Hans Springstein
08.04.2013 | 18:00 363

Die Elite blickt auf die Demokratie herab

Gesellschaft Seit langem wird in politischen und philosophischen Kreisen diskutiert, ob "weniger Demokratie wagen" vielleicht besser wäre. Die Debatte hält an, die Krise auch

Die Elite blickt auf die Demokratie herab

Foto: bulliver / Flickr (CC)

"Ich glaube nicht länger daran, dass Demokratie in der Form 'Eine Person - eine Stimme' der beste Weg ist, um ein politisches System zu organisieren." So wird der Philosoph Daniel A. Bell von Spiegel online am heutigen 8. April 2013 zitiert. Er ist Kanadier und lehrt an einer chinesischen Eliteuniversität. Als "confucian philosopher and scholar" beschreibt er sich selbst auf seiner Homepage.

Ich halte das für bedenkenswert, da es nicht die Meinung eines von asiatischer Philosophie faszinierten Einzelnen ist. Bei Spiegel online ist dazu zu erfahren: "Seine Rolle als bekennender Anti-Demokrat würde Bell in Deutschland vermutlich eine Passage im Jahresbericht des Verfassungsschutzes bescheren. Im Rest der Welt hat ihn sein Standpunkt zum intellektuellen Popstar gemacht, mit Kolumnen in der 'Financial Times', im 'Guardian', der 'Huffington Post'. Auch an diesem Freitagnachmittag darf Bell seine Thesen vor einem illustren Publikum ausbreiten: Bei der Jahrestagung des Instituts für Neues Ökonomisches Denken, eines illustren Think-Tanks, finanziert von der Hedgefonds-Legende George Soros. An der Konferenz nehmen zahlreiche Wirtschafts-Nobelpreisträger teil, dazu Historiker, Soziologen und Politikwissenschaftler aus Oxford, Princeton, Berkeley. Die Elite der westlichen Welt in Sachen Wirtschafts- und Sozialwissenschaften." Auf seiner Homepage verweist Bell darauf, das er auch beim World Economic Forum in Davos schon dabei war. Er ist also gefragt und die Eliten oder jene, die dazu gezählt werden, hören ihm zu. Und das dürften sie gern tun, sagt Bell doch laut Spiegel online etwas, was sie gern hören: "'Denkbar wären mehr Stimmen für Menschen mit besserer Erziehung.' Die Begriffe Menschenrechte und Rechtsstaatlichkeit erwähnt Bell kein einziges Mal."

Das erinnert mich an einen anderen "Vordenker": Fareed Zakaria schlug vor zehn Jahren schon vor, weniger Demokratie zu wagen. "Liberalisierung, so Zakarias These, geht vor Demokratisierung", war dazu in der Neuen Zürcher Zeitung zu lesen. "Im Namen der langfristig zu verwirklichenden «Ordnung der Freiheit» scheint er zumindest einigen Diktatoren eine Art Freibrief auszustellen. Besonders Lee Kwan Yew, der frühere Premierminister von Singapur, hat es ihm angetan - und sogar für Augusto Pinochet findet Zakaria ein gutes Wort." Zakaria habe ebenfalls an China und dessen Machtsystem Gefallen gefunden, heißt es. "Und er bedauert den Verlust einer politischen Kultur, in der die Eliten der amerikanischen Ostküste hinter verschlossenen Türen weitsichtig die Geschicke des Landes oder gar der Welt lenkten." Das wird mit einer der Gründe gewesen sein, warum Zakarias Thesen zwar oft kritisiert wurden, ihm aber die Vertreter der Eliten gern zuhörten.

Mögen die Vertreter solcher "Weniger Demokratie wagen"-Thesen wechseln, die These bleibt und findet anscheinend gerade angesichts der derzeitigen Krise weiter Zuspruch. Das Handeln der Regierenden und Herrschenden der führenden westlichen Staaten, die Zakaria und Bell und anderen ihresgleichen gern zuhören und zustimmen, hat längst herzlich bzw. bedauerlich wenig mit Demokratie zu tun, worauf u.a. Colin Crouch mit seiner These von der Postdemokratie aufmerksam gemacht hat.

Dass die Herrschenden sich mit Auswegen aus der von ihren politischen und medialen Lakaien propagierten Demokratie beschäftigen, um ihre Herrschaft weiter zu sichern, ist an sich, ganz nüchtern betrachtet verständlich. Gehört doch zu den Folgen der von ihnen verursachten Krise die wachsende Empörung der Beherrschten: "Laut einer Studie der Internationalen Arbeitsorganisation (ILO) hat die Wirtschafts- und Währungskrise die Gefahr für soziale Unruhen in den Mittelmeerstaaten Zypern, Griechenland, Spanien und Italien erhöht." Das wird am heutigen 8. April 2013 gemeldet. Die UN-Organisation ILO "fordert ein Umsteuern hin zu einer beschäftigungsorientierten Politik in der EU, um die dramatische Beschäftigungskrise mit mehr als 26 Millionen Arbeitslosen in der Region zu bekämpfen." Inzwischen gebe es in der EU zehn Millionen mehr Arbeitslose als vor Ausbruch der Krise. "Besonders stark betroffen sind junge und gering qualifizierte Arbeitnehmer", stellt die Organisation fest. "Zudem wird Langzeitarbeitslosigkeit in weiten Teilen der Region zu einem strukturellen Problem. In 19 EU-Staaten sind mehr als 40 Prozent der Arbeitslosen schon seit mehr als einem Jahr ohne Job." Eine Folge der Verschlechterung der arbeitsmarktpolitischen Lage sei, "dass das Risiko sozialer Unruhen nun zwölf Prozentpunkte höher ist als vor Ausbruch der Krise". Zur Erinnerung: Hohe Jugendarbeitslosigkeit und andere soziale Probleme gehörten zu den Ursachen für die Unruhen in Nordafrika und Arabien. Nur in der Bundesrepublik, Belgien und Finnland hat laut ILO das Potenzial für Unruhen abgenommen.

Die herrschenden Eliten auch in Europa haben also so manchen Grund, darüber nachzudenken, wie sie auch ohne Demokratie ihre Herrschaft sichern können. Aber uns geht das ja nichts an, die zuerst betroffenen Länder sind ja weit weg und die Bundesrepublik profitiert immer noch davon, dass die anderen ärmer werden.

Kommentare (363)

Oberham 08.04.2013 | 18:47

Wir leben längst in der Postdemokratie!

Global betrachtet bietet die soziale Pyramide das Spektrum vom völlig hoffnungslosen Individuum, das an der Mutterbrust kurz vor der eigenen Mutter verdurstet -- über den gewöhnlichen Nutzmenschen, der als Paria sein Leben ausschuftet oder in jungen Jahren als Sexspielzeug, Organlieferant oder Kindersoldat wieder aus dem Bewußtsein schwindet bis hin zu Oligarchen, die mit ihren Milliarden wie feudale Halbgötter über allen Rechtsnormen schweben.

Auf Nationen reduziert verringert sich die Bandbreite selbst in den sogenannten hochentwickelten Ländern oft nur unwesentlich - in den USA kann ein armer Farbiger wenn er dreimal beim Ladendiebstal erwischt wird schon mal lebenslänglich in den Knast wandern, oder schlimmer - den willkürlichen Schicksalsfäden zum Opfer fallen, die einem Staatsanwalt jedes Mittel opportun für seine Karriere erscheinen lassen - sprich er landet im Todestrakt obwohl er nur zur falschen Zeit am falschen Ort war - mit dem Verbrechen nichts zu tun hatte - nur - so what - he is our man!

Hingegen dürfen Finanzfaschisten tun und lassen was sie wollen, sie werden praktisch niemals zur Rechenschaft gezogen - ebenso Mangager, hochranginge Politiker, das ganze Subplutokratendienstleistungsgewerbe eben - man könnte auch sagen der niedere Adel - Hochadel = Mulitmilliardär.

Dort wo noch eine Scheindemokratie zelebriert wird, sind Wählerstimmen völlig belanglos, da die zu wählenden Personen schlicht nicht im Interesse der Wähler sondern der Oberschicht agieren - sich einzig in ihr verorten und somit das demokratische Prinzip - die Vertretung der Interessen der Mehrheit - ad absurdum führen.

Leute wie Zakaria oder Bell sind keine Vordenker, sie verquasen die Realität mit ihren Thesen, genauso wie Menschen wie Sandel, Crouch oder Hedges als Warner und Mahner auftreten -dabei bilden auch sie die Marionetten für das Establishment aus und kassieren ihre Judasdollars dafür.

Global ist der Mensch fast hoffnungslos der Willkür ausgeliefert, nicht minder grausam und asozial wie in den vergangen Jahrhunderten üblich - wir hier in Deutschland leben schlicht in einer sozialen Waabe relativer - theoretischer Entscheidungsfreiheit und Mündügkeit - nur - wer sich für die Teilnahme am Konsum- und Karrierespiel entscheidet, der ist auch in unseren Breiten praktisch entrechtet, da er seine Individualität den Umständen anzupassen hat.

Es sei den, er ist in der Kaste der Privilegierten verortet, doch dann ist es unwesentlich in welchem Teil der Erde man seine asoziale Ader auslebt, man muss sich dann nur noch dem Zynismuslevel des lokalen Klimas anpassen, damit die gesellschaftliche Belustigungssystematik greift.

Mein Rat - gerne lesen, gerne viel lesen, gerne möglichst alles lesen - nur - man sollte seinen eigenen Kopf nicht vergessen!

Insofern, vielleicht liege ich ja völlig daneben - nur - mir scheint der Fall schlicht in dem Moment verloren, in dem ich glaube mehr als ein warmes Plätzchen zum wohnen, gesundes Essen, etwas trockenes, sauberes zum Anziehen sowie - falls möglich - Menschen die mich akzeptieren wie ich bin und die ich akzeptieren kann wie sie sind zu treffen, mit ihnen zu reden, sich auszutauschen, gemeinsam Musik zu machen, zu spielen - ja - und die Liebe - die ist eben das schönste - absolut schönste im Leben - dafür bedarf es nicht viel an prekärer Arbeit noch weniger an gut bezahlter!

Nur wie könnte man als Lehrer, als Arzt, als Jurist, als Wissenschaftler reinen Gewissens seinen Geist den auf dieser Welt herrschenden Systemen zur Verfügung stellen???

Nein, in meinen Augen gibt es nur den Weg in die absolute Reduzierung der Schädlichkeit - den Versuch Gutes zu tun unterbindet dies nicht - doch man sollte nicht zu großzügig sein bei der Abwägung von Schaden und Nutzen - die meisten Menschen agieren guten und reinen Herzens, sie wollen schlicht nicht sehen, dass all das Gute das sie bewirken - so sie im konventionellem Betrieb agieren, von ihrem unfreiwilligem Beitrag an das Schlechte zertrampelt wird - und dann kommen noch jene dazu, denen es schlicht egal ist.

Solange wir mit denen mitagieren - werden wir keine Chance haben!

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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Ehemaliger Nutzer 08.04.2013 | 18:54

Was kann ein demokratisches System im Kapitalismus überhaupt leisten?  

„Die Menschen sind im kapitalistischen Produktions- bzw. Reproduktionsprozess Mittel der Reproduktion, nicht ihr Zweck. Die Befriedigung ihrer Bedürfnisse findet nur statt, wenn es dem Erhalt des Kapitals dient. Wenn durch die Produkte Menschen gesättigt werden, dient das zwar deren (physischer) Selbsterhaltung, ist aber nicht unbedingt beabsichtigt. Ob Bomben oder Brot hergestellt wird, hängt nicht von den Bedürfnissen der Menschen, sondern von der Wahrscheinlichkeit der Vermehrung des Kapitals ab. Die Menschen selbst sind gezwungen, durch Lohnarbeit und Konsum ihre Selbsterhaltung zu gewährleisten. Damit verewigen sie aber zugleich eine Produktionsweise, die nicht der Bedürfnisbefriedigung dient. Das rationale Handeln der Einzelnen, die sich, um zu überleben, auf dem Arbeitsmarkt verkaufen müssen, hat so zugleich ein irrationales Moment, in dem diese Verhältnisse versteinert werden.“ (Johannes Alberti, Der »autoritäre Charakter« und die Vorraussetzungen von Ideologiekritik im Spätkapitalismus)

Alberti folgert, dass aufgrund der Irrationalität des Ganzen „Menschen beständig Verdrängungsleistungen vollbringen, die sie nicht einsehen können.“ Der Kapitalismus erzeugt einen „gesellschaftlichen Schleier“, der die Menschen daran hindert, zu erkennen, dass die „Gesellschaft sowohl ihr Inbegriff wie auch ihr Gegenteil ist“. (Vgl. Adorno, Theodor W.: Zum Verhältnis von Soziologie und Psychologie. In: Ders.:Gesammelte Schriften, Bd. 8., Frankfurt/M., S. 53 f.)

Indem der Einzelne durch ökonomische Krisen immer mehr zur Anpassung gezwungen wird, verliert er auch seine lebendige Autonomie als Subjekt:

„Es bedürfte der lebendigen Menschen, um die verhärteten Zustände zu verändern, aber diese haben sich so tief in die lebendigen Menschen hinein, auf Kosten ihres Lebens und ihrer Individuation, fortgesetzt, dass sie jener Spontaneität kaum mehr fähig scheinen, von der alles abhinge.“ (Adorno, Theodor, W..: Gesellschaft. In: Ders.: Gesammelte Schriften, Bd. 8. Soziologische Schriften I, Frankfurt/M., S. 18.)

Adorno resümiert: „Die fast unlösbare Aufgabe besteht darin, weder von der Macht der anderen, noch von der eigenen Ohnmacht sich dumm machen zu lassen.“ (Adorno, Theodor W.: Minima Moralia. Reflexionen aus dem beschädigten Leben, Frankfurt/M. 1986, S. 67)

Nil 08.04.2013 | 20:10

Egozentrische oder ethnozentrische Personen dürften in einer globalisierten Welt nicht die Elite darstellen. Mindestens weltzentrisch, aber kósmozentrisch sollten sie schon sein, um als die Elite der Menschheit zu gelten. Folglich wäre es gut, den Zusatz Pseudo, zu verwenden.

Also, die Pseudo-Eliten haben wieder mal unzureichendes Zeug von sich gegeben. 

Wer nicht in der Lage ist, mit Geistesgrössen wie Kant oder Jürgen Habermas, Gebser, Wilber mitzugehen, sollte sich keinerlei Hoffnungen hingeben jemals ernst genommen zu werden.

balsamico 08.04.2013 | 20:21

Die Elite blickt auf die Demokratie herab...

Was sie Eliten zu leisten in der Lage sind, haben die diversen Krisen der letzten Jahre verdeutlicht. Oder war es überall das Fußvolk, das den Karren der Welt wirtschaftlich, militärisch, politisch, gesellschaftlich, kulturell etc. in den Dreck gefahren hat - und nicht gerade diejenigen, die sich zu den Eliten zählen? Daher mögen diese Eliten ruhig auf die Demokratie herab blicken. Die Demokraten können sich derweil überlegen, wo am besten sie die Guillotine aufstellen. Vielleicht, als Reminiszens an die französische Revolution, auf dem Pariser Platz?

Oberham 08.04.2013 | 21:53

... jene die Dystopien formulierten, lagen bis dato doch recht gut - -- ich fürchte die Generation, die gerade an den Universtitäten konditioniert wird, wirkt brav und willig mit, damit das auch künftig so bleibt.

Die Empörten sind just in dem Moment "entempört" in welchem das Praktikum im Großkonzern winkt - mit der Chance auf einen ersten Vertrag.

Hessel hat seine Ruhe, wir dürfen noch ein wenig mit zusehen.

Persönlich kann ich nicht mehr tun, als meine Thesen von der maximal möglichen Verweigerung immer wieder zu tippen, mir geht es damit - was Freiheit, Lebensqualität und Glück angeht selbst sehr gut - es scheint wohl kein Modell für viele andere zu sein -nur - mir fällt keines ein, mit dem man sonst dem Wahnsinn Einhalt gebieten könnte.

Die Analyse des Wahnsinns, das Mitverfolgen der kleinen Bewegungen die ihn irrsinniger und irrsinniger erscheinen lassen, das ist für uns ein spannendes Spiel, für Milliarden Menschen jedoch grausame Lebensrealität.

Ich möchte nicht mit einem Mandatsträger in Berlin oder einem Manager tauschen, da - wäre ich in dieser Position, ich sie ja binnen weniger Minuten wieder verlieren würde, da ich schlicht unmöglich funktionieren könnte.

Der eherne Anspruch im System positiv wirken zu wollen, er ehrt jene die es wahrhaftig versuchen, doch sie betreiben nur den lebenswichtigen Selbstbetrug, jenen, der inzwischen schon sozialwissenschaftlich formuliert und für sehr löblich befunden wird.

Ich kenne ja ihre Situation nicht, die meine ist wohl hier inzwischen bekannt - insofern profitiere ich vom restdemokratischen Bühnenschmuck und hoffe, der Vorhand möge noch ein Weilchen oben bleiben, damit nicht auch das Bühnenbild zur Szene passend düster sich in meinem Rücken zeigt.

Jene die Widerstehen, werden gnadenlos niedergemacht werden, just in dem Moment, in dem es drohte für die etablierten Mächte gefährlich zu werden.

Insofern ist es für mich letztlich sogar erfrischend zu beobachten wie die Massen weiter braf funktionieren, da so die Ruhe im Lande erhalten bleibt - mir sozusagen die Gnade des Sonderlings gewährt wird - ich sogar meine Thesen offen äußern kann - ohne die kleinste Unbill befürchtgen zu müssen, da jende der sozialen Ächtung schlicht keine Unbill darstellt.

Viellmehr kann man sicher sein, dass jene die mit Dir den Tisch teilen es wirklich um der Gesellschaft und des offenen ehrlichen Gesprächs willen tun - und es gibt diese Menschen - muss ich nun sagen zum Glück sind wir so wenig?

Oberham 08.04.2013 | 22:02

... ich empfehle einen Blick nach Nordafrika - man möge Syrien jetzt  und in sagen wir fünf Jahren betrachten - was erstand aus dem 14. Juli? - nichts weiter als ein vager Schimmer der Freiheit blieb in den Herzen, doch die Realität sieht überall gleich aus - entweder die Massen folgen brav, da sie vor lauter Angst bibbernd in die Arbeitszellen latschen, oder sie folgen brav, da sie so perfekt konditioniert sind, dass ihnen die Bedürfnisse jeden Kompromiss als lebensnotwendig erscheinen lassen.

Revolutionen ändern nur die Gruppen, welche die Massen melken - doch nie das Prinzip, dass wenige alles und die meisten nichts vom Leben zu erwarten haben.

Da bleibt nur die Flucht in die Transzendenz und das lakonische Fazit der völligen Unerheblichkeit allen Seins.

rechercheuse 08.04.2013 | 22:06

Die Politik ist stets ganz weit vorn, wenn es darum geht, Menschenrechtsverletzungen in Ländern, die nicht mit uns verbündet sind, zu beklagen. An die Menschenrechte der Erwerbslosen im eigenen Land denkt dabei niemand; erst recht dann nicht, wenn es sich um kranke Erwerbslose handelt.

Halali! Die Hatz auf die Armen ist eröffnet

 

http://www.nachdenkseiten.de/?p=16795#more-16795

 

 

iDog 08.04.2013 | 22:08

Wer ist der Demos ? ... wer gehört dazu und wer nicht , und wer entscheidet das ? Das war wohl schon immer die alles enstscheidende Frage ... 

... und da die Demokratie von der Selbstbeherrschung im wahrsten Sinne des Wortes ausgehend eine ständige Konkurrenz um die Machtausübung bzw. politische Einflußnahme darstellt, kann es nicht weiter verwunderen, dass diese an sich befreiende und auch schützende Konkurrenz und gegenseitige Konntrolle der politischen Willkür sich in Luft auflöst, wenn sie von einer praktisch und ideologisch einflußreicheren, materiellen Konkurrenz komplett überlagert werden kann, der kapitalistischen. 

Der Tatsache, dass die demokratische Konkurrenz als Grundprinzip der kapitalisitischen nicht widerstehen kann, will jedoch keiner ins Auge sehen - geschweige denn erkennen, dass man genau das, diese Scheitern dann  Faschismus nennen mus.

Anders gesagt: Demokratie ist mit Kaitalismus nicht kompatibel, denn Demokratie will sich prinzipiell vor gesellschafftlich schädlichen Partikularinteressen schützen, was in einer Demokratie, die sich dem Schutz kapitalistischer Interessen verschreibt natürlich nicht funktionieren kann. Ein Paradoxon mithin ... demokratischer Kapitalismus ein Oxymeron. 

Eine "Demokrtatie", in der aus ökonomischen und anderen Gründen immer mehr Menschen vom Demos ausgeschlossen werden, der Demos immer mehr nur aus einer Funkrionselite und deren immer weniger werden Finanziers besteht, ist keine Demokratie - wohlmöglich nie gewesen?Nein, das ist nicht mal die Krise einer Demokratie. Es ist Oligarchie ... unter einigen kapitalistischen Gesichtspunkt auch Kleptokratie ... ohne jeden Ansatz und Selbstverständnis von Demokratie - wie sie etwa von Brüssel vertreten wird. 

Es gibt indes nur eine Methode Demokratie zu etablieren: Der Demos definiert sich als solcher selbst. Welche anderen auch immer werden es jedenfalls nicht tun, soviel ist sicher. 

Ich denke, man sollte denen ihr Geld um die Ohren hauen , die nicht mehr zu bieten haben als dieses. Denn es kehrt sowieso immer nur vermehrt zu ihnen selbst zurück. 

In einem Sweatshop werden die Fleißigen am meisten ausgebeutet.

Die Faulen schlafen in der Buchhaltung.

Und die Besitzer feiern die Demokratie als ihr Werkzeug der Profitmaximierung. 

rechercheuse 08.04.2013 | 22:46

ja, dafür meinen dank!

der demokratieabbau ist schon sehr weit fortgeschritten - aufgehalten wurde er wohl noch in zeiten des kalten krieges durch das gegengewicht ... heiner müller meinte ja immer, die demokratie wird nur von der deutschen bank gesponsert - kapitalismus + demokratie ... wie soll das ... und wie lange zusammengehen? gab es die demokratie nur zu lasten der dritten welt?

 

ich lese ab und zu in der faz die kommentare, um zu "beobachten" wie die bürgerliche mitte denkt - berichte aus griechenland machen mich tief betroffen ... also nochmal dank und mehr als die eigenen werte hochhalten geht wohl grad nicht ... ist doch schon viel!!!

Angelia 08.04.2013 | 23:32

die Reichen und Herrschenden haben Demokratie, politische Mitbestimmung und Teilhabe nie freiwillig gewährt. Natürlich suchen sie heute auch nach Wegen, um die Macht wieder zu konzentrieren, um sich Vorteile zu erschleichen. Ich las vor kurzem eine ganze Abhandlung eines Wissenschaftlers und Wirtschafts-Institutsleiters  ( Name fällt mir gerade nicht ein) über das im Blog beschriebene Thema und hallo, der Mann hatte Argumente gegen die Demokratie, die waren erst mal für einen Laien so gar nicht zu widerlegen. Er griff in die historische Kiste, zitierte Platon, Aristoteles, Hobbes ua. und siehe da, plötzlich war die Demokratie eben doch nicht mehr die beste aller möglichen Staatsformen.

Alles lief darauf hinaus, dass Eliten, wie es bei den alten Griechen war, das politische Geschehen quasi organisierten. Nur waren es damals eben kleine überschaubare Gruppen/Stadtstaaten, die politisch miteinander verhandelten. Heute ist das anders und die Gefahr einer globalen Machtkonzentration erheblich.

Jedenfalls waren die Argumente, die dieser Mann gegen die gängigen Praxen der Demokratie lieferte, nicht von der Hand zu weisen- ohne politische Bildung eines jeden Wählers - überhaupt ohne Bildung im Sinne der Aufklärung, ist Demokratie auf Dauer schwer umzusetzen. Das ausgerechnet Hartz 4 Empfänger der FDP ihre Stimme gaben, oder das Menschen immer noch nach Sympathie statt nach Kompetenz und Wahlprogramm wählen, ist ein Beispiel.

Und ohne persönliches politisches Engagement einer Mehrheit der Bevölkerung ist Demokratie erst Recht nicht möglich.

Im Grunde genommen reicht es zur Zeit nämlich nicht nur wählen zu gehen und dem kleineren Übel die Stimme zu geben.

Wie die Freiheit immer wieder auf´s Neue erkämpft werden muss, so muss Demokratie immer wieder mit Leben gefüllt und verteidigt werden.

Und mal ehrlich und ganz provokativ, wenn jemand nur Blöd-TV guckt und ansonsten politisch völlig unbedarft wählen geht, dann mag das nicht schädlich sein, schlimm wird es, wenn es eine Mehrheit ist. Die Sache mit der Schwarmintelligenz hat da nämlich auch den ein oder anderen Haken...

Meine Rede ist ohnehin schon seit langem, dass wir Bürger viel mehr Proteste auf die Straße bringen und unsere Rechte wahrnehmen sollten sonst hat sich das mit der Demokratie bald erledigt. Reden und schreiben bringt nichts mehr...

Hans Springstein 09.04.2013 | 09:37

Kein Widerspruch. Und natürlich bringen Reden und Schreiben allein nichts oder nichts mehr, aber ohne sie fehlt eben auch die (fehlende) Bildung. Sie können helfen, das Bewusstsein zu schärfen, das Gefühlte und Empfundene in Erkenntnis und auch in Handeln zu wandeln.

Und ja, die Demokratie, wie sie uns auch immer am griechischen Ur-Beispiel gepredigt wird, hat durchaus auch etwas mit Herrschaft zu tun. In Athen galt sie nur für die "Freien", Jahrhunderte später wurde die "Bill of Rights" von Sklavenhaltern geschrieben ...

Und richtig ist auch: Demokratie heute wird nicht von den Eliten gnädigst gewährt oder geschenkt, sondern sie wurde erkämpft und muss erkämpft werden, abgetrotzt, wie die Menschenrechte und die Freiheit. Die Demokratie in Deutschland nahm sicher manchen Umweg, der hat aber nichts mit deutscher Demokratieunfähigkeit zu tun, sondern auch mit dem Beharrungsvermögen und der Kontinuität vordemokratischer Eliten vom Kaiserreich bis heute und ihrer Fähigkeit, das Kräfteverhältnis immer wieder zu ihren Gunsten zu beeinflussen, manches mal auch mit Hilfe von Überläufern, Konvertiten, ja auch "Verrätern", ob nun sozialdemokratisch oder in jüngster Gegenwart "grün" ... Aber das ist ein weites Feld, dass ich an dieser Stelle nicht beackern kann und will. Der Blick darauf gehört aber dazu.

balsamico 09.04.2013 | 10:57

Und richtig ist auch: Demokratie heute wird nicht von den Eliten gnädigst gewährt oder geschenkt, sondern sie wurde erkämpft und muss erkämpft werden, abgetrotzt, wie die Menschenrechte und die Freiheit.

Leider sind sich heute nur noch Wenige dieses Sachverhalts bewusst und noch weniger sind bereit, danach zu denken oder gar zu handeln. Daher ist diese Demokratie ein gutes Stück weit in Richtung auf einen Nachtwächterstaat verkommen, den sich die sog. Eliten unter den Nagel zu reissen anschicken, und was ihnen durchaus gelingen kann, wenn das "Fußvolk" nicht aufpasst, wozu es aber offenbar wenig Neigung verspürt.  

Die Demokratie in Deutschland nahm sicher manchen Umweg, der hat aber nichts mit deutscher Demokratieunfähigkeit zu tun...,

...doch, leider auch. Die Deutschen haben sich ihre Demokratie nicht erkämpft, wie die Briten, Franzosen oder Amerikaner. Daher haben sie allenfalls ein angelerntes aber kein tief in ihrer Seele verankertes Gefühl für den Wert einer schmerzhaft errungenen Demokratie. Im Grunde ihres Herzens fühlen sich die Deutschen weniger der Demokratie als einer "guten" Obrigkeit verpflichtet. Typen vom Schlage eines Helmut Schmidt, Helmut Kohl oder einer Angela Merkel könnten es, wenn die Großwetterlage danach wäre, auch heute noch zum/zur deutschen KaiserIn bringen.

 

Hans Springstein 09.04.2013 | 11:55

Ich denke, Du hast Recht mit "Im Grunde ihres Herzens fühlen sich die Deutschen weniger der Demokratie als einer "guten" Obrigkeit verpflichtet." Insofern muss ich das mit der vermeintlich nicht vorhandenen deutschen Demokratieunfähigkeit realitivieren. "Der Untertan" lebt noch und ist eine deutsche Spezialität, nicht nur geschictlich. Aber da hat sich zumindest was verändert .... hoffe ich zumindest.

Robert Zapf 09.04.2013 | 12:31

Aber gehen Sie um Gottes Willen nicht zum Psychologen, dort wird Ihnen nur gesagt, daß sie nicht erwarten können, das sich etwas? jemand? ändert, sie können sich nur selbst ändern.

Mit anderen Worten, soll man das, was einen krank macht, anerkennen  und sich ins unvermeidliche fügen.

Eine Ärtztin hat mal zu mir gesagt, sie habe das Gefühl, die Leute gehen als Kranke hin und kommen als Zombies wieder.

Und wie ich der Presse enthehmen konnte, ist Ottmar Schreiner mit 67 Jahren an Krebs gestorben.

Auch  ein engagierter Kämpfer gegen Hartz 4, sogar in der SPD.

Ein Gerhard Schröder wird uns bestimmt mit seinem 80 Geburtstag bei bester Gesundheit medial beglücken.

vieux bohème 09.04.2013 | 13:08

Das entscheidende Stichwort (Link 1):

" Ein paar höfliche Nachfragen, wie man es denn verhindern könne, dass die Meritokratie zu Vetternwirtschaft ausarte. Bells Idee: Wenn die Amtszeit eines Politikers endet, müsse seine gesamte Familie ihre Vermögensverhältnisse offenlegen. Der freundliche Hinweis, des (chinesischen) Moderators, dass die KPC ja längst so etwas sei wie die "Personalabteilung Chinas" - zuständig dafür, dass die Besten rekrutiert und befördert werden."

Das ist das "neue" konfuzianisch" inspirierte Führungsmodell, im Grunde nichts Neues, aber offenbar dank der Wirtschaftsmacht Chinas eine eingängige Neuauflage, die am vom Expertentum und Lobbyismus genährten Elitarismus westlicher Prägung problemlos andockt.

Es gibt da einige Überschneidungen, insbesondere in der Hype um Bildung und Erziehung, nur die Besten der Besten (durch die Abhängigkeit des Bildungserfolgs von der sozialen Herkunft ein Selbstläufer für die Eliten) sollen führen.

Da werden sich v.a. unsere ach so modernen aufstrebenden Frauen freuen, denn bei den ist der Aufstieg viel weniger als bei den Kerlen von der Herkunft abhängig - außerdem haben sie ja in der Bildungsbegleitung eine kompetente Mutti an ihrer Seite.
Nur Vatis, vor allem aber Muttis, Beste werden gewinnen, so will es die Meritokratie 2.0
guckst du schlicht mal nach bei wikipedia
http://de.wikipedia.org/wiki/Meritokratie

 

JR's China Blog 09.04.2013 | 13:10

Daniel Bell tritt als mehr oder weniger orthodoxer "Konfuzianer" auf - jedenfalls kooperiert er mit Jiang Qing, einem der rigidesten Vertreter jener Schule. Mir scheint, er hat einfach eine Schwäche für alle Arten von "großen philosophischen Würfen".

Der Witz dabei: so ziemlich jeder Chinese - soweit er überhaupt Kenntnis von Bells und Jiangs abstrusen Gedankengängen nimmt - lacht sich darüber scheckig, und die KP Chinas denkt überhaupt nicht daran, sich zu einer konfuzianischen Partei umzuwidmen.

Ob die Demokratie weiter eingeschränkt wird oder nicht, liegt nicht an Feiertagsrednern wie Bell, sondern daran, was der Bundesbürger oder die Bundesbürgerin sich im konkreten Fall gefallen lässt,  und wie weit die Bereitschaft zur Solidarisierung mit "anderen Leuten" geht - ebenfalls im jeweils konkreten Fall.

Den "großen Wurf" gibt es weder in Richtung mehr, noch in Richtung weniger Demokratie.

Hans Springstein 09.04.2013 | 14:37

Ich kann nur hofen, dass bells Einfluss geringer ist als von Spiegel online beschrieben. Aus meiner Sicht ist das Problem, wer ihm und anderen ähnlichen Kalibers zuhört und eventuell seine Vorschläge für passend hält. Das sind eben nicht die Chinesen und wahrscheinlich auch weniger die chinesische KP-Führung, sondern die Mächtigen und Herrschenden und die für sie regierenden anderer, eher westlicher Länder. Und natürlich bestimmen diese nicht allein, wie lebendig Demokratie ist, wie sie ausgestaltet wird, ob sie überhaupt möglich. Das ist richtig, dass da die Bürger sehr viel mitzureden und einzubringen haben. Aber die Einwirkungs- und, ja, auch die Manipulationsmöglichkeiten der Eliten auf die demokratischen Prozesse sind eben doch ganz andere als die der Bürger und tragen zu dem nicht so einfachen Kräfteverhältnis bei, das eine entscheidende Grundlage für die Möglichkeiten von Demokratie ist. Und natürlich kann auch ein solches Kräfteverhältnis verändert werden und muss, so wie es ist, nicht ohnmächtig hingenommen werden. Das gilt hierzulande wie in China und anderswo. Aber da slässt sich alles einfacher und schneller schreiben, als es gemacht, bewegt, verändert, gestaltet usw. ist ... Aber das ist auch schon wieder eine Binsenweisheit. Und jede große Mauer ist aus lauter kleinen Steinen zusammengesetzt ...

Hans Springstein 09.04.2013 | 15:31

Und mir ging und geht es weniger um den "großen Wurf" in Sachen Demokratei, sondern darum, an den Beispielen Bell und Zakarias zu zeigen, mit welchen Gedanken sich die Mächtigen und Herrschenden, die zur Elite gezählt werden beschäftigen, die immer wieder die für sie Regierenden und ihre medialen Vertreter anderen erklären lassen, wie wichtig Demokratie ist und zu sein hat und wie diese auszusehen hat. und wer nicht spurt, dem wird das auch schon mal per Intervention beigenbracht, offen oder direkt, wobei die Demokratie dabei nur das nützliche Etikett ist ... usw. usf. Die elitäre Aufmerksamkeit für Bell ist also nur Ausdruck der scheindemokratischen Heuchelei der Mächtigen und Herrschenden, und manchmal ist halt zu erfahren, womit diese sich so beschäftigen, wenn sie unter sich und ihresgleichen sind. Das fand und finde ich an solchen Nachrichten interessant.

Oberham 09.04.2013 | 17:11

Und richtig ist auch: Demokratie heute wird nicht von den Eliten gnädigst gewährt oder geschenkt, sondern sie wurde erkämpft und muss erkämpft werden, abgetrotzt, wie die Menschenrechte und die Freiheit.

Sie haben heute in einem Blog über den Syrischen Bürgerkrieg - oder die Revolution - wie auch immer man es nennen möchte ein - meiner Meinung nach - geradezu immanentes Prinzip benannt -

es geht immer nur um die Macht!

Die Kämpfer auf den Barikaden mögen für Ideale gefallen sein, doch sie wurden schon vor dem ersten Schuss - immer - von jenen verraten, die - im Erfolgsfalle aus den Löchern krochen und gierig die Macht an sich nahmen.

Natürlich konnten die Großbürger im 19. Jhd. nicht sofort - und völlig offen den Borugois- oder Kapitalfeudalismus konstituieren - jene die für die Demokratie kämpften waren ja nicht alle gestorben, jene die überlebten hätten wohl nochmals gekämpft - nur - was hier viele - und auch sie - als erkämpfte Rechte - betrachten - sehe ich inzwischen weniger romantisch - für mich sind es in der Tat, dem Kalkül geschuldete Zugeständnisse, die praktisch vom ersten Tag an nur theoretisch funktionierten.

Das Fundament unserer Sozialgesetze z.B. war nichts weiter als die optimale Organisation des prekären Menschenmaterials, von lauter kranken und halbverhungerten Menschen lässt sich nun einmal kaum Rendite herausquetschen - nein - es ging und geht doch immer nur um den vermeitnlich maximalen Output  - der zum Input für die jeweils bestimmenden Gruppen bestimmt ist.

Der Mensch revoltiert niemals in Massen, wegen der Rechte die er sich erkämpfen möchte, er revoltiert nur, wenn ihm der Magen knurrt und sich Gruppen konstituieren, die schon gierig auf den Platz des geköpften etablierten Herrschers schielen, nicht - zum Wohle der kämpfenden Massen, nein, einzig um alsbald dann selber die Ausbeuterei trefflich organisieren zu dürfen.

Der kluge Despot achtet nur darauf, dass seine Untertanen satt sind, dann hat er nichts zu befürchten - hungert das Volk - gilt das Gesetz der Mistgabel und das Despotenroulette dreht sich.

In Lybien wäre Ghadafi niemals gestürzt - hätten nicht NATO Bomber seine Mörderbanden zermalmt - nun - heute ist man sich im Land noch immer nicht einig, wer nun ans fröhliche Menschenschinderpult treten darf - dito - Tunesien, und Ägypten - einzig - dass dort kein so heisser Umsturz stattfand.

Syrien wurde von ihnen sehr gut beleuchtet.

In den großen Hungerzonen, herrschen pure Gewalt und Despotie - gepaart mit einer wohlaustarierten Ideologieensuppe, die dafür Sorge trägt, dass sich die Massen gegenseitig niederhalten - und eine relativ wohlversorge, willige Funktionssklavenherde tut das Ihrige dazu, die Armen niederzuhalten.

Ein Milliardenvolk kann sich locker 60 - 70 % Prekarier knapp am Hungertod erlauben, wenn der Rest brav dem Establishment in den Arsch kriecht - und - bestenfalls den Ärmsten die Hoffnung auf Teilnahme am Darmkriechen in Aussicht gestellt wird.

Der Deutsche kriecht eben nur ein wenig bequemer, doch das Prinzip ist völlig identisch - wir unterscheiden uns moralisch weder von Chinesen, noch von Indern oder Afikanern - wir haben nur etwas glücklichere Umstände im Wohnzimmer vorrätig.

Aber die gedanklichen Kreisel hab ich ja schon zigtausendmal gedreht.

 

 

balsamico 09.04.2013 | 19:07

Ich denke, Du hast Recht mit "Im Grunde ihres Herzens fühlen sich die Deutschen weniger der Demokratie als einer "guten" Obrigkeit verpflichtet." Insofern muss ich das mit der vermeintlich nicht vorhandenen deutschen Demokratieunfähigkeit relativieren. "Der Untertan" lebt noch und ist eine deutsche Spezialität, nicht nur geschictlich. Aber da hat sich zumindest was verändert .... hoffe ich zumindest.

Heinrich Heine meinte mal:

Zitat:

(...)

Der Deutsche wird die Majestät
Behandeln stets mit Pietät.
In einer sechsspännigen Hofkarosse,
Schwarz panaschiert und beflort die Rosse,
Hoch auf dem Bock mit der Trauerpeitsche
Der weinende Kutscher - so wird der deutsche
Monarch einst nach dem Richtplatz kutschiert
Und untertänigst guillotiniert.

Zitatende

Aber Heine hat geirrt. Die Deutschen wären zum Königsmord nie in der Lage. Untertänigst, gewiss. Aber guillotinieren? Das gehört sich einfach nicht. Da grölen wir lieber, wenn wir besoffen sind:

http://www.myvideo.de/watch/7068298/Wir_wollen_unseren_alten_KAISER_WILHELM_wiederhaben


 

JR's China Blog 09.04.2013 | 19:31

Teile der politischen Klasse verachten die "Basis" nicht weniger als umgekehrt - und dass eine "Meritokratie" nicht funktionieren würde, hält die globalen Verwaltungs-Peers nicht davon ab, sich (z. B. von Bell)  mit den Botschaften bedienen zu lassen, die zu ihren Interessen passen. Interessant finde ich allerdings auch, dass Bell, und nicht etwa Jiang, sich an das geneigte Publikum in Davos wendet. Chinesische Gelehrte sähen da wohl zu seltsam aus.

Aber wie gesagt: Davos ist gar nicht so wichtig. Vor Ort, im Alltag, ist wichtig.

sven kyek 09.04.2013 | 19:51

Ich habe das mal zum  üben mit dem Landtagsabgeordneten der CDU Potsdam , G. Hoffmann aus Perleberg versucht . Die Antwort habe ich schriftlich : Tut mir Leid Herr Kyek , hier kann ich nicht helfen . Alles Gute.

Damals hatte ich an den Müntefering geschrieben und gebeten , etwas zum Vortrag bringen zu dürfen . Seine Büro-Leiterin Mechthild sowiesoschrieb mir zurück , er wäre interessiert . Ich sollte alles zu Papier bringen und vorab faxen . Das tat ich . Und habe nie wieder was von Denen gehört .

In Sachen Transrapid hatte ich bestimmte verfassungsmäßige Rechte beim Verfassungsgericht gegen die Bundesrepublik einklagen . Das war 1999 . Politische Entscheidungen sind nicht justiziabel , schrieb mir , ich glaube es war sogar der Präsident persönlich , zurück .

Das und noch viel mehr  hatte ich alles als erfolgreicher Unternehmer und nicht wie Heute als H4 gemacht .  Ich habe im übrigen auch schon begonnen ,etwas zu machen . Das wird sich aber weder auf der Straße ,noch in der Wahklkabine abspielen  noch mit Gewalt zu tun haben .

 

sven kyek 09.04.2013 | 23:58

Ich habe heute folgenden Kommentar von Herrn Brüderle gehört :

,,Wer mit 20 keine sozialistischen Gedanken hat , der hat kein Herz " und wer mit 60 noch Sozialist ist , der hat keinen Verstand "

 Nach meiner Meinung sollten keine Experimente zur Veränderung oder Verbesserung der dringensden Probleme der Gesellschaft, nämlich der Sozial-Politik und der Gerechtigkeit angefangen werden , solange es nicht eine grundlegende Erkenntnis und wenn beim derzeitigen Personal überhaupt möglich ,ein  Eingeständnis gibt .

Das Eingeständnis , das die Marktwirtschaft nur Temporär und Endlich erfolgreich sein kann . Das Eingeständnis , das eine gerechte Gesellschaft dauerhaft nur mit sozialistischen Gedanken und Teil-Elementen der Marktwirtschaft erträglich wird .

Das Eingeständnis , Getriebener und Nutznießer des Kapitals und der Wirtschaft zu sein . Und somit ein Schmarotzer .

Wer sagt das angesichts der hochbrisanten Lage in der EU , viele Millionen Kleinsparer oder Mittellose , wie die Trümmerfrauen sich den Buckel krumm schuften müssen , um den Schaden zu reparieren , den ein paar tausend Milliardäre und deren Erfüllungsgehilfen in Parlamenten und Regierungen angerichtet haben .

Während meiner gewerblichen Tätigkeit habe ich als erstes das Buch zur Haftung von Geschäftsführern gelesen . Haftung nach StgB und BGB sowie gegenüber den Gesellschaftern . Wenn ich nicht alleiger Gesellschafter gewesen wäre , hätte ich einen Geschäftsführer -Anstellungsvertrag wohl nicht , oder nur mit Bauchschmerzen unterschrieben .

Bei dem komfortablen Salär der Abgeordneten der Länder, des Bundes , der Minister bis zum Kanzler/in ist nicht nur arbeitsrechtlich die Anwendung oder wenigstens Teilanwendung der Geschäftsführer-Haftung, ein adäquates Mittel um durch strafrechtliche und Regresshaftung,  Achtung und Respekt der Bürger wieder herzustellen .

Dazu muss jegliche Weisungsgebundenheit der Staatsanwaltschaften sofort aufgehoben werden . Honorar-Vorträge von Richtern bis hin zum Bundesgerichtshof und Verfassungsgericht sollten als Straftatbestand verankert werden .

Ein solches Konstrukt kann eine Zwangsenteignung durchführen . Ein max . Kontostand von 10 mio . Euro / Person . Der Betrag darüber geht an den Staat . Max . Verdienst  pro Person nach Steuern max 1 mio p.A.

 

Barguthaben von allen Gewerbebetrieben bis zu Konzernen  : max : Einen Jahresumsatz .

Import-Zölle auf Waren aus Hunger-Lohn-Ländern . Mindest-Lohn 15 Euro / Stunde um  70 -80 % des BIP durch Konsum zu erziehlen .

Wer dann Deutschland verlassen will , bitte . Ersatz-Personal und Companys für  diesen Konsumenten -Markt steht weltweit in der Schlange ..Das vernachlässigte vertikale Wachstum zu Gunsten des horizontalen  globalisierungsgetrieben  Wachstums muss in der EU, anfangs parziell aufgebaut werden . 

Das jetzige, horizontale Wachstum , tangiert von Optionen und Futures teilweise auf sich selbst oder auf Nichts , fährt schon mit wenigen Zahlen und einem Taschenrechner nachweisbar , gegen die Wand .

sven kyek 10.04.2013 | 03:35

Ich habe es mir mal vereinfacht :   Stahlbau    PKW und LKW-Reparatur   PKW und LKW Abschlepp un Bergungsdienst  ( einige ehemalige Vertragspartner sind unten aufgeführt ) Bevor man mich in Zusammenhang mit einem Subventionsbetrug eines in 4 Bundesländern tätigen Autohändlers geopfert hat , war ich auch 8 Jahre Vorsitzender der Verkehrswacht , 15 Jahre Vertrags-Partner des Polizeipräsidiums Potsdam , Ehren-Mitglied des THW , der Feuerwehr , von Platzeck für Hilfe beim Oder und Elbe-Hochwasser ausgezeichnet und habe als letzte gute Tat , mit privaten Mitteln einen Riesen-Beitrag für die Ernennung der Prignitz 2005 zum Wachstums-Kern durch die Landesregierung geleistet . ( Dank und Hochachtung für und vor General und Innenminister d. L. a .D .Jörg Schönbohm .

Was dann passiert ist und das Alles auch aus mir und teilweise meinem Verhalten in den letzten  8 Jahren gemacht hat , ist so unglaublich , daß ich mich in der Nachschau selber erschrecke .



Der Autor erzählt in diesem Buch seine Geschichte .Schonungslos und offen berichtet er über teiweiseunglaubliche und schockierende Erfahrungen die erseit 1990 als Ost-Deutscher Unternehmer erlebt und überlebt hat . Mit Klar-Namen versehene Personen ,Konzerne, Banken , aber auch Politiker, Beamte undProminente finden sich neben der Justiz bis hin zumBundesgerichtshof als Teilnehmer dieser Story wieder.Auch berichtet er von guten und schmerzhaften Lehren die er an der Börse und in Casinos machen musste .Durch seine gewerbliche Tätigkeit hatte der Autor geschäftliche Beziehungen u.A. zur Bundeswehr , zurPolizei , dem Technischen Hilfswerk , den großenBaukonzernen , Fleisch-Konzernen , der Versicherungs-Wirtschaft , der Telekom , der Bahn und Autovermieternwie Sixt . Auch Mercedes Benz und viele Andere begleitenseinen Weg . Auch in Abgründe . 
Ob Erfahrungen mit Bordellen , einer Flucht nach Polen,bis hin zu Ehrungen durch Minister Platzeck bis zumLamborghini , dem Erwachen in der Gosse und Frauen-Geschichten und Russenmafia . Alles was denkbar ist ,und teilweise sogar mehr schildert der Autor aus einemdurch Schriftverkehr und Aktenzeichen hinterlegten ,unfassbaren Lebens-Abschnitt . 

vieux bohème 10.04.2013 | 10:09

Hallo! - mal ein Einwurf zu Parallelitäten im Denkansatz:

Unter dem denkwürdigen Titel „Dialektik des Fortschritts“

- Stichwort: Arbeiterbewegung
150 Jahre Sozialdemokratie, und plötzlich reden alle von Chancengleichheit, erschien am 14.1.2013 hier ein Beitrag zu einem lesenswerten Buch, das in Kontext Konfuzianismus und Meritokratie insoweit passt, als dieses nicht nur ein Konzept der Eliten, sondern auch der neueren Sozialdemokratie geworden ist – das Motto der 1970 „Aufstieg durch Bildung“ hat unter Schmidt, Schröder, aber auch teilweise unter Lafontaine (in radikalerer Gangart) seltsame Blüten getrieben, die dem Wahl – und Kommentarvolk auf den ersten Blick offenbar nicht aufgehen, deswegen hier mal ein paar Auszüge aus dem Beitrag und der zugehörige Link:


Indessen haben Franz Walter, Direktor des Göttinger Instituts für Demokratieforschung (und regelmäßiger Autor des Freitag), und seine wissenschaftliche Mitarbeiterin Stine Marg schon jetzt ein überaus lesenswertes Buch vorgelegt, das anlässlich dieses Jubiläums einen Rückblick auf eineinhalb Jahrhunderte Arbeiterbewegung wirft. Unter dem etwas sperrigen Titel Von der Emanzipation zur Meritokratie versammeln die beiden Autoren eine Reihe pointierter Betrachtungen zur Geschichte von Arbeiterbewegung, Linksintellektuellen und sozialer Demokratie, die gleichermaßen würdigend wie kritisch mit den Genossen zu Gericht sitzen.

[…]
Dabei ist den Autoren vor allem zu danken, dass sie dem hierzulande unbekannten Text Rise of the Meritocracy des Soziologen und kritischen Labour-Politikers Michael Young zu seinem Recht verhelfen. Mit seiner fiktiv-satirischen Gesellschaftsstudie aus dem Jahr 1958 erweist sich Young als bemerkenswerter Prophet. Aus der Perspektive des Jahres 2033 schildert der Ich-Erzähler zunächst die Erosion der alten englischen Klassengesellschaft. Unter dem Banner der sozialen Gerechtigkeit forciert die Labour-Partei Bildungsoffensiven innerhalb der Arbeiterschaft und sorgt so für massenhaften sozialen Aufstieg. Nun zählen nicht mehr vererbte Privilegien, sondern allein die individuelle Leistung. „Doch der Sieg von Labour“, so Young, „war zugleich der Anfang vom Ende.“ Denn jetzt ergeben sich neue, noch größere Probleme. Die vormals aristokratischen Klassengrenzen werden durch meritokratische ersetzt; die soziale Kluft wächst mehr denn je. Mit dem Verweis auf ihre Mehr-Leistung sichert sich eine kleine Elite von Top-Achievern Pfründe und Sonderrechte. Die Ungleichheit erscheint so stark wie früher. Mit dem entscheidenden Unterschied, dass es in der postideologischen Leistungsgesellschaft keine Opposition mehr gibt. „Denn zum ersten Mal in der menschlichen Geschichte“, heißt es sarkastisch bei Young, „hatte das unterwertige Individuum keine Möglichkeit, für seine Verhältnisse jemand anders verantwortlich zu machen.

https://www.freitag.de/autoren/der-freitag/dialektik-des-fortschritts
Bitteschön!
;-)

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Ehemaliger Nutzer 10.04.2013 | 10:12

Nach meiner Meinung sollten keine Experimente zur Veränderung oder Verbesserung der dringensden Probleme der Gesellschaft, nämlich der Sozial-Politik und der Gerechtigkeit angefangen werden ...

Stimmt.

Das Eingeständnis , das die Marktwirtschaft nur Temporär und Endlich erfolgreich sein kann .

Ich bin ein klarer Befürworter der freien Marktwirtschaft. Soll jeder tun und machen, was er will. Das Problem ist nur: Wir haben keine. Das Kernproblem ist dabei, dass wir ein schuldzinsbasiertes Geldsystem haben. Empfehle Ihnen dazu den Vortrag von Prof. Bernd Senf: http://www.youtube.com/watch?v=qgSntQ9CjnA

Durch Zins und Zinseszins sind Vermögenskonzentrationen möglich, die gut für wenige und schlechte für viele sind. Hier müsste meiner Meinung nach zuerst ansetzen werden. Stichwort Frei- bzw. Schwundgeld. Es kann nicht sein, dass Geld, abgesehen von der Inflation, eine Werterhaltung ermöglicht, die sich nicht an der tatsächllichen Realität orientiert, dahingehend, dass alles auf der Welt vergänglich ist. Geld muss das auch werden.

Hinzu kommt, dass Vermögende sich scheinbar zu wenig als Teil der Gemeinschaft empfinden. Ob sie nun wollen oder nicht, sie sind es aber.

Ein weiterer Aspekt ist der Konsumwahn. Warum bringt Apple innerhalb von nur 2 Jahren (!) soviele "neue" iPhone Versionen auf den Markt? Hier ist viel mehr die Wirtschaft gefragt, verantwortungsbewusster mit seinen Kunden umzugehen. The name of the game is profit. Das ist die Lage heute. Meiner Ansicht nach grundfalsch. Ein gutes, qualitativ hochwertiges Leben für möglichst viele Menschen auf der Welt ist der richtige Ansatz.

Auch die sogenannte unsichtbare Hand, also die Selbstregulierung von Märkten durch Angebot und Nachfrage, funktioniert nicht. Dass haben inzwischen sogar einige Experten verstanden.

Wenn ich nicht alleiger Gesellschafter gewesen wäre , hätte ich einen Geschäftsführer -Anstellungsvertrag wohl nicht , oder nur mit Bauchschmerzen unterschrieben.

Verstehe ich gut.

Ein solches Konstrukt kann eine Zwangsenteignung durchführen .

Jede Form von Enteignung lehne ich ab. Jeder hat einen freien Willen. Wenn er meint, er muss Milliardär sein, bitte schön. Er muss sich allerdings auch im Klaren darüber sein, welche Konsequenzen das für die Gesellschaft hat. Denn das, was er dazugewonnen hat, hat ein anderer verloren. Eigentum verpfllichtet. Zumindest in Deutschland. Viel wichtiger ist es, mit Kapitalbesitzern in den Dialog zu treten. Wozu benötigen sie all die Millionen und Milliarden? Bin auch ein Freund von Luxusgütern, aber da hört für mich das Verständnis auf.

Kapitalbesitzer müssen meiner Ansicht schon von selbst dahinter kommen, dass das heutige System sehr unbefriedigend für einen Großteil der Weltbevölkerung ist.

Wer dann Deutschland verlassen will , bitte . Ersatz-Personal und Companys für  diesen Konsumenten -Markt steht weltweit in der Schlange

Falsch. Deutschland hat bereits jetzt in einigen Branchen einen bedrohlichen Fachkräftemangel.

Das jetzige, horizontale Wachstum , tangiert von Optionen und Futures teilweise auf sich selbst oder auf Nichts , fährt schon mit wenigen Zahlen und einem Taschenrechner nachweisbar , gegen die Wand .

Wie wahr.

Ich arbeite seit längerem an einem umfangreichen Projekt. Dazu bin ich relativ viel im Dialog auch mit jungen Menschen. Das erstaunliche dabei: Es gibt scheinbar viel mehr, die nicht mehr bereit sind, den ganzen Wahnsinn mitzumachen. Ob man das allgemeingültig sagen kann, weiß ich nicht. Aber mir gibt es Zuversicht, dass sich Dinge ändern werden. Stephane Hessel hat mit seinem Buch "Empört Euch" einen Prozess in Gang gesetzt, der lange überfällig war.

Abschließend noch eins: Evolution, keine Revolution. Gut Ding will Weile haben.

Allerdings ist für mich heute morgen eine ganz andere Frage viel wichtiger: Wieso ist das Wetter schon wieder so besch.....? : )

rechercheuse 10.04.2013 | 10:38

„Es ist alles so offensichtlich: die Abschaffung der Demokratie, die zunehmende soziale und ökonomische Polarisation in Arm und Reich, der Ruin des Sozialstaates, die Privatisierung und damit Ökonomisierung aller Lebensbereiche (der Bildung, des Gesundheitswesens, des öffentlichen Verkehrssystems usw.), die Blindheit für den Rechtsextremismus, das Geschwafel der Medien, die pausenlos reden, um über die eigentlichen Probleme nicht sprechen zu müssen, die offene und verdeckte Zensur (mal als direkte Ablehnung, mal in Form von ‚Quote‘ oder ‚Format‘) und, und, und. Demokratie wäre, wenn die Politik durch Steuern, Gesetze und Kontrollen in die bestehende Wirtschaftsstruktur eingriffe und die Akteure an den Märkten, vor allem an den Finanzmärkten, in Bahnen zwänge, die mit den Interessen des Gemeinwesens vereinbar sind. Letztlich wäre es die Frage: Was wollen wir für eine Gesellschaft? Das wäre für mich Demokratie.“ (Ingo Schulze in der SZ vom 12.1.2012)

vieux bohème 10.04.2013 | 10:46

Es gibt bzgl Bell & Co nicht nur Überschneidungen mit dem chinesischen Konfuzianismus, sondern mit der westlichen Sozialdemokratie!
Unter dem denkwürdigen Titel „Dialektik des Fortschritts

- Stichwort: Arbeiterbewegung
150 Jahre Sozialdemokratie, und plötzlich reden alle von Chancengleichheit, erschien am 14.1.2013 hier ein Beitrag zu einem lesenswerten Buch, das in Kontext Konfuzianismus und Meritokratie insoweit passt, als dieses nicht nur ein Konzept der Eliten, sondern auch der neueren Sozialdemokratie geworden ist – das Motto der 1970er „Aufstieg durch Bildung“ hat unter Brandt, Schmidt, Schröder, aber auch teilweise unter Lafontaine (in radikalerer Gangart) seltsame Blüten getrieben, die dem Wahl – und Kommentarvolk auf den ersten Blick offenbar nicht aufgehen, deswegen hier mal ein paar Auszüge aus dem Beitrag und der zugehörige Link:

Indessen haben Franz Walter, Direktor des Göttinger Instituts für Demokratieforschung (und regelmäßiger Autor des Freitag), und seine wissenschaftliche Mitarbeiterin Stine Marg schon jetzt ein überaus lesenswertes Buch vorgelegt, das anlässlich dieses Jubiläums einen Rückblick auf eineinhalb Jahrhunderte Arbeiterbewegung wirft. Unter dem etwas sperrigen Titel Von der Emanzipation zur Meritokratie versammeln die beiden Autoren eine Reihe pointierter Betrachtungen zur Geschichte von Arbeiterbewegung, Linksintellektuellen und sozialer Demokratie, die gleichermaßen würdigend wie kritisch mit den Genossen zu Gericht sitzen.

[…]
Dabei ist den Autoren vor allem zu danken, dass sie dem hierzulande unbekannten Text Rise of the Meritocracy des Soziologen und kritischen Labour-Politikers Michael Young zu seinem Recht verhelfen. Mit seiner fiktiv-satirischen Gesellschaftsstudie aus dem Jahr 1958 erweist sich Young als bemerkenswerter Prophet. Aus der Perspektive des Jahres 2033 schildert der Ich-Erzähler zunächst die Erosion der alten englischen Klassengesellschaft. Unter dem Banner der sozialen Gerechtigkeit forciert die Labour-Partei Bildungsoffensiven innerhalb der Arbeiterschaft und sorgt so für massenhaften sozialen Aufstieg. Nun zählen nicht mehr vererbte Privilegien, sondern allein die individuelle Leistung. „Doch der Sieg von Labour“, so Young, „war zugleich der Anfang vom Ende.“ Denn jetzt ergeben sich neue, noch größere Probleme. Die vormals aristokratischen Klassengrenzen werden durch meritokratische ersetzt; die soziale Kluft wächst mehr denn je. Mit dem Verweis auf ihre Mehr-Leistung sichert sich eine kleine Elite von Top-Achievern Pfründe und Sonderrechte. Die Ungleichheit erscheint so stark wie früher. Mit dem entscheidenden Unterschied, dass es in der postideologischen Leistungsgesellschaft keine Opposition mehr gibt. „Denn zum ersten Mal in der menschlichen Geschichte“, heißt es sarkastisch bei Young, „hatte das unterwertige Individuum keine Möglichkeit, für seine Verhältnisse jemand anders verantwortlich zu machen.“

https://www.freitag.de/autoren/der-freitag/dialektik-des-fortschritts
Bitteschön!
;-)

Hans Springstein 10.04.2013 | 11:09

Ja, der Ingo Schulze.Er spricht Bedenkenswertes aus.

Apropos Žižek: Ich hatte mich schon mal an anderer Stelle zu einem guten Text von ihm zum Thema geäußert: "Wenn die Demokratie dem Profit im Wege steht" Im Text ist mir ein kleiner Fehler unterlaufen. Der zitierte britische Notenbanker Alan Budd hat das nicht 2003 selbst geschrieben, sondern er wird 2003 von Nick Cohen zitiert.

rechercheuse 10.04.2013 | 11:15

vielleicht interessiert dich ja diese sendung?

... ich glaube, sie kommt auf phoenix

 

20 Jahre nach der deutschen Wiedervereinigung geht die ZDF-Dokumentation "Beutezug Ost" der Frage nach: Wie konnte aus dem Wert der DDR-Betriebe, den der erste Treuhandpräsident Detlev Rohwedder auf 600 Milliarden D-Mark schätzte, ein Milliardendefizit werden? Die Treuhandanstalt, zuständig für die Privatisierung der DDR-Betriebe, hinterließ einen Schuldenberg von 250 Milliarden D-Mark (zirka 125 Milliarden Euro).

Sendetermin

Di, 16.04.13, 21.00 Uhr

Mi, 17.04.13, 01.30 Uhr

Mi, 17.04.13, 08.15 Uhr

Mi, 17.04.13, 19.15 Uhr

"Das gesamte Industriekapital der DDR wurde mit einem Schlag vernichtet. Im Grunde genommen ist es eigentlich das größte Betrugskapitel in der Wirtschaftsgeschichte Deutschlands". Der grüne Europaabgeordnete Werner Schulz findet deutliche Worte für die Arbeit der Treuhand.

sven kyek 10.04.2013 | 11:57

Vielen Dank für den Doku -Hinweis . Ich weiß wie die Berliner Wärmeversorgung abgewickelt wurde . Aber schwerer Betrug verjährt leider nach 10 Jahren .Das die Deutsche und EU-Politik aktuell an der Privatisierung der Trinkwasser-Versorgung bastelt , ist ein so unglaublicher Vorgang , daß ich hoffe der Volks-Zorn wird eines Tages für gerechte Bestrafung sorgen . Gas , Strom , Kraftstoff , Wasser , Abwasser und Abfall-Wirtschaft gehört verstaatlicht . Alleine Brandenburg weist enorme Müll-Berge im ganzen Land auf , deren Entsorgung insolvente Betreiber den Gemeinden und Steuerzahlern hinterlassen haben . Werden oder wurden die AKW"s der Energieversorger nicht auch über Tochter-Gesellschaften mit beschränkter Haftung betrieben? Ich frage nur , weil Altmeier so selbstsicher davon sprach , daß die Betreiber die Endlagerung bezahlen sollen .Auch kenne icheinen Westdeutschen Nutzfahrzeug-Händler ,der durch Verkäufe an Ostbetriebe zwischen Grenzöffnung und Einführung der D-Mark beim Eintausch unserer Alu-Chips 20 mio an der Wechsel-Kurs-Differenz verdient hat .

Ich hoffe das nicht die Unternehmer , oder Verbrecher ,sondern die Politiker die das alles organisiert haben , in der Hölle schmoren .

Dank der unendlichen Kapazität des Internets hilft bei der nächsten Wende kein Aktenschreddern mehr , das verhindert Roß und Reiter beim Namen zu nennen . 

vieux bohème 10.04.2013 | 12:13

 

ich hab mal online reingeguckt ins Buch. Für mich nichts Neues, ist auch eine sehr vergröberte Darstellung, mir scheint aus einer Post-SED-Perspektive (siehe Widmung).

Da finde ich die "Dialektik der Freiheit", welche von der Gründung bis heute reicht, spannender und informativer.

Allerdings stecke ich in der Materie auch schon sehr lange und ziemlich tief drin. Empfehle hier mal für die Erforschung der Wandlung der Sozialdemokratie bzw. die Abspaltung des sozialistischen Flügels in der Adenauer-Zeit das Buch

"Linkssozialistische Opposition in der Ära Adenauer"

aus der Rezension:

So hat Kritidis die Frühgeschichte der Bundesrepublik Deutschland aus einer anderen, vom wissenschaftlichen Mainstream vernachlässigten Perspektive beschrieben. Die vorliegende Monografie schließt eine Forschungslücke, denn zur Geschichte der linkssozialistischen Strömungen in der frühen Bundesrepublik gab es bisher keine kompakte, auf Primär- und Sekundärmaterialien beruhende Gesamtdarstellung. Der mitunter „parteiische“ Blick des Autors trübt nicht den Forschungsertrag dieser Arbeit.

http://hsozkult.geschichte.hu-berlin.de/rezensionen/2008-4-167

und eine dazugehörige ND-Resonanz:

http://www.neues-deutschland.de/artikel/163569.gleichheit-und-freiheit.html

Viel Spass beim Lesen!

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Ehemaliger Nutzer 10.04.2013 | 12:59

Thema Menschlichkeit. Warum gehen Sie nicht selber in die Politik? Und weil ich Ihnen guten Gewissens keine Partei empfehlen kann, warum nicht gleich eine neue gründen?

Die neue Menschlichkeit

oder

Deutschlands Aufbruch zu mehr Menschlichkeit, DAM ;)

Habe dazu kurzfristig an einem Online-Projekt teilgenommen, musste aber aus Kapazitätsgründen relativ schnell wieder aussteigen

https://elcondorpasa2013.wordpress.com/wp-login.php

Weiss demnach auch nicht den Stand der Dinge. Dort kommt aber die Idee mit Aufbruch Menschlichkeit her.

sven kyek 10.04.2013 | 14:22

Das wäre schon eine verlockende Vorstellung . Aber ich habe bis 2oo6 einen Lebenslauf der das rechtfertigen könnte . In meinem Kampf gegen mir vermeindlich angetanes Unrecht , habe ich mit teilweise unkonventionellen und grenzwertigen rethorischen wie auch geschrieben ,,Hilfe-Rufen " und mahnenden Botschaften an die Justiz ,die Bafin , bis hin zu Frau Merkel  ALLES unternommen um zu meinem Recht zu kommen . 

Daraus wurde ein persönlicher ,,Ausnahme -Zustand " der sicher im Rahmen rechtskonformer Normen lag . Aber es hatte auch vermutlich als Überdruckventil oder Sollbruchstelle um nicht außerhalb der Rechtsnormen zu agieren , verhaltensauffällige Episoden mit dem Kapitel , eine persönliche Endlösung und Erlösung zu schaffen .

Kurz um kann ich von Niemanden verlangen etwas zu tolerieren und akzeptieren , das ich selber nicht einmal kann .

Sollte es mir gelingen durch Veröffentlichung eine Rehabilitation zu erreichen und  mir würde attestiert  das alles was geschehen ist , phsychisch , moralisch und menschlich als Folge des Erlebten zu bewerten ist und eine menschliche Schutz und Abwehrreaktion darstellt  , könnte ich mir dann eine Funktion vorstellen . In diesem Falle würde ich aber sicher nicht lange leben .

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Ehemaliger Nutzer 10.04.2013 | 16:01

In diesem Falle würde ich aber sicher nicht lange leben .

Ich habe nicht nur hier schon ganz andere heiße Eisen ansprochen, so schnell stirbt es sich nicht in Deutschland, Mossad hin, CIA her. Selbst Gloria TV scheint es wenigstens mit Du-sollst-nicht-töten ernst zu nehmen.

Außerdem lohnt es sich, manchmal zu schweigen. Man muss den einen oder anderen ja nicht unnötig provozieren. Auch dann nicht, wenn man selbst scharf attackiert wird. Ich kann bei sowas sehr tiefenentspannt sein. Und bin bemüht, immer sachlich im Ton zu bleiben. 

Ich an Ihrer Stelle würde es mir überlegen ; ). Sie klingen, als hätten Sie Macher-Qualitäten. Ein rares Gut in der Politik. Die Zuwendungen als Landesfürst sollen auch recht attraktiv sein. Einen Dienstwagen gibt es gratis dazu. So oder so, alles besser als Ihr jetziges Auskommen.

Viel Erfolg bei Ihrer Reputation.

Columbus 10.04.2013 | 17:18

"Weniger Demokratie wagen", genau das wird mittlerweile angedacht. Sie treffen voll ins Schwarze. Allerdings klingen solche Botschaften, sie schrieben es, verlockend für Wähler und Bürger die nicht den Eliten zugerechnet werden.

Das Versprechen von Ordnung, egal wie sie erzeugt wird, egal ob sie mit Ungerechtigkeit verbunden ist, schlägt gerade bei Prekären an. -Dazu wussten schon die beiden Kontrahenten Adorno und Arnold Gehlen viel zu sagen.

Autoritäre Charaktere oder Sicherung der Mängelwesen durch Redundanz und Reduktion der Unübersichtlichkeit. Bei Gehlen sollten die Ordnungsgesetze nicht einmal mehr überprüfbar sein, um so möglichst viel Sicherheit zu produzieren.

Beste Grüße

Christoph Leusch

PS: Falls es interessiert. https://www.freitag.de/autoren/columbus/darf-s-a-bisserl-diktatur-sein-gnae

 

sven kyek 10.04.2013 | 17:20

Solange Frau Merkel und Herr Steinbrück wie auch die FDP auch rethorisch vermitteln und scheinbar glauben das Dax und Dow menschlichen Antlitzes sind und sie diese behandeln , wie hochgestellte Persönlichkeiten die man noch als Gastredner im Bundestag empfangen sollte , fällt mir nichts mehr ein . Und das ehrfurchtsvolle ,unterwürfige ,,die Märkte " Gehabe  , erinnert mich mehr an Scientology ,denn an fachlich versiertes , gebildetes Führungs-Personal .

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Ehemaliger Nutzer 10.04.2013 | 17:35

Schauen Sie mal hier rein:

http://www.youtube.com/watch?v=D_oQPZiiqKs

Es geht in der Reportage um das Atomwaffenprogramm der Israelis. Die Rückschlüsse, die in Bezug auf JFK gezogen werden, sind schon beachtlich. Mir ist nicht bekannt, dass einer der Beteiligten der Dokumentation nicht mehr am Leben bzw. gewaltsam aus dem Leben geschieden worden wäre.

Andererseits wird der Mossad bestimmt auch nicht gutgelaunt und mit breiter Brust hingegen und zur Prime Time sagen, ja klar, wir waren es, sorry Leute. Im Kontext mit dem Geschehen zu der Zeit ist es m.E. zumindest nachvollziebar. Ich würde auch alles daransetzen, dass das niemals wieder passieren wird.

Vielerorten ist erkennbar, dass man es müde ist zu töten. Wen wundert's, es ist sinnlos. 

Dank Internet sind zudem viele inwischen sehr gut vernetzt. Am Ende des Tages kommt die Wahrheit doch ans Licht. Meistens jedenfalls. Vieles wollte ich auch gar nicht wissen, habe selbst schon hinreichend Abgründe kennengelernt, irgendwann reicht es dann auch.

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Ehemaliger Nutzer 10.04.2013 | 19:07

Nicht weniger, sondern mehr Demokratie. Wenn Abgeordnete ihren Job ernst nehmen würden, sich ihrer Verantwortung im Umgang mit fremden Geld bewusst wären, sähe das wahrscheinlich schon etwas aus.

Warum funktioniert Demokratie in der Schweiz offenbar deutlich besser als bei uns in Deutschland? Warum werden die Bürger mehr in Entscheidungsprozesse eingebunden als bei uns?

Alles Folgen von Seilschaften? Als ich hörte, dass die ehemalige Bundesbildungsministerin Schawan eine langjährige Wegbegleiterin von Frau Dr. Merkel ist, konnte ich das kaum glauben. Bitte mich zu korrigieren, aber mein letzter Wissensstand ist, dass Frau Schwavan in Baden-Würtemberg ein Bildungstrümmerfeld hinterlassen haben soll, bevor sie nach Berlin berufen wurde?

Die bürgernahe Basisarbeit war für mich der Hauptanreiz bei den Piraten. Schade, dass viele dort nicht über ihren egomanischen Schatten springen können. Für mich unwählbar zurzeit.

sven kyek 10.04.2013 | 19:44

Unglaublich ! Danke für den Film . Die A-Bomben die Indien verteilt hat machen mir sorgen .  Manchmal glaube ich , ein Waffengang ist unvermeidlich . Schlimm finde ich auch den sich in letzter Zeit verschärfenden Umgangs-Ton zwischen Politikern bzw . Regierungen einiger Nationen  miteinander . Ob Polen sich über ,, Unsere Väter , unsere Mütter " erregt , oder die Türken über die NSU- Sitzplätze und die Unterstellungen das nur Häuser mit türkischen Bewohnern abgebrannt werden . Da liegt mir zuviel Nervosität im Unterton .

Ich hoffe nur das die Völker der verbal attackierten Nationen und deren Regierungen erkennen , daß die Oral-Krieger nicht  die Meinung ihrer Bürger vertreten . 

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Ehemaliger Nutzer 10.04.2013 | 20:41

Manchmal glaube ich , ein Waffengang ist unvermeidlich .

Ich kann mir kaum vorstellen, dass da auch nur irgend jemand Interesse daran hat. "The day after" soll Reagan die Augen geöffnet haben; vermutlich nicht nur ihm.

Atomwaffen sind m.E. solange gut, solange Kriege durch Abschreckung unterbunden werden. Andererseits wundert mich immer wieder, dass es scheinbar noch nie zu einem technischen Versagen gekommen sein soll. Ein Fall ist mir bekannt, sprich darüber gelesen, wo vor Spanien zwei Bomben im Mittelmeer abhanden kamen.

Die Sache war Top-Secret, auffällig war nur dort die erhöhte Krebsrate. Wie verachtend gegenüber den dort lebenden Menschen. Bedenkt dann, dass gegen Henry Kissinger bis heute in einigen Ländern ein Haftbefehlt vorliegt, kriegt man ein Gefühl dafür, wie es offenbar wirklich läuft, Drogengeschäfte der CIA inklusive. Mr. Hoover soll auch nicht sooo nett gewesen sein. Gleiches gilt ebenfalls für den, der den BND aufgebaut hat, ein Ex-Nazi. Im Nachkriegsdeutschland an so einer wichtigen Schaltstelle? Zeugt von hohem Taktgefühl gegenüber der jüdischem Religion.

Dass JFK uns mit viel taktischen Gespür und Einfühlsvermögen vor dem Untergang bewahrt hat: scheinbar reicht nicht mal diese wahre Meisterleistung aus, um leben zu dürfen. Betrifft auch seinen Bruder Bob. Das ist das eigentliche Erbärmliche. Von Martin Luther King abgesehen. Und wissen Sie, wer die wirklichen Drahtzieher hinter dem Anschlag auf Gandhi waren? Er wollte um jeden Preis vermeiden, dass Pakistan von Indien abgespalten wird (in Wiki steht das übrigens genau andersrum drin). Dazu ist er im hohen Alter noch einmal quer durchs Land gereist. Wer war noch gleich die Besatzungsmacht? Der MI6, ach ne, Großbritannien heißt das, glaube ich. Diese gottverdammte Geheimniskrämerei. Mit welchen Recht? Die des Stärkeren? Oder die des Dümmsten? Haben Sie den Film gesehen? Ich mehrfach, besonders das Massaker auf dem Platz, unfassbar, die Briten.

Über John Lenon habe ich gelesen, dass er, kurz bevor er ermordert wurde, sich wieder aktiv in die Friedensbewegung einschalten wollte. Und es wurde ja mehrfach versucht, ihn aus den USA zu vertreiben. Am Ende dann erfolglos. Wer weiß, vielleicht waren anderen sein Friedenengagement ein Dorn im Auge, das Volk könnte ja mündig werden und die Zusammenhänge verstehen was wiederum unangenehm für Kapitalbesitzer werden könnte. Also knallt man ihn ab.  Irgendwo so einen armen Irren "fehlzuleiten", ist einfacher als man denkt. Die NSA arbeitet beispielsweise so. Manipulation bis zum geht nicht mehr. Und alles des lieben Geldes wegen. Wahnhaft und krank.  

Wie war das noch mit dem golden Kalb?

Btw, zu drohen finde ich mehr als albern. Aber dennoch verspüre ich gerade das Bedürfnis, das zu schreiben: ich bräuchte nur einen einzigen Namen hier zu nennen, und nicht wenige würden auf der Stelle sehr feuchte Hände kriegen.

Gehe denn jetzt mal besser Fußball gucken ; )

mymind 11.04.2013 | 00:49

So weit ich mich erinnere, fing das Wagen um weniger Demokratie in Deutschland mit der Kohl-Ära an, in England mit Thatcher während bei den Big-Brothers ein abgehalfterter EX-C-Hollystar den Präsidenten spielte. Ein Zusammenspiel wie aus einer griechischen Tragödie, die es letztendlich auch  wurde, nicht nur in dem Land, aus dem die wörtliche Wurzel entspringt.

Demokratie heißt nichts anderes als ´Volksherrschaft´. Dass die temporär gewählten, herrschenden Vertreter der einzelnen Völker Wege & Mittel denken & verfolgen eben diese Herrschaft  zu minimieren bzw. zu  steuern, ist irgendwie auch verständlich, schließendlich erleichtert es die Arbeit. Demokratie bzw. Volksherrschaft heißt für das Volk bzw. die Menschen, Verantwortung übernehmen zu wollen & zu können. Aber wer ist dazu bereit?

Das beinhaltet selbstredend, dass nicht nur Einzelne informiert werden, worum es geht. Hier fängt der Kreislauf an. Abgekürzt: Eine Regierung steckt die Rahmenbedingungen für eine Gesellschaft ab. Das betrifft Bildung, soziales Netzwerk, gerechte Justiz etc. In Zusammenarbeit mit der Wirtschaft ergeben sich weiterreichende Agreements,  u.a.  Arbeitsplätze, Versorgung usw. Eine gewisse Zufriedenheit & Geborgenheit, vor allem  sogenannte ´Freiheit´ bei den Wählern ist in demokratischen Systemen unabdingbar. Parallel werden aber mitunter auch Projektionen beigemengt, die von Manchen auch als ´Valium fürs Volk´ bezeichnet werden, damit gemeint:  konsumorientierte Hypes mithilfe von Werbung, Illusionen von Freiheit & Gewissen, vor allem Wissen. Das funktioniert mit einer Informationspolitik, die den Namen eigentlich nicht mehr verdient sondern vielmehr Bewusstsein schaffen möchte, was Andere wiederum als Propaganda bezeichnen.

Wie auch immer: In einer Demokratie gibt es durchaus Zutaten, bei denen man zwar auch den den Arzt & Apotheker konsultieren könnte, aber  vielmehr auf den eigenen Sachverstand & sein Gefühl hören sollte. Warum das immer weniger gelingt ist die berühmte Frage nach den Auslösern `a la Henne & Ei…

 

 

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Ehemaliger Nutzer 11.04.2013 | 07:56

Ich HASSE Microsoft. Da war ich mit meinem Kommentar fast fertig, und da fährt dieser Dreck den Rechner runter, obwohl ich vorher ausdrücklich das Feld anklickt habe, dass das nicht passieren soll. Man. Wünsche einem gewissen Herrn Gates, dass wir uns nie im Leben begegnen werden ...

Also nochmal.

Warum das immer weniger gelingt ist die berühmte Frage nach den Auslösern `a la Henne & Ei…

Ich könnte mir vorstellen, dass dies ein gesunder Mix aus Ansprüchlichkeit, Überbelastung, Orientierungslosigkeit und daraus resultierend Gleichgültigkeit ist.

Alles hat sich der Globalisierung unterzuordnen, auch die Politik bzw Demokratie. Während Konzerne dabei sehr gern von Wertschöpfung reden, verliert ein Neuwagen direkt nach Montage der Nummernschilder seinen Wert in Höhe von ca. 20-30% des Anschaffungspreises. Wertschöpfung, und das bei einer Schlüsselindustrie in Deutschland? Soso.

Noch ein Zauberwort: Nachhaltigkeit. Mitarbeiter werden dabei ausgespart, das Humankapital inklusive Minderleister ist ja jederzeit austauschbar. Langfristige Perspektiven? Blödsinn. Jede Menge Unternehmer in der Solarstrombranche sind auf Versprechen von Politikern reingefallen und stehen vor jetzt vor Riesenproblemen, weil man zwar die Energiewende will, aber bitte umsonst.

Das erzeugt gefährlichen Vertrauensverlust in Politik, von Nachahmer-Effekten ganz abgesehen.

Hinzu kommt, früher hat man auch viel gearbeitet. Aber es sich dabei auch gut gehen lassen. Heute arbeitet man noch viel mehr, und das gut gehen lassen hat sich auf die neueste iPhone-Variante reduziert, sprich Konsum.

Dieser Konsum dient schon lange nicht mehr der Befriedigung von Bedürfnissen, sondern vor allem den Herstellern von Produkten.

Das gute ist: es verändert sich was. Neulich war ein schöner Artikel in der ZEIT mit der Überschrift "Faul und schlau". Richtig so. Ich habe mein Leben schon vor längerem dahingehend umgestellt, dass ich deutlich mehr Selbstbestimmung einfordere, weil ich diesen ganzen Irrsinn nicht mehr mitmache. Lieber weniger Geld, dafür aber deutlich mehr Lebensqualität.

Gleiches gilt für mein demokratisches Engagement: In meinem Fall, indem ich beispielsweise kommentiere. Und somit vielleicht andere anrege, sich nicht mehr alles gefallen zu lassen.

Wir sind viele, sie wenige.

 

 

 

sven kyek 11.04.2013 | 08:44

Wenn der Spruch ,,Nur die dümmsten Kälber wählen ihren Metzger selber", einen scheinbar realen Bezug zur Gegenwart abbildet ist die Demokratie zwar gegeben , aber sie ist dann mehr gefährlich denn nützlich . Um Schaden und Unheil zu verhindern , stellt sich dann tatsächlich die Frage , ob eine Diktatur des Proletariats bzw. der Bürger eine taugliche Organisationsform des Staatswesens darstellt .

Wenn sich diese Diktatur in einer Hierarchie organisiert , wähl und abwählbar ist und sich einer klar geregelten Haftung unterwürft , stellt sich die Frage ob diese Form der Diktatur  ausreichend Demokratie gewährleistet ?

Ist die hierarchische Struktur von Bundeswehr und Polizei Demokratiekonform ? 

seriousguy47 11.04.2013 | 13:54

Oberham hat es in seinem Kommentar auf den Punkt gebracht: Wir leben bereits in einer Post-Demokratie. Und die Nachkriegsgeschichte der westlichen Industriestaaten ist im Kern nichts anderes als der Versuch der "Eliten", die gegen den Hitlersimus unabwendbar gewordene halbherzige geistig-moralische Wende wieder zurückzudrehen.

Mit seiner missbräuchlichen  Kaperung dieses Begriffes hat sich  in D Helmut Kohl ausdrücklich zu dieser Rolle Rückwärts bekannt. Und die "Eliten" insbesondere in der Wirtschaft standen auch nie hinter dem Grundgesetz. Sie warteten nur auf ihre Chance und mogelten sich solange durch.

Dass Demokratie und Kapitalismus nicht wirklich zusammengehen - es sei denn , das Kapital würde sich der Demokratie freiwillig unterwerfen - ist seit Marx klar. Wurde auch schon hier gesagt. Wir reden also über Spielräume. Und die sind umso kleiner, je erpressbarer Politik wird.

Deshalb waren die Spielräume nach dem Krieg am größten, als das Kapital einerseits auf die Arbeitskräfte und auf das Wohlwollen und die Unterstützung durch die Politik angewiesen war. Insbesondere in Deutschland, wo man moralisch verspielt hatte und die Systemkonkurrenz sich vor der Haustür befand.

Als sich die Angst vor dem "Sozialismus" als unbegründet herausstellte, die Erinnerung an den Faschismus verblasste und der Nachkriegsboom zu seinem Ende kam, war das Kapital mehr und mehr bereit, sein wirtschaftliches Erpressungspotential zu nutzen und die Politik immer weiter unter seine Knute zu zwingen - wobei die Unterwerfung gar nicht immer unfreiwillig war.

Reagan, Thatcher, Kohl, Blair und Schröder stehen für diese Verschiebung der gesellschaftlichen Koordinaten nach rechts/ hin zum Kapital.

Bereits zuvor hatte man sich mit Hilfe der Massenmedien die "verblödete Masse" geschaffen, auf die man nun herabschaut. Für jüngere Semester nur mal so als kleines Beispiel: Primetime beim deutschen Einheitsfernsehen hieß anfangs auch "Fidelio" oder"Sartre" u.Ä. Das konnte Herr und Frau Prekariat zwar abschalten, aber Angebot und Anspruch waren da. Heute sind sie nicht mehr da.

Und dann kamen das Ende des Staatssozialismus, den man in Chile für die Chicago Boys noch blutig hatte niederschlagen müssen. Und als besonderen Glücksfall erhielt die BRD die FDJlerin Angela Merkel, die von ihrer politischen Sozialisation her alle Voraussetzungen mitbrachte, die von Reagan, Thatcher, Kohl, Blair und Schröder eingeleitete repräsentative Akklamations-Diktatur des Kapitals quasi naturwüchsig auszuüben.

Und genau das ist von Anfang an das zentrale Thema bei S21, einem Projekt, das wie die Kernergie beispielhaft für solche Art des Regierens steht - und Demokratie weder erträgt noch auf Dauer demokratisch überleben kann, solange es sich nur gegen elementare Interessen der Bürger durchsetzen und durchhalten lässt.

Wir sind also längst mittendrin und der Kampf dagegen hat - hoffentlich - auch längst begonnen. Auch wenn es den "Eliten" bislang erfolgreich gelungen ist, mit ihren Verblödungs- und Umdefinitionsstrategien zu verhindern, dass die Mehrheit erkannt hat, um was es wirklich geht.

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Ehemaliger Nutzer 11.04.2013 | 14:48

Ein Aspekt, über den ich noch nie nachgedacht habe. Aber Sie haben leider recht. Habe anfangs gar nicht verstanden, was Sie sagen wollten ; )

Ich hatte dazu bereits einmal folgenden Gedankengang beschrieben:

Es gibt die Firma Gore-Tex. Diese betreiben von Gründung an ein bis heute "neuartiges" Konzept der Unternehmenskultur. Es soll quasi keine Hierarchie geben. Jeder Mitarbeiter kann sich "aussuchen", was er machten möchte. Das führt u.a. dazu, das ein Mitarbeiter verschiedene Visitenkarten haben kann, weil er unterschiedliche Themen bearbeitet. Darüber hinaus berichtet Gore-Tex, dass sie festgestellt haben, das Units über 200 Mitarbeiter organisatorisch nicht mehr gut funktionieren. Hat ein Werk diese Größe erreicht, wird ein neues errichtet.

Dann: Meine Erfahrungen haben gezeigt, das kleine Teams bis 6, 7 Mitarbeiter sich extrem gut organisieren können. Alles darüber ist ein Mehr an Arbeit besonders in Bezug auf Abstimmungsprozesse, Einarbeitung etc. Außerdem, je flacher die Hierachie, umso signifikant flexibler und, meinem Empfinden nach, schneller und produktiver sind Projekte umsetzbar. Habe dabei die ganze Bandbreite von Clusterungen und Hierarchieebenen miterlebt bis hin zum Großkonzern.

Transferiert man die Efahrungen von Gore-Tex auf öffentlich-demokratische Strukturen, dürfe es eigentlich ebenfalls nur flache Hierarchien geben. Dazu hatte ich schon vor längerem die Idee, dass sich Bürger selbst verwalten. Nehmen wir einmal die Größe von 200 Bürgern. Allen diesen Bürger werden Aufgaben übergeben, die sie auch zu verantworten haben. Für das reibungslose Zusammenspiel der Bürgereinheiten miteinander gibt es Koordinationren, ähnlich wie ein Teamleiter. Bürgereinheiten werden wiederum geclustert, um auch größere regionale Stukturprojekte wie Straßenbau realisieren zu können. Diesen stehen wiederum ein Koordinator vor, um sich mit anderen Clustern abstimmen zu können. Diese Cluster sind beispielsweise die Bundesländer.  Erst ab der Ebene der Koordinatoren werden Entgelte gezahlt.

Das Konzept hat für mich gleich mehrere Vorteile: 1. Der Bürger wird aktiv in den Gestaltungsprozess seines "Staates", also dem Bezirk, in dem er wohnt einbezogen. John F. Kennedys Worte hätten eigentlich lauten müssen: Der Staat tut nichts für Dich, Du musst was tun, im Auftrag des Staates

2. Machtbündelung wird erschwert oder sogar ganz unterbunden. Macht in den Händen von wenigen war noch nie gut. Je mehr autonome Einheiten, umso besser, zumal sie auch für sich selbst verantwortlich sind und sich kaum davon überzeugen werden lassen, Geld für überteuerte Prestigeobjekte auszugeben, die vielleicht auch  gar keiner haben will außer geltungssüchtige Politiker°°.

3. Anschließende Schuldzuweisungen fallen weg, weil man ja gemeinschaftlich Entscheidungen getroffen hat. Wie leicht ist es, mit dem Finger auf die Poltik zu zeigen. Kennen wir Bürger die Hintergründe für die und die Entscheidung? Eher selten, würde ich sagen. Ein Bundeskanzler hätte in solch einem Konzept für mich nur repräsentativen Charakter oder träte z.B., wenn nötig, als Mediator auf.

Das wäre mal eine Idee für gelebte Demokratie.

seriousguy47 11.04.2013 | 14:52

Ergänzend:

"Jemand, der von außen kommt, braucht Ihnen nicht zu erzählen, warum der Widerstand gegen Stuttgart 21 wichtig ist. Aber es ist doch so. Das übrige Land, die ganze Bundesrepublik schaut darauf, wer in Stuttgart schließlich die Oberhand behält. Wird Geschäftemacherei sich durchsetzen oder Vernunft? Das ist die Frage. Interessant ist ja, dass selbst die Seite, die an der Geschäftemacherei interessiert ist, nun schon aus prinzipiellen Erwägungen heraus an Stuttgart 21 festhält. Die Bundesregierung und insbesondere Frau Merkel halten an dem Projekt Stuttgart 21 nur noch deswegen fest, um im Volk die erlernte Einstellung zu festigen, die da lautet: Widerstand lohnt nicht – Man kann ja doch nichts machen. Umgekehrt gilt: Für uns Bundesbürger außerhalb Stuttgarts ist dieser lange dauernde Abnutzungskrieg zwischen Volk und Obrigkeit in dieser Stadt hier vor allem deswegen wichtig: Wenn Stuttgart 21 erfolgreich verhindert werden kann, dann haben wir alle einen großen Etappensieg für die Demokratie und gegen die Geschäftemacherei errungen.

In diesem Sinne und im eigenen Interesse wünsche ich Ihnen: Möge Ihr Widerstand erfolgreich sein. Die ganze Republik wird es Ihnen danken."

Lucas Zeise, Finanzjournalist (FTD), bei der 167. Montagsdemo am 8.4.2013 in Stuttgart

sven kyek 11.04.2013 | 15:37

Das Grundübel der heutigen Form der Demokratie ist nicht ihr Name .Auch nicht die vielfältigen , teilweise konträren Auslegungen und Theorien von Gelehrten und Intellektuellen aller Zeiten .

Es sind  die Müdigkeit und Zweifel der Masse der Bürger grundlegendes verändern zu können .

Begründet in schwammigen Paragraphen , vom Grundgesetz , Strafgesetz-Buch und BGB bis hin zur Verfassung und nicht unerheblich der Steuerstraf-Gesetzgebung .

Solange Ausnahme-Tatbestände möglich sind  und  gerade die klare und gerechte Verankerung von Politikern fehlt , ist die Wahl und Meinungs-Freiheit ein zahnloser Tiger .

 Die Gesetzgebung hat sich vor ihrer Schaffung,  wie zum Beispiel der Islam es mit den 5 Säulen macht , an einen kurzen , ethischen und moralischen Leitfaden zu halten . Diesem Leitfaden hat sich Wirtschaft und Kapital zu unterwerfen .

Klare Definitionen denen sich ALLE unterwerfen und Gesetze die auf ALLE angewand werden geben  ALLEN das  Gefühl zu Leben .

Solange alles , gerade wie auch die Demokratie , nur im Lichte des Betrachters er und gelebt wird , kommt nichts voran oder wird besser .

Sicher würdes es bei den Brüderles , Schröders und Maschmayers dieser Republik einen Aufschrei geben .  Aber wenn Demokratie nur ,,Freie Fahrt"  für einige bedeutet und für die Masse nur die Möglichkeit des ,,Pfeffergesprühten  Wutbürgers" und des ,,Trinkwasser -Anschluß-Gezwungenen " Deppen , der nun auch noch, weder nach demokratischen noch marktwirtschaftlichen Prämissen , zwangsweise ohne Wahlmöglichkeit, dem Diktat der Privatwirtschaft  zugeführt werden soll , bleibt , mit Verlaub  , Scheiße ich auf diese Demokratie " in mein zwangsangeschlossenes , monopol entsorgtes Klo und entscheide mich für das Leben . 

Wenn ich mich sicher, wohl,gerecht behandelt und zu Hause fühle, ist mir egal ob das unter dem Dach der Demokratie oder im Rahmen vom Volk legitimierter Gesetze oder Bedingungen geschieht .

Sven Kyek

 

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Ehemaliger Nutzer 11.04.2013 | 17:16

Diesem Leitfaden hat sich Wirtschaft und Kapital zu unterwerfen .

Unterwerfen finde ich zu radikal. Es verstehen und daraus heraus es von sich aus zu leben gefiele mir weit besser. 

Viele Unternehmen haben ein sogenanntes Corporate Governance, das das Papier nicht wert ist, auf dem es gedruckt wurde. Was nützen schöne Worte, wenn sie niemand daran hält.

Menschen müssen m.E. vielmehr bereits schon in der Schule verstärkt in Grundwerten und menschlichen Verhaltensformen hin zu einer lebensfreundlichen Gesellschaft geschult werden. Ist das von einem Bildungsministerium zu viel verlangt?

sven kyek 11.04.2013 | 17:47

Was Hänschen nicht lernt , lernt Hans nimmer mehr . Wenn nicht mit der Muttermilch , so sollte das Eltern-Haus prägend sein . 

Der Staat , auch via Schule , würde eher den Tatbestand des Mund-Raubes von Lebensmitteln auf Elektronik und Fashion erweitern . Das wäre dann ähnlich wie die Forderung , altersarme Diebe zu bagatellisieren . Die Frage stellt sich nur , ob er dies aus Unfähigkeit oder aus Kalkül tut . Ich vermute das Letztere .

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Ehemaliger Nutzer 11.04.2013 | 17:56

Vermögende immer als das böse, böse Kapital dazustellen, finde ich viel zu einseitig. Hatte bisher noch nicht so viel Kontakt zu Milliarden oder Millionären, aber es gibt sie, die wohlwollenden. Die ähnliche Ängste haben wie alle anderen auch, weniger finanzielle Nöte natürlich auch. Aber deshalb im Rundumschlag "Das Kapital" pauschal als das leibhaftige Böse zu verurteilen ist meine Sache nicht.

Auf Youtube fand ich vor einziger Zeit ein Videoschnippsel, auf dem ein freundlicher älterer Herr, von zwei eher unkritischen jungen Herrn abends im Dunkeln auf der Straße ansprochen, kommunikationsbereitschaft signalisierte. Statt an einem interessanten Gesprächsaufbau zu arbeiten, stellten die jungen Herren einem Mitglieder der Rockefeller-Familie unreflektiert Fragen, worauf dieser dann im Auto verschwand. Meiner Ansicht nach zu recht.

Betrachtet man sich Bilder der Familie, besonders die der jüngeren Generation, stellt man fest, dass diese eigentlich sogar allesamt recht freundlich aussehen. Viele Rockefellers haben auch mit Geldgeschäften nichts zu tun, sondern schlugen z.B. eine künstlerische Laufbahn ein.

Dass sich Geld weiterverebt, kann für Erben teilweise auch ein richtiges Problem werden, weil sie dem nicht gewachsen sind. Für Demokratie auch.

Bill Gates ist der einzige, von dem ich weiß, dass er seinen Kindern nicht das gesamte Vermögen vererbt, sondern jeder erhält 10 Mio. Der Rest, und er ist alles andere als unbedeutend, wird "der Welt" zurückgegeben in Form von Stiftungen etc. Dass diese ihrerseits Wert auf hohe Zinserträge legen, ist dann wiederum ein anderes Thema.

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Ehemaliger Nutzer 11.04.2013 | 18:08

Nun, irgendwo muss man ja mal ansetzen. Ich hatte das Glück, in einem gebildeten und freigeistigen Umfeld aufzuwachsen. Dieses Glück ist nicht jedem gegeben, ein kleiner Blick ins Vorabendprogramm reicht völlig.

Daher ist es m.E. sogar die Pflicht, Freigeist auch in Schulen Raum zu geben, ihn zu fördern und fordern.

Anders als Sie tippe ich auf mangelnde Kompetenz, um nicht das wahrscheinlich richtigere Wort Unfähigkeit zu verwenden. Akademisches schützt vor Dummheit nicht. Manchmal werde ich den Eindruck nicht los, es fördert es vielmehr ^^ Hatte lange und teils sehr intensiv mit Akademikern zu tun ...

Viel zu viele Menschen hinterfragen nicht. Das ist in meinen Augen eins der größten Probleme.

Oberham 11.04.2013 | 18:29

.... guter Beitrag - finde ich - sozialer Anarchismus bedeutet ja theoretisch 7 Milliarden autonome "Einheiten" ;-).....- sagen wir in Kleinstrukuren, die sich nach Interessen finden - die soziale Suppe voll von Individuen die je nach Neigung und Talenten zueinander finden (was ja teils immer passierte - dort wo sich die wirklichen Interessen getroffen haben,  sind manchmal unglaublich wervolle Dinge entstanden und am entstehen - ) - nur  - leider ist die Wettbewerbsphilosopie dermaßen immanent verankert, dass selbst dort manchmal Leidensdruck entsteht.

Es ist ein Irrglaube zu behaupten, Konkurrenzdenken wäre für "Fortschritt" nötig !

Erstrebenswerter Fortschritt entspünde aus der Vernunft, aus der Einsicht, die Bedingungen zu verbessern - und zwar im Sinne einer breiten Verbesserung - nicht das maximal Mögliche - oft kontraproduktive - für eine winzige Minderheit und die Last auf den Schultern aller.

Beispiel Atomkraft - wo wir praktisch eine Generation günstig mit Energie versorgten (und manche immer noch glauben - im Sinne der Klimadebatte wäre diese Technik ein vernünftiger Weg (ja - die Definition von Vernunft - ein weiteres breites Feld) -) - dabei aber mehr Folgegenerationen mit einer Zeitbombe belasten, als wir Vorgängergenerationen haben.

Die Asymetrie der Verteilung von Nutzen und Last zu beenden, in eine symbiotische Balance zu gelangen, das wird die Aufgabe der künftigen Generationen sein, wollen sie weiter Nachkommen ein lebenswertes Leben ermöglichen.

Wie immer kann ich nur an jeden appellieren seine Prozessteilnahme zu beenden, zumindest weitestgehend einzuschränken - in meinen Augen der einzige gangbare Weg - natürlich wäre es wunderbar, würden sich diese Prozessverweigerer besser vernetzen , vor allem sollten sie toleranter gegenüber jenen werden, die nachdenken, aber noch nicht den Mut oder die Meinung haben, dies wäre der gangbare Weg.

Natürlich kann es wohl auch andere Lösungen geben, vor allem- so ich ein verfechter des autonomen Geistes bin, wie könnte ich bei 7 Milliarden lebenden Gehirnen glauben - meine Meinung sei für jemand anders als mich relevant - doch für  mich muss sie relevant sein - und ich tue mich schon schwer genug es hinzubekommen.

Dieser ja heutzutage offen propagierte "kluge" Selbstbetrug, der sollte in seiner vermeintlichen positiven Wirkung nun aber wirklich von allen zumindest mal hinterfragt werden.

Was mir auffällt, (oder täusche ich mich?) - zumindest hier geht es doch relativ tolerant zu - und - irgendwie tendieren immer mehr in eine Richtung, die auf die ganz persönliche Verantwortung eines jeden einzelnen ganz dezidiert hinweist.

So lautet mein Motto für heute: Bitte möge sich jeder gleich morgen selber retten, dann sind wir übermorgen ja von allen Übeln befreit!

(Heute dürfen wir nochmal so richtig übel im Mainstream mitwuseln.... ;-)......)

Es lebe der autonome Geist - jetzt müssen wir nur noch hoffen, dass wir eine globale gemeinsame Schwingung finden - eine Schwingung die Spaß und Freude macht - keine die an Marschmusik erinnert!

sven kyek 11.04.2013 | 18:50

Es geht hier nicht um Gen oder Intellekt -abhängige Mechanismen die Vehalten oder Charakter prägen . Sicher kann auch ein Doktoren-Sohn zum Hanibal Lektor und dessen Sohn Schulleiter werden . Aber die warum auch immer gleichgültige staatliche Akzeptanz und Toleranz gegenüber gesellschaftlichen Fehlentwicklungen, durch Duldung, ist in meinen Augen , wie auch diverse andere hier im Freitag benannte Mißstände  HOCHVERRAT zum Nachteil des Gemeinwesens . Egal ob sie die gesetzeskonforme Steuerflucht oder die Lobby-Einflußnahme sind . In Summe ist das doch unerträglich . Gehabe , wenn es um FDJ und Pionierarbeit geht macht mich sprachlos . Angesichts der aktuellen Statistik zu Gewalt Jugend und Intensiv Straftaten , Tötungsdelikte an Babys bis hin zu Frauen und Rentnern lässt die Maueropfer als Betriebsunfall verblassen . Was heute geschieht , stellt Duldung durch Unterlassen da .   Honecker hat auch nicht selber abgedrückt .

Alleine Heute höre ich noch das Echo : Aktionsplan plan plan pla pl p

Mal sehen was unser bavarischer Dindl Troll dieses Mal wieder wiehert .

Wahrscheinlich empfiehlt sie Aldi und Co . an der Fleischtheke Underberg in Augenhöhe anzubieten . Ich hatte hier schon mal geschrieben das der Tag kommt , an dem die Hausfrau mit dem Geiger-Zähler einkaufen geht .

Ist am Wochenende nicht SPD Hauptversammlung ? Wenn Steinbrück nicht bald verschwindet , brauche ich auch nen Underberg.

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Ehemaliger Nutzer 11.04.2013 | 18:51

Es sind  die Müdigkeit und Zweifel der Masse der Bürger grundlegendes verändern zu können .

Eine kleine Anekdote aus meiner Schulzeit: Es gab mal mit der Klasse richtig Stress mit dem Lehrer. Alle hatten richtig einen Hals auf den und als es dann im Unterricht zur Sache ging, war ich der Einzige, der sich traute. Das wiederum brachte mir richtig Stress ein, aber am Ende des Tages haben wir uns wieder vertragen, und, noch viel besser, er hatte einen Flugschein und hat mich eingeladen mitzufliegen.

Es kommt immer auf die Form des Konflikts an. Vor allem: Die Abstimmung hat gezeigt, dass Baden-Würtemberg diesen Bahnhof will. Das ist für mich dann auch Demokratie, dass ich mich, obwohl in anderer Meinung bin, mich dem füge. Meinem Verständnis nach jedenfalls.

Jetzt ist das "nur" ein Bahnhof. Bei Kernenergie beispielsweise würde ich das anders beurteilen.

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Ehemaliger Nutzer 11.04.2013 | 19:22

In Summe ist das doch unerträglich .

Ich habe mir angewöhnt, in Lösungen zu denken. Dabei habe ich in der Vergangenheit nicht nur viele Umwege gemacht, sondern bin auch in einigen Sackgassen steckengeblieben.

Was ich angedeutet habe, dass hier möglicherweise ein paar interessante Entscheider mitlesen, auch das ist nur reiner Zufall, weil die Backstory dazu eigentlich eine ganz andere ist.

Ich lasse mir von den vielen Missständen nicht mehr die Laune verderben. Kann ich andere inspirieren, Dinge anders zu betrachten, dann freue ich mich. Wenn nicht, dann habe ich es wenigstens versucht. Vielleicht waren meine Idee schlecht, vielleicht ist die Zeit nicht reif dafür etc. etc.

Trotz aller Missstände "da draußen", ich führe ein zufriedenes Leben. Und das, obwohl ich auch schon einiges hinter mir habe.

Zuviel ärgern soll übrigens auch krank machen. Können Sie Freude bei einem schönen Sonnenuntergang empfinden? Ich sehr sogar.

sven kyek 11.04.2013 | 19:48

Also ich mag Sonne und meine ,,Eigene kleine Welt " in der sehe ich das was so geschieht als Comedy oder Cartoon  und freue mich . Wissen Sie was gerade läuft ?  Ein Lokführer und ein Deichgraf wollen einen Flughafen bauen . Und beide sagen , wenn das nicht klappt gehen sie nach Hause . Weil er aber erst 2017 fertig wird und 7 mrd Euro kosten wird , sitzen beide da und überlegen , wie sie das begründen können .

Dann stellen sie Beide fest , das keiner von Beiden Ahnung von Aufmaß , Gewährleistung , Vertagserfüllung und den dazugehörigen Bürgschafts-Urkunden hat . Auch von Teilabnahmen und der Pflicht der Subunternehemer ihre Leistung bis zur Endabnahme gegen Beschädigung zu schützen , hat keiner je gehört . Nachdem sie in der VOB geblättert hatten , dachte der eine es wäre ein Fahrplan und der ander sah Deichverläufe bzw . Hochwasser-Pegelstände .

Dann fanden sie aber etwas , das besagt , eine in Gebrauchnahme durch den Bauherren , kann die Abnahme ersetzen und die Zahlungspflicht an den Sub-Unternehmer begründen .

Nun waren sie verwirrt und beschlossen , das ganze als Pondon zur Abwrack-prämie zu erklären und riefen um abzulenken ein Konjunktur-Paket für auf Baurecht spezialisierte Anwälte aus .

Da aber mit eventueller Fertigstellung 2017 der Deich-Graf  noch eine Weile länger mit seinem großen Audi Herr der Ringe spielen möchte , überlegen beide , wie man den Termin gut begründet schieben kann.

Und bei schieben kam ihnen der Gedanke . Reinschieben !

Wir schieben zwischendurch die Bundesgarten-Schau rein .

( Ich hoffe Herr Platzeck liest das nicht und nimmt mir die 2 Auszeichnungen zum Oder und Elbe-Hochwasser wieder weg , die er mir mal gab )

Aber auch egal . Ich habe wieder gute Laune ...

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Ehemaliger Nutzer 11.04.2013 | 20:21

Beide sind wichtig. Wie soll ein Entscheider, abgeschirmt von Leibeswacht und schwerem Limousinengefährt, wissen, wie die Lage "da draußen" wirklich ist? Auch oder gerade was die Stimmung betrifft? Stelle mir das nicht so einfach vor.

Und wie gesagt, ich weiß es im Konkreten nicht, will es auch gar nicht wissen. Schreibe meine Kommentare weiterhin, wie mir dannach ist.

sven kyek 11.04.2013 | 20:54

Und das mit den Drohnen erleichtert dies Verharmlos-Normalisierungs -Notwendigkeit  noch . Was, ich will doch nur spielen .. den einen und um nicht Lebensraum aber Wirtschafts und Sicherheitspolitische Interessen zu sagen,  durchzusetzen den anderen  als normal verkauft und schlimmer noch ,akzeptiert  wird  .

Und dazu noch die schärfere Grundstimmung auch unter ,, Bruderländern " ist schon bedrohlich .

seriousguy47 11.04.2013 | 20:56

Wenn ich mich recht entsinne, sollte dieses Thema seit Karl Marx abgehakt sein und klar sein, dass mit Kapital nicht einzelne Individuen - auch nicht "Vermögende" - gemeint sind, sondern eine ganz bestimmte Klasse und deren Verhalten. Und das wiederum wird danach beschrieben, wie es sich insgesamt "objektiv"/ in seinen Auswirkungen auf die Allgemeinheit  darstellt.

Ich denke, solche Verallgemeinerungen sind zulässig, sofern es sich dabei um die Regel/ die überwiegende Tendenz und nicht um die Ausnahmen handelt. Und sie schließen nicht aus, dass man die einzelnen Individuen trotzdem als jeweils einzelne Individuen  wahrzunehmen bereit ist. Das jedenfalls setze ich bei mir voraus und würde es auch von anderen erwarten.

Die Frage ist aber dennoch, wieweit z.B. ein Josef Ackermann in seiner Tätigkeit als Banker "Individuum" war oder einfach Teil eines Systems.

sven kyek 12.04.2013 | 00:03

Kann bzw. darf der Vetreter eines systemrelevanten , durch Eigentümer zu Maximalerträgen verpflichteten Marktteilnehmers überhaupt Individuum sein ? Oder nur emotionsloses Werkzeug ?

Die meiste Zeit verbringen Individuen im Bett oder in der fast demokratiefreien Sphäre unter der Diktatur des Arbeitgebers .

Also wechselt er die Rollen zwischen unfreiem Human-Kapital und in der Demokratie lebendem Individuum . Was man daraus folgern kann ?

Ich weiß es nicht .

sven kyek 12.04.2013 | 12:07

Sehr geehrte Frau Rechercheuse, ich habe mir den Zeitungsartikel dank Ihres Links durchlesen können. Schwer , das zu kommentieren. Meine Meinung habe ich in diesem Faden weiter oben schon geschrieben und erlaube mir, den entsprechenden Absatz hier rein zu kopieren :

 

auch diverse andere hier im Freitag benannte Mißstände  HOCHVERRAT zum Nachteil des Gemeinwesens . Egal ob sie die gesetzeskonforme Steuerflucht oder die Lobby-Einflußnahme sind . In Summe ist das doch unerträglich . Gehabe , wenn es um FDJ und Pionierarbeit geht macht mich sprachlos . Angesichts der aktuellen Statistik zu Gewalt Jugend und Intensiv Straftaten , Tötungsdelikte an Babys bis hin zu Frauen und Rentnern lässt die Maueropfer als Betriebsunfall verblassen . Was heute geschieht , stellt Duldung durch Unterlassen da .   Honecker hat auch nicht selber abgedrückt .

 

tlacuache 12.04.2013 | 12:20

@seriousguy47
@Christian G
@sven kyek
...Die Hoffnung stirbt zuletzt...

Also Ihr Heulsusen, zu denen ich mich ja auch zähle.
Aber man muss hier schon mal was klarstellen:
Ihs seid weder Jahrgang 1830 (Lebenserwartung 45),
Jahrgang 1890 ('14 - '18) noch Jahrgang 1915 ('39 - '45),
insofern habt Ihr und ich ganz schön Schwein gehabt.

Jetzt werden wir halt 65, 70, 80 Jahre alt und können es
den Nachfolgenden (im Freitag z.B.) noch mitgeben, was man früher so nicht konnte,
auch die werden Ihre Fehler machen, immer wieder,
aber Stillstand hat es noch nie gegeben in der
Menschheitsgeschichte, gemessen an den letzten 2000 - 5000
Jahre haben wir einen gewaltigen Sprung gemacht,
sage ich mal so, als Oberpessimist...

Gruss

tlacuache 12.04.2013 | 13:31

Zue Feststellung:

Rapanui war weg, weil er, wie viele hier, nicht mit dem Relooonch zufrieden war, weil man nicht mehr die Kommentare sehen konnte, wenn man nach Ihnen suchte, dieser Fehler wurde erst vor "GAAANZ" "GAAANZ" kurzer Zeit behoben...

Die Postnachrichten ("PN") zwischen einzelnen Bloggern, die frueher moeglich waren, sind immer noch nicht hergestellt, aber ich muss sagen, dass ich heutzutage daran "Glaube", dass es "wiederkehrt", 10 Monate habe ich daran nicht geglaubt...

So, das war es dann mal fuer heute...

sven kyek 12.04.2013 | 13:35

Herzlichen Dank für den Artikel. Er war sehr gut, er- und vor allem auffrischend. Ich hoffe das die BRICS die revolutionäre Theorie entwickeln, das Wohlstand in der Bevölkerung genauso wichtig sind,wie Raketen. Ja Raketen . Um das weggefallene ,,gefährliche Beispiel des Sozialismus" zu ersetzen und mit den o.g. Thorien unser System wieder in einen Wettbewerb um soziale Standards zu zwingen.

Oder, sollte das nicht funktionieren, könnte diese revolutionäre Theorie des neuen Klassen-Gegners vielleicht eine revolutionäre Bewegung auf der Achse des ,,Guten " bewirken.

tlacuache 12.04.2013 | 13:55

..."Eine Demokratie zeichnet sich auch dadurch aus, ob die sozialen Rechte gewährt und gesichert werden, wozu auch das Recht auf Wohnen gehört, das über dem Recht auf Vermieten und dadurch Profit zu machen stehen muss"...

DAS war der Satz, den ich immer nur mit 90 Sätzen erklären konnte, und dass seit mindestens 15 Jahren, mal schauen, wo ich ihn mir eintätovieren lasse, darunter steht natürlich ganz klar "von H.S."

;-)))))))))))

sven kyek 12.04.2013 | 13:55

Ich habe zwar nur exzessiv getrunken , bin aber zumindest am heutigen Tag clean .   Also : Rapanui     -  Paranui (d)

                                          Das Glück Schweine-Fleisch auch wirklich in Wurst , Lasagne oder Schinken zu haben , wollte ich sarkastisch mit ,,Schwein haben" versinnbildlichen . Das zieht sich , aufbauend , durch alle meine Antworten, seit Du das erstmal ,,Ihr habt Schwein gehabt " geschrieben hast.  Zu Dauer -Aktions-Künsterin Aigner den Bezug herzustellen ist ganz easy. 

Inwieweit sich falscher Hase aus Kroatien und falscher Fuffziger aus Bayern oder Brüssel auf die Lebenserwartung auswirkt  , wird wohl erst in Jahrzehnten überliefert werden.

Meine Oma sagte immer, Dreck reinigt den Magen . Ob er Penicillin, Dioxin und  Chemikalien auch als Reinigungskolonne erkennt, konnte ich sie leider nicht mehr fragen .

 

Hans Springstein 12.04.2013 | 14:20

Vorm Tätowieren :-) bitte vervollständigen: "Eine Demokratie zeichnet sich auch dadurch aus, ob die sozialen Rechte gewährt und gesichert werden, wozu auch das Grundrecht auf Wohnen gehört, das über dem Recht auf Vermieten und dadurch Profit zu machen stehen muss"

Wobei, wenn es ein Grundrecht ist, steht es über dem Recht zu Vermieten ... Das wäre schon die Lösung.

Quellenangabe muss nicht sein, weil das eigentlich Allgemeingut sein müsste ...

sven kyek 12.04.2013 | 14:34

Flag commentAvatarTLACUACHE 12.04.2013 | 13:49@SVEN KYEK

Sven Kyek ist Rapanui?

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Eine Urainische Nachtclub-Besitzerin hat mich mal nach einer Ansprache die ich im Suff vor ihren Mitarbeiterinnen hielt , total schockiert als   Lenin bezeichnet . Aber Rapanui kenne, war und bin ich nicht . Etwas Buchstabensalat machen könnte wie gesagt, kleine Hinweise auf Paranui uder Rasputin geben . Paranui (d) würde ich mir etwas zuschreiben lassen .

tlacuache 12.04.2013 | 14:41

..."Eine Urainische Nachtclub-Besitzerin hat mich mal nach einer Ansprache die ich im Suff vor ihren Mitarbeiterinnen hielt , total schockiert als   Lenin bezeichnet "...

Keine Panik, Rapanui sitzt da irgendwo mit Frau und Kind, macht mit Karotten und Kartoffeln im Garten und lacht sich einen über uns...

;-)

P.S.

Ja ja, das waren noch Zeiten mit "PN's", da konnte man Privat noch ein paar Floskeln austauschen was man im "richtigen Leben" so treibt...

;-)))

Hans Springstein 12.04.2013 | 16:39

Jürgen Roth hat mit seinem Buch "Spinnennetz der Macht" einen wichtigen Beitrag zur grundsätzlichen Debatte zum Thema geleistet. Gegenüber Telepolis sagte er unter anderem: "Es gibt natürlich kein zentrales Spinnennetz der Macht, sondern unterschiedliche Spinnennetze auf lokaler wie auf Bundesebene. Damit beschreibe ich diejenigen elitären nichttransparenten Zirkel aus Wirtschaft, Justiz und Politik, die die konkrete Politik massgeblich bestimmen, beziehungsweise beeinflussen. Es sind immer die Interessen der neoliberalen Ideologie die durch sie in praktische Politik umgesetzt werden, beziehungsweise werden sollen. Wie die Praxis bis heute zeigt, sind sie ja damit sehr erfolgreich."

sven kyek 12.04.2013 | 18:06

Da gibt es  zu dem regionalen Spinnennetz aber das Oberspinnen-Netz an dem sich die Regional-Spinnenden orientieren und deren straffreie Vorreiter die besten Steilvorlagen für moralischen Verfall und fehlendes Unrechtsbewusstsein bis in die letzte Amtsstube , Bauernbank oder Amtsgericht liefern . 

Leute wie Niebel mit dem Teppich, Schröder mit Gazprom oder Bürgermeister Sauerland und die vielen, vielen anderen Vorgänge verseuchen   ALLE STRUKTUREN  des Gemeinwesens .

Ich habe das Real-Time in Perleberg , einer kleinen Kreisstadt erleben dürfen und es hinterher Palermo genannt . Auch habe ich festgestellt, daß sich die Spinnen-Netze auch überregional vernetzen .

Wie ich mal schrieb, ist das schon teilweise als Gewohnheits-Recht akzeptierte ,  Camorra-ähnliche agieren derjenigen , die eigentlich integre , über jeden Zweifel erhabene und jeglichen Anschein zu vermeiden zu habende Politiker , in meinen Augen ,,Hochverrat "

Costa Esmeralda 13.04.2013 | 04:52

Lieber Hans, Dank für Deinen Beitrag!

Ohne die bisher fast 200 Kommentare gelesen zu haben nur dies: Dass diese verdammten Eliten so erfolgreich sein können, haben sie uns zu verdanken. Ja, uns, die wir hier täglich lamentieren und klug daherreden. Selten gab es wohl in der deutschen Geschichte eine derart grosse Anzahl von gescheiten Köpfen, die sich über das gesellschaftliche System im Klaren waren und sind, und die andererseits dermassen paralysiert und fasziniert auf das Treiben der Eliten schauen und sich an dem Wettbewerb innerhalb der Eliten "aufgeilen". (Wer wird die nächste Regierung bilden? Wie sind die Macht- und Ausbeutungsverhältnisse nach der Wahl prozentual verteilt? Wohl wissend, dass das Spiel in Wahrheit eine Diktatur moderner Prägung ist, wobei der Untertanen-Bürger immer mehr unter die Räder gerät. Einfach ekelhaft und menschenverachtend!).  Aber ich kann immer nur betonen: Das Lamentieren sollten wir auf unsere eigene Unfähigkeit beziehen. Die Eliten können nur das anstellen, was wir ihnen zugestehen. Und das ist leider viel zu viel. Mein Gott, was ist los mit Deutschland? Noch nie hatten wir diesen Ausbildungsgrad erreicht, aber wir sind armselig und ängstlich wie eh und je, oder auf schäbige Art und Weise korrumpiert; wert einer Bananenrepublik. Es scheint, dass Deutschland immer eine Katastrophe braucht, den grossen Hammer auf den Kopf, um wenigstens für einige Jährchen einen unabhängigen Geist und freies politisches Handeln erblühen zu lassen, das nach einer feilgebotenen Karotte wieder vom Winde verweht wird. Auf in die nächste Diktatur, die Post-, Post-, Post- ......Diktatur. Ist das das Wesen und das Schicksal unseres Mutter-/Vaterlandes?

Dir noch ein schönes erstes Frühlingswochenende! LG, CE       

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Ehemaliger Nutzer 13.04.2013 | 09:50

Um wirklich etwas zu ändern, erscheint mir es am sinnvollsten, selber Politiker zu werden, oder CEO etc.

Die Sache hat einen Haken: Das Hauen und stechen tue ich mir nicht an. Und das geht sicher vielen so. Was alleine Politiker an Schmähungen aushalten müssen, in den eigenen Reihen sowie (was ich ja schon peinlich ohne Ende finde, mit Verlaub) und dann besonders durch die Medien. Wie die Leute teilweise durch den Dreck gezogen werden, Privates inklusive, ist unterstes Niveau.

Ich glaube sehr wohl, dass das Kommentieren eine Wirkung hat. Es dient der Bewusstseinsmachung. Mir geht es jedenfalls so. Erst wenn ich die Zusammenhänge einigermaßen verstanden habe, kann ich irgendwo ansetzen.

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Ehemaliger Nutzer 13.04.2013 | 10:17

Gefällt mir : ))

Ich haben einen Freund, der sitzt im Vorstand. Was der schon an Geschichten erzählt hat die Befindlichkeiten/Eitelkeiten von Vorstandsvorsitzenden, da fällt einem gar nichts mehr zu ein.

Und auch Sie haben ja bereits berichtet, wie es in der "Realität" so läuft.

Wenn die Leute es partout nicht begreifen wollen, dass jede Änderung erstmal bei ihnen selbst beginnen muss, o.k., dann kollabiert das System halt irgendwann wieder. Pech.

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Ehemaliger Nutzer 13.04.2013 | 12:31

Das Fundament einer Beziehung zwischen zwei Menschen oder einer Gemeinschaft sind Respekt und Vertrauen. Das Geldsystem basiert beispielsweise ausschließlich auf Vertrauen. Die erste Vertrauensbildung, die ein Mensch erfährt, ist die Familie. Trennen sich Eltern, ist auch das Vertrauen von Kindern massiv gestört. Dazu gibt es diverse Studien. Die Scheidungsrate in Deutschland lag 2003 lt. Wiki bei 43,6 % in Westdeutschland und 37,1 % in Ostdeutschland.

Darüber hinaus verliert die Ehe immer mehr an Bedeutung. Für Kinder in meinen Augen eine Katastrophe. Ehe gibt Sicherheit. Nicht umsonst gibt es meistenteils nur einen Familiennamen als nach außen hin sichtbarer Ausdruck der Zusammengehörigkeit. Außerdem wirkt sie unterstützend, nicht bei der erst besten Krise wegzulaufen. Ein Kernproblem unserer Gesellschaft. Statt sich einer Krise zu stellen, sie zu verstehen und zu überwinden, wird sich getrennt. Die Kinder? Ach, egal, die stehen das schon irgendwie durch. Viele sind ja selber Scheidungskinder und haben es „auch überlebt“.

Familienministerin Schröder ist der Meinung, dass sich der Staat nicht in die Familie einmischen soll. Wieder eine Politikerin, die absolut keine Ahnung hat. Was hätte man Familien mit den versenkten 200 Mrd. Euro (http://www.zeit.de/gesellschaft/familie/2013-02/familienpolitik-leistungen-sinn-und-unsinn) alles an Coaching anbieten können? Wie Krisen entstehen, wie man seine eigene Konfliktfähigkeit schärfen kann, Mediation etc. Dazu gibt es Material bis zum Abwinken.

Daher auch mein Wunsch, dass bereits ab der Grundschule eine Friedens- und Konfliktbildung beginnt. Man MUSS den Kinder darlegen, welche Schäden z.B. die Trennungen von Eltern bei Kindern hinterlassen. Da dies aber nicht geschieht, Kinder das für sich selbst wahrscheinlich eher nicht reflektieren, allein schon, weil sie gar nicht wissen, wo sie anfangen sollen, wirkt dieser Vertrauensverlust unbewusst oder bewusst im Lebensverlauf weiter.

Dadurch, dass sich Menschen gegenseitig nicht vertrauen (können), ist eine Abwärtsspirale in Gang gesetzt, deren Auswirkungen wir prägnant überall sehen können. So sehr ich die jüngere Generation schätze, aber ich bin immer wieder erstaunt, wie viel Narzissmus und Egoismus vorhanden ist, ein guter Nährboden für Schlimmes.

Um diesen Abwärtstrend zu begegnen, ist NATÜRLICH der Staat gefordert. Und zwar im Sinne von NGOs, die beratend zur Seite stehen. Auch zum Beispiel in punkto Kindererziehung. Meine Erfahrung ist, dass viele Eltern damit völlig überfordert sind. Warum nimmt der Staat diese nicht an die Hand? Finanzielle Mittel scheinen ja wohl im Überfluss vorhanden zu sein.

Vertrauen Menschen wieder mehr einander, wirkt sich das auf alle Lebensbereichen auf. Bis hin zu einer Demokratie, die verantwortlich für das Gemeinwohl handelt.

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Ehemaliger Nutzer 13.04.2013 | 13:46

"Die Elite blickt auf die Demokratie herab"

 

moin.. gääähn...

hab grad sooo schön geträumt..  

die längst ausgestorbene soziale elite blickte aus dem himmel auf unsere korrumpierte perverse pseudo-demokratie herab..

willy wurde runter geschickt, um alles in die reihe zu bringen..

 geradezu messiasianisch - verheißungsvoll ,

rief er vom brandenburger tor herab:

 .................   "wir wollen mehr gerechtigkeit wagen" .......

 

(und dann wurde der traum geradezu absurd unrealistisch:)

mehr als die hälfte des volkes WOLLTE plötzlich WIRKLICH

die einführung eines gerechten systemes..

 

seufz... 

(ok, das wird NIE passieren.. bin halt ein träumer..)

 

sven kyek 13.04.2013 | 16:23


TLACUACHE 12.04.2013 | 13:26@SVEN KYEK

Ich hab' in meiner Jugend auch viele Drogen genommen, aber da müssen Sie mir schon helfen, die grauen Zellen sind nicht mehr so schnell...

Kommentar beantworten

 

Ich bins nochmal , weil ich erst heute bei der Nachlese bemerkt habe , wie unschlau  ich meinen 3/8 el Humor präsentiert habe .  Leichter erkennbar wäre vielleicht kurz und bündig gewesen  :

Heute hat schon Schwein , wer auch Schwein bekommt!!!  besser ?

Costa Esmeralda 13.04.2013 | 19:08

Lieber Christian,

bei mir hält sich das Mitleid mit den Politikern in Grenzen, besser gesagt, es existiert nicht. Sie sind sich bewusst, auf was sie sich einlassen. Es geht um Knete und Macht; nicht um Repräsentation der Zivilgesellschaft, sondern um Repräsentation der eigenen Person und der Seilschaft, der sie angehören. Und da kommt man gerade einmal auf 1,5% der Bevölkerung. Also: weg mit dem Mitleid. Wenn auch nur ein Politiker der BT-Parteien den Mumm hätte, gegen die Kapitalinteressen zu agieren, den Bundestag für die Zivilgesellschaft zu öffnen, nicht nur verbal (wie bei den Linken), sondern in der Tat (Solidarisierung mit den Ausgegrenzten, raus auf die Strasse, Verwendung des eigenen üppigen Gehaltes zum Teil für Bedürftige), dann würden die Anfeindungen sofort aufhören und die Menschen wüssten, dass sie tatsächlich repräsentiert würden. Aber solche Politiker wirst Du vergebens suchen. Kurz und gut: Unsere aktuellen Eliten sind keinen Pfifferling wert.

LG, CE

Hans Springstein 13.04.2013 | 20:27

Costa, danke für Deinen Kommentar. Ja, das stimmt "Dass diese verdammten Eliten so erfolgreich sein können, haben sie uns zu verdanken." Das vergessen jene, die sich als "Elite" sehen bzw. das machen sie uns vergessen bzw. sie versuchen es, meist erfolgreich. Das erinnert mich an die "Fragen eines lesenden Arbeiters" von Bertolt Brecht: "Wer baute das siebentorige Theben?
In den Büchern stehen die Namen von Königen.
Haben die Könige die Felsbrocken herbeigeschleppt?
Und das mehrmals zerstörte Babylon ..." Vollständig ist der Text u.a. hier zu finden.

Dir auch ein gutes Wochenende.

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Ehemaliger Nutzer 13.04.2013 | 20:38

Kennst Du Wolfgang Bosbach? Wie er in den vergangenen Monaten agiert hat, fand ich schwer beeindruckend.

Ich wehre mich entschieden dagegen, dass immer nur alles schlecht sein soll. Wäre dem so, sähe es bei uns ganz anders aus. Es scheint also genug Gegenkräfte zu geben, die auch innerhalb der "Eliten" entsprechend handeln.

Die schlimmsten Treiber sind für mich die Ökonomen aus USA. Diese sind nicht nur besonders aggressiv, sondern ich unterstelle ihnen auch Boshaftigkeit in Reinstkultur. Stichwort exponentieller Wachstum. Die USA sind nicht gerade die kleinste Volkswirtschaft. Also muss sich alles deren Vorstellungen von Gier unterordnen.

Und die Amis, doof wie sie sind, lassen das mit sich machen. Gelobt sein der Viertjob, um sich über Wasser zu halten. Das Land der unbegrenzten Möglichkeiten? Hahahahahahaha.  

Empfehle Dir, dass ganze mit einem gerüttelt Maß an Humor zu nehmen. Mir macht es das wesentlich leichter. Und ich kann mich weiß Gott auch richtig aufregen, ist aber schlecht für den Blutdruck ^^

Sollen die ruhig ihre Spielchen spielen. WIR werden immer ...

vieux bohème 13.04.2013 | 20:57

Sorry Hans,

aber Du / Ihr (das Forum) verschlaft bzw. ignoriert die technologische Entwicklung bzw. die Entwicklung der Produktivkräfte als Basis für die Herausbildung von Eliten aller Art.

Es geht um WERT-Schöpfung.

http://www.taz.de/!108780/

Und damit darum, wie wir in Zukunft arbeiten werden, oder eben nicht und wer die Rechnung dafür bezahlt.

(bin übrigens u.a. Anlagen - und Wzg-Maschinen-Programmierer)

Da kommt was auf uns zu.

Costa Esmeralda 13.04.2013 | 22:29

Doch lieber Sven, wir können etwas dafür. Wir erst machen das Leben und Treiben der Taugenichtse möglich. Weil wir uns nicht solidarisieren. Weil wir nur individuell rummosern. Weil wir keine Zivilcourage haben. Ich bin es auch leid, nach Jahrzehnten in der "Dritten Welt", stets von mediokren deutschen Regierungsvertretern abgestraft und ignoriert zu werden, weil sie um ihre Knete und Macht fürchten. Wenn ich Solidarität erfahren habe, dann von den Armen meiner Gastländer, nie aber von deutschen schnorrenden Landsleuten, es sei denn von einigen, die sich nicht das Rückgrat haben brechen lassen. Doch diese waren auch schwupp die wupp draussen vor. Du kennst ja unsere Aussenminister, Kanzler, Kanzlerin, fliegenden Teppichhändler, die "Rote Heide". Da zählt nur Gehorsam und Konformismus, um in der Republik zu überleben. Aber unsere "Ohnmacht" muss beileibe kein Naturgesetz sein. Wir sollten uns mehr auf unsere menschlichen Qualitäten besinnen und vertrauen, dann könnte etwas in der Republik passieren.

LG, CE

Costa Esmeralda 13.04.2013 | 22:46

Lieber Christian,

es mag den einen und den anderen "Aufrechten" geben. Aber, was ich denen ankreide, ist, dass sie nicht die richtigen Konsequenzen ziehen. Warum treten sie nicht aus ihrer Seilschaft/Partei/Politischer Oligarchie aus und versuchen etwas mit dem unabhängigen Bürger auf die Beine zu stellen. Sie haben doch längst genug Knete in ihrer Seilschaft verdient, so dass ihnen ein Abgang in Ehren nicht weh täte. Im Gegenteil, sie nur gewinnen könnten, um ihre Glaubwürdigkeit gegenüber der Zivilgesellschaft wiederherzustellen. Andererseits: Du nimmst doch nicht im Ernst an, dass bspw. Bosbach oder Wagenknecht freiwillig aus dem Elfenbeinturm herauskommen und sich mit einer alleinerziehenden HartzIV-Mutter solidarisieren? Diese sogenannten "ehrbaren" Politiker haben in unserem heutigen Gesellschaftssystem die Funktion der "Hofnarren" im Mittelalter. Sie spielen ihre Rolle perfekt und gaukeln Pluralismus vor, wo es ihn schon lange nicht mehr gibt.

Übrigens ist Humor tatsächlich eine wirkungsvolle Waffe, wie auch der Sport, das Klavierspielen, das Bücherlesen, und nicht die Liebe zu vergessen.

Dir einen schönen Sonntag! LG, CE

sven kyek 13.04.2013 | 23:20

Vielen Dank Costa für Deine schönen und Leider wahren Worte. Ich wollte nach ebenfalls schlechten Erlebnissen und Enttäuschungen keine Energie für dieses System vergeuden . Da ich aus verständlichen Gründen an kein Merkel-Wunder glaube und der morgige Peerteitag auch ein Non-Event wird , bleibt mir nur der Herr da oben . Und wenn der es gut mit mir meint, können wir vielleicht in einigen Wochen einen Plan planen . Wir lesen uns ja .

Liebe Grüße und ein sonniges Wochenende

Sven

Costa Esmeralda 13.04.2013 | 23:56

Sven, den Herrn "da oben" habe ich in meinem Leben manchmal in meinen Mitmenschen oder in der Natur erfahren. Das "Göttliche" ist in uns selbst, die Stärke ist in uns selbst und denen, die wir lieben und schätzen. Wir können, wenn wir nur wollen.

Mal sehen, ob ich hier in Panamá auch den "Peerteitag" vermittelt bekomme. Ich hatte nach der Niedersachsenwahl hier einen Beitrag mit dem Titel eingestellt: Sieger der Wahl ist Merkel. Und so wird es kommen. Hätte die SPD einen auf den Deckel bekommen, wäre der unsägliche Peer sofort von der Bühne verschwunden und Kraft wäre an seine Stelle getreten. So aber hatte die Parteiführung keine Courage, um ihre Fehlentscheidung zu revidieren. Jetzt werden sie in der Wahl bei nahe 20% ankommen und die Grünen werden sich auf nahezu 20% heranpirschen. Es läuft unweigerlich auf eine Schwarz-Grüne Koalition hinaus. Langfristig sehe ich die Grünen als "fortschrittliche" Partei der Mitte sogar die CDU ablösen, falls nicht der ganz grosse europäische Krach dazwischenkommt, und wie aus dem Nichts heraus eine tatsächliche Chance zu einer demokratischen Erneuerung der Republik möglich macht.

LG, CE 

sven kyek 14.04.2013 | 00:12

Das Du in Panama bist, habe ich ja garnicht gewusst . Ich dachte nach Deinen Kommentaren, Du würdest nur Zeitweise in anderen Ländern tätig sein . Aber eine Revolution könnten wir auch aus dem Ausland organisieren . Morgen werde ich mit der Nase am Bildschirm beim Ereignis Kanal Phoenix Genossen Wir im Auge behalten . Sollten sie ihn eliminieren , stelle ich hier realtime die Parole ,,Sieg" ein .

mymind 14.04.2013 | 01:55

so nachvollziehbar einzene Aspekte Deiner immerwährend wiederholten  Sätze sind: Aber merkst Dú eigentlich manchmal wie menschenverachtend Du Dich anhörst?

Sorry, ich kann diverse berechtigte Kritik an Politkern  nachvollziehen, aber ich habe auch eine Ahnung wie schwierig es sein muss, wenn man nicht dem Mainstream hinterhechelt & dennoch  seine Erkenntnisse & Überzeugungen wirksam unterbringen möchte. Dieses kann immerhin wirksamer sein, als ein Ausscheren zugunsten Bürgerini. Da fühlt man ggf. ein gutes Gewissen, aber das wars dann auch schon.

Sorry,  merkst Du eigentlich wie menschenverachtend Deine Sätze manchmal klingen? Wie gutmenschlich & selbstherrlich die permanente Betonung, dass Du ja schon immer so viel anders & besser & & entschiedener gehandelt hast.

Ich kenne Dich zwar nicht persönlich, aber wenn ich Dich zufällig kennenleren würde & Du würdest mir diesen stuff unmittelbar  vermitteln, dann würde ich sofort reißaus nehmen. Ich mag keine selbstherrlichen, besserwisserischen Menschen, ehre die mit den zweifelnden Tönen, auch bei sich selbst _ basta....

 

Costa Esmeralda 14.04.2013 | 04:59

MM, Du bist die/der Erste, die/der mir Menschenverachtung bescheinigt. Das lässt mich natürlich nicht kalt, wenn Du im selben Atemzug mich ausserdem der Selbstgerechtigkeit bezichtigst. Aber was ist es eigentlich, das Dich stört? Ist es die Tatsache, dass es Menschen gibt, und da bin ich beileibe keine Ausnahme, die versuchen, mit Prinzipien durchs Leben zu gehen? Menschen, die sich selbst nach Jahrzehnten nicht zum Zyniker und Konformisten hin entwickeln, die ihren Optimismus, Lebenslust und Streben nach Freiheit nicht aufgegeben haben? Wenn ich Kritik am Verhalten von Politikern äussere, hat das nichts mit Verachtung zu tun, ebensowenig wie mich selbst als "besser" zu sehen. Es ist einfach eine andere Auffassung vom Leben, und die darf und muss geäussert werden können. Es mag sein, dass diese andere Auffassung daher rührt, sich nicht mit wie auch immer gearteten Herrschaftsstrukturen abzufinden. Vielleicht ist das eine "Erbschaft" meiner Nachkriegsgeneration, in der Viele eine Sensibilität und Aversion gegen alles, was nach Konformismus, Opportunismus, Anpassung an "Status quo-Verhältnisse" aussieht, entwickelt haben. Du magst das aus Deiner Sicht für übertrieben und für Dich als nicht gültig ansehen. Für mich persönlich gilt jedenfalls im Leben, und das hat sehr viel mit dem deutschen Faschismus zu tun, dass Herrschaftsstrukturen per se die Mehrheit der Menschen eines Volkes um ihre Freiheit bringen, und damit konnte und werde ich mich nicht abfinden. Und unser heutiges Mutter-/Vaterland ist nicht frei von diesen Strukturen. CE     

Costa Esmeralda 14.04.2013 | 05:17

Lieber Christian, das Wetter ist fabelhaft, Ausgang der Trockenzeit, Temperatur zwischen 30 und 35 Grad. Es könnte jetzt allmählich der Frúhling anbrechen, d. h. einmal in der Woche eine Regendusche, die die Pflanzenwelt wieder auf die Beine bringt. Andererseit gibt es in der Trockenzeit blühende Bäume und Bougainvillae-Sträucher in den leuchtendsten Farben. Das Meer schlug bei Sonnenuntergang mit hohen Wellen an den Strand, sodass die Surfer auf ihre Kosten kamen. Die Pelikane pflegen um diese Zeit ihren Hunger vor der Nachtruhe zu stillen und fliegen in Zentimeterentfernung über dem Wellenkamm entlang, um heraufgewirbelte Fische zu entdecken und in ihrem Schnabelsack unterzubringen. Alles in allem ein Wochenendschauspiel. Ab Montag sind die Wochenendausflügler wieder in der Metropole und der Strand findet zu seiner Einsamkeit zurück.

Einen schönen Sonntag! Jetzt habe ich Zeit für die Musik. Dank! CE 

mymind 14.04.2013 | 05:26

Für mich persönlich gilt jedenfalls im Leben, und das hat sehr viel mit dem deutschen Faschismus zu tun, dass Herrschaftsstrukturen per se die Mehrheit der Menschen eines Volkes um ihre Freiheit bringen, und damit konnte und werde ich mich nicht abfinden. Und unser heutiges Mutter-/Vaterland ist nicht frei von diesen Strukturen.

Manchmal tut ein bischen Abstand auch gut, um die Winkeleinstellung des eigenen Fokus zu überprüfen...Anscheinend ist Panama nicht weit genug...

Aber mal ernsthaft: Was Du schreibst stimmt in vielen Teilen, was mir aufstösst ist, dass Du gern, so wie diejenigen , die Du kritisierst, mal auch ganz gern pauschal kämmst...

Darüber hinaus auch eineige Statements von Dir über China, Ex-Jugoslawien, wo Du auch mal warst. Aber sorry, Deine Einschätzung  mag ggf. den Fokus wiedergeben, den Du in dem Moment zu der Zeit hattest, aber ist das die ganze Wahrheit? Das meine ich mit Selbstherrlichkeit. Du nimmst was auf, bist ein bischen hier & da , dann machst Du einen Shot & sagst: Das sind die Übeltäter...

Ich habe Dir schon mdst. einmal geschrieben, dass das was Du kritisierst, auch ein globales Thema ist. Nicht alles was uns hierzulande umtreibt,  hat was mit einer falschen Poltik von Merkel & Co zu tun....

Inzwischen wunderst es mich nicht mehr, aber diese frage habe ich seit längerem: Nie äußerst Du Kritik an anderen einflussreichen Staaten. Warum eigentlich?

 

 

 

Costa Esmeralda 14.04.2013 | 06:12

MM. Nur zur letzten Frage: Selbstverständlich tue ich das. Und ganz besonders über die Aussen- und Innenpolitik der USA, mit der ich persönlich in fast allen Ländern, in denen ich gearbeitet habe, direkt konfrontiert war. Einiges davon kannst Du in "Abschied von Bissau" wiederfinden. (Aber ich habe auch einmal hier im Freitag über Haiti geschrieben, in dem die USA eine ganz üble Rolle spielte und noch spielt.) Darüber hinaus war ich ebenso mit der internationalen Politik der ehemaligen Sowjetunion im unabhängigen Guinea-Bissau und dann in Mosambik konfrontiert, die nicht nur sozialistische Planung sondern auch ganz massiv die Einrichtung von staatlichen Repressionsorganen gefördert hat, denen ich mich so gut es ging entziehen musste. (Darüber könnte ich Dir so einige Geschichten erzählen) Zu guter Letzt und wie ich Dir bereits sagte, wenn Dir meine Meinung nicht genehm ist, dann vergiss sie schlicht und einfach. Wir Menschen werden nie in allem übereinstimmen. Wichtig ist nur, dass wir uns gegenseitig anhören, Standpunkte vertreten und dann selbst entscheiden, was wir für uns als gültig ansehen. CE  

Costa Esmeralda 14.04.2013 | 06:23

Sven, ich wünsche Dir das beste Gelingen. Sag mir, worüber Du geschreiben hast. Interessiert mich. Ich bin inzwischen an einer Anden-Saga dran.

Wenn der Steinbrück die Rolle rückwärts machen sollte, aus "Gesundheitsgründen", dann hätte Rot-Grün mit Kraft Chancen. Ansonsten wird es auf Schwarz-Grün hinauslaufen. Der Vorteil bei Rot-Grün wäre die Abschaffung des "Merkelschen TOTSPARDIKTATES" und eine neue gesamteuropäische Offensive. Aber bei aller Kungelei der Altparteien: Wir müssen uns etwas einfallen lassen, um die direkte Demokratie voranzubringen. Und das ist mit den Altparteien nicht drin.

LG, CE

PS: Auf ein interessantes SPD-Spektakel!

 

Costa Esmeralda 14.04.2013 | 06:46

Jetzt muss ich doch auch noch ans Klavier. Vladimir Cosma turnt an.

In meinem Roman "Abschied von Bissau" ist ein Paris-Kapitel drin, (den Anfang kannst Du auch in einem meiner früheren dFC-Beiträge finden), das über die Begegnung eines deutschen Studenten mit einer kapverdianischen Studentin erzählt. Da geht es aber nicht so "elegisch" zu wie bei Vladimir Cosma sondern gepfeffert wie bei einer kapverdischen "coladeira". Guck mal bei Google oder youtube nach. Da findest Du entsprechende Musik, die man am besten beim Tanzen geniesst. 

LG, CE

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Ehemaliger Nutzer 14.04.2013 | 12:56

.

lieber Costa, sorry,

meinen Sie das ernst mit "aktuell höchstem Ausbildungsgrad"?

den hatten wir in den 70ern/Anfang 80ern.

da war er staatsverordnet wg. d. kalten Krieg.

"Volksverdummung" ist aktuell das treffendere Wort,

diese ist auch staatsverordnet..

aktuell ist diesbezüglich  Fremdscham angesagt. und Zorn.

G.Schramm sagt "krache lasse muß man´s". (dafür braucht man zum Glück nicht mal mittlere Reife... obwohl Chemie-Kenntnise vorteilhaft wären.. hüstel)

Sie haben zwar Recht: viele Schlaumeier reden viel, wie wir hier.

doch auch bei der Schöpfung war am Anfang erstmal das Wort...

allerdings sollte man die Worte allmählich durch Taten flankieren.

Schramm sagt dazu.. (siehe oben.)

.

es war ein weises Lied: "mach kaputt, was Dich kaputtmacht"

mehr trau ich im Moment nicht zu sagen (hab nicht aufgeräumt, würde mich schämen bei ´ner Hausdurchsuchung) ...

.

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Ehemaliger Nutzer 14.04.2013 | 13:37

der Gedanke... weitergesponnen.. führt zu:

"Zulassungsgenehmigungen für politische Ämter".

= Psycho-Tüv für Möchtegernbonzen.

"catch 22*": wer Macht anstrebt, fällt automatisch durch...

dadurch kämen automatisch echte Ideologen an die Macht,

wie es zb bei Lech Walesa war.

Gysi wäre Kanzler und Deutschland wäre wieder lebenswert.

 

Ich liebe diese Idee, danke!

 

*= aus Antikriegsfilm "Catch22": Die Möglichkeit, durch eine Krankschreibung aus dem Kriegsdienst entlassen zu werden, macht aber eine obskure Regel, genanntCatch-22, mit paradoxen Begründungen unmöglich. So kann beispielsweise nur nach Hause geschickt werden, wer geisteskrank ist und selbst danach verlangt. Wer aber selbst verlangt, nach Hause geschickt zu werden, kann nicht geisteskrank sein und wird entsprechend nicht nach Hause geschickt. Schließlich ist der Wunsch, sein Leben durch Drücken vor dem Kriegsdienst zu retten, ein Beweis für das tadellose Funktionieren des Verstandes.

sven kyek 14.04.2013 | 14:57

Wenn ich objektiv etwas wahrnehme und dies subjektiv kommentiere, hat das schon seine Richtigkeit.  Ansonsten müsste ich hier nichts mehr schreiben und könnte ersatzweise Auszüge der Verfassung, des Grundgesetzs und des Strafgesetzbuches einstellen . Wer dann Soll und Ist vergleicht, der darf und muss zwangsläufig objektive Kommentare abgeben . Das wäre dann aber kein Forum von subjektiven Individualisten mehr, sondern der Vortrag eines Gerichts-Urteils .

Und Christian, schaue Dir mal bitte obigen Wahlkampf-Spot des Kanzler Schröder , von 1998 , an . Ich freue mich schon auf Deinen feingeschliffenen, hochglanzpolitierten und vor allem objektiven Fakten-Check .

sven kyek 14.04.2013 | 14:57

Wenn ich objektiv etwas wahrnehme und dies subjektiv kommentiere, hat das schon seine Richtigkeit.  Ansonsten müsste ich hier nichts mehr schreiben und könnte ersatzweise Auszüge der Verfassung, des Grundgesetzs und des Strafgesetzbuches einstellen . Wer dann Soll und Ist vergleicht, der darf und muss zwangsläufig objektive Kommentare abgeben . Das wäre dann aber kein Forum von subjektiven Individualisten mehr, sondern der Vortrag eines Gerichts-Urteils .

Und Christian, schaue Dir mal bitte obigen Wahlkampf-Spot des Kanzler Schröder , von 1998 , an . Ich freue mich schon auf Deinen feingeschliffenen, hochglanzpolitierten und vor allem objektiven Fakten-Check .

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Ehemaliger Nutzer 14.04.2013 | 15:59

: )))))

Und weil der Frühling doch endlich Erbarmen mit uns Deutschen hat, hier ein Link für noch mehr Schmetterlinge im Bauch. Stehe ja auch auf Rot. So schlimm hat es mich allerdings noch nie erwischt ... Hoffe inständig, dass micht nicht abrupt ein Infarkt ausbremst, von anderen Unanehmlichkeiten abgesehen ...

Der letzte Song, ein guter Beziehungsratgeber.

Simple Red, live, in Chile 2009

http://www.youtube.com/watch?v=OquHM6dQWUU

 

 

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Ehemaliger Nutzer 14.04.2013 | 16:16

Piraten haben meine sympathie,

Piratenpolitik ist aber kritisch..

...nahezu undurchführbar. liegt imho in der natur der sache,

ich nenne es mal der Einfachheit halber:

"das Paradoxon der regierten Anarchie"

 

zu Gysi: Selbstdarsteller..? naja.. da gibt´s Andere...#

aber selbst wenn, was soll´s???  

auf die Intension, und vor allem auf die FRÜCHTE kommt´s an..

 

ps:

Gysi´s Motto, bei Streit, verschafft ihm einen riesigen Vorteil:

"ER HASST NICHT ZURÜCK!"

 

DAS ist praktizierte Weisheit!

 

 

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Ehemaliger Nutzer 14.04.2013 | 16:35

"das Paradoxon der regierten Anarchie"

Eine(r) muss den den Hut aufhaben. Anders keine Chance.

zu Gysi: Selbstdarsteller..? naja.. da gibt´s Andere...#

Stimmt. Genau genommen meine ich, er ist ein bisschen zu sehr von sich selbst überzeugt. Was er sagt, hat definitiv Hand und Fuß. Und ich schätze ihn als Macher ein, mit diplomatischem Gespür. Sehr seltenes Gut in der Politik. Noch er dazu sich den Luxus gönnt, Mensch zu sein. In dem Job bestimmt nicht einfach. Ermöglicht sehr viel Angriffsfläche.

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Ehemaliger Nutzer 14.04.2013 | 16:56

Grundsätzlich nehme ich an, dass viele Politiker überfordert sind. Kein Wunder in meinen Augen. Hinzu kommt Inkompetenz. Dann fehlende Führungsqualitäten, ein Riesenproblem auch in Unternehmen. Otto Schily soll diesbzüglich beispielsweise ein Riesena.... gewesen sein. Auch Helmut Kohl war nicht zimperlich im Umgang mit seinen Mitarbeitern bzw. Ministern. Dann dieser vollkommen am Prinzip der Demokratie vorbeigehende Fraktionsszwang.

In Summe die Zutaten für einen hochbrisanten Cocktail.

Deshalb fand ich die Aktion von Herrn Bosbach so gut, und er hat selber gesagt, er hätte es auch deswegen getan, weil er wusste, dass er aufhören würde. Möchte nicht wissen, wie er hinter den Kulissen von seinen "Kollegen" dafür angegangen wurde ...

Costa Esmeralda 14.04.2013 | 18:53

Lieber Z, mit dem Ausbildungsgrad meinte ich den formalen, der seit den 60 Jahren (5% mit Hochschulabschluss) bis heute (etwa 40%) enorm zugelegt hat. Ebenso haben die technischen Ausbildungsqualifikationen zugenommen. Desgleichen die durchschnittliche Ausbildungsdauer der Deutschen. Aber richtig ist, dass damit nicht automatisch der "Gesunde Menschenverstand" bzw. politisches Urteilsvermögen zunimmt. Es ist tatsächlich so, dass die besser Ausgebildeten materiell ans gesellschaftliche System gebunden werden und sich dementsprechend mit ihm unhinterfragt identifizieren. In dieser Hinsicht stimme ich Dir zu. Und vor allem darin, dass man die Menschen an den Taten messen sollte und nicht an den Worten. Die kommen von unseren Politikern blumig daher, auch deshalb ohne Reue, da sie den tristen Alltag nicht nur der deutschen Niedrigverdiener, sondern auch der jetzt mehr als 26 Millionen europäischer Arbeitsloser/Niedrigverdiener nur vom Hörensagen kennen. Und die paar Suizide mehr, wen juckt's? In Deutschland haben wir etwa 20.000 Entscheider-Posten in öffentlichen Institutionen mit mehr als 100.000 Euro/Jahreinkommen. (Zu 99% Angehörige der BT-Parteien) Das ist die Elite, von der Hans spricht. In Europa sind es etwa 100.000 Entscheider-Posten in sämtlichen europäischen Staatsapparaten und Euro-Institutionen. Das ist ein riesiger Elfenbeinturm, der die Zivilgesellschaften ausgrenzt, um ihre Herrschaft nicht zu gefährden. Wenn Du Zugang erbitten willst, musst Du als junger Mensch zuerst in eine politische Partei, die im Parlament vertreten ist, eintreten und jahrzehntelang Kärrnerarbeit verrichten und Parteitreue unter Beweis stellen. Dann wirst Du schliesslich zum "Ritter" geschlagen mit "goldener" Absicherung bis zum Tod. Vorbedingung ist: An der bestens gesicherten Eingangstür Dein Gewissen am Kleiderstand abgeben. 

LG, CE

 

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Ehemaliger Nutzer 15.04.2013 | 00:17

"Wer mit 20 keine sozialistischen Gedanken hat , der hat kein Herz " und wer mit 60 noch Sozialist ist , der hat keinen Verstand "

Brüderle plagiatiert churchill.

wer mit 20 keine sozialistischen gedanken hat, weiss, dass er in dem land, in welchem antisozialismus staatsreligion ist, aufwachsen durfte, wer mit 60 noch immer dem kapitalismus verbunden ist, hat keinen sinn für gerechtigkeit oder kein menschliches mitgefühl.

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Ehemaliger Nutzer 15.04.2013 | 03:03

ok, das kann ich nachvollziehen,

tatsächlich ist das sein größtes Manko,

Er wirkt auf viele Leute "unsympatisch".  Und er leidet darunter.

Fluch und Segen der Genialität.

Schlimm, wenn man wirklich etwas zum Guten verändern kann und will, aber dafür gehaßt wird.

Eine Tragödie. Und eine schlimme VERSCHWENDUNG. Genaugenommen eine Sünde.

Mir ist es sympatisch, daß er sich dennoch nicht verbiegt. Die SACHE hat bei ihm Priorität, sein Ego kommt zuletzt.

Das ist imho hochwohllöblichsssstt!

 

PS: sein "nerviges Beharren" gibts aber nur im Kontext wichtiger Diskussionen. Ansonsten ist er ein lieber gefühliger Typ mit hochwertigstem Humor...

Einer der Wenigen, die Herrn Pelzig zum blanken Staunen brachten. Und ihn übetrumpften.  Ein Genuß!

Hochleistungs-Sportler werden geliebt, -Denker werden gehaßt.

Tja, die Spitze ist ´ne einsame Gegend..

Mir tut´s weh, das zu beobachten.

 

Hab mir immer "noch mehr Sensibilität" bei mir gewünscht, weil Sinnlichkeit das Schönste ist...

 

Das habsch nu davon..   :-((

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Ehemaliger Nutzer 15.04.2013 | 03:38

1) Ausbildungsgrad: Sorry, der Begriff war mir nicht bekannt (schäm).

Klar, die "höheren Schüler" haben heute mehr drauf, bzw das

angewandte Wissen wurde gar um ´ne Dimension erweitert. fast .

("fast", weil "esoterische Themen" erst auf dem Weg in die Wissenschaft sind. Melchisedek oder H.P.Blavatzky werden leider nie ankommen, aber Harals Lesch hat die Tür bereits aufgestoßen...) 

 

2. Zugewandheit der Elite zumKapital: Ja. Erstens weil die Studenten (hoch)verschuldet in die Karriere starten "müssen" und Zweitens sowieso. Das vermittelte Wissen ist z.T. auch ein wirksamer Wegweiser ("das VERORDNETEWissen würd auch passen...), nicht nur bei Jura oder BWL...

z.T. ist auch vor dem Dr-Titel schon der Elte-Weg schon bereitet..

 

I

PS: Ich wundere mich jedoch, daß ich keine Akademiker mit ge"schlagenen" Schmissen in höheren Ämtern entdecke.. ???

Sind die zu "gut" für öffentliche Posten? od. Schönheitschirurgie?

Ich rätsele schon lange daran rum...  bin für Ideen dankbar!

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Ehemaliger Nutzer 15.04.2013 | 04:04

Klingt blöd, aber das war die Lebensweisheit meines Mopses Phillipp.

(Ich glaube, allen Möpsen ist das angeboren)

Klingt noch blöder: Er hatte mich das gelehrt / mich konditioniert.

(Spätestens wenn man das Tausendste Mal merkt, daß der Hund die bessere Lebensweise hat, nimmt man sie an...)

Erst durch diese Beobachtungen wurde mein Leben lebenswert.

Genauso soll´s ja auch sein... wir sind schließlich zum LERNEN in´s Ausbildungszentrum Erde geschickt worden...

ok, Manche von uns sind vllt auch einfach nur "Engel auf Landurlaub"..

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Ehemaliger Nutzer 15.04.2013 | 05:09

wer mit 60 noch immer dem kapitalismus verbunden ist, hat keinen sinn für gerechtigkeit oder kein menschliches mitgefühl

Ich hatte einen Chef, von Haus aus Historiker, der einmal sagte: Der Kommunismus appelliert an die gute Seiten des Menschen, der Kapitalismus an die schlechten.

Er war kein Kommunist. Hat gern gutes Geld verdient und war dennoch ein Mensch mit Mitgefühl.

Warum pickt man eigentlich nicht aus beiden, also aus Kapitalismus und Kommunismus die besten Dinge heraus, vermengt sie gut und probiert etwas Neues aus?

Ach ja

http://www.youtube.com/watch?v=rKb_SE5JB54

Erinnert mich gerade auf angenehme Weise an einen sehr schönen Männerurlaub mit meinem Junior.

Costa Esmeralda 15.04.2013 | 05:11

Lieber Z, zu den Schmissen und ihren Trägern:

Meine Vermutung, kann ich nicht beweisen:

In der 68er-Zeit waren Studenten der schlagenden Verbindungen die Rechtsaussen der neuen Elite. Sie hatten nur Chancen in der freien Wirtschaft und dort zumeist, wo Chefs aus der Weimarer- und Hitlerzeit mit Schmissen überdauert haben und ihrem Nachwuchs bereitwillig die Tür geöffnet haben. Beim Grosskapital war das schon weniger der Fall, vor allem auch die Globalisierung stand den Eliten mit Schmissen entgegen. (Allerdings war in England die Tradition der Elite-Anstalten und ihre Unterbringung in Wirtschaft und Politik ungebrochen). In der westdeutschen Politik waren die jungen "Schlagenden" jedenfalls unmöglich. Das war schon während der Grossen Koalition so und vor allem ab Willy Brandt. Wer in der Politik in Amt und Würden wollte, musste SPD-Mitglied (und damit Nicht-Schlagender) sein oder später bei Kohl zumindest den Anschein von Fortschrittlichkeit haben. Schmisse im Gesicht waren sofort verdächtig. Ich weiss nicht, wie das heute aussieht und ob sich Merkel und die FDP mit Schmiss-Gesichtigen umgeben, nehme aber einmal an, dass die schlagenden Verbindungen auch heute noch die Rechtsaussen der studentischen Jugend ausmachen.

LG, CE

Costa Esmeralda 15.04.2013 | 05:38

Lieber Z. und auch Christian:

Gysi mag ja ganz sympathisch sein, was noch dadurch verstärkt wird, dass er vom Rest der politischen Oligarchie in der Republik permanent angefeindet wird, wie die Linke insgesamt, Wagenknecht, Oskar und so manche andere. Aber ich behaupte einmal, wenn es die Linke nicht gäbe, müsste das Establishment eine solche erfinden. Ihr verbaler Protest gibt wenigstens den sozial Ausgegrenzten noch ein Fünkchen von Befriedigung in ihrer Ohnmachtssituation als Untertan. Aber die Linke kann einfach keine wirklich systemdestabilisierende Funktion, geschweige denn Hoffnung auf Alternative innehaben und verbreiten, denn von der Wiederkehr des real existierenden Sozialismus dürften nur die Allerwenigsten träumen, und ausserdem werden die Grosskopfeten der Linken nie und nimmer von ihren Pfründen, die ihnen die Bürgerlichen in den "Rachen" stopfen, an die Bedürftigen weitergeben. Und das sind mit Parteienfinanzierung und parteinaher Stiftung (Rosa Luxemburg) nahezu 80 Millionen Euro pro Jahr, dazu kommen einige 100 Gehaltsempfänger mit mehr als 100.000 Euro Jahresverdienst. Nur mit der Hälfte dieser Knete könnten jede Menge Projekte für HartzIVler angeschmissen werden. Dann bekäme die Linke Glaubwürdigkeit, vor allem wenn sie sich von ihrer Erbschaft des bürokratischen Sozialismus befreien würde.

LG, CE

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Ehemaliger Nutzer 15.04.2013 | 13:17

"wenn es die Linke nicht gäbe, müsste das Establishment eine solche erfinden".

hört hört!

und das geht auch umgekehrt,

einige länder haben/hatten eine "schein-opposition"

(ddr: cdu..?)

 

ps: das erinnert an R.W.Fassbinder:

"ich träumte, das kapital hat den terrorismus erfunden,

um den staat zu zwingen, das kapital zu schützen."

 

dieses gedankenmodell ist vielschichtiger,

als es an der oberfläche aussieht...

 

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Ehemaliger Nutzer 15.04.2013 | 15:27
ok. nur wenige wünschen sich die LINKEN an der macht. selbst gysi nicht. aber eine starke opposition strebt er an. ich wünsche mir ca 20% für linksaußen. .. ps : daß einzelne linke reich sind / werden ist mir nebensächlich, denn das betrifft alle parteien. die linken vllt sogar am wenigsten.. der bundestag sollte geschrumpft werden auf ein fübftlel der abgeordneten; diese sollten "fett" bezahlt werden, um mehr unabhängigkeit zu erreichen. dafür KEINE nebeneinkünfte und GLÄSERNE konten, bzw überwachung ihrer konten. damit würde korruption bestimmt spürbar eingedämmt. UND wenn schon der besitz der MdB´s überwacht wird, sollte das gleiche auch für ihre ARBEIT gelten (stichwort "haftungspflicht wie bei geschäftsführern"- wie von sven kyek gefordert wurde). . . unattraktiv? keiner würde zu diesen bedingungen arbeiten? ... iwo, grad dann würden BESSERE köpfe in die politik gehen. die bisher lieber in der wirtschaft arbeiten. es wären "sichere, hochdotierte posten"..
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Ehemaliger Nutzer 15.04.2013 | 15:50

oh , du gibst aber auch kein schlechtes bild ab...

ich schätze deine kritische zweiäugigkeit mit ecken+kanten.

 

sven kyek hat auch was aufm kasten, der hat mich schon oft staunen lassen.. aber sowas von! otto otto! "born for politics?" - meine stimme hat er längst..

 

rechercheuse und ernstchen find ich auch spitze!

und einige andere ebenso.. (hab die namen nicht im kopf)

 

aber das allerbeste ist, daß diese hellen köpfe HIER ungehindert leuchten dürfen, ohne von forentrollen "ausgepißt" zu werden wie in allen mir bekannten foren.. schon ne feine sache, das!

 

mit deinen worten: möge GADD mit euch sein..!  ;-)

 

paradiddlender gruß aus der pfalz...

 

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Ehemaliger Nutzer 15.04.2013 | 15:59

nicht das wissen ist wichtig, sondern die verarbeitung der fakten..

 

wie gesagt: mein lebensgefühl ist das eines schülers, trotz bj 1961.

früher hab ich nach ausreden gesucht, oder nach einem schuldigen für meine miß-gefühle. heut weiß ich, "wenns wo kneift, macht das sinn- genau an dieser stelle ist ein manko zu finden"

würden das viele leute begreifen, dann wäre unser dasein ein lebenswertes "miteinander"-abenteuer...

und "ellebogen" wären unwichtig als kommunikationsinstrument.

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Ehemaliger Nutzer 15.04.2013 | 18:02

nicht das wissen ist wichtig, sondern die verarbeitung der fakten..

Das sehe ich anders. Wie lange habe ich gebraucht, um Wissen aufzubauen, damit ich mir einigermaßen ein Gesamtbild der Lage machen kann. Es war schon sehr lange. 

Was Kommunikation angeht: Das Entscheide zwischen Menschen schlechthin. Bei Paaren kann dann noch etwas anderes dazu kommen, von dem ich gelernt habe, dass es machmal weit besser ist, als so manche "unnötige" Diskussion, Stichwort nonverbale Kommunikation. Diese spezielle Variante, die ich dabei meine, soll wohl auch sehr viel Spaß machen.

Danke übrigens für die Blumen. Reiche einen bunten Strauß zurück.

Costa Esmeralda 15.04.2013 | 18:51

Lieber Z, vor kurzem hatte ich hier einen Beitrag "Vom Wesen der Demokratie" (BT-Parteien-Diktatur) eingestellt. Ich hatte mich nach Jahrzehnten Arbeit in der "Dritten Welt" wieder mehr mit meinem Heimatland auseinandergesetzt und mich gefragt, warum es keine Unabhängigen im BT-gibt. Es sind doch nur 200 Unterstützer notwendig, um als Unabhängiger für ein Direktmandat zu kandidieren. Und, theoretisch gesehen, brauchst Du auch keinen Euro, um Wahlkampf zu machen, da Du mit diesen 200 Freunden im Internet eine Kampagne veranstalten kannst. Bisher werden alle Kandidaten ausschliesslich von Parteien aufgestellt, die ja nur 1,5% der Bevölkerung ausmachen. Die restlichen 98,5% lassen sich ins Bockshorn jagen und machen sich nicht auf den Weg ins Parlament, obwohl sie doch fachlich und menschlich gesehen beste Kandidaten hätten. Aber wie ich schon sagte, die Parteien verfügen über verdammt viel Knete, um für ihre Kandidaten die Pauke zu schlagen. Das Übelste an ihrer Finanzierung aus öffentlichen Kassen sind die "Parteinahen Stiftungen" (Brutkästen der BT-Parteien). Über diese werden Studenten finanziert, Doktorarbeiten ermöglicht, Karrieren von Parteisoldaten in exotischen "Dritte Welt"-Ländern, denen deutsche Demokratie beigebracht werden soll (auch in Russland, wie Du unlängst an Putins Zorn feststellen konntest), und jede Menge Veranstaltungen in Deutschland finanziert, mit denen Wissenschaftler geködert werden, usw, usf. Diese Finanzierung muss unbedingt ausgetrocknet werden. Warum können sie nicht auf Basis von Mitgliederbeiträgen wie jeder eingetragene Verein existieren. Wenn die übrige Zivilgesellschaft die gleichen Privilegien wie die BT-Parteien hätte, dann müssten alle zivilen Vereine im Jahr um die 30 Mrd. Euro bekommen. Kurz und gut, es geht darum, dass die Unabhängigen sich zusammentun und über Internet die Trommel schlagen. Wir sind "arm" gegenüber den Parteien, könnten aber reich an politischen Ideen und Willen sein und die Zivilgesellschaft über unabhängige Kandidaten mitten in den BT-hieven. Diese Unabhängigen könnten vor wichtigen Entscheidungen das Votum der Zivilgesellschaft abfragen durch einen ständigen Internetaustausch. Das ist heute eine völlig neue Dimension von Politik, in der der einzelne Mensch zum Bürger wird, der aktiv mitgestaltet. 

LG, CE

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Ehemaliger Nutzer 16.04.2013 | 01:02

Die Justiz ist die Justiz der herrschenden Klasse, sie sind nicht grosse Geister oder moralische Instanzen. Wie ist es möglich, dass die Enkel so violent und bestialisch agieren, ist ihnen das Fressen einziges Prinzip? aber wir machen sie publik, jedermann soll sie erkennen, selbst wenn sie versuchen, dies als Beleidigung zu inkriminieren. Jeder Schurke macht dies genauso.

ceterum censeo:https://www.freitag.de/autoren/justizverfolgung/skandaloeses-aus-der-justiz-ein-aufruf

Bei pussy riot oder dem türkischen Pianisten kann die Bagage sich mit der Interpretation herausreden, in meinen Fall geht das nicht. Alle Definiti0nen der Juristerei der zivilisierten Welt erlauben nicht, das inkriminierte Zitat, mit welchem ich eine Anzeige formuliere, als Schmähkritik abzutun, mir sowohl Meinungsfreiheit als auch das Recht, Anzeige zu erstatten, abzusprechen. Dies passiert bei Leuten, die das schwerste aller Studien studiert haben, welches vom logischen Denken gespeist wird. Klar, Freisler hätte, wem ihm frechgekommen wäre, den Kopf abgehackt. Diese Sache sollte alle angehen, am wenigsten mich selbst, der ich vor 30 Jahren Deutschland verlassen durfte. Mir graut davor, dass diese Richter jener Stadt, die mich vernichten wollen mit allen obszönen und niedrigen Mitteln, in einem Prozess gegen einen rumänischen Zigeuner sitzen in jener Stadt.

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Ehemaliger Nutzer 16.04.2013 | 01:44

"Warum pickt man eigentlich nicht aus beiden, also aus Kapitalismus und Kommunismus die besten Dinge heraus, vermengt sie gut und probiert etwas Neues aus?"

Das geht nicht aus  Gründen der Unverträglichkeit. Denke, wer hat das Sagen. Du pickst, dein Freund pickt, wie stellst du dir was vor, bevor du dies liest , hat die weltbevölkerung um , sagen wir, 400 000 weitere Antikommunisten, die sich dem Nachbarn überlegen wähnen, ihn ausnutzen wollen, zugenommen. Mir tut es leid, dir zu sagen, es geht in den Abgrund.

Costa Esmeralda 16.04.2013 | 01:52

Lieber J.,

es wäre nützlich, einiges Mehr aus Deinem Leben, den Grund der Emigration und auch den konkreten Anlass der juristischen Angelegenheit zu kennen. Deutsche Behörden können extrem mitleidslos sein. Und das gehört auf den Tisch. Selbst für einen deutschen unabhängigen Staatsbürger ist es schwer, sich gegenüber Behördenwillkür zur Wehr zu setzen, um so mehr trifft das auf "Ausgegrenzte" zu.

LG, CE

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Ehemaliger Nutzer 16.04.2013 | 12:52

"Wie lange habe ich gebraucht, um Wissen aufzubauen, damit ich mir einigermaßen ein Gesamtbild der Lage machen kann."

eigentlich reicht schon gesunder menschenverstand, oder ein guter instinkt. denn zum glück sind die korrumpels nicht sehr gut im schauspielern. man erkennt was dahintersteckt.

aber diese erkenntnisse werden oft von der ratio beiseite gedrückt, dies ist die hauptaufgabe der manipulativen medien wie BILD.

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Ehemaliger Nutzer 16.04.2013 | 13:02

melde dich bei spin.de an und diskutiere dort mit.

schon am ersten tag wirst du erleben, wieviel kopf-beton erst noch durch hirn ersetzt werden muß.

mir fällt oft auf, daß kinder denkfähiger sind (+ offener sind für gescheite kompromisse!) als die mehrzahl der politisch festbetonierten erwachsenen.  

es bedarf noch viel LEID und ELEND, bis diese verkrusteten strukturen aufbrechen.

LEIDER. 

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Ehemaliger Nutzer 16.04.2013 | 13:26

melde dich bei spin.de an und diskutiere dort mit.

Danke, aber ich anderorten auch unterwegs und das reicht mir vollkommen.

mir fällt oft auf, daß kinder denkfähiger sind

Definitiv. Die Eltern sind's, die sie dann versauen, dank Imitationslernen.

Liegt in der Natur der Sache.

Danke, hätte ich auch eigentlich selbst drauf kommen müssen.

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Ehemaliger Nutzer 16.04.2013 | 13:31

Nein,nein,nein, ich brauche kein Mitleid, nicht deutsche Behörden, sondern deutsche Richter und mit ihnen verbunden  Staatsanwälte verfolgen mich, weil ich gewagt habe, säuische Urteile nicht schlicht zu akzeptieren, sondern zu kritisieren. Es geht nicht um juristischen Firlefans, sondern um konkrete Lügen und unlogisches Denken, welches jeder i-mann überprüfen kann. das Material schicke ich gerne : justizverfolgung@aol.com.  frage: haben diese Richter einen geistigen oder einen moralischen Defekt? lies den Beitrag, auf welchen mein Portrait verweist. Es handelt sich um das Landgericht Duisburg, OLG Düsseldorf, die Stadt, die unter dem " Ansturm " der Zigeuner zu leiden hat. nachdem bereits ganze Stadtteile aufgrund der kapitalistischen Wirtschaftspolitik "bedauerlicherweise" an Immigranten und Nicht-christen weggebrochen sind, welche nun alleine für den unnötigen Bevölkerungsnachwuchs sorgen müssen.

Wurscht, aber wie kommz es, dass solche Richter ein akademisches Studium absolviert haben und dass dann in der praktischen Berufsausführung nichts davon zu erkennen ist. Das Gehalt stimmt, wobei mir schleierhaft ist, was sie damit machen, wofür sie es brauchen.

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Ehemaliger Nutzer 16.04.2013 | 13:58

An die neue SPD Regierung. Ich warte auf Antwort dieses Briefes:

Hoch geschätzter Herr Minister Thomas Kutschaty.
Sie schreiben:
„Es geht Ihnen um die Überprüfung und Bewertung eines gerichtlichen Prozessstoffs“.
Dies trifft nicht zu, es entfällt somit auch die Voraussetzung, die Ihre Entscheidung und Ankündigung zur Folge hat:
„Bitte betrachten Sie dies als endgültige Stellungnahme. Auf etwaige künftige Schreiben, mit denen  Sie eine den Dienstvorgesetzten verfassungsrechtlich nicht gestattete Überprüfung gerichtlicher Entscheidungen verlangen, werden Sie keine nochmalige Antwort erhalten.“
Es geht weder um gerichtliche Entscheidungsfindung, Schuldspruch oder Strafzumessung, um einen Kommentar oder eine Bewertung durch Sie als Aufsichtsbehörde zu schrecklichen und ungerechten
und absurden Urteilen des Richters, die einen nachdenkenden Demokraten verstören, sondern darum, was ich in den folgenden drei Fragen formuliere.
Zu der ersten Frage schicke ich die Antwort des Dienstvorgesetzten auf die Dienstaufsichtsbeschwerde. Die Beschwerde enthält den ausdrücklichen Verweis auf das Verhalten der Richterin, welches sehr wohl Gegenstand dienstlicher Disziplinarmassnahmen sein muss. Das Verhalten der Richterin wird in der Antwort des Vorgesetzten ignoriert und statt dessen nur der bekannte Satz über die Beschränkung der Aufsicht verkündet.
Ich schicke den Strafantrag des Dienstvorgesetzten mit der Inkriminierung einer Beleidigung.
1) Ich möchte wissen, ob es in Ordnung ist, dass auf die Dienstaufsichtsbeschwerde, soweit sie das
Verhalten der Richterin betrifft, nicht reagiert wird, dass nach einer Erinnerung man mich wissen lässt, mit „beleidigenden“ Eingaben befasse man sich nicht, ohne der Aufforderung, diese Beleidigungen zu benennen, nachzukommen.
Ich möchte wissen, ob es gestattet ist, den Vorwurfder Beleidigung zu erheben, ohne ihn zu spezifizieren - auch nicht auf den ausdrücklichen W unsch hin, dies zu tun.
Wie ich aus Ihrem Aktenzeichen sehe, beziehen Sie sich auf meine frühere Kommunikation mit der  ehemaligen CDU-Regierung, so dass ich annehme, dass sie diese Dokumente zur Verfügung haben.
Auf diese Kommunikation werde ich später eingehen müssen, auch deswegen, weil Angestellte des Ministeriums es ablehnen, Beschwerden anzunehmen mit der Begründung, sie seien beleidigend, ohne diese vermeintlichen Beleidigungen zu benennen.
Bei allem Verständnis für die Sensibilität und Beleidigbarkeit von Amtsträgern – die Amtsehre, nicht etwa die persönliche Ehre nur wäre angegriffen oder angreifbar - möchte ich ausgeschlossen
wissen, dass der Reflex „ich muss mich nicht beleidigen lassen“, wie er üblich im täglichen Leben selbst bei Angehörigen der sozialen Unterklasse zum Einsatz kommt, nicht zu einer weiteren
Waffe der Autorität geworden ist, den Untertan ins Leere laufen zu lassen. Sonst kann es noch passieren, dass eine Arbeit nicht als „unter aller Sau“ bezeichnet werden darf, weil es den Autor
derselben beleidigt. Der Literaturkritik sind strafrechtlich Grenzen gesetzt, wenn schon das Werk des Meisters geschmäht wird.
2) Ich ersuche Sie, die notwendigen Konsequenzen aus dem Ablauf der geschilderten Verfahren zu ziehen, und mich wissen zu lassen, worin solche bestehen würden.
Ich wünsche keine Kritik an den Urteilen der Richter G, F, K, B,
Dr.Z, Dr.K, die ich alle kennenlernte, deren Verfälschungen oder Denkfehler bei der Urteilsfindung ich ausnahmslos bei allen Repräsentanten aufdecken durfte, ohne dass ich erwarte,
dass sich jemand erklärte, sich schämte oder es ihm peinlich wäre.
3) Ich möchte, dass das Geschilderte an die Öffentlichkeit gelangt, so ausführlich wie möglich.Welche Publikationsorgane stehen Ihnen zur Verfügung? Besonders das LG-Urteil, für
welches sich der Richters B viel Zeit genommenhat, möchte ich im Dienste für den Rechtsfrieden konservieren, ebenso wie die beiden Entscheidungen über die Revisionsanträge, jeweils entschieden von DEMSELBEN Richter, derselben Kammer, wie das Gesetz es so vorsieht.
Das Veröffentlichte wird jedem juristischen Laien verständlich sein. Gewaltiger Aufwand an Energie, Zeit und Geld muss geleistet, viele Irrwege müssen beschritten werden, um schliesslich
herauszukristallisieren, dass in Deutschland eine berechtigte, begründete Anzeige einer Richterin wegen nachweisbaren Fehlverhaltens zu keiner Verfolgung ihrer Tat führt, sondern zu einer Strafverfolgung des Inkriminators wegen vermeintlicher Beleidigung und nicht wegen dessen Gesinnung.
Bitte lassen Sie mich wissen, welche urheberrechtlichen oder andere rechtlichen Hindernisse einer Veröffentlichung durch mich im Wege stehen.
Mit demokratischen Grüssen

Costa Esmeralda 16.04.2013 | 18:23

Lieber Z, der Vorteil der Unabhängigen im BT wäre seine ständige Kommunikation mit seinen Wählern/Zivilgesellschaft. Sie/er im BT könnten nicht mehr rummauscheln und müssten vor allem bei wichtigen Entscheidungen das Votum ihrer Wähler einholen. Wenn sie sich nicht der sozialen Kontrolle der Wähler aussetzen wollen, würden diese ihren Rücktritt fordern. Sollte diesem nicht nachgekommen werden, könnten die Wähler diesen unabhängigen Abgeordneten in aller Öffentlichkeit blossstellen und diskreditieren. Sie/er wäre für eine Wiederwahl jedenfalls weg vom Fenster. Öffentliche Blossstellung ist eine wirksame Waffe gegen Korruption. Du siehst bspw. wie Steinbrück von seinem "Vertreter- des-Kapital-Image" nicht wegkommt und deshalb sich selbst und die gesamte SPD der Unglaubwürdigkeit anheimstellt. Unabhängige sollten keiner politischen und/oder wirtschaftlichen Seilschaft dienstbar, sondern nur dem Gemeinwohl verpflichtet sein. Das ist mit Parteivolk per se nie zu machen.

LG, CE

Costa Esmeralda 16.04.2013 | 18:44

Lieber J.,

ich kann Dich nur ermutigen, mit allen diskriminierenden Handlungen der deutschen Justiz an die Öffentlichkeit zu gehen. Ich bin zwar kein Jurist, kenne aber das "durchschnittliche" Verhalten der Deutschen gegenüber "Anderen" zur Genüge. Was in Duisburg geschieht, ist symptomatisch. Leider! Aber wenigstens unsere Enkelkinder sollen es einmal besser machen. Gesinnungen sind nicht vererbbar sondern der Sozialisation geschuldet.

LG, CE

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Ehemaliger Nutzer 17.04.2013 | 01:21

Lieber Z, der Vorteil der Unabhängigen im BT wäre seine ständige Kommunikation mit seinen Wählern/Zivilgesellschaft. Sie/er im BT könnten nicht mehr rummauscheln

ich bin da ja grundsätzlich ganz bei dir, aber bin weniger optimistisch was die verführbarkeit der menschen angeht. das würde nur funktionieren, wenn betreffende abgeordnete "völlig" überwacht werden. praktisch kaum zu machen. aber natürlich wären unabhängige weniger beeinflußt durch "stall-regie" und verfilzten klüngel usw. 

und auf jeden fall wäre das ein großer fortschritt, da hast du recht!

nur.. es reicht noch nicht, fürchte ich. 

 

und müssten vor allem bei wichtigen Entscheidungen das Votum ihrer Wähler einholen. Wenn sie sich nicht der sozialen Kontrolle der Wähler aussetzen wollen, würden diese ihren Rücktritt fordern. Sollte diesem nicht nachgekommen werden, könnten die Wähler diesen unabhängigen Abgeordneten in aller Öffentlichkeit blossstellen und diskreditieren. Sie/er wäre für eine Wiederwahl jedenfalls weg vom Fenster.

für sechstellige bestechungssummen wäre das manchen vllt genauso egal wie steinbrück. der diskreditiert sich sogar selbst.. (ok, er hat sicher mindestens ´nen zweistelligen millionenbetrag kassiert um die SPD endgültig zu versenken...)

jedenfalls werden milliardenschwere entscheidungen gut bezahlt.. und EDLE menschen sind selten... und WIE sollen die überhaupt in die nähe eines amtes bzw popularität erlangen ohne partei?

ps: die bestecher sind bestimmt topfit in der disziplin "überzeugungsarbeit"...

 

Öffentliche Blossstellung ist eine wirksame Waffe gegen Korruption. Du siehst bspw. wie Steinbrück von seinem "Vertreter- des-Kapital-Image" nicht wegkommt 

 

ja eben! verstehst du?

der versucht das ja nichtmal,  der weiß als alter profi genau,. wie er sich in besseres licht rücken könnte.. aber er macht genau das gegenteil... darum behaupte ich ja, daß es absicht ist. 

ps: man sieht ihm an, daß er sich freut. EIGENTLICH müsste er besorgt sein, aber strahlt. von innen raus. deutlich sichtbar.

warum freut er sich?

weil er erfolg hat. sein erfolg steht in jeder zeitung:

minuspunkte für ihn und die SPD. 

UNABHÄNGIGE ABGEORDNETE? : Ja bitte, her damit!

aber nur mit "Geschäftsführer-ähnlicher HAFTUNG". dafür darfs dann auch gerne fette "Erfolgsprämien" geben bzw echt fette DIÄTEN.

GERADE  hoch-fähige manager würden diese herausforderung annehmen. da bin ich überzeugt.

westerwilli´s und röslers und andere luftpumpen würden sich nicht rantrauen. wegen der haftung.

leider bleibt das alles zumindest für unsere generation utopisch.

 

pps: "utopia", speziell die version von HUXLEY bietet gute ansätze für "den perfekten staat!" äußerst lesenswert! 

 

 http://www.amazon.de/Sch%C3%B6ne-neue-Welt-Roman-Zukunft/dp/3596200261

 

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Ehemaliger Nutzer 17.04.2013 | 01:39

 Es kommt tatächlich immer anders, als man denkt. Habe das gerade prägnant selbst erlebt. Scheinbar erst zum Nachteil, dann aber sehr zum Vorteil.

 

BRAVO!

genau das ist m.E. die wichtigste lehre überhaupt:  alles macht sinn. irgendwie,  irgendwann. ... auch wenns erstmal wehtut.

(aber sag das nie zu jemand, der gerade vor trauer oder schmerz brüllt.. ! ..kann furchtbar in die hose gehn... ich kann dir sagen.. weia!

 

die zweitwichtigste erkenntnis für mich:

es gibt nix "nur schlechtes" . und nix nur gutes.

 

aber bevor´s nu religiös od. esoterisch wird, hör ich lieber auf..

 

 

 

Costa Esmeralda 17.04.2013 | 04:42

Lieber Z, ich hatte Dir relativ ausführlich geantwortet. Beim Klicken kamen cookies zum Vorschein und schwupps war der Kommentar weg. Dank für "Schöne neue Welt", die unsere Politiker und Wirtschaftselite am Zusammenbasteln bestrebt sind.

Der Unabhängige im BT sollte drei Eigenschaften mitbringen: Fachlich kompetent, nach universal ethischen Grundsätzen handeln (die die Wählerschaft "überwacht") und die Wähler mit in den BT hineinnehmen (internetmässig). Und vor allem, sie/er sollte die Arbeit nicht wegen des Verdienstes leisten. Die Hälfte des aktuellen Gehaltes ist massig genug. Der Politiker/Politikerin sollte wie ein Sozialarbeiter, Lehrer, Pastor aus sozialer Berufung arbeiten. Wichtig ist nur ein Übergangsgeld beim Ausscheiden und eine vernünftige Anrechnung für die Rente. Managertypen, oder die aktuellen Parteisoldaten, die der Knete hinterherhecheln, sollten schleunigst das Weite suchen. 

Ich bin überzeugt, in jedem Wahlkreis fänden sich Menschen mit diesen Eigenschaften.

Warum kann man das nicht fordern? Politik heisst Dienst an der Gemeinschaft und nicht Abzocken. Wer das vorhat, ist absolut falsch am Platz.

LG, CE

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Ehemaliger Nutzer 17.04.2013 | 20:44

chile- allende? "soll" gut gewesen sein...

 

ps: DEUTSCHLAND AKTUELL ist auch menschenverachtend.

zwar paar hundert weniger mauertote, und weniger spürbare bespitzelung, aber dafür 10.000 selbstmorde und sehr viel verborgene überwachung.  (alles mit steigender tendenz)UND Kriegseinsätze. und und und...

auch die volkszufriedenheit läßt zu wünschen übrig. 

(ps: nein, bin kein ddr-fan, ich mag´s nur mal differenzieren)

 

mein "IDEAL" : das Königreich Bhutan. besser geht kaum,

und es funktioniert! schon in der 2. generation...!

 

sven kyek 17.04.2013 | 23:42

Ich bin im Sozialismus aufgewachsen . Mit Stasi und SED hatte ich nichts zu tun . Auch Unrecht habe ich nicht erfahren . Von Schulmich in Normal,Schoko und Vanille über ärztliche Versorgung , bis hin zu Führerscheinen und diversen kostenlosen weiteren Qualifizierungs-Möglichkeiten , hat es mir an Nichts gemangelt .

Außer an Westgeld .

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Ehemaliger Nutzer 18.04.2013 | 10:19

Verantwortlich gelenkte Demokraite (i.S. Einheit der Vielfalt) = Freiheit, Frieden, Toleranz, Selbstbestimmung, Gemeinschaft, soziale Sicherheit, Zufriedenheit des Einzelnen.

In Kombination mit einem angemessenen, leistungsabhängigen Einkommen und hinreichend Zeit für Familie (Freizeit) = mein Verständnis von hoher Lebensqualität.

In Norwegen ist man bereits ein Nerd, wenn man nach 17.00 Uhr am Schreibtisch sitzt ("Hast Du keine Familie?").

Für mich ist die Arbeitswut der Deutschen Verdrängung, als Nachkriegsfolge. Bin selbst Großmeister darin ; )

 

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Ehemaliger Nutzer 18.04.2013 | 11:47

gute idee, diese vereinfachung. ..........................................

das weckt erneut den wunsch, den auch christian äußerte: die vorteile jedes systems zu einem neuen system verknüpfen.

 

womit wir wieder bei einer regulierten sozialen marktwirtschaft wären..

"reguliert": nach einer idee von s.kyek:

nur lebensfähige unternehmen dürfen zugelassen werden: d.h. nur betriebe, die in der lage sind, so gut zu wirtschaften, daß faire (mindest-)löhne möglich sind! ........ sowas gibt´s ja bereits: wenn du heute ein taxi-gewerbe anmelden willst, mußt du nachweisen, daß das auch erfolg haben wird, UND du mußt grundkapital nachweisen, welches NICHT aus einer finanzierung stammen darf........ anderes beispiel: wenn ein arbeitsloser ein gewerbe anmelden will, muß er einen nachweis erbringen, daß das gewerbe erfolg haben wird. erst dann greift ihm das arbeitsamt mit einer 9-monatigen weiterzahlung des arb-los-geldes unter die arme............ will sagen: wenns in einzelnen fällen eh schon so gehandhabt wird, warum gilt das dann nicht für ALLE gewerbe...? 

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Ehemaliger Nutzer 18.04.2013 | 11:59

"Doch Merkel und/oder Steinbrück entscheiden für uns. Warum schiessen wir sie nicht einfach in den Wind?"

 

die BANKEN und die Pharmakonzerne usw entscheiden für uns.

der BT ist deren Marionettenkiste.

aber "abschießen" wird womöglich (wieder) eine Alternative sein...

da das deutsche Lemmings-Volk es nie schaffen wird,

"per Wahlzettel abzuschießen", bleibt die Hoffnung auf Aktivisten.

zumindest würde ein wiederholtes Abschießen der Ober-Marionetten endlich die richtigen Diskussionen in Gang setzen...

 

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Ehemaliger Nutzer 18.04.2013 | 12:14

nur lebensfähige unternehmen dürfen zugelassen werden

Das betrifft in all erster Linie auch Banken: Da sie schon lange keine reinen Geldverwalter mehr sind, sondern profitorientierte (wertschöpfende passt für mich irgendwie in dem Zusammenhang nicht so richtig) Unternehmen, müsste m.E. die Eigenkapitalquote wesentlich höher sein. Selbst Basel III fordert, glaube ich,  18%.

Banken sind Schuldner, einmal in Richtung Geldbesitzer (elegant formuliert als "Sichteinlage") und einmal in Richtung Giralgeld von der Zentralbank ("Buchgeld" bzw. Geldschöpfung aus dem Nichts). Das mit schlanken 18% abzusichern, ich bin zwar kein BWLer, aber mein gesunder Menschenverstand lässt zweifeln. 

Hinzu kommt der Interbankenverkehr, der nachvollziehbar macht, warum eine Großbank "systemrelevant" sein kann. Unangenehmes Gebräu. Auch eine Bank muss abwickelbar sein, ganz gleich welcher Größe.

Costa Esmeralda 18.04.2013 | 20:11

Lieber Z,

Du hast recht, sie sind die Marionetten, das äusserliche Gesicht des sich im Hintergrund vornehm zurückhaltenden Kapitals. Wenn wir sie "abschiessen" würden, kämen neue in vorderste Linie. Jauch hatte im letzten Talk Altmeier schon mal indirekt gefragt, ob er sich vorstellen könnte, bei Abgang von Mutti an deren Stelle zu treten. Dann hätten wir Deutschen wenigstens eine Marionette der Extraklasse, um die uns die ganze Welt beneiden würde! Mann oh Mann! Das Vaterland driftet gefährlich ab!

LG, CE

Costa Esmeralda 18.04.2013 | 21:43

Lieber Christian, was Du schreibst, ist durchaus drin und keine Utopie. Nur müssten wir uns bei der Wahl etwas einfallen lassen. Ich bin nach wie vor für totale Stimmenthaltung, weil alle BT-Parteien so weiter machen werden. Mit ihnen gibt es keine Änderung.

Wenn wir bewusst der Wahl fernbleiben, merken wir auch wie stark wie sein können, um bei zukünftigen Wahlen uns selbst als Unabhängige ins Parlament mit ständiger Unterstützung der Wähler zu katapulieren.

LG, CE

Costa Esmeralda 19.04.2013 | 04:34

Lieber Christian, warum leider?

Entschuldigung für den Fehler, es muss natürlich katapultieren heissen.

Hier in Panamá hat es heute nachmittag zum ersten Mal wieder einen richtigen warmen Regenguss gegeben, nach dem sich Natur und Mensch gesehnt haben, wie in Deutschland nach dem Frühling. Die Regenzeit fängt zwar erst richtig gegen Ende Mai/Anfang Juni an, aber diese Übergangszeit ist wie der Frühling in Deutschland.

Dir einen schönen Tag morgen! LG, CE

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Ehemaliger Nutzer 19.04.2013 | 11:18

Lieber CE, ja ich bin auch ziemlich wetterabhängig. Zieht mich auch immer mehr Richtung Süden ...

Das Problem ist, sie werden wählen gehen. Obwohl jedem einigermaßen intelligenten Kopf klar sein muss, dass S21 ein Unsinnprojekt ist, hat sich die Mehrzahl der Bürger dafür entschieden. Das sagt doch schon alles ; )

Daher finde ich Deine Variante, im Bundestag als Unabhängiger aktiv zu werden, viel interessanter. Von Gandhi habe ich mal gelesen, dass ihm die Mobilisierung der Massen gar nicht lag. Seiner Meinung nach ist ein kleines Team von Spezialisten viel besser.

Zumindestens, was meine beruflichen Erfahrungen betrifft, kann ich das voll und ganz bestätigen.

Wie schon gesagt, Evolution statt Revolution. Das braucht Zeit.

 

 

Costa Esmeralda 19.04.2013 | 20:02

Lieber Christian,

ich habe selbst in vielen Ländern der Welt (Balkan, Afrika und Lateinamerika) gearbeitet. Immer ist es dasselbe: Bildet sich einmal eine Partei, die ursprünglich hehre Ziele hatte, und versucht diesie in einem Parlament durchzusetzen, geschieht nach ganz kurzer Zeit das Phänomen des Kampfes für Eigeninteressen, das vor allem durch die Partei-Oberen geschürt wird, die entweder Macht und/oder Knete wollen, auf Kosten der Allgemeinheit. Das übrige Parteivolk wird dabei geködert, mit Posten für Unter-Chefs und Arbeit im Staatsapparat.  Eine Partei wird niemals "grosszügig" und offen auf die anderen zugehen und sagen: "Kommt her und lasst uns trotz Meinungsverschiedenheit das Beste fúr die Allgemeinheit herausholen". Das Wesen des mehrheitlich egoistischen Menschen steht dem Gemeinsinn entgegen.  Deshalb oberste Regel in einer Gesellschaft: Es muss soziale Kontrolle vonseiten der Mehrheit der Menschen ausgeübt werden, um die Egoismen von Machtgierigen zu zügeln, die vor allem von Männern ausgehen. Wenn Du einzelne Unabhängige hast, natürlich die fachlich und ethisch kompetentesten, die sich stets vor ihrer Wählerschaft rechtfertigen müssen, und die das Votum der Wähler vor wichtigen Entscheidungen abfragen, ist das die beste Methode, um Auswüchse zu vermeiden und den Volkswillen am ehesten zum Durchbruch zu verhelfen. Und dazu haben wir in der derzeitigen historischen Etappe die beste Möglichkeit, denn das Internet kann für eine direkte Demokratie so etwas wie ein Geschenk des Himmels sein. Und wie Du aus unserer Korrespondenz ersehen kannst, wir kennen uns nicht von Angesicht zu Angesicht und leben durch Ozeane getrennt, und doch ist es möglich, sich fair und argumentativ auseinanderzusetzen. Das hat es bisher in der Geschichte nie gegeben. Der gesellschaftliche Fortschritt hängt hinter dem technischen gewaltig hinterher. Aber vielleicht wird er doch durch Menschen wie Du und ich langsam auch von anderen begriffen werden. 

Noch ein schönes Wochenende! LG, CE 

Costa Esmeralda 19.04.2013 | 20:10

Christian, Zusatz: Du kann ja mal das Experiment machen, und weltweit eine parlamentarische Partei herausfinden, die das Allgemeininteresse über das Eigeninteresse stellt. Und das in der Historie der Herausbildung von "demokratischen" Strukturen. Wenn Du eine solche Partei findest, schreibe mir. Ich wette aber mit Dir, dass Deine Suche vergebens sein wird. Deshalb muss der mündige Bürger überzeugt werden, dass die sogenannten "guten" Parteikandidaten immer Ausnahmen bleiben und von ihren Parteien als Lockvögel mit Alibi-Funktion benutzt werden. Und diese sogenannten "guten" Kandidaten werden durch die Knete, die sie beziehen, rasch in ihrer Unabhängigkeit korrumpiert.

CE

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Ehemaliger Nutzer 20.04.2013 | 08:59

Deshalb oberste Regel in einer Gesellschaft: Es muss soziale Kontrolle vonseiten der Mehrheit der Menschen ausgeübt werden, um die Egoismen von Machtgierigen zu zügeln, die vor allem von Männern ausgehen.

Lieber Costa,

recht hast Du. Ich gehe einen Schritt weiter und fordere, dass besonders diese "Männer" erst gar nicht mehr in solchen Positionen zugelassen werden. Ein umfangreicher Test in sozialer Kompetenz beispielsweise in einer Gruppe lässt schnell die Spreu vom Weizen trennen. Es gibt dazu diverse Methoden, so dass "Mann" sich da nicht durchmogeln kann.

Interessanterweise hatte ich eben den Gedanken, dass wir bezüglich dieser "Männer" wahrscheinlich nahtlos in die Sexismusdebatte übergehen könnten. Da ich dies aber bereits an andere Stelle mehr als ausführlich getan habe, möchte ich zumindest mir das ersparen^^

Dir ein besonders schönes Wochenende.

P.S. Was die Partei angeht, es wird sie nicht geben ...

Costa Esmeralda 20.04.2013 | 18:04

Lieber Christian,

von diesen Tests weiss ich nichts, da ich die letzten vierzig Jahre nicht mitbekam, was diesbezüglich in der Republik vor sich ging. Allerdings habe ich in der Gruppenarbeit an der Basis (in der "Dritten Welt" immer schnell herausgefunden, wie die Gruppendynamik verläuft, wer das Heft an sich reisst und auf wessen Kosten. Dabei ist eine Regel festzustellen, in den unterschiedlichsten Kulturen:

Frauen sind durchschnittlich sozialer, was an ihrer biologischen spezifischen Natur liegt, der Fähigkeit, Leben zu schenken und sich wie selbstverständlich um den Schutz der Nachkommen zu kümmern. In der modernen Gesellschaft mag diese ursprüngliche Eigenschaft zum Teil verloren gehen, aber an der überproportionalen Beteiligung von Frauen an Pflegeberufen und der Tatsache, dass sie nicht in gleicher Weise wie Männer in "Macho-Positionen" aufrücken wollen, siehst Du, dass dieses ursprüngliche überwiegend soziale Verhalten von Frauen auch in der Moderne überdauert.

Zweites auffallendes Phänomen ist die uns allen bekannte Tatsache, dass junge Menschen für gesellschaftliche Veränderungen viel eher eintreten, sie also noch die Welt "erobern" wollen, während die erwachsenen Männer nur noch die Früchte ihrer Anstrengung aus der Jugendzeit ernten wollen, zu ihrem eigenen egoistischen Vorteil. Das heisst, ein Mann, der nicht eine entsprechende "soziale" Sozialisation hinter sich gebracht hat, braucht lebenslange Kontrolle, um ein nützlicher Teil der Gemeinschaft zu sein. 

Die gesellschaftlich relevanten Gruppen für Veränderung sind jeweils die Frauen und die Jugend. Bei den Männern stösst du mehrheitlich auf taube Ohren.

Noch ein schönes Wochenende, CE