der Freitag
05.02.2013 | 15:21 14

Die dunkle Seite des World Wide Web

Video-Live-Chat Arte widmet sich heute in einem Themenabend der Cyberkriminalität und ihren weltweiten Auswirkungen. Ab 21.55 Uhr können User in einem in einem Live-Chat mitdiskutieren!

Die dunkle Seite des World Wide Web

Foto: Alan Cleaver/ Flickr (CC)

Rund 70 Prozent aller Deutschen geben an, schon einmal Opfer von Onlinebetrug geworden zu sein. In den letzten zwölf Monaten gab es dreimal mehr Opfer von Internetkriminalität als von Gewalttaten. Allein in Deutschland kommen täglich 43.000 neue Betrogene dazu. Weltweit sind es mehr als eine Million pro Tag. Weltweit haben 2012 Internetkriminelle einen Schaden von 284 Milliarden Euro verursacht. 

Die Dokumentation zum Themenabend "Die dunkle Seite des World Wide Web" begleitet die trickreichen Machenschaften von Cyber-Gangstern über einen Zeitraum von zwei Jahren und folgt BKA-Fahndern, dem FBI, französischen und britischen Ermittlern bei ihrem Kampf gegen die Internet-Kriminalität.

Programm

Im Anschluss an die Dokumentation "In den Fängen der Internet-Mafia" (20.15 Uhr) von Dorina Herbst diskutiert ab 21.30 Uhr eine Expertenrunde über die Cyberkriminalität und ihre weltweiten Auswirkungen. Anschließend können Sie ab 21.55 Uhr in unserem Live-Chat mit diskutieren! Durch den Abend führt Émilie Aubry

Die Experten

Dr. Daniel Guinier

Mehrfach zertifizierter Spezialist für Informationssicherheit und betriebliches Kontinuitätsmanagement im Katastrophenfall und Juristischer Experte am Berufungsgericht Colmar, Experte für Cyber- und Finanzkriminalität am Internationalen Strafgerichtshof Den Haag.

Candid Wüest, Threat Researcher, Symantec Global Security Response

Candid Wüest ist seit 2003 für Symantec tätig. Als Threat Researcher im globalen Symantec Security Response Team analysiert er die Sicherheitslage im Internet, erstellt Gefahrenberichte und arbeitet an Forschungsberichten über neu auftretende Sicherheitsrisiken, zum Beispiel Schadcode für Mobiltelefone.

Paul Gillen, Detective Inspector bei EUROPOL

Paul Gillen ist Einsatzleiter des erst kürzlich (am 11.01.2013 ) gegründeten EU-Zentrums zur Bekämpfung der Cyberkriminalität in Den Haag, Holland. Er leitete innerhalb der Garda (irische Nationalpolizei) die Einheit zur Untersuchung von Computerkriminalität.

 

Hier geht es zum Video-Live-Chat:

 

 

 

Eine Kooperation mit Arte

Kommentare (14)

Vaustein 05.02.2013 | 18:38

Die Sendung verspricht, sehr interessant zu werden. Hoffentlich wird auch erklärt, wie man sich gegen Betrüger wehren kann. Vergangenes Jahr konnte ich einen Abzockversuch wegen angeblichem illegalen Download abwehren. Derzeit versuchen es 4 Trickbetrüger schon wieder. Interessant ist in diesem Zusammenhang, dass es anscheinend ein Gerichtsurteil in D gibt, das Abmahnungen per e-mail als juristisch zulässig beurteilt.

mcmac 05.02.2013 | 21:54

Boah ey, war das eine grottenschlechte MDR-Dokumentation zum Thema (In den Fängen der Internet-Mafia). Das war Angstmache auf RTL2-Niveau. Komisch nur, das arte so einen Schmarren ins Programm nimmt... da wird die ganze Zeit von Hackern gesprochen, obwohl es sich um Cracker handelt, auf den im Beitrag verwendeten Rechnern prangt das Windows-Logo und die aus Leipzig bemühten Fall-Beispiele zeigen vor allem, dass das größte Sicherheitsrisiko immer noch vor dem Rechner selbst sitzt (zumindest wohl in Leipzig).

Wie man so eine Sendung gestalten kann, ohne auch nur ein Wort über kommerzielle Betriebssystemsoftware zu verlieren, die auf Grund ihrer bewusst unsicher gehaltenen Struktur geradezu zu Cyberkriminalität einlädt, bleibt ein weiteres Rätsel des MDR. Einziger Lichtblick war ein Computer-Monitor im Hintergrund im Büro des FBI in Pittsburgh, auf welchem ein Matrix-Screenshaver seine grünlichen Kryptografien abwärts rieseln ließ: So was läuft nur unter Linux.

miauxx 05.02.2013 | 23:13

Boah ey, jetzt kommen hier die Open-Source-Nerds und/oder Mac-Hippies mit ihrem Insider-Sprech um die Ecke :-)

"Hacker", das sind natürlich noch die Guten, die Cyber-Rebellen - was ihr meint sind "Cracker" und die befallen freilich nur euch, ihr MS-Nutzer-Opfa ...

Spaß beseite: Was ändert es am realen Umstand von Cyber-Kriminalität, wenn auf den "im Beitrag verwendeten Rechnern" das "Windows-Logo" prangt? Kannst Du irgendwie erklären, was Du damit aussagen willst?!

Recht hast Du allerdings damit, dass der Beitrag nicht doll war. Nicht viel, was man ohnehin nicht schon weiß bzw. wissen sollte. Na gut - den Blick in die Foren und Verticker-Chats fand ich schon recht interessant.

Vaustein 05.02.2013 | 23:29

Insider -wer immer die sein mögen - wissen möglicherweise über das Gaunergesockse Bescheid. Ich konnte aus dem Film aber gar nix lernen wie ich mich vor den Abzockern schützen kann. Ausnahme: Die "Einladungrn" an "gut bezahlten" Internetjobs mit Kontodaten teilzunehmen. Die kriegte ich schon seit ca. 12-13 Jahren. Angenommen hab ich die nie. Denn klar war, das sind Gauner, die dich einfangen wollen.

mcmac 06.02.2013 | 10:25

Was ändert es am realen Umstand von Cyber-Kriminalität, wenn auf den "im Beitrag verwendeten Rechnern" das "Windows-Logo" prangt? Kannst Du irgendwie erklären, was Du damit aussagen willst?!

Um zum Beispiel -unfreiwillig- an einem Bot-Netz teilzunehmen, bedarf es eines Betriebssystems, welches Software ohne Wissen des Nutzers installiert und ausführt. So etwas kann im erforderlichen Maße nur Windows. Anders herum: Die Microsoft-Monokultur sowohl als auch die Struktur des Betriebssystems selbst sind die Gelegenheit, die Diebe machen. Ein Beitrag über Internetkriminalität muss zwangsläufig darauf eingehen, wenn er halbwegs ernst genommen werden möchte. Ansonsten setzt er sich dem Verdacht aus, die wahren Hintermänner ungeschoren zu lassen; aus Gründen.

miauxx 06.02.2013 | 12:02

Sicher - es wäre schön gewesen, auch kritisch heranzugehen und auf alternative OS zu sprechen zu kommen. An näheren, etwa technischen, Details, die auch für den Nutzer interessant/ brauchbar sind, mangelte es dem Beitrag ja überhaupt.

Sich aber hinzustellen und zu sagen, wer MS verwendet, braucht mir bitteschön gar nichts zu erzählen, ist arrogant! Wenn Du meinst, dir sicher sein zu können, dass Linux et al eine Drachenhaut bildet - schön für Dich! Aber ein bisschen weniger Überlegenheitsdünkel tut es vielleicht auch?!

Spooky 06.02.2013 | 13:59

In dieser Doku wurde nichts von kriminellen Tätigkeiten der Regierungen erwähnt. Spionagetools für minime Preise welche alle Bürger eines Staates hervorragend ausspionieren können. Beispiel Lybien.
USA und die NSA mit ihren digitalen Akten eines jeden Bürgers. Facebook Accounts, Telefongespräche, E-Mails und Kameraverwertungen werden per Algorithmus automatisch gespeichert und letztendlich wird versucht eine fast absolute Kontrolle auszuarbeiten. Logisch werden diese Daten nicht eingesehen und auch nicht überprüft, doch sie werden gespeichert und man kann somit auf sie zurück greifen. Diese Doku legitimiert fast solche Kontroll und Spionagestaaten. Kompliziertes Thema..