fahrwax
19.03.2013 | 17:05 35

Enteignung der Sparer EU-weit

EUR-OPA Zu dem was uns Ostern in das Nest gelegt wird hat QPress, einmal mehr, visionäre Ansichten.

Enteignung der Sparer EU-weit schon über Ostern

EUR-OPA: Nun gut, der 1. April fällt diesmal tatsächlich auf den Ostermontag. Da wollen wir einfach mal hoffen dass unsere Mutmaßung ein absoluter Aprilscherz bleibt. Dessen ungeachtet muss man dennoch darüber nachdenken was für eine solche Aktion spricht. Zwischen Karfreitag und Ostermontag ist ein idealer Zeitpunkt alle EU-Schafe einmal so richtig einzuseifen und zu barbieren. Immerhin hat man durch dieses kalendarische Ereignis gut vier handelsfreie Tage Zeit den Betroffenen EU-Bürgern das Fell fachgerecht über die Ohren zu ziehen, ohne dass sich diese wegen geschlossener Banken beschweren könnten. Dass ein solcher Schritt irgendwann notwendig wird, kann sich inzwischen jeder Normalbegabte an fünf Fingern abzählen.

 


Die Verschiebung der Zypern Rasur und Beweggründe

Meinte man schon Zypern an einem Wochenende rasieren zu können, zeigte sich jetzt, dass offenbar mehr Probleme im Hintergrund anstehen als sich die Planer dieser kosmetischen Maßnahme das vorgestellt hatten. So musste man die Bankschließungen gleich noch um zwei Tage verlängern (sofern dies nun ausreichend sein sollte). Wir dürfen davon ausgehen, dass im Hintergrund die Drähte glühen und nicht nur die Modalitäten für Zypern ausgeschochert werden, nein, mit Sicherheit werden jetzt schon die Standards für die große Enteignungswelle in allen Euro-17 Staaten erarbeitet werden.

Eine Nation nach der anderen scheren geht nicht

Auch hier erzählt man uns wieder Märchen, genauso wie man die Zyprer bis zum letzten Moment in dem Glauben gelassen hat, ihr Geld wäre wenigstens bis 100.000 Euro sicher, was sich nun als Luftnummer erwies. Selbst wenn man die Zypern-Aktion in den nächsten Tagen noch erledigt, weil man dort die Rasur nicht zwischendrin abbrechen kann, wird die Nervosität in der Südschiene ins unermessliche steigen. Nicht nur Portugiesen, Griechen und Spanier werden sich überlegen ihre restlichen paar Kröten von der Bank zu holen.

Natürlich bekommen wir keine Meldungen dazu, wo und an welchen Ecken möglicherweise ein Bankrun einsetzt. Hier werden die gesteuerten Medien funktionieren. Kommt kein Panik-Bericht, dann schläft auch die Masse weiter und um nichts weniger geht es derzeit. Würde nach der Aktion in Zypern eines der nächst schwächsten Länder ins Visier genommen und ähnlich behandelt werden, was ja nicht ausbleiben kann, dann dürfte die Suppe endgültig kochen.

Daraus folgt, dass man sich zwangsläufig auf EU-Ebene Gedanken darüber machen muss und wird, ob man einen entsprechenden Schnitt für alle beteiligten Nationen zeitlich durchführt. Die Enteignungsquoten nach Land stehen ja mehr oder minder schon fest, es sind statistisch ermittelte Werte die seit geraumer Zeit bekannt sind. Die soziale Komponente könnte hernach darin liegen, dass man den Satz insgesamt vereinheitlicht und somit auch gleichzeitig zwischen den Nationen noch einmal kräftig transferiert, was zwar nach den EU-Verträgen als ausgeschlossen gilt, aber diese Verträge sind ja ohnehin nur noch Wandtapete. Inzwischen wird das Recht in Europa fast täglich neu geschrieben.

Das System ist dem Tod geweiht

Dass dieses Geldsystem nicht mehr zu retten ist, sondern sich durch den Zinseszinseffekt irgendwann selbst zerlegen muss, ist auch keine Neuigkeit. Neu ist nur, dass man die Umverteilung von unten nach oben, nach den Maßgaben des Kapitals noch einmal richtig beschleunigt und durch einen Schnitt erneut vertieft. Die richtig großen Vermögen werden auch hierbei keinen Schaden leiden, dass ist jetzt schon klar. Echter Reichtum wird nicht in Form von Barschaften gehortet. Die 500 Millionen Europäer müssen nun ihren Geldadel retten und dafür richtig bluten, ihre Geldbestände in Form von Guthaben aller Art auf den Tisch legen.

Ob man sich mit einem solchen Schnitt einen Zeitraum von 1 oder 10 Jahren erkauft ist relativ belanglos. Es wird in immer kürzeren Abständen rasiert werden müssen. Vermutlich wird man das System erst dann aufgeben wenn massenhaft Tote die Straßen säumen, auch darauf ist man durchaus schon vorbereitet. Genau genommen ist es inzwischen nur noch ein Wettrennen, ob die EU ihre Diktatur alsbald vollendet bekommt oder ob die Menschen vorher vor lauter Not die Verantwortlichen zum Teufel jagen werden. Bislang liegt die EU-Diktatur mit Ihren Maßnahmen noch knapp in Führung.

Frohe Ostern

Weiterlesen unter

http://qpress.de/2013/03/19/enteignung-der-sparer-eu-weit-schon-uber-ostern/

Kommentare (35)

Oberham 19.03.2013 | 18:24

.. ich denke die bleiben bei den bisherigen Methoden.

Mich wundert, dass sie diese doch sehr primitive Art aus der Kiste gezogen haben.

Es scheint den ein oder anderen Politiker packt inzwischen entweder sein Gewissen oder sie verlieren schlicht den Überblick, werden nervös.

Man kann nur hoffen, dass sich die Menschen in der kommenden Krise gegen das Establishment verbünden und sich nicht spalten lassen.

Schön ist es zu sehen, wie die Börsenkurse neue Rekorde aufstellen, da keiner mehr eine Idee hat, wohin mit seinem ganzen Geld.

Die hundermeterlangen Yachten liegen schon zu tausenden an den Piers und beschäftigen ein paar Leute mit putzen und Kühlschrank auffüllen.....

Das Oligarchen-Pack ist dermaßen stupide und phantasielos, würden die mit ihrem ganzen Geld in die Transformation der völlig maroden Infrastrukturen, in das Gesundheitswesen, die sozialen Sturkturen investieren, sprich - zurückgeben was sie geraubt haben, wir hätten eine vertretbare Konjunktur und ein vertretbares Wachstum ohne Verlgleich in der Geschichgte.

Stattdessen baut man zig-hundertmeterhohe Glastürme mit tausenden für einige Tage im Jahr bewohnten Luxusappartements und den irrsinnigsten Gimmicks.

Baut (gerne die deutsch KFZ-Industrie) man 1000 KW Belch-Carbon und sonstwas Verbundkisten für die Garage von Leuten die dort schon Dutzende von diesen Dingern stehen haben.

Schneidert man Taschen aus der Haut von Tieren, die - waren es die letzten ihrer Art - Millionen kosten, waren es die vorletzten hunderttausende.

Frisst man Gold und säuft man pulverisiertes Diamantpulver.

Wir schauen zu und popeln in unseren Nasen.

 

 

fahrwax 19.03.2013 | 19:09

Die Jungens und Mädels von der Inkasso-Mafia stecken voller Adrenalin und haben es nicht mehr im Griff.

An der Verbündung wirken viele und ich denke das wird schlicht demnächst überlebensnotwendig, wie Beispiele aus Griechenland es schon demonstrieren.

Auch die Oligarchen-Knechte sehen wohin es geht, haben aber die Dynamik ihrer Eigentümlichkeiten längst nicht mehr im Griff. Ein Notfall jagt den nächsten.

Ihre Glastürme marschieren längst Richtung Babel.

Der Versuch des Yachtbesitzers etwas darzustellen ist ein Kennzeichen seiner Dummheit.

Lukasz Szopa 20.03.2013 | 09:19

Ich finde die Idee der Sparer-Enteignung zur Schuldentilgung sehr sympathisch - denn es ist ja keine Enteignung, sondern eine anteilige Risikobeteiligung. Wo kein Zins, da kein Risiko.

Nur, es gibt ein paar "ABER"s:

1. Vor einer Sparer-Beteiligung, muss man zu 100% die Bank-Aktionäre mit ihrem Eigenkapital heranziehen.

2. Gilt die EU-weite 100000 EUR Einlagegarantie oder nicht? - Wenn es jedes Land ratifiziert hat, darf man diese nicht aushebeln (ausser durch erneute Abstimmung - in Zypern ist es gerade durchgefallen).

3. Die Grundfrage ist: Warum läßt man uns glauben, dass die "Rettung einer Bank" unumgänglich ist, "weil sonst alles zusamenbricht"??? Sollen die Banken pleite gehen, mit ihren Aktionären und Sparern. Ansonsten zahlen nämlich alle für die Schulden der Banken. Inzwischen glaube ich, dass den Regierenden der Satz "Weil alles sonst zusammenbricht" das einzige verbliebene Argument ist, um den Kapitalismus zu begründen... (Für mich ist es DAS Argument, um den Kapitalismus zu beenden). Denn - Kapitalismus ideologisch betrachtet hin oder her - welches System darf fortbestehen, nur "weil es sonst zusammenbricht"???

Übrigens, genau solche "Argumente" hörte man seitens der Kommunisten in Polen, als es sich 1988/89 die Wende und Systemwechsel abzeichnete: Man solle doch die Arbeiterpartei an der Macht lassen, zumindest in "Schlüsselministerien" - denn "sonst würde schnell alles zusammenbrechen"...

fahrwax 20.03.2013 | 11:20

Es existierte nie ein „reiner“ Kapitalismus, er enthält auch planwirtschaftliche Elemente wie die Planwirtschaft auch marktwirtschaftliche enthielt. Mit dem Wegbrechen seines Feindes konnte der Kapitalismus auf die Aufgeschminkte Menschenfreundlichkeit verzichten, die Kapitalkonzentration ungehindert auf das Heutige Übermaß steigern.

Dummer Weise ist es noch immer so dass Kapital nicht arbeitet, riesige Geldberge aber „ihren“ Zinsertrage suchen. Der wird durch immer niedrigere Löhne und Verkäufe von staatlichem Eigentum notdürftig erzielt.

Der Kapitalismus ist schon tot, aber erzappelt noch. Dabei steigt die Kriegsgefahr täglich, weil einen „Kriegswirtschtschaft“, einmal mehr, seine vorübergehende Rettung wäre.

Von Polen hörte ich ebenfalls, das damals nicht viel zur Machtübernahme durch die Arbeiter fehlte. Von Parteien erwarte ich nur beständige Neuauflagen von Misswirtschaft mit lediglich ausgewechseltem Personal: das ist keine Lösung, sondern die Konservierung der Probleme.

Informierte Menschen müssen ihre Regelungen, in einem nicht auf Feindschaft und Wettbewerb basierenden Wirtschaftssystem, selbst in die Hand nehmen.

lg

fahrwax 20.03.2013 | 15:06

Wie sieht es beim Verkauf deiner Arbeitskraft aus, bekommst du da alles - was dir zusteht? Ich meine, schon deine Kraft wird enteignet.

Dann zahlst du Steuern, soz. Abgaben: entscheidest du über die Verwendung? Davon fließt auch schon viel in die Rettung der Systemrelevanten!

Wenn du dann, mit den bescheidenen Rest, zum Einkauf schreitest, zahlst du wieder diverse Steuern und Abgaben (ca. 50 Cent vom Euro), rat mal wohin die durchgewunken werden?

Lukasz Szopa 20.03.2013 | 16:11

Richtig, Ihr Beispiel mit "meinem" Arbeitgeber oder "meiner" Rentenversicherung / Lebensversicherung ist genauso zu betrachten.

Wobei es anderseits bei Spareinlagen verschiedene - vertragliche - Sicherungsgarantien gibt, diese gibt es bei Arbeitsverhältnissen (Firma geht pleite, ich ohne Job) nicht oder nur in kleinem Ausmaß.

Die Banken in Zypern haben ihren Sparern kürzlich noch ca. 4% Rendite versprochen - war es nicht etwas naiv, ihnen Geld zu geben? Oder - sind denn alle "Kleinsparer" wirklich so heilig und selbstlos, und rennen zufällig jedem Bank-Angebot nach?

fahrwax 20.03.2013 | 16:30

Die komplette Geldwirtschaft ist für den Popo, darin Horde der Gerechtigkeit zu suchen, halte ich für vergebliche Liebesmühe.

Das sie sich gerade zerlegt, bei pausenloser Entlarvung ihrer Mechanismen, bekommen wir täglich vorgeführt.

»Überall dort, wo es Privateigentum [privatae possessiones] gibt und als Maßstab für alles nur das Geld gilt, gibt es keine Gerechtigkeit – es sei denn, man halte es für gerecht, wenn es den Bösewichtern immer am Besten geht.« Thomas Morus

Auf den Nachdenkseiten ist heute ein tiefschürfender Artikel zum Thema mit interessanten religiösen Verweisen aus Christentum und Koran:

"Wie ein Rebhuhn, das ausbrütet, was es nicht gelegt hat, so ist ein Mensch, der Reichtum durch Unrecht erwirbt. In der Mitte seiner Tage muss er ihn verlassen und am Ende steht er als Narr da."

Jeremia 17 (Bibel)

http://www.nachdenkseiten.de/?p=16590

Ich meine unsere kompletten Vorstellungen zu "Recht & Unrecht" stehen auf dem Prüfstand. Das Tagesgeschehen macht das Überdenken zur Pflichtaufgabe.

Daniel Meister 21.03.2013 | 18:24

@Lukasz Szopa

Das ist leider...ich halt mich echt zurück...aber waren Sie nie im Wirtschaftsunterricht?

Sie "leihen" der Bank Geld und dafür "erhalten" Sie einen fest zugesicherten Zins. Dies sollte kein Glückspiel sein. Wäre genauso, wenn Sie sich ein Kilo Kartoffeln kaufen, das Geld auf den Ladentisch legen, der Händler es nimmt und sagt: „Kartoffeln sind aus!"

Gecheckt?

 

Lukasz Szopa 21.03.2013 | 20:06

Wenn Sie als Unternehmen einen Vertrag mit einem anderen Unternehmen machen, liefern Sie Ware/Dienstleistung, später schicken Sie die Rechnung. Wenn Ihr Kunde inzwischen pleite ist - erhalten Sie bestenfalls einen Teil der Konkursmasse.

Das mit dem "zugesicherten" Zins ist wie mit "zugesicherten" Zahlung innerhalb von 14 Tagen" - HOFFENTLICH tritt es ein.

Genauso mit einem "unbefristeten" Arbeitsvertrag: Geht der Arbeitgeben pleite, erhalten Sie eben nur eine Abfindung, mehr nicht.

Jeder wirtschaftlicher Vorgang ist immer mit einem Risiko verbunden, auch wenn "im Vertrag" was auch immer stehen mag.

fahrwax 22.03.2013 | 12:45

Der Begriff Zitronensozialismus war mir, bis eben, unbekannt.

Dieser Reparaturbetrieb des Kapitalismus überfordert offensichtlich seine propagandistischen Zauberlehrlinge. Sie hangeln sich von einer Alternativlosigkeit zur nächsten.

Die Begrifflichkeiten Herrschender Klassen sind austauschbar und dabei inzwischen weltweit vollkommen kompatibel.

Worte sind beliebig austauschbar; Taten und deren Auswirkungen entlarven die Demagogen.

„Heute nennt sich der Kapitalismus Marktwirtschaft, der Imperialismus nennt sich Globalisierung, und Zynismus ist die einzige Form von Realitätssinn, die es noch gibt.“
(Eduardo Galeano)

Daniel Meister 23.03.2013 | 15:54

@FAHRWAX

...es war ja abzusehen. Da äußern Sie mitunter vernünftige Kritik und dann verfallen Sie wieder in den alten sozialistischen Jargon.

Zur Marktwirtschaft gibt es keine Alternative. Sie ist nicht fehlerfrei geschweige denn perfekt, sie Bedarf Regeln und diese müssen von Zeit zu Zeit erneuert werden. Aber kein anderes Wirtschaftssystem schafft es, bzw. hat es in der Historie geschafft, breiten Massen Wohlstand und Eigentum zu bieten.

Auch Sie persönlich profitieren davon...oder leiden Sie Not?

Sozialismus in all seinen Varianten hat es nie geschafft die Menschen zu versorgen.

 

Daniel Meister 23.03.2013 | 15:58

@LUKASZ SZOPA

Die von Ihnen beschrieben Szenen spielen in der Anarchie, in Ländern ohne Recht und Gesetz. Es gibt Regeln und diese müssen eingehalten werden. Ansonsten würde ich Ihnen jetzt ein Auto für 30.000 Euro verkaufen, sie bezahlen und HOFFEN auf Lieferung;)!

Natürlich gibt es immer ein geschäftliches Risiko, aber vor allem bei Bankeinlagen muss dies so gemindert wie möglich auftreten. Nicht zuletzt deshalb müssen genügend Rücklagen gebildet werden.

rheinhold2000 23.03.2013 | 16:21

"

Das ist leider...ich halt mich echt zurück...aber waren Sie nie im Wirtschaftsunterricht?

Sie "leihen" der Bank Geld und dafür "erhalten" Sie einen fest zugesicherten Zins. Dies sollte kein Glückspiel sein. Wäre genauso, wenn Sie sich ein Kilo Kartoffeln kaufen, das Geld auf den Ladentisch legen, der Händler es nimmt und sagt: „Kartoffeln sind aus!"

Gecheckt?"

ein teil des zuns bekommen sie aber dafür dass sie das risiko eingehen das der kredit (der sie ja der bank gegeben haben) platzt die bank also pleite geht. claro?

überhaupt eine merkwürdige mischung bei ihnen weniger staat und mehr marktwirtschaft aber null risiko beim sparen ? da muss ja doch der von ihnen viel geschmähte staat ran und die ganzen banken vor der pleite retten? ekelerregende doppelmoral!

rheinhold2000 23.03.2013 | 16:25

"

@FAHRWAX

...es war ja abzusehen. Da äußern Sie mitunter vernünftige Kritik und dann verfallen Sie wieder in den alten sozialistischen Jargon.

Zur Marktwirtschaft gibt es keine Alternative. Sie ist nicht fehlerfrei geschweige denn perfekt, sie Bedarf Regeln und diese müssen von Zeit zu Zeit erneuert werden. Aber kein anderes Wirtschaftssystem schafft es, bzw. hat es in der Historie geschafft, breiten Massen Wohlstand und Eigentum zu bieten.

Auch Sie persönlich profitieren davon...oder leiden Sie Not?

Sozialismus in all seinen Varianten hat es nie geschafft die Menschen zu versorgen."

äh sie argumentieren doch hier 100% sozialistisch in dem sie DAS wesentliche merkmal der marktwirtschaft , das nämlich alle unternehmen (inclusive banken) PLEITE gehen können und damit KREDITE (ERSPARTES) Platzen (und damit verschwinden) einfach für das absolut böse erklären

Lukasz Szopa 23.03.2013 | 18:36

Anarchie? Wissen Sie wie oft jemand, der "unbefristet" eingestellt wurde, entlassen wird? Oder dass es eher zur Regel gehört, Lieferanten später als vereinbart zu bezahlen (und wie oft gar nicht)?

Aber zurück zum Spareinlagen-Beispiel. Passender wäre es Vergleich mit Vermietung: Ich habe ein Haus, die ich Ihnen vermiete. Am Ende erwarte ich das Haus zurück nach x Jahren, plus Mieten für die Nutzdauer. Also wie bei einem Sparkonto: Am Ende erwartet man sein Kapital, und die Rendite pro Jahr. In 90 Prozent der Fälle erhalte ich als Vermieter mein Haus, wie auch die Mieten. Aber oft kann es vorkommen, dass ich leider weniger kriege: entweder das Haus ist beschädigt, oder der Mieter geht pleite. Im schlimmsten Fall - in 0,1% der Fälle - ist das Haus abgebrannt, der Mieter ebenso, und ich bin wie der Sparkunde vollständig ohne Einlage und ohne Zins.

fahrwax 23.03.2013 | 21:11

Mir sind die Usancen hiesigen Lebens seit längerem  als außerordentlich unangenehm bekannt. Die Erwartung von arbeitslosem Einkommen, gestreut bis in Kreise dümmster Proleten, erzeugt parasitäres Leben mit Anspruchshaltungen wie wir sie von bürokratischen Systemen kennen.

Vereinbarungen zwischen Menschen bedürfen dieser Sackgassen nicht. Recht wird zwischen Menschen ausgehandelt und kann kein Produkt parasitären Zwischenhandels (nicht anderes regiert) sein.

Daniel Meister 24.03.2013 | 11:03

@LUKASZ SZOPA

Ihr Beispiel in Ehren, aber Hausvermietung und Geldsparen sind dann doch zwei Paar Schuhe. Ich habe ja ein gewisses Restrisiko zugebilligt. Aber lassen Sie uns wieder zur aktuellen Situation zurückzukehren. Es geht darum so etwas zu vermeiden. Unter allen Umständen. Bevor einem Sparer etwas weggenommen wird, sind zunächst einmal alle staatlichen (oft sinnentleerte) Ausgaben auf den Prüfstand zu bringen.

 

rheinhold2000 24.03.2013 | 11:24

"Reinhold Zoo

Wenn dann argumentiere ich sozial, d.h. die Spareinlagen müssen geschützt werden. Ein "Gesamtabschalten" jeglichen Risikos wäre sozialistisch - da haben Sie Recht. Aber dies führt zu nichts - siehe Geschichte."

nein, sie argumentieren sozialistisch, sie wollen ja alle kredite schützen und den staat zwingen für geplatzte kredite einzutreten. das ist ein gesamtabschalten jeglichen risikos, also nach ihrem weltbild sozialismus pur. willkommen im club. sie sind sozialist!

 

Lukasz Szopa 24.03.2013 | 11:58

Ja, zurück zur Bankenproblematik. Was getan werden muss, ist eine Änderung des gesamten Geld- und Finanzsystems, nämlich die Möglichkeit, dass sich (Privat-)Banken von der Zentralbank Mengen  Geld erhalten (Fiat-Geld, Schöpfgeld), welches nicht vorhanden ist. Erst damit können sie "große" Geschäfte machen, die - wenn sie schief gehen - das ganze System (incl. Spareinlagen) zum Einsturz bringen. Notwendig ist also eine Real-Schrumpfung des Finanzsektors. Damit Spareinlagen sicherer sind, dürfen denen gegenüber nicht 500% Prozent an Krediten, die eine Bank vergeben darf, gegenüberstehen - sondern ebenfalls nur 100%. Da kann es immer noch Kreditausfälle geben, doch die Folgen sind dann nicht so überdimensional. Wer sich die Bilanzen auch noch der gesundesten Bank ansieht, müsste feststellen, dass es sich um ein Pyramidensystem handelt - welches nur von Zentralbanken und Regierungen aufrechterhalten wird ("Sicherheit der Spareinlagen" - also des Geldes, welches die Pyramide weiterhin "Stabilität" geben sollte.)