sie gar nichts mehr wert sind. Wir Piraten haben die digitale Revolution nicht verursacht, wir wollen sie politisch gestalten.
Allein über diese mir oft gestellte (Relevanz-) Frage kann ich nur ungläubig staunen.

20.09.2009 | 20.54 Stefan Höltgen

Es ist auch eine Frage der Wähler-Strategie: Die Piraten-Partei zu wählen kann ja auch ausdrücken, den anderen Parteien ein deutliches Zeichen zu geben, endlich ihre Politik thematisch und personell dem Informationszeitalter anzupassen. Je mehr Stimmen Ihre Partei gewinnt, desto weniger wird dieses Zeichen zu ignorieren sein. Schon das wäre ein Erfolg - wenn nicht für Sie, so doch für Ihre Sache!

15.12.2009 | 22.15 Megan Fox-Smith

Ein Pirat!

14.06.2009 | 21.51 andrea guse

mir persönlich fehlt es noch ein wenig an substanz. aber das kann ja noch werden, deswegen: ja! hoffentlich! auch wenn es mir wirklich schwer fällt für eine partei zu sein, die sich "piraten" nennt. klingt eher wie ein killerspiel, nicht?

14.06.2009 | 21.57 Diana Golze

Die geringe Wahlbeteiligung bei der EU-Wahl und der Stimmenzuwachs der kleinen Parteien sind die gelbe Karte für die Politik der etablierten Parteien. Die Regierenden treffen Entscheidungen am realen Leben der Menschen vorbei, die Opposition hat aber ebenfalls Mobilisierungs- probleme. Politik muss in Deutschland wieder mehr tun, um die Kluft zwischen Politik und Bürger/innen zu überwinden.

16.06.2009 | 14.25 andrea guse

ich sag nur: steriler kann man einen beitrag nicht formulieren. und: thema verfehlt. politische plattitüden sollte man woanders loswerden, z.b. bei einem parteitag der linken.

15.06.2009 | 09.22 taussendsassa

Das Wahlergebnis der Piratenpartei in Schweden kommt nicht ueberraschend. Es kann auch in Deutschland und anderen europaeischen Laendern eintreten, wenn ein Mainstream in der etablierten Rechts- und Innenpolitik, vor allem in der Union, weiterhin mit Vorratsdatenspeicherung, Datenschutzvernachlässigung, Online- Durchsuchungen, populistischen "Killerspiele"- Debatten, Internetsperren und einem Urheberrecht aus der analaogen Welt Menschen bespitzeln, bevormunden, informationeller Selbstbestimmung und Informationsfreiheit berauben will.

15.06.2009 | 22.19 Judith Seipel-Rotter

Die *Themen* der Piratenpartei sind es, die bundespolitische Relevanz haben. Ich möchte allerdings davor warnen, sie für machtpolitische Profilierung mit Aussagen wie "vor allem in der Union" (wie nun geschehen von Herrn Tauss) zu nutzen. Ich werde nicht näher darauf eingehen, wie sehr auch die SPD kräftig mit von der Partie ist, unsere Grundrechte einzuschränken, sondern möchte an diser Stelle doch lieber dazu aufrufen, die Inhalte nicht zu vergessen. Zeichnet die Petition gegen die Internetzensur noch bis morgen! Benennt die Probleme, setzt Euch für Meinungsfreiheit ein, solange es noch möglich ist - und nutzt das alles nicht, um "politische Gegner" zu diffamieren. Es geht um uns alle und wie wir uns die Zukunft gestalten wollen.

18.06.2009 | 00.20 fastiglioso

Es hat ein Gutes: eine sehr junge Zielgruppe wird angesprochen und animiert, sich politisch (wenn auch fokussiv) zu engagieren.

Besser wäre, die ganzen kleinen, fokussierten Parteien würden sich bündeln. Sie ergänzen sich und es wird ein Ganzes draus.
Die gesamte Bandbreite deckt keine Partei ab.

Und die es angeblich tun sind am Abdriften, da sie gekauft sind.

Besser also engagierte Piraten als dumpfe Prolls, sie sind in jedem Fall eine Bereicherung und sorgen für Graswurzelnachschub.

11.07.2009 | 01.40 designair

Die Piratenpartei trifft den Nerv der heutigen (digitalen) Welt, so wie dies einst die Grünen im Zeitalter von Tschernobyl und Exxon Valdez taten.

16.07.2009 | 19.57 manstruator

Wenn man das "junge Volk" mit dem, was es als wichtig empfindet, in Sparten sortieren will, stimmt das so. Es wird auch weiterhin "grüne" Ansichten geben. Ob sich aber das Zeitempfinden vor allem mit der "Netz"- und "Überwachungs"- Frage so herausheben kann, dass der Zuspruch in der Art überproportional wächst, wie einstmals bei den Grünen, wäre abzuwarten. Es wäre jedenfalls ein Phänomen. Ich sehe in der Entwicklung noch nicht die tangierenden Elemente, wie einst die Ostermärsche, kurz die Friedensbewegung, die auch den "grünen" zu ihrer Farbe verhalfen, auch wenn man meinen könnte, dies wäre unverdient gewesen. Ich bin also mal gespannt...

11.07.2009 | 15.24 Joachim Losehand

Die PIRATEN sind jetzt und vor allem eine themenorientierte und -zentrierte politische Bewegung. Ihre Anliegen sind Bürgerrecht und Bürgerfreiheit in der (digitalen) Informationsgesellschaft.

Zudem ist für sie die Zukunft der "wichtigste Ressource Deutschlands", der Kreativität, ein zentrales Anliegen: die Urheberrechte.

Mit den Aufgaben, die ihnen die Wähler übertragen, werden auch die Themen und das Spektrum wachsen, die die PIRATENPARTEI inhaltlich besetzen kann.

Die PIRATEN besetzt Themen von bundespolitischer Relevanz, ob sie als Organisation auch selbst auf dem Weg zu solcher Bedeutung ist, lese man im sonntagmorgendlichen Kaffeesatz. Ich neige bei aller skeptischen Vorsicht zu einem sympathisierenden "ja, vielleicht".

11.07.2009 | 17.40 Bajuware

Für mich stellt die Piraten-Partei eine verlockende Option dar. Nicht das ich mich mit "allen" Punkten auf der Liste anfreunden kann, das ist bei keiner Partei der Fall, dennoch halte ich es für eine gute Chance.

Eine Chance etwas mehr Verständnis für neue Medien und ein Sprachrohr für die jungen Menschen im Land, in die Politik zu bringen.

Unsere Politiker werden immer älter und distanzieren sich zu sehr von der jungen Generation, das halte ich für sehr bedenklich. Zwar gibt es in anderen Parteien durchaus auch fähige Jung-Politiker, die sich aber aufgrund der internen Parteigegebenheiten, meiner Meinung nach, nicht frei entfalten können.

15.07.2009 | 20.49 ebertus

Ja mit Einschränkungen. Weiteres habe ich in meinem ersten Blog hier thematisiert:

www.freitag.de/community/blogs/ebertus/die-piraten---erste-reale-naeherung

30.07.2009 | 13.00 Derk

Die PIRATEN werden zwar als 1-Themenpartei wahrgenommen, aber nur, weil sich niemand bemüht die aktuellen Veränderungen zu recherchieren. Bereits auf dem Bundesparteitag wurde das Parteiprogramm zum Thema Bildung erweitert.
Derzeitige positionierungen zu anderen Themen sind am Laufen, werden aber selbstredend nicht vor der Wahl fertig sein, denn nichts ist schädlicher für _gute_Politik_ als _schlechte_Standpunkte_.

contra

10.06.2009 | 11.05 MeisterderO

Blödkram alles! Die Piratenpartei wird in der Senke verschwinden. Ein kurzer Augenblick, viel Gerede um NICHTS!

Was hat sie denn in der inhaltlichen SUBSTANZ zu bieten, ausser ein bißchen Protest BLABLA?

NICHTS, absolut NICHTS.

Piraten wurden früher über Schiffplanken im Meer versenkt! So wird es auch der Piratenpartei ergehen!

Schwupp und weg!

Ich gründe dann die Haifischpartei, wenn die Chaoten von der Planke in's Meer hüpfen, *ganz fies schmunzel* - mit ernstem Hintergedanken!

Humor mag ja lustig sein, aber bei Chaoten wie den Piraten verstehe ich keinen Spass. Wer dahinter steht, weiß ich nicht, aber in jedem Fall keine Demokraten, nur Piraten!

Deppen halt!

10.06.2009 | 13.29 Meschugge

Da hat sich jemand so gar nicht mit den Inhalten der Piraten auseinander gesetzt. Natürlich haben die Forderungen der Piraten einen Protestton, aber anders als die Grünen haben die Piraten von vorne herein Ziele die real politisch zu verwirklichen sind. Wo du bei den Etablierten Parteien Substanz siehst ist mir dabei nicht klar.

10.06.2009 | 18.06 spreewald

Deppen halt? Ich bitte Sie. Die Piraten besitzen Kompetenz auf ihrem Kerngebiet, und ihre Argumentation ist auf einem Niveau, dass für einer fundierten Kritik absolut nicht gerecht wird.

11.06.2009 | 11.00 Wahlkampfarena

Lieber MeisterderO,

vielen Dank für Ihren meinungsstarken Beitrag. Leider schießen Sie mit der oben markierten Titulierung der Piratenpartei aber über das Ziel hinaus. Wir alle wollen Diskussionen mit Zündstoff, aber ohne Beleidigungen. Bitte halten Sie sich deshalb an die Nettiquette (is.gd/YHMX).

Vielen Dank,

Ihr Wahlkampfarena-Team

11.06.2009 | 19.36 ike

Natürlich geht es um Protest - aber wir sind nicht nur einfach "dagegen". Bei der derzeitigen Filter-Debatte zeigen wir ja z.B. auf, dass Filterung keine Probleme löst. Nicht nur, dass sie einfach zu umgehen sind, sie lösen auch nicht das Problem.
Statt also einer Behörde so umfangreiche Macht zu verpassen, sollte das Geld lieber für die Opfer-Betreuung und die Prävention genutzt werden.

11.06.2009 | 22.23 calico jack

"keine Demokraten, nur Piraten"?
Wer hat denn Kapitäne gewählt und abgewählt? Wer hat denn über den Kurs mit Mehrheitsvoten entschieden? Wer hat denn die Beute egalitär aufgeteilt? Die Piraten in ihrem "Goldenen Zeitalter"! - Wenn die Piratenpatrei etwas von diesem Ethos geerbt hat, dann ist ihr eine bundespolitische Relevanz jedenfalls zu wünschen! Und zwar im Namen der Demokratie: "Zum Teufel mit dem König und allen höheren Mächten!" (Capt. Charles Vane)

11.07.2009 | 17.59 Bajuware

Es ist schon lustig junge Parteien als nicht demokratisch abzustempeln und im gleichen Zug das schmierentheater auf Politebene jeden Tag aufs neue zu ertragen. Entweder fehlt es an der Bildung oder es hat sich Gleichgültigkeit eingeschlichen. Bei der aktuellen Situation muss sich etwas ändern, damit Probleme gelöst und nicht verschoben werden. Da ist jedes noch so kleine Lüftchen erfrischung pur, bei diesem Kasperletheater

10.06.2009 | 11.06 Wesjohann

Die Piratenpartei beschränkt sich in ihrem Programm bewusst auf sehr wenige Themen. Wie sich ihre Abgeordneten in Fragen der Wirtschafts-, Sozial-, Außen- oder Umweltpolitik verhalten würden, verrät sie auf ihrer Homepage nicht. Wer sich also hinsichtlich mindestens 90% der relevanten Themen politisch entmündigen lassen will, wähle die Piraten!
Was die Ernsthaftigkeit angeht, sind aber die sächsischen Piraten spitze: Sie kandidieren zur Landtagswahl mit 4 Kandidaten. 6 Abgeordnete sind aber die Mindestzahl, die für eine Fraktionsbildung notwendig wären, d.h. die Piraten könnten im Parlament nicht einmal eigene Anträge stellen...

10.06.2009 | 13.48 Meschugge

Bei den Grünen sah es in den Anfangszeiten auch nicht anders aus. Bezüglich der sächsischen Piraten kann ich nur sagen: Wer erwartet das die Piraten zu dieser Zeit in Fraktionsstärke den Landtag einzieht den kann man dann auch nicht recht ernst nehmen.

23.07.2009 | 20.47 HannesB

Die Piratenpartei hat Kernkompetenzen. Es wäre politischer Selbstmord, noch als Kleinvereinigung schon als Volkspartei auftreten zu wollen. Die wenigen Themen geben den Piraten ein klar definiertes Gesicht und die nötige Glaubwürdigkeit, die aus dem Expertentum kommt.
Natürlich werden die Piraten nicht aus dem Stand in den Bundestag kommen. Aber sie formulieren eine Kritik, die in der Politik bisher noch keine Heimat gefunden hat - und das ist ersteinmal gut, weil sie die anderen Parteien dazu zwingt, sich um diese Themen zu kümmern.

02.01.2010 | 14.42 J. Bechberger

Das kann meinetwegen stimmen, aber die Partei ist erst wenige Jahre alt!

10.06.2009 | 12.33 marc.o

Das Thema oder die Themen sind auf dem Weg, auf dem allerbesten Weg zu bundespolitischer Relevanz. Besonders Parteien, die auf Wahlkampf im Netz setzen werden nicht daran vorbeikommen, zu Netzthemen durchdachte Positionen zu beziehen. Da die großen Parteien sich in dieser recht jungen Thematik nicht einig werden, wird kaum eine Partei im Bereich Bürgerrechte, Datenschutz und Internetsperren eine Lösung anbieten können, die die Generation C64 annehmen kann. Trotzalledem, bis September wird die Piratenpartei sich nicht so breit aufstellen können, um auch die anderen wichtigen Lebensaspekte wie wirtschaftliche Sicherheit und Familie für die junge Generation besetzen zu können.

10.06.2009 | 13.35 Meschugge

Parteien die auf Internetwahlkampf setzen? Internetwahlkampf heißt hier doch bloß ein Paar youTube Videos reinsetzen und irgendwelche StudiVZ profile machen. Mit Kampagnen aller Barry O. hat das wenig zu tun. Wähler werden hier nicht eingebunden, die Themen der Wähler werden auch keine Rolle spielen.

10.06.2009 | 16.58 Wahlkampfarena

Naja, es gibt schon einiges mehr, als nur YouTube und StudiVZ, was den Internetwahlkampf der Pateien betrifft. Aber Du hast Recht, was passiert, bleibt in der Parteicommunity stecken und Wähler werden viel zu selten eingebunden.

11.06.2009 | 19.44 ike

Müssen die Piraten diese Themen unbedingt sofort besetzen? Ich denke was die Piraten ausmacht, das ist die Sache, dass sie derzeit nur die Themen besetzen, die sie selber kennen.

Ich persönlich sehe die Piraten auch gerne in der Funktion als Katalysator. Wenn andere Parteien die Punkte der Piraten konsequent umsetzen, ist ja das Ziel auch erreicht - und das geht auch ohne Sozialprogramme.

10.06.2009 | 13.30 klagefall

Hoffentlich nicht. Ich wüsste nicht, wozu eine weitere Ego-Klientel-Partei gut sein sollte. Die Themen Datenschutz und Urheberrecht sind natürlich wichtig, rechtfertigen es aber nicht, daraus gleich eine politische Partei zu machen, zumal sie mit der gleichen Richtung schon bei den Grünen vertreten werden. Es gibt eine Menge Leute, die noch nicht einmal einen Zugang zu einem Computer und andere Probleme haben. Ich finde es nicht gut, sich aus diesem Feld einfach zu verabschieden und Politik nur noch für seinen Freundeskreis zu machen.

Solche Ein-Punkt-Parteien haben ja durchaus Konjunktur, eine Partei für Rentner, eine Partei für Frauen, eine Partei für Tiere etc..

10.06.2009 | 17.02 Anjuschka

Naja, und so hat jede Partei ihre (mehr oder weniger große und einflussreiche) Lobby. Sieht doch bei den Big 5 auch nicht anders aus!

11.06.2009 | 13.08 stubsy1979

ich finde richtig was klagefall da sagt. Wenn wir uns alle zersplittern dann können wir politisch garnichts gewinnen. Für sind uns doch auf einem grossen Spektrum einig aber die Lösungsansätze sind verschieden und in der Mehrzahl nutzlos bis gefährlich und Problem verschärfend. Die Unabhängigkeit verschwindet in der Masse. Einen Ausweg gibt es kaum aber man könnte sich zusammentun mit diesen unterschiedlichen "Freundeskreisen" wie klagefall es nennt.

11.06.2009 | 19.50 ike

Ich sehe es - naturgemäß - anders. Immer mehr Leute haben beruflich mit Computern zu tun, die junge Generation nutzt das Internet so, wie die älteren das Telefon. Die so genannte "Gesundheitskarte" betrifft wiederum jeden Bürger.

Also vertreten die Piraten durchaus mehr Bürger als nur ein paar "Computer-Freaks".

Bei den Grünen sehe ich das Problem, dass sie das Thema "Datenschutz" erst sehr spät aufgenommen haben. Als ich damals (Anfang 2007) in die Piraten eingetreten bin, war es kein von ihnen offen vertretenes Thema.

11.06.2009 | 15.39 vomsehen

Ich bin der Ansicht, dass die "Piraten" wichtige Fragen der Zukunft aufgreifen, aber "bundespolitisch relevant" werden sie sicher nicht, wenn man darunter einen meßbaren politischen Einfluss ALS PARTEI versteht.

Für sicher halte ich es aber, dass die "Piraten"-Themen von anderen Parteien aufgegriffen werden, sobald die registrieren, dass es eine meßbare Gruppe von Menschen wirklich bewegt. Zum Beispiel den Grünen (genaugenommen tun die das ja schon), u.U auch von der Linkspartei (kommt drauf an, wie sie sich weiter entwickelt).

11.06.2009 | 19.53 ike

Dem kann ich durchaus in einigen Punkten zustimmen. Ich hoffe, dass andere Parteien diese Punkte aufnehmen und ehrlich umsetzen. Deswegen ist ja auch eine Stimme für die Piraten bei den kommenden Wahlen nicht verloren. Denn selbst wenn es "nur" 2 Prozent würden, würde es doch ein Zeichen für die großen Parteien sein. Und wenn die großen Parteien auf einmal vom Daten-Saulus zum Daten-Paulus werden, bevor die Piraten irgendwo eingezogen sind, dann ist das Ziel doch erreicht, denn es geht ja um die Sache, nicht um die Macht.

11.06.2009 | 15.42 Ingo Arend

protestparteien wird man nur sehr schwer wieder los. kann man ja an den grünen und der linken sehen. ist das nicht ungerecht? da bemühen sich die großen volksparteien, den rechtsstaat zukunftsfähig umzubauen und wie wird es ihnen gedankt? mit einer piratenpartei. was tun? vielleicht sollte man einfach die marine einsetzen. allerdings nur mit uno-mandat für eine friedensstiftende mission.

23.07.2009 | 21.47 HannesB

tätää...

11.06.2009 | 16.32 andreaarcais

Käptn Iglo wird´s richten.

11.06.2009 | 16.46 MeisterderO

Piraten haben Holzbeine, die hinken auf einem Bein, weiß MANN aus Piratenfilmen!

Sehen können sie auch schlecht, auf einem Auge haben sie immer eine schwarze Klappe.

Seit Asterix und Obelix wissen wir, daß sie immer ihre eigenen Schiffe versenken! GGG

Gibt also wirklich KEINEN Grund, solche Chaoten zu wählen!

Wären sie ernst zu nehmen, würde ich hier inhaltlich argumentieren, aber so sage ich nur:

"blubb, blubb, blubb" die Piraten versinken in Veronas Spinat!

11.06.2009 | 16.58 taschentiger

Wen wählt man dann?

11.06.2009 | 17.23 Anjuschka

Vielleicht sollte man nicht unbedingt nur vom Namen auf den Inhalt schließen. Sicherlich gibt es Gründe, diese Partei zu wählen. Auch den Vergleich aus Comicfilmen finde ich eher hinkend, als das von Dir herangezogene Holzbein der Piraten. Ich denke eher, dass Dir hier die Argumente ausgehen, bzw. Du gar keine hast. Aber man kann ja zu allem seinen Spinat abgeben.

11.06.2009 | 18.58 Boomel

Die Bezeichnung Chaot , naja...

Aber dreimal darfst du raten wer sich als so ziemlich einzige Partei bei den kommenden Wahlen freuen wird!

Und da darfst du und die derzeitigen Machtparteien auch die ein oder andere Gabel Spinat zu dir nehmen. Popeye der Seefahrer lässt grüßen. :)

11.06.2009 | 19.58 ike

Übrigens, Du weißt, wieso Piraten Augenklappen getragen haben? Sie konnten schon meistens auf beiden Augen sehen. Aber damit sie unter Deck (wo es dunkel war) sofort etwas sehen konnten, verdeckten sie auf Deck eines ihrer Augen mit einer Klappe.

Im Gegensatz also zu anderen Seefahrern waren sie auch unter Deck nicht blind.

Und genauso wie andere Seefahrer unter Deck zunächst blind waren, sind andere Politiker auch blind, was die Themen der Informationsgesellschaft angeht.

14.06.2009 | 16.23 Dattel

Ich kann mir eine grosse Verschwoerungstheorie vorstellen, wenn die Piraten es doch in die Relevanz schaffen werden. Vermutlich wird ihr Name ihnen dann zum Verhaengnis, da man ihnen anhaengen wird, dass sie sich mit den somalischen Piraten solidarisiert haben und mit denen schon die naechsten Datenkaperfahren durch das Netz planen auf der Suche nach geistigen Patenten, die man an failed states wie Somalia verscherbeln kann oder an andere Schurkenstaaten.

11.06.2009 | 17.03 MeisterderO

Apropos In Bayern ist die Bezeichnung "Deppen oder Depperte" umgangssprachlich und juristisch nicht strafbar, sonst säße ganz Bayern im Knast.

Und so Sachen wie die Piraten finde ich "deppert", chaotisch, nicht der Rede wert!

Macht mir aber Spaß, die Chaoten hier mal ein wenig zu ärgern, weil sie mehr schaden als nutzen!

Sie sollten sich auf das Schiffe versenken Spiel beschränken, dann entsteht niemand Schaden!

11.07.2009 | 17.55 Bajuware

Als "Bayer" kann ich mich nur wundern, das solche Leute wie Sie überhaupt den Zugang zum Internet finden. Typisch engstirniges Denken, von Leuten, die den ganzen Tag über die Jugend motzen - ihnen aber kein Sprachrohr zugestehen. Hauptsache beim Stammtisch dreht sich dann wieder alles um die sterbende Generation.

11.06.2009 | 17.37 jfenn

Das Wahlprogramm der Piratenpartei ist leider alles andere als brauchbar. Es ist bisher leider nur ein Torso, der lediglich den Kern dessen zu erkennen gibt, wofür die Partei insgesamt steht. Mir fehlt hier vor allem ein klares sozial-, bildungs- und wirtschaftspolitisches Programm, eine Aussage, wofür die Partei abseits von Urheberrecht und Internet steht, denn nur der kleinere Teil der Entscheidungen, die in der parlamentarischen Arbeit zu treffen sind, würde sich mit diesen Themen beschäftigen.

Es reicht nicht aus, nur bei den „Kampfstern-Galactica-Themen“ kompetent zu sein. Das Leben ist nicht nur digital… Solange eine Festlegung hierzu fehlt, kann man die Piratenpartei IMHO nicht zur Wahl empfehlen.

11.06.2009 | 19.03 Metalpaule

Meiner Meinung nach steht die Piratenpartei für ein "Stoppt den Verbote-Overkill". Internetzensur, Ego-Shooter und Paintball verbieten, Rauchverbot, Vorratsdatenspeicherung, Onlinedurchsuchung. Für alle, die nicht wollen, dass diese gefährliche Richtung des Einschneidens von Freiheiten ausgeweitet wird auf "kein Alkohol in der Öffentlichkeit", "Kein Küssen auf dem Schulhof" oder was auch immer man sich noch einfallen lassen kann - Eine Stimme für die PIRATEN ist eine Stimme für Freiheit und gegen Überwachung.
Bei austauschbaren Programmen der etablierten Parteien eine Mahnung, die Bürgerrecht nicht zu verstümmeln.

12.06.2009 | 08.41 misterL

Sorry, aber ich finde die Frage leicht gaga.

Die Partei hat 0.9% an Stimmen geholt bei einer Wahlbeteiligung von 43%. Unterstellt man höhere Mobilität der Freunde udn Anhänger dieser neuen Partei, so darf man davon ausgehen, dass sich der Wert halbiert oder drittelt.

Hallo? Wie wichtig ist das denn. Die Bibeltreuen liegen glaube ich auf ähnlichem Zustimmungspegel.

Die Piraten entern nicht das untergehende Schiff "liberaler Rechtsstaat". Es gibt einfach keine tragende Verbindung zwischen Plantsch.- und Haifischbecken.

Kommt wieder auf den Boden.

15.06.2009 | 22.10 oneiros

Sorry, aber derzeit erleben wir einen geradezu gigantischen Zulauf. Zumindest in Düsseldorf am Samstag standen die Leute Schlange, um Unterstüzerunterschriften abzugeben. Da geht noch was. :-)

25.06.2009 | 22.25 misterL

Das ist doch OK.

Bloss sehe ich immer nocheinen Unterschied zwischen einer Partei mit einer etwas umfassenden Thematik im Gepäck und einer nenne ich es mal NGO im Parteiengewand.

Da hätte ich dann auch die eine oder andere praktische Frage zu? Wie sind die "Piraten" mit anderen NGOs zB attac verbandelt? Oder Greenpeace? Gibt es da überhaupt eine (halbwehs) einheitliche Linie zu? Immer thematisch betrachtet.

15.12.2009 | 22.21 Megan Fox-Smith

Danke!

12.06.2009 | 11.53 wohltaer

Es wäre wünschenswert, daß die derzeitigen Themen der Piraten in der öffentlichen Diskussion wichtiger werden.

Es ist nicht wünschenswert, daß es eine weitere Splitterpartei auf dem linken Spektrum gibt.

Wie easy ist es wenn man was findet was sich auf eine sexy Frage zuspitzt und komplexere Fragen wie Mindestlohn oder ein Waffenverbot einfach nicht thematisiert.

Und schwupps: schon fehlen denjenigen, die schwarz-gelb verhindern können, mal wieder 0,9%.

Dann kann man sich am Wahlabend mit dem wohligen Gefühl die Birne volldröhnen, daß man es ja vorher schon gewußt hat daß alles immer schlimmer wird und sich in dieser verachteten Demokratie nix ändern läßt.
Herzlichen Glückwunsch!

13.06.2009 | 12.47 Metalpaule

Ich bezweifle, dass es ein originär "linkes Spektrum" ist, auf dem sich die Piratenpartei umtreibt. Sie ist eine zutiefst liberale Partei nach meinem Empfinden - und kann durchaus im bürgerlichen Lager viele Sympathien erlangen.
Zudem sind rot-rot-grün zur Zeit einfach zu schwach - niemand wird schwarz-gelb verhindern. Aber Stimmen für die PIRATEN wird die FDP vielleicht dazu bringen, endlich wieder liberalere Politik zu machen. Und bei SPD, Linke und Grüne dazu verleiten, über sich nachzudenken.

15.06.2009 | 11.01 Janusz

Das strategische Contra-Argument, das hier nicht nur von Wohltaer vorgebracht wird, trägt nicht.

Nirgendwo im Grundgesetz steht, dass es in Deutschland nur eine bestimmte Anzahl von Parteien geben darf. Eine parlamentarische Demokratie lebt von seinen Parteien unterschiedlicher Couleur. Die etablierten Parteien dürfen doch kein Monopol haben.

Außerdem ist es wohl kaum die Schuld einer neuen kleinen Partei, wenn die etablierten Parteien an Stimmen verlieren. Schuld ist in diesem Fall der Verlierer. Das ist der politische Wettbewerb. Wer sich den Bedürfnissen der Wähler verschließt, wird nicht gewählt. Stattdessen drängen neue Anbieter auf den Markt.

13.06.2009 | 15.03 Dattel

Wie kann eine Partei Zukunft haben, die sich fuer Datenschutz und Privatsspaehre im Netz einsetzt? Dabei muss sie vielleicht nicht in dem Punkt mit den anderen Parteien konkurrieren, aber ihr gegenueber steht die gewaltige Masse der Waehler, die sich nicht ausspionieren lassen wollen, da sie lieber alle persoenlichen Informationen bis ins Intimste auf diesen Web 2.0 Seiten wie Facebook, Studivz, Wer kennt, ... praesentieren. Die Liste ist ewig, da das Beduernis anscheinend grenzenlos ist sich selbst zu entwuerdigen und das nicht den fiesen Konzernen zu ueberlassen. Die kommen doch gar nicht mehr hinterher alle diese Daten zu speichen, um alles ueber ihre Mitarbeiter zu erfahren.

13.06.2009 | 20.27 Andreas

Ich habe zwar bei der Europawahl die Piraten gewählt, aber nur aus Protest.

Bei der Bundestagswahl gibt es wichtigere Themen, zu denen die Piraten nichts sagen wollen oder können.

Und wenn sie irgendwann etwas dazu sagen, werden sie in der Nähe der FDP ankommen, fürchte ich.

16.06.2009 | 12.52 Matthias Dell

das steht zu befürchten.

15.06.2009 | 00.42 Jakob Augstein

Auch wenn das vielleicht nicht der Sinn dieser Plattform ist, einer anderen Antwort ausdrücklich zuzustimmen: Aber misterL trifft den Nagel auf den Kopf: Die "Bedeutung" der Piratenpartei liegt darin, dass sie Themen vertreten hat, die dem Zentrum des öffentlichen Interesses ohnehin bereits nahe lagen, die aber von den anderen Parteien nicht in der Deutlichkeit aufgenommen worden waren. Es fällt den Medien daher leicht, sich mit dieser Partei zu befassen. Von da bis zu einer tatsächlichen politischen Relevanz sind es ungefähr noch Lichtjahre.

15.06.2009 | 22.06 oneiros

Die Themen WERDEN von den anderen Parteien bewußt ignoriert - siehe SPD gestern und CDU heute. Und FDP in NRW. Welche der anderen Parteien würde denn nicht (natürlich mit Schmerzen) in einer Regierung laut umfallen, wenn Zensursula, Schäuble und Blöd drohen?

15.06.2009 | 12.44 Klemperer

Die Piratenpartei ist für mich eine Partei, die vor der Wirtschaftskrise an den Unis durchaus eine Chance gehabt hätte. Sie vertritt das Recht auf legale downloads von Software, statt zu bezahlen, z.B. - genau das, was bereits millionenfach getan wird. BILD schrie, "Killerspiele verbieten", und die Piraten schrien im gleichen Ton vor der Wahl, "Killerspiele nicht verbieten". Ich kann da keine neue Politik entdecken. Es scheint eine Partei für unpolitische Leute zu sein, die die Leute anziehen könnte, die sich für soziale Probleme nicht interessieren, aber den "cool"-Faktor suchen.Ich verspreche mir nicht viel von ihnen, finde aber ihre Ablehnung von staatlicher Kontrolle im Sinne Schilys oder Schäubles gut.

15.06.2009 | 14.40 SimonZeimke

Die Piratenpartei liegt mit 0,9% noch hinter den Freien Wählern, der Familienpartei, der Tierschutzpartei und den Republikanern - diesen würde man nun auch keine bundespolitische Relevanz unterstellen - mal abgesehen von den FW. Also warum tut man das nun bei den Piraten? Weil sie gute Werbung gemacht haben. Mehr nicht.

Die Piratenpartei ist dazu auch nicht breit genug aufgestellt. Einziges Thema ist die Netzpolitik - das Problem ist, dass Politik mehr als das ist.

Ich gehe davon aus, dass die Piratenpartei nicht sonderlich größer werden wird.....

15.06.2009 | 14.58 Metalpaule

Weil: The trend is your friend!
Aus dieser kurzen Geschichte schon mal einen Prozent geholt. Enormer Zulauf an der Basis. Richtige Themen für die jungen Wähler. In Berlin (Trendsetter in vielerlei Hinsicht) schon 6.-stärkste Partei. Wankelmütigkeit bei den großen Parteien bei Internet-Zensur.
Ob es 5% werden ist unklar. Aber Druck erzeugen die PIRATEN auf alle Fälle.

16.06.2009 | 01.02 SimonZeimke

klar, aber relevanz? nicht unbedingt. mich würde aber interessieren, wo sich die partei im parteienspektrum bewegen würde, hätte sie ein breiteres themenfeld. meine einschätzung ist derzeit, dass es im bereich der spd/grünen wäre und sie am ehesten dort stimmen "klauen" würden ;-) aber das nur meine persönliche einschätzung... was-wäre-wenn-eventuell...

15.06.2009 | 16.17 skorpion

Wir hatten bei der Kommunalwahl in Rostock im Jahre 1990 eine Biertrinker Union. Die waren nach der Wahl nicht einmal in der Lage ihre gewonnenen Mandate zu besetzen. Auch eine "Piratenpartei" erregt nur auf Grund des Namens Aufmerksamkeit, aber sie hat keine echte Chance. Wäre auch sehr schlimm.

15.06.2009 | 16.36 Matthias Dell

glaube nicht, dass die piratenpartei bundespolitisch relevant wird.

15.06.2009 | 17.45 JoergH

Nein, die Stimmen für die PIRATEN sind eine Momentaufnahme - eine reguläre Wahl als Plebiszit gegen Netzzensur und Kulturflat. Mittelfristig könnten die Grünen dieses Potential heben, wenn sie darauf verzichten, sich der Union anzubiedern. Aber Relevanz für eine ganze Partei ist glaube ich was anderes!

19.06.2009 | 10.10 joral

Mit nur einem Thema - wohl kaum.

02.07.2009 | 19.50 Pjotr 'Petka' Pustota

Wer bitte ist die Piratenpartei? Die Wahlwerbung hielt ich für einen Scherz á la Titanic mit ihrer Partei "Die Partei". Und darüber gehört, was sie eigentlich wollen, habe ich erst, als dieser mir und vielen anderen wohl auch nichts sagenden mittlerweile ehemaligen SPD-MdB, der dem Vorwurf ausgesetzt ist, Kinderpornos zu besitzen. Also, ich bleibe dabei: Who the f... are the pirates for the internet?

18.08.2009 | 15.23 Manfred Grund

Die "Fans" der Piratenpartei sind naturgemäß sehr internetaffinin. Online ist sie überrepräsentiert. Doch wie groß ist die Gruppe in der realen Welt? Das Thema wird bleiben, die Partei wohl eher nicht.

16.11.2009 | 21.36 sachichma

die gruppe in der ealen welt ist (zum glueck) noch immer mehr von der realitaet des taeglichen lebens realistischer...

07.09.2009 | 03.07 Nico Nissen

Die Piratenpartei wird zum Sieg von CDU und CSU beitragen und damit ihren Wählern einen Bärendienst erweisen. All die Stimmen, die der Piratenpartei von anderen Parteien zufließen werden, stärken zwangsläufig die konservativen Parteien - denn deren Wähler werden nicht zur Piratenpartei abwandern. Die Piratenpartei nimmt Stimmen von FDP, Grünen, Linken und SPD und versenkt sie alle im Fünf-Prozent-Loch. Einzige Nutznießer: CDU und CSU. Verlierer: alle anderen, einschließlich der Piratenpartei und ihren Anhängern.

07.09.2009 | 13.43 Hermann Ott

Ich gebe Jakob Augstein Recht dass misterL die beste Antwort gefunden hat.

Die Anliegen der Internetnutzer werden durch das Auftreten der PP in Zukunft besser vertreten werden - darin liegt der bleibende Nutzen und das ist auch gut so.

06.11.2009 | 02.52 silentpercussion

Jein. Sie dient den anderen Parteien als Denkanstoß, aber mit ihrem sehr auf ein Thema begrenzten Programm kann man keine Bundespolitik machen.

16.11.2009 | 21.31 sachichma

Ne, is nich. haben die schon irgentwann "irgendwie" konkret Stellung bezogen?

15.12.2009 | 22.06 Megan Fox-Smith

Nur weil der Erfolg die Spassmacher ernst agieren läßt, sind diese noch nicht ernst zu nehmen.

 
 
 
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