Gustlik
07.01.2013 | 12:33 6

Dort, wo der Hahn noch kräht

Ruhe An der Ostseeküste mal tief durchgeatmet


Abseits der sommerlichen Touristenwulst kann zum Jahresanfang Stille und Einsamkeit an der Ostsee eingefangen werden. Die Natur atmet durch. Täglich 17 Uhr Sonnenfinsternis.

In Gollwitz auf Poel kräht noch der Hahn. Wohl der letzte Ureinwohner wert sich dort gegen die Apartmentisierung und Vertreibung, gleich rechts am Ortseingang.

Auf den Seebrücken zum Meer läuft nur ein Niemand ins Bild.
Es gab sogar Sonne, später musste man Farben unter dem Grau suchen.
Jener Ausblick im Sommer wär gefüllt mit Touristen auf Rädern, jetzt strecken sich nur die Weiden.
Manch Ende zeigt sich urig gün. Die Ostsee treibt das Land vor sich her.
Ausblick.
Strandgut, die Pelle des Wohlstandes, gut portioniert.
Zwischen Wind und Regen steht das Anglerrad auf der Seebrücke, der Gepackträger wird zum Fischträger.

Zum Fisch wird heißer Sanddornsaft gereicht.

Es rauscht und wellt. Etwas Ruhe zwischen den Stürmen, die sich ins Land fressen.

Kommentare (6)

oldman 07.01.2013 | 18:26

Der Teepott - als Kind kletterte ich auf's Dach, später war die Nachtbar en vogue. Aber das (Kind) liegt ein halbes Jahrhundert zurück. Was ich wie Du schätze, ist die Ruhe. Im Sommer mit Sonnenaufgang aufstehen und Dir gehört die ganze Welt (naja, den Müllmännern, Marktfrauen usw. natürlich auch). Was noch faszinierender ist: Zu dieser Jahreszeit mit einem Schiff hinaus. Außer den Berufsshippern ist niemand da.
Bin in meinem ersten schönen Leben zwecks Gelderwerb zur See gefahren. Ich war privilegiert.

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Ehemaliger Nutzer 08.01.2013 | 10:57

Endlich mal wieder an der Ostsee gewesen. Mann dankt.. 

@LUGGI So ein Hahn steckt manchmal voller Überraschungen. Und was die Kandesbunzlerin betrifft: Sie ist zwar Hamburgerin, aber ich glaube, nur auf dem Papier. Will sagen: Sie hat recht. Oder so. Äh. Mh. Naja, ist noch früh.