fahrwax
04.12.2011 | 21:49

Mal wieder eine rückhaltlose Aufklärung?

Ganze Heerscharen von Ermittlern, die in den letzten Jahren zumindest ihre Unfähigkeit, wenn nicht mehr, bewiesen haben, arbeiten sich gerade an der Erklärung des Unerklärlichen ab. Wie rückhaltlos wird diese Aufklärung sein?

Seit vielen Jahren gingen hier Bürger ein hohes gesundheitliches Risiko ein, wenn sie sich gegen offensichtlich faschistische Umtriebe wehrten. In vielen Dörfern und ganzen Stadtteilen musste, wer über die falsche Gesichtsfarbe, unangepasste Kleidung o. ä. verfügte noch nicht einmal den Mund aufmachen, um der ärztlichen Versorgung oder schlimmerem anheim zu fallen.

Berge von Waffen und Sprengstoff wurden entdeckt, oder auch mal vermisst ohne das mit ernsthafter Gefahr gerechnet wurde. Horden martialisch gekleideter Herren demonstrierten, gern auch vor Kameras, das ihnen der Gebrauch militärischer Ausstattung nicht nur möglich, sondern sogar ein Anliegen sei, ohne das die Jahresberichte Hochbezahlter, beamteter Spezialisten an etwas böses dachten?

Der Bombenanschlag auf das Münchener Oktoberfest wird noch immer einem „Einzeltäter“ zugeschrieben. Ähnlich gestalteten sich auch aktuelle erste Versuche der Erklärung zu den rassistischen Morden.

Wie weit ist eine rassistische Einstellung in den VS Ämtern eigentlich verbreitet? Gab es bei der Einstellung der Herrschaften eine Überprüfung der Verfassungstreue wie sie zeitweise selbst bei Lokomotivführern durchaus üblich war?

Millionenbeträge wanderten von Verfassungsschutzämtern in die Taschen von Nazis. Als Verwendungszweck wird bis heute Spitzeltätigkeit für die Ämter angegeben.

Die Empfänger selbst sprechen dagegen von einer Verwendung des Geldes für die faschistische Zielsetzung.

Darf man bei den edlen Spendern vielleicht von mehr als nur „klammheimlicher Freude“, bei der Vergabe dieser Steuergelder an erklärte Nazis ausgehen?

Die unauffindbaren Erkenntnisse der Schlapphüte sprechen für die Version der Nazis. Eine aufklärerische Gegenleistung der Spitzel findet bis heute erkennbar nicht statt. Trotzdem soll ihre finanzielle Förderung noch immer unverzichtbar sein?

Aber wie weit ging die amtliche Unterstützung der faschistischen Verbrecher wirklich?

Das Linke Spektrum haben die Ämter ebenfalls unterstützt, aber sicherlich mit anderen Absichten.

Aus der Frühphase militanter Aktionen linker Gruppen ist bekannt, das der VS Spitzel Urbach von 1967 bis 1970 ein bereitwilliger Lieferant von Sprengsätzen und Waffen war. Dieser Herr Urbach wurde später, vom Berliner Verfassungsschutz, mit einer neuen Identität ausgestattet und außer Landes gebracht.

de.wikipedia.org/wiki/Zentralrat_der_umherschweifenden_Haschrebellen

 Nun leiden Verfassungsschutzämter und BND seit ihrer Entstehung unter einer, allgemein bekannten, genetischen Vorschädigung: ihre Gründungsväter entstammten oft einschlägigen nationalsozialistischen Organisationen die nun heute von vielen Neonazis als Helden verehrt werden.

Werden wir jemals glaubwürdige Erklärungen zu der genauen Art und dem Umfang der Zusammenarbeit zwischen den Nazis und den Ämtern erhalten?